lenla90

Dauerhafte Schluckmusteränderung möglich?

Hallo meine Lieben,

 

ich bin seit ca. 2 Monaten in logopädischer Behandlung, da meine Zunge immer wieder zwischen meine Zähne stößt: Habe dadurch einen offenen Biss und möchte auf Grund von CMD/ Kieferfehlstellung, bald eine KFO Behandlung, beginnen, ev. mit anschließender Bimax, insofern die KV endlich ihr okay gibt.

Ich habe nun aber wirklich Angst, dass ich das Schluckmuster nicht in den Griff bekomme. Ich merke, wie schwach meine Zunge ist und obwohl ich vor einigen Jahren schon einmal für 3 Monate in Behandlung war und ich prinzipiell wusste, wo meine Zunge hingehört, hat sich nichts geändert! Ich muss zugeben, dass mir damals meine CMD Problematik nicht bewusst war und ich daher die Wichtigkeit der Behandlung noch nicht erfasst hatte.

Heute weiß ich, dass die KFO rein gar nichts bringen wird, wenn sich mein Schluckmuster nicht ändert und deswegen will ich es unbedingt in den Griff bekommen!

 

Also nun meine Frage: schafft ihr es wirklich mittlerweile, unbewusst richtig zu schlucken? Ich kenne mittlerweile zwar einige Übungen und mach sie 2-3 x täglich, aber sobald ich nicht drauf achte, macht meine Zunge wieder , was sie immer schon getan hat: sich zwischen die Zähne lagern.

Auch ist sie eher rechts gelagert, da durch meine Kieferfehlstellung ein einseitiges Kaumuster etabliert habe (übrigens auch Schulter und Beckenschiefstand, leicht asymetrische Lippen etc. komnischerweise ist es bis jetzt kaum jemandem aufgeallen, dass irgendwie alles schief steht!)

 

Würde  mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt!

 

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Naja ganz ehrlich, da wird nur "üben, üben, üben und nochmals üben" helfen.

 

Das heisst nicht nur solange man Termine hat, sondern stetig und jeden Tag ein bisschen.

 

Deine Zunge ist ein Muskel und kann trainiert werden, so dass er vielleicht doch irgendwann fast selbstständig da bleibt wo er hingehört.

 

Ich hatte einen enormen Platzmangel im Ok und meine Zunge lag im Unterkiefer. Seit der Kfo und den gewonnen Platz scheint meine Zunge aber so eine Art spontane richtige Lage eingenommen zu haben und verweilt zu 95% beim Gaumen.

 

Wenn ich aber in Gedanken bin und mich auf was konzentriere (wie beim Nähen oder Feinarbeiten an Stoff und Leinwand) kann es schonmal vorkommen, dass sie im Uk rumliegt. ;)

 

Also geh positiv an die Sache ran und fange einfach von neuem an und es gibt bestimmt mehr als 3 Übungen für deine Zunge :)

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Hallo Lenla,

 

auch ich habe über Jahre hinweg mir ein falsches Schluckmuster angewöhnt, was u. a. zu einem offenen Biss geführt hat, der dieses Jahr - endlich - durch eine BIMAX korrigiert wurde.

Logopädie habe ich auch bereits vorher verschrieben bekommen und ebenfalls fleißig geübt, hatte aber wie du immer das Gefühl, sobald ich nicht aufpasse, macht die Zunge wieder, was sie will.

ABER: Das hat sich bereits direkt nach der BIMAX-OP merklich gebessert; bei mir war es so, dass mein OK sehr schräg war vorher, sodass meine Zunge gar nicht den Platz hatte, entspannt im OK anzuliegen. Jetzt, nach der OP mit 'OK-Kippung', habe ich viel mehr Platz dafür und seitdem merke ich auch den Erfolg meines Übens, dass ich bspw. teilweise aufwache morgens und die Zunge liegt an ihrem Platz ;)

(Merke allerdings auch, dass mir, wenn ich im Stress bin oder so, die Zunge wieder 'runterfällt'; dauert alles halt seine Zeit :))

 

Also nicht aufgeben, ich denke, solange dein Mundraum noch knochenbedingt schief/asymmetrisch ist, wird es der Zunge umso schwerer fallen, sich eine neue Position/ein neues Verhalten anzutrainieren; aber ich könnte mir vorstellen, dass sich da nach einer eventuellen OP viel mehr noch tun sollte... :)

 

LG, Iris

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Ich vermute, dass die 3 Monate bei deinem doch größeren Problem einfach zu wenig waren. Meine Logopädin hat schwierigere Fälle 6-12 Monate da. Eine Behandlung sollte bei noch so großen Unsicherheiten nicht abgeschlossen werden. Zudem ist es auch üblich, dass man nach 3 Monaten nochmal zur Kontrolle kommen kann. War deine Therapeutin denn auf Erwachsene spezialisiert?

 

Ich schlucke und lagere inzwischen in 50% der Fälle und mehr ganz gut. Bisschen weiter vorne als die eingeübte Ruhelage aber nicht an den Zähnen dran. Aber gut, ich trage am Tag ca. 12h Bionator, da kann die Zunge nicht versehentlich nach vorne.

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Vielen Dank, ihr macht mir echt Mut, dran zu bleiben. Ich hatte nämlich befürchtet, dass auch nach der KFO und Bimax nicht genügend Platz für meine Zunge wäre ( Gaumen ist auch viel zu schmal). Hoffentlich wird es dann später tatsächlich einfacher :)

 

Im Nachhinein würde ich meine damalige Logopädin als mäßigr kompetent beschreiben, ich habe nie etwas über den Grund für meine falsche Zungenlage und die Auswirkungen gehört.

 

Meine aktuelle Logopädin finde ich klasse, sie hat viel Fachwissen und erklärt mir immer, warum die Zunge den jetzt tut, was sie tut.

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Hallo lenla,

 

also ich habe mit über 40 gelernt, die Zunge im Oberkiefer zu lassen, also sollten es deutlich jüngere auch schaffen können. Und der Platz im OK ist sicher immer noch nicht optimal, da meine Zunge relativ groß ist. Von Zunge auf dem Gaumenrasen räkeln, wie ich es hier irgendwo mal als Erfolg einer GNE gelesen habe, kann bei mir sicher nicht die Rede sein, eher die Zunge sorgfältig im Gaumen verstauen.

 

Bei mir war es eine Kombination aus sorgfältig die Übungen durchführen und tagsüber wirklich immer wieder überprüfen, wo die Zunge liegt. Falls an der falschen Stelle, aufräumen, und sich drüber freuen, wenn sie sich an der richtigen Stelle befindet. Beim Trinken bin ich teilweise immer noch faul, das ist aber auch temperaturabhängig. Heißer/warmer Tee geht irgendwie nicht mit der Zunge am Gaumen, aber gestern beim relativ schnellen Trinken von kühlem Wasser habe ich festgestellt, dass es mit der Zunge am Gaumen einfacher ging.

 

Also einfach dranbleiben, es ist auf alle Fälle möglich!

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Noch einmal ein kurzes Update meinerseits. Mache jetzt seit ca. einem halben Jahr MFT und es hat sich auch schon gebessert mit dem Schluckmuster. Die Sparchtherapeutin ist auch recht zufrieden mit mir, was die Übungen angeht und die Lippenkraft hat sich auch stark gebessert. Ich weiß auch genau, wo die Zunge hingehört und "wie" das Schlucken funktionierrn sollte. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass das alte Schluckmuster und die Ruhelage vor den Zähnen so verinnerlicht ist, dass die Zunge immer wieder dort zurückwandert, wenn ich nicht genau darauf achte.

Hab jetzt vor 6 Wochen meine Bimax OP gehabt (Surgerey First Konzept - bin jetzt also noch mitten in der KFO drin) und hatte gehofft, dass jetzt nach der OP alles leichter wird. Mir haben auch alle vorher gesagt, dass die Zunge dann viel mehr Platz hat. Hab allerdings eher das Gefühl, dass es noch schwieriger ist. Das macht mir jetzt echt bisschen Sorgen. Habe auch erst wieder ca. vor 2 Wochen  mit Übungen angefangen, weil es vorher zu anstrengend war. Habt ihr noch irgendwelche super Tipps? Was ist mit Spikes, Face former etc.? Oder gibt es noch andere Alternativen, damit die Zunge, das "verinnerlich" und zumindestens teilweise automatisiert? Ich will natürlich nicht, dass die ganze Behnandlung für die Katz ist ...

 

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Eher nicht, du musst einfach immer wieder dran denken. Meine Therapeutin hat empfohlen, sich dafür anfangs eine Tätigkeit zu suchen, die man täglich macht und dann immer dran zu denken. Auch bei den Mahlzeiten wurde Bissen für Bissen gesteigert.

Es kann 3-6 Monate dauern, bis das verinnerlicht ist und zwar NACH Behandlungsende in der Logopädie, wo du ja noch nicht angekommen bist. Bei mir gab es dann auch die Möglichkeit eines Termins zur Nachbetreuung, wenn man starke Problem hat.

Bei Spikes und ähnlichem ist die Rückfallquote danach etxrem hoch, eigentlich für die Katz. Bei mir wirkt der Bionator natürlich auch unterstützend. Beim Tragen liegt die Zunge ja oben drauf und schon fast an der richtigen Stelle. Beim Zungenpressen/drücken hast du wiederum oben den Bügel. Daher das perfekte Biofeedback. Solltest du mal mit allem durch sein, bietet er sich auch für die Bisssetzung an. Bei meinem Freund wurde das so gehandhabt, war wohl noch vor der Retention oder danach, ich bin nicht sicher.

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