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Elite

UKVV: Zahnspange vor Eingriff entfernen?

Kurz zu meiner Person: Bin 22-jahre alt und habe seit ca. 3 Jahren Probleme mit meinem Kiefer. Dabei drückt das Kiefergelenk auf der rechten Seite gegen mein Gehör, weswegen sich mein Zustand so anfühlt als säße ich im Flieger, der gerade im Anflug ist. Ihr kennt sicher alle diesen unangenehmen Druck in den Ohren.

 

 

Nach Vorstellung beim KFO, wurde ein MRT gemacht. Diagnose ist eine Arthrose im Anfangsstadium, sowie die Tatsache, dass sich mein Kiefergelenk aus seiner Ursprungsposition herausbewegt hat. Habe anschließend eine Schiene angefertigt bekommen, die mein Problem angeblich nach nur einem Jahr lösen sollte. Es kam natürlich nicht dazu. Mit Schiene ist es zwar in Ordnung, aber sobald ich sie abnehme, kehrt das Missgefühl zurück. Ich wollte nach einem Jahr aber nicht direkt zum KFO, weil ich eine orthopädische Behandlung/OP befürchtet habe. Ich arrangierte mich also mit dem Problem, denn wenigstens war ich mit Schiene "schmerzfrei". Dieses Vorgehen bereue ich bis heute. Denn zum Ende der dreijährigen Periode kam es während dem Essen zu starken Kieferknacken. Diese Problematik wiederholte ich in den darauffolgenden Tagen. Außerdem habe ich unnötig Zeit verloren...

 

Nach einer weiteren Vorsprache beim Kieferorthopäden, wurde ich an einen Chirurgen weitergeleitet. Dieser meinte, ich muss mich operieren, komme aber nicht um eine Zahnspange rum. Seit Februar trage ich nun eine Zahnspange und muss diese ca. ein Jahr tragen. Mein KFO ist etwas anderer Auffassung und ist der Meinung, dass es evtl. auch ohne OP geht, wenn der Aufbiss (nach Vorbild meiner Schiene) optimiert wird. Anfangs hatte ich sogar das Gefühl, dass es öfter ohne Schiene geht. Jetzt nach ca. einem halben Jahr merke ich definitiv, dass es ohne Schiene nicht geht. Ich bin ohnehin für eine OP, damit ich das Problem

ein für allemal hinter mich bringe. Außerdem ist der Chirurg ebenfalls der Meinung, dass eine Kinnplastik nötig ist, weil ich ein fliehendes Kinn habe, sodass ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

 

Jetzt zu meiner abschließenden Frage: Ich habe hier im Forum öfter gelesen, dass dieser Engriff parallel zur orthopädischen Behandlung stattfand. D.h.. die Zahnspange war dran und musste sogar noch Monate danach getragen werden. Die Frage ist, ob der chirurgische Eingriff die Zahnspange nötig macht, um Ober- und Unterkiefer aufeinander abzustimmen oder ist dieser auch ohne Zahnspange möglich?

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Hallo Elite,

 

so ganz verstehe ich Deine Frage nicht, vor allem wenn Du eine Zahnspange drinnen ist. Der normale Ablauf ist ca. 12 Monate vor der OP, wo vor allem die Zahnbögen ausgeformt werden, Zähne so weit wie möglich auf eine Höhe gebracht werden, ..., dann die OP, dann nochmals ca. 6 Monate für das Feintuning, wo sichergestellt wird, dass der Biss dann wirklich passt, wobei die Zeiträume auch beliebig anderes sein können. Ich als Laie könnte mir auch vorstellen, dass bestimmte Feintuning auch erst nach der OP wirklich gut gehen, wenn der Biss schon im Prinzip passt bzw. deutlich leichter gehen, wenn klar ist, wo die richtige Richtung ist und man sich nicht abstrakt vorstellen muss, wo die richtige Stelle nach der OP sein wird. Und wenn Du die Zahnspange seit Februar trägst und nichts von einem OP-Termin geschrieben hast, muss ja anscheinend auch an Deinen Zähnen noch etwas korrigiert werden.

 

Es ist zwar im Prinzip möglich, ohne Zahnspange zu operieren und muss ja z.B., wenn sich jemand den Kiefer gebrochen hat und teilweise bei Apnoe-Behandlungen, wenn der Biss als solches paßt, nur das ganze System nach vorne verlegt werden muss. Aber diese Fälle hören sich bezüglich Splintbefestigung und Ruhigstellung Kiefer deutlich komplizierter an, wie wenn man an den Zähnen praktischerweise mit der Spange schon ein Befestigungssystem für Splint und Gummis hat. Dann kann der Splint und die Gummis einfach an den Brackets befestigt werden und es sind nicht irgendwelchen Drahtkonstruktionen nötig. Und selbst Leute mit Lingualspangen bekommen ja noch Knöpfchen auf die Zähne außen geklebt, damit Gummis und/oder Splint eingehängt werden.

 

Was ich damit sagen will: Es ist sinnvoll, dass die Chirurgie und die Kieferorthopädie parallel laufen und mach Dir nicht zu viel Hoffnungen, dass Du sofort nach der OP oder gar vor der OP die Zahnspange los wirst. Gerade bei UK-VV habe ich den Eindruck, dass Gummis häufig über Monate getragen werden, bis sich auch die Muskeln an den neuen Zustand gewöhnt habe und da ist die Zahnspange die einfachste Möglichkeit, diese sicher zu befestigen (glaube mir, ich habe nach Entfernen der Zahnspange vor allem nachts noch monatelang Gummis getragen und hatte dafür Knöpfchen auf den Zähnen und an diesen hat sich immer Zahnstein gebildet, so dass die Gummis nicht mehr gehalten haben).

 

Viele Grüße!

 

Irene

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Danke für die Antwort:

 

Kurze Klarstellung: Ein OP-Termin ist noch nicht bekannt. Aber ich persönlich gehe davon aus, dass die KFO-Behandlung bei mir weniger als ein Jahr dauern wird. Demnach noch nur noch wenige Monate (evtl. 3-4).

 

Das wäre natürlich bitter, wenn ich die Zahnspange bis zu 6 Monate nach der OP tragen müsste. Meine Zähne waren bereits vor der KFO-Behandlung, die im Februar begann, relativ gerade. Rein optisch hätte ich nie eine gebraucht, weil ich bereits zwischen dem 14 und 17 Lebensjahr eine feste Zahnspange hatte. Vor allem im Obekiefer ist alles perfekt (nach meinem Empfinden). Im Unterkiefer sind leider meine beiden Eckzähne schief (nicht viel), was u.a. daran liegt, dass im Unterkiefer etwas Platzmangel herrscht. Der Aufbiss ist aber - wie erwähnt - nicht ordnungsgemäß. Die Backenzähne haben bspw. gar keinen Kontakt zueinander. Wenn ich aufbeise, kommt es lediglich zum Kontakt zwischen den Frontzähnen. Damit ist doch "Zähne so weit wie möglich auf eine Höhe gebracht werden" gemeint, oder?

 

Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig als zu fragen, wie lange ich die Spange noch tragen muss, bevor eine OP möglich ist.

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