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Horse M.D.

Sachbeschädigung durch Aushilfs-KFO

Hallo!

 

Gerade ist mir etwas unfassbares passiert. Hintergrund: An meiner Lingualspange im OK hatte sich ein Bracket gelöst (es baumelte rum, stach mir in die Zunge und behinderte mich beim Sprechen), mein Kieferorthopäde ist aber drei Wochen in Urlaub.

 

Also habe ich einen Akuttermin bei der KFO-Praxis Gehrig in Stuttgart gemacht. Als der Arzt zu mir kam, wollte ich ihm die Hintergründe zu meinem Fall kurz erläutern, aber er sagte nur: "Setzen Sie sich mal hin und machen Sie gar nichts, ich schaue mir das mal an."

 

Dann erklärte er mir, dass das ja ein ganz schwieriger Fall sei, und das Bracket nie richtig halten würde, weil der Zahn schon eine Füllung hat. Er könnte mir das Bracket abknipsen, aber wieder ankleben könne er es nicht, weil ihm dazu das "Setup" fehle.

 

Ich stimmte dann zu, dass er das Bracket lösen könne, er meinte, das dauere nur eine Sekunde. Eine Sekunde später stand ich da mit dem Bracket in der Hand, aber was war passiert? Er hatte den ganzen Bogen hinterm 15er abgeknipst!

 

Nota bene: Beim Incognito-System (Lingualtechnik) müssen diese Bögen individuell angefertigt werden. Der von ihm zerstörte Bogen war der letzte aus der Serie. Mit dem hätte ich in die OP gehen sollen. Es war nicht abgesprochen, und nicht von mir gewollt, dass er den Bogen beschädigt. Mein Auftrag war ganz klar: Das Bracket entfernen. Er hätte genausogut die Ligatur durchknipsen können.

 

Nachdem ich ihn mit seinem Fehler konfrontiert hatte, meinte er noch lapidar: "Ach, Sie gehen in eine OP? Warum haben Sie mir das nicht gesagt?" Ich koche innerlich vor Wut. Hatte er mich nicht gerade vor ein paar Minuten zum Schweigen verdonnert?

 

 

 

 

Was kommt jetzt auf mich zu?

- Die beiden hinteren Zähne sind nicht mehr in der Führung. Es ist mit einer Verschlechterung des Bisses in den kommenden drei Wochen zu rechnen. Dadurch verzögert sich wahrschinlich die Zeit bis zur OP-Reife nochmal um 1-2 Quartale.

- Es bringt jetzt auch nichts mehr mir das Bracket von jemandem ankleben zu lassen, weil es keinen Bogen mehr gibt, in den man es einligieren könnte.

- Den neuen Bogen wird jemand bezahlen müssen. Danach muss ich zu einem Termin, an dem der Bogen eingesetzt wird. Bei Lingualtechnik ist das ein Vorgang, der ca. 1-1.5h in Anspruch nimmt.

 

Bravo, Herr Dr. Gehrig, Sie sind wirklich ein Meister Ihres Fachs!

 

Zu erwartender Aufwand für mich:

* 1-2 zusätzliche KFO-Termine

* Verschlechterung der Bisslage im Gegenwert von mehreren Monaten KFO-Behandlung

* Kosten in Höhe von 500-1500 Euro.

 

Die Kosten übernimmt die Krankenkasse, aber wer ersetzt mir jetzt meine verlorene Lebenszeit?

 

Ich bitte freundlich den Experten vom Fach um eine Stellungnahme.

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Puh, da würde ich mich auch ärgern.

 

Wie lange ist dein KFO noch im Urlaub? Oder haben seine drei Wochen gerade erst angefangen?

 

Was hat der Aushilfs-KFO denn gesagt, wie er das Problem nun lösen möchte?

 

Ich weiß nicht, ob es tröstet, aber ich habe es zumindest so in Erinnerung, dass meine KFO noch Bögen auf "Vorrat" hatte bzw. ich bis zur OP nicht alle gebraucht habe, die sie gehabt hätte (auch Lingualtechnik). Ich weiß nicht, ob das bei dir auch so ist, aber dass ein Bogen zerbricht oder sonstwie ersetzt werden muss, müsste doch grundsätzlich einkalkuliert werden?

 

Fände es jedenfalls übel, wenn deswegen wirklich die OP abgesagt werden muss. Wie viele Zähne sind jetzt bei dir ohne Bogen?

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Ja, heute ist sein erster Urlaubstag.

 

Der "Aushilfs-KFO" (so nenne ich den KFO Dr. Gehrig, der mir *nur* bei meinem akuten Problem "loses Bracket" helfen sollte) hat überhaupt nicht gesagt, dass er das Problem lösen möchte. Er wollte lediglich das lose Bracket (es war mit Draht einligiert statt, wie üblich, mit Gummis) aus dem Mund entfernen, damit es mir nicht mehr in die Zunge sticht. Ich bat ihn es doch lieber wieder anzukleben, doch das lehnte er ab.

 

Er sagte sinngemäß:

"Das Bracket möchte ich nicht wieder ankleben ohne das Setup gesehen zu haben. Da müssen Sie sich bitte an Ihren Behandler wenden. Ich kann Ihnen gerne das Bracket rausmachen, das geht es schnell. Aber mehr kann ich momentan nicht für Sie tun."

 

Also knipste er den Bogen kurzerhand hinterm 6er ab. Und das war so nicht mit mir abgesprochen. Resultat: Der 7er und 8er stehen jetzt frei. Das groteske an der Sache ist, dass die Stelle, an der er den Bogen abgeknipst hat, der einzige Grund ist, warum ich überhaupt noch die Spange trage. Der 8er soll noch extrudiert werden. Hätte ich mir den ziehen lassen, dann hätte ich schon vor ca. einem halben Jahr in die OP gehen können.

 

Aus meiner KFO-Praxis weiß ich, dass bei Incognito keine Bögen auf Vorrat gefertigt werden. Für den Behandlungsablauf stellt Incognito pro Kiefer genau die 6 benötigten Bögen zur Verfügung, die zusammen mit den Brackets individuell angefertigt werden. Ist ein Bogen defekt, muss der KFO entweder Ersatz bestellen, oder einfach auf den nächsten Bogen übergehen. Meistens tut er letzteres, ansonsten wird halt Ersatz bestellt.

 

Im vorliegenden Fall zeigte sich die Urlaubsvertretung (das ist nochmal eine andere Praxis als der "Aushilfs-KFO") bereits mit dem Bestellvorgang überfordert. Sie sagte, sie könne das nicht, weil das nur mein Behandler könne. Also habe ich jetzt gerade selbst bei 3M Unitek angerufen und mir den Ersatzbogen (den aus Beta III Titanium) bestellt. Die Vertretungspraxis meines KFO wird das Ding wieder einsetzen. Nach Rücksprache mit dem Hersteller der Bögen wird der Bogen also direkt in die Vertretungspraxis geschickt, die Laborkosten werden über meinen Behandler abrgerechnet. "Sehr ungewöhnlicher Vorgang", meinte die Dame vom Hersteller des Lingualbracketsystems, aber sie machen das natürlich gerne.

 

Jetzt bin ich mal gespannt, wie teuer mich der ganze Spaß am Ende zu stehen kommt.

 

Auch wenn die Krankenkasse vermutlich fürs Material und die KFO-Leistungen gerade stehen muss: Einen Tag Arbeitsausfall kann ich schonmal einkalkulieren. Grrrr.

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Puh, das ist echt ärgerlich. Aber aus meiner optimistischen Sicht: Erstmal gut, dass du einen nachbestellen konntest und der dir vermutlich zügig eingesetzt werden kann!

 

Und sei mal froh, dass du sowas wie 8er hast (hast ja nach meiner Erinnerung auch einen großen Schädel ;)) und an dem Zahn festgehalten hast.

 

Die OP muss dann aber voraussichtlich nicht verschoben werden, oder?

 

Skurril sind solche Situationen ja schon. Ich kann zwar verstehen, dass es auch für Ärzte blöd ist, als Vertretung an einem Werk rumzuarbeiten, was einem nicht gehört - aber gerade bei teuren Techniken, wo das Ersatzteil nicht parat liegt, sollte man doch nicht einfach eigenmächtig handeln. Ich würde mich wohl dreimal absichern, bevor ich da was abknipse.

 

Bei mir waren die Bögen übrigens fast immer mit Drahtligaturen befestigt. Wenn da was gepiekst hat, hat meine KFO auch manchmal einfach ein kleines Stück Kunststoff drübergemacht, das war oft leichter, als großartig was zu verändern.

 

Unpassende Bemerkung: Was bin ich froh, dass ich das hinter mir habe! Wie oft ich mir irgendwo die Zunge aufgescheuert habe, vorzugsweise bei irgendeiner Bewegung beim Schlucken oder Sprechen... nervtötend.

 

Was kostet eigentlich so ein Ersatzbogen ungefähr?

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Einen dicken Schädel hab ich vielleicht! Groß ist vor allem die Fresse. :524:

 

In jedem Fall: Danke für deine aufmunternden Worte. Finde sie überhaupt nicht unpassend - ich freue mich auch schon auf den Tag, an dem sie mir das Zaumzeug abnehmen.

 

Wegen der Kosten halte ich euch auf dem Laufenden. Und den Dr., der's verbrochen natürlich auch. Dem schicke ich nämlich die Rechnung. :466:

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Einen dicken Schädel hab ich vielleicht! Groß ist vor allem die Fresse. :524:

 

In jedem Fall: Danke für deine aufmunternden Worte. Finde sie überhaupt nicht unpassend - ich freue mich auch schon auf den Tag, an dem sie mir das Zaumzeug abnehmen.

 

Naja, ich zitiere meine KFO: "Mein Mann hat so einen riesigen Mund, da ist eine Lingualspange, wie bei anderen Leuten Zahnbelag! Aber bei IHNEN ist ja nun wirklich wenig Platz" :D Fand ich immer einen herrlichen Trost.

 

Man entwickelt schon einen Galgenhumor, den Leute ohne so eine Behandlung nicht erahnen können. Ich erzähle jetzt noch gerne, wie ich mal fast an einem Stück Krautsalat erstickt bin, was sich um meine Gaumennahterweiterungs-Schraube gewickelt hat und sich in meinem Hals verfing. ;)

 

Halt uns auf dem Laufenden! Denk dran: Irgendwo ist die Zielgerade eingeläutet und am Ende lacht man drüber. Vielleicht alleine, aber immerhin.

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Richtig ärgerlich und vor allem ziemlich frech. Bracket ab ist für mich weit entfernt von Bogen durch. Mit sowas rechnet man gar nicht, dass sowas überhaupt passieren kann. Allein schon dem Patienten den Mund zu verbieten ist natürlich dreist, aber man erlebt diese Art Mediziner leider ab und an. 

 

Ich hoffe für dich 3M wird den Bogen schnell liefern. Es ist unwahrscheinlich, dass sich in kürzerer Zeit signifikante Verschiebungen ergeben, auch weil du ja schon fast am Ende bist. Also reg dich nicht zu sehr auf, vermutlich wird das Ganze primär deine Nerven gekostet haben. 

Der KFO bei dem du warst, war aber kein offizieller Incognito Behandler oder?  Sonst müsste er doch gewusst haben, wie wertvoll die Bögen sind und dass man sie mit Sicherheit nur zerschneidet, wenn es keine Alternative gibt. 

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Hi Leviathan!

 

Der KFO, der mir den Bogen ohne mein Einverständnis durchgeschnitten hat, heißt Dr. Gehrig und ist ein traditionsreicher Behandler im Stuttgarter Zentrum. Auf seiner Webseite ist zwar von incognito die Rede, aber ich konnte jetzt nicht die Stelle finden, an der er sich als offizieller Incognito-Behandler bezeichnet.

 

"offizieller Incognito-Zerstörer" ist ein Titel, den ich ihm ohne weiteres zugestehen würde.

 

 

Heute habe ich übrigens einen Anruf bekommen von der Firma 3M Unitek. Man kann dort meine Bestellung leider nicht bearbeiten, weil man ausschließlich Bestellungen von zertifizierten Fachärzten entgegennehmen kann. Die Vertretungspraxis lehnt die Übernahme der finanziellen Verantwortung zunächst ab.

 

Und so nimmt das Drama seinen Lauf...

 

Ein Bogen kostet übrigens ca. 130 Euro.

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Ein Bogen kostet übrigens ca. 130 Euro.

Das ist doch völliger Unsinn. Wer hat dir das denn erzählt ?

Wenn du in der letzten Behandlungsphase bist wird vermutlich ein Stahlbogen verwendet und der kostet bei 3M 19,90 Euro + MwSt.

Passieren wird da was die Zahnstellung angeht wahrscheinlich gar nichts. Und ein Bogenwechsel dauert eine Viertelstunde, vielleicht auch 20 min.

 

Dass die Aktion seitens des Kollegen nicht gut gelaufen ist, ist natürlich ne andere Sache.

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Bitte komplett lesen: Gekürzt wurde ein Bogen aus der Incognito-Spange. Die Bögen dieses Lingualsystems werden patientenindividuell automatisiert angefertigt. Darum sind die so teuer. Und ich bin auch nicht sicher, ob da jetzt wirklich ein Stahlbogen drin ist. Ich glaube es ist ein Beta-III-Titanbogen 0.19*0.25. Mit dem soll man angeblich auch in die OP gehen können.

Was die Aktion angeht, denke ich, der Mann war einfach zornig, dass ich kurz vor Feierabend (er hatte noch einen Termin mit seinem Steuerberater) noch mit einem kieferorthopädischen Notfall bei ihm vorstellig geworden bin. Da nimmt man natürlich nicht mehr so viel Rücksicht, das ist doch auch völlig verständlich.

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Bitte komplett lesen: Gekürzt wurde ein Bogen aus der Incognito-Spange.

Das hab ich gelesen. Und das ist der aktuelle Preis für einen Incognito Bogen, ob nun Stahl oder Titan ist da völlig egal.

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Hallo Dr. Horse,

 

hast Du die E-Mail-Adresse Deines KFOs? Du kannst ihm ja Dein Problem schildern, ich könnte mir gut vorstellen, dass er einen Teil seines Praxisurlaubs auch dafür nutzt, mal in Ruhe all die Sachen aufzuarbeiten, zu denen man im normalen Praxisbetrieb nicht kommt und deshalb in der Praxis ist. Vielleicht kann er ja während seines Urlaubs den Bogen schon bestellen, so dass der neue Bogen dann zügig eingesetzt werden kann.

 

Viele Grüße!

 

Irene

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Hi zusammen!

Danke für eure Rückmeldungen.

Steve, der Preis von 130 Euro wurde mir als Schätzung vom Vertretungs-KFO genannt. Sobald ich die Info bekomme, dass der Bogen nur 19,90 netto kostet, gebe ich dir nochmal ein Update. An dieser Stelle aber schon: Entschuldigung von meiner Seite für die wahrscheinlich falsche Information.

Schokolädchen, das ist ne super Idee, aber ich habe inzwischen geklärt, dass die Vertretungspraxis - nach Übersendung einer umfassendem Vollmacht samt Entbindung von der Schweigepflicht etc., das Einsetzen des Bogens und auch die Bestellerei übernehmen darf.

Manche bürokratischen Hürden erweisen sich also als gar nicht so unüberwindlich, wenn man nur genau hinhört und die richtigen Fragen stellt.

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Ich hätte mich wohl bei dir, Steve, behandeln lassen sollen, dann hätte ich vielleicht nicht jedes mal fast eine Stunde mit offenem Mund auf dem Stuhl rumliegen müssen zum Bogelwechsel (selbstligierend, außenseite)  :524: Vielleicht bist du einfach flotter als die Mehrheit deiner Kollegen.

 

Horse:

 

Offenbar wird das Problem recht schnell gelöst, da kannst du schon mal aufatmen. Also alles gut. Zum Glück hast du einen Arzt gefunden, der dir hilft. Hoffe, dass sich wirklich nichts in der Zeit verschiebt, hast ja schon lange genug gewartet!

Hier zeigt sich mal auschaulich eine große Schwäche des Incognito-Systems die mir persönlich gar nicht bewusst war bisher. Der KFO bekommt quasi die komplette Spange (Brackets und die Bögen von 3M oder? Das heißt jedes mal, wenn etwas kaputt geht, ist der Arzt total unflexibel. Wie läuft das ganze denn bei diesem Win System? Und warum werden die Bögen eigentlich nicht in der Praxis gebogen? Das entsprechende Gerät stelle ich mir jetzt nicht so kompliziert vor. 

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moin!

ein ganz großer Block in der Ausbildung zum Kieferorthopäden besteht darin, Bögen so zu biegen, dass sie die Zahnstellung gezielt beeinflussen. Ja, der KFO kann auch einen Standardbogen nehmen und den selbst biegen. Dafür braucht er aber das Kieferorthopädische Setup, also ein Modell des Zahnbogens mit den angeklebten

Brackets. Ich gehe auch mal stark davon aus, dass er das nicht in der Präzision hinkriegt wie ein CAM-Gerät. Das wiederum braucht exakte Planungsdaten, die nicht von deinem Haus-KFO, sondern von einem KFO bei 3M Unitek (dem Anbieter des Incognito-Systems) anhand besonders präziser Modelle aus einem Silikonabdruck angefertigt werden. In die Bogenform fließt sogar schon die prognostizierte Zahnbewegung mit ein, d.h. die stärkeren Bögen werden nicht auf die anfänglichen Koordinaten der Brackets hin gefertigt, sondern mit aus Ist- und Soll-Stellung interpolierten Koordinaten gebogen. Das alles wird schon zu Beginn der Behandlung berechnet. Ich finde, da steckt schon ganz schön Technology dahinter, und ich bin erstaunt, wie gut das doch alles bisher funktioniert hat. Auch sind mir Lingualbrackets bisher deutlich seltener rausgebrochen als Vestibulärbrackets.

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Das Schlimme ist ja eigentlich, dass der ganze Kram nur funktioniert, wenn man sich als Patient dahinter klemmt und sich wie blöde drum kümmert. Daran sieht man wieder, dass ein großer Teil des Behandlungserfolgs auch darin besteht, dass man sich durchsetzt, im Zweifel auch mal meckern muss, sich um sehr viel Kram selbst kümmern muss und dabei - vor allen Dingen noch vor der OP - starke Nerven behalten muss.

 

Menschen, die die Kraft oder Fähigkeit nicht haben, so eine Behandlung als "Kampf" zu sehen und die zudem vielleicht nicht richtig informiert sind ihrem Behandler total ausgeliefert.

 

Als ob der Faktor "in 3 Wochen OP" als Stressfaktor nicht reichen würde. Ich reiche dir mal einen virtuellen Kakao rüber, ich würde in so einer Situation vermutlich überkochen und abwechselnd schimpfen und in Panik verfallen. ;)

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Danke dir für die tröstenden Worte.

 

Es ist noch ein wenig länger bis zum geplanten OP-Termin.

 

Heute war ich bei der Vertretungs-KFO. Und wieder mal ändert sich die Situation komplett: Die Kollegen haben festgestellt, dass der 8er verblockt ist. D.h.  der Slot auf dem 8er ist mit Kunststoff gefüllt. Da kann kein Bogen eingesetzt werden und es kann auch vorher keiner eingesetzt gewesen sein. Denke mir so: WTF??? Wozu habe ich dann da seit Jahren ein Bracket drauf kleben?

 

Insgesamt steht der 8er in Infraposition, und das ist für die OP kein Hindernis.

 

Und meine Befürchtung, dass der 7er elongiert, wenn er nicht in der Führung ist, wurde von der KFO zerstreut. Sie hat überlegt, ob sie vestibulär eine Apparatur für 2-3 Zähne einbaut, um den Bukkalstand des 7ers positiv zu beeinflussen. Sie hat sich dann aber dagegen entschieden, weil sie nicht mit der Behandlungsplanung meines Haupt-KFO interferieren wollte. Es wurde kein Bogen bestellt, keiner eingebaut, sprich: Es wurde gar nichts gemacht und man hat mich ohne Behandlung wieder nach Hause geschickt.

 

Unterm Strich, so das Ergebnis der Begutachtung, ist der fehlende Teil des Bogens also ziemlich unkritisch im Hinblick auf die OP. Meine ganze Panik war anscheinend völlig umsonst.

 

Überhaupt frage ich mich langsam: Wenn das Gebiss doch schon so toll aussieht (und rein subjektiv hat sich daran seit 6 Monaten nichts mehr geändert), warum wurde ich dann nicht schon längst zum Operateur vorgelassen?

 

Sieht wohl so aus, als müsste ich mich einfach noch ein wenig mehr in Geduld üben.

 

 

Zu guter Letzt: Ich habe der Vertretungs-KFO, die die Kosten für einen Bogen auf 130 Euro taxiert hatte, mit dem Preis von 19,90 netto für einen Bogen konfrontiert. Sie meinte: "Ach ja, das kann sein, dass die Bögen bei Nachbestellung billiger sind!"

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Zu guter Letzt: Ich habe der Vertretungs-KFO, die die Kosten für einen Bogen auf 130 Euro taxiert hatte, mit dem Preis von 19,90 netto für einen Bogen konfrontiert. Sie meinte: "Ach ja, das kann sein, dass die Bögen bei Nachbestellung billiger sind!"

Äh.... Nööö..... 

Die Bögen und die Brackets kosten immer das Gleiche. Aber das hast du dir sicher schon gedacht :-)

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Das kann dann nur bedeuten, dass die Vertretung-KFO-Praxis … ähm ... die aktuelle Preisliste nicht vorliegen hat… Räusper..

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Das Problem scheint ja verbreitet zu sein. Muss wohl auch der Grund sein, weshalb man für 2 normale Bögen über 130 Euro blechen muss, obwohl sie doch offenbar so günstig sind.

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