Kiki0606

Bimax 01.07.2015 - Dr. Gligor Stojanovski - Huyssenstift Essen

Hallo liebes Forum,

erst mal möchte ich euch allen für die ganzen Erfahrungsberichte danken, durch die ich mich super vorbereiten konnte. Nun komme ich endlich mal dazu, euch von meinen Erfahrungen zu berichten. :)

Meine Diagnose:

- frontoffener Biss ab der Eckzahnregion
- Kreuzbiss rechts
- Mittellinienverschiebung im UK um ca. 2 mm nach rechts
- sagittale Frontzahnstufe von 7 mm
- Oberer und unterer Schmalkiefer
- engstehende OK-Front
- Drehstände in der Front - OK + UK
- Kinnmitte nach rechts verschoben

Nachdem ich 11 Monate die Zahnspange getragen hatte, war ich endlich OP bereit. Im April 2015 hatte ich dann endlich den OP Termin für den 01.07.2015 bekommen.

Was wurde gemacht?
- UK 5 mm nach links
- UK 6 mm nach vorne
- OK 2-3 mm nach oben sowie Rotation


Aufnahmetag 30.06.2015:

Um 11:00 Uhr sollte ich mich im Krankenhaus anmelden. Nach einigen Minuten durfte ich dann auf die Station. Auf der Kinderstation angekommen, wurde ich dann nett im Empfang genommen. Erst dachte ich mir "Oh man... Ernsthaft? Mit 26 Jahren noch auf der Kinderstation?" Aber auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass Patienten die solch eine große OP haben auf die Kinderstation dort kommen, da die Pflege da viel Intensiver ist. Habe dann mein Zimmer bezogen - Zu dem Zeitpunkt hatte ich zum Glück keine Bettnachbarin.. - Dann kam die Schwester und hat die üblichen Fragen gestellt (Gewicht, Größe, Allergien, etc.), nun noch schnell Blutdruck, Puls, und Temperatur messen und Schwupps konnte ich auch schon zum Narkosegespräch. Mir wurde alles noch mal erklärt, gefragt ob ich bisher Probleme bei OPs hatte und dann war ich auch schon fertig. Zurück aufs Zimmer angekommen, stand auch schon mein Mittagessen bereit... mmh Fisch mit Kartoffeln... Kurz drin rum gestochert, Kaffee getrunken und mich auf dem Weg nach draußen gemacht. Es war so warm und schön draußen... Das wollte ich einfach nur genießen. Nachmittags sollte ich wieder oben sein, da der Arzt dann nochmal kommen wollte (Splintanbrobe usw.).
Den restlichen Tag habe ich dann draußen verbracht... Mein Papa kam noch vorbei und abends bei der schönen Luft habe ich noch ein paar Telefonate geführt und um 00:00 Uhr bin ich dann auf mein Zimmer. Die Nacht war besser als gedacht. Ich sollte die 2te auf dem OP Plan sein (ca. 10:00 Uhr).


OP Tag:

Ich wurde automatisch um 06:00 Uhr wach... Bin eben duschen gegangen und danach noch mal nach draußen gegangen um an der Luft noch eine kleine Runde zu laufen. Gegen 08:30 Uhr wurde ich dann langsam nervös. Die Schwester kam und brachte mir die schicke OP Kleidung, Mundspülung und die berühmte LMAA-Tablette. Gegen 09:00 Uhr kamen meine beiden besten Freundinnen vorbei, gaben mir noch Glücksbringer und lenkten mich noch etwas ab. Paar Minuten später wirkte die Tablette verrückterweise schon. Ich habe nicht geschlafen, aber ich weiß ab da an einfach nichts mehr. Kann mich nicht daran erinnern, dass ich aus meinem Zimmer geholt wurde, nicht daran, dass ich wohl noch selbstständig auf die OP-Liege geklettert bin und ich habe auch keinen OP-Saal, Ärzte oder sonst wen wahrgenommen. Auch habe ich nichts davon gemerkt als die mir die Zugänge gelegt haben. So eine Wirkung der Tablette wünscht sich wohl jeder. War auch nicht schlecht, nur ungewohnt. Bei meinen vorherigen Operationen habe ich immer alles mitbekommen und noch Späßchen mit den Ärzten gemacht.
Gegen 18:00 Uhr bin ich dann endlich (erst als ich auf meinem Zimmer war) zu mir gekommen. Meine beiden Freundinnen, meine Mama, meine Tante (die von morgens an gewartet hatten) und mein Freund standen um mein Bett herum. Ich habe sie gesehen aber nicht so richtig wahrgenommen. Mir ging es nicht sehr gut und es waren über 35 Grad draußen. Ich habe angefangen zu sprechen (was man sprechen nennen kann, wohl eher nuscheln), doch mein Besuch sagte direkt ich solle wohl besser noch nicht sprechen, nicht das ich nachher stärkere Schmerzen bekomme. Aber dank euch hatte ich ja Block und Stift mit. Das schreiben fiel mir sehr schwer, was auch normal ist, wenigstens konnte man es einigermaßen lesen. Das erste was ich geschrieben hatte war, dass ich nass gespritzt werden will, weil es einfach so warm war. Stattdessen habe ich dann nasse Handtücher auf Stirn und Brust gelegt bekommen. Ich hatte einfach nur Durst und durfte zum Glück auch was trinken. Nach einiger Zeit hatte ich auch den Katheter, die Drainagen, Magensonde und die Kühlmaske wahrgenommen. Die Magensonde war echt nervig und ich bekam deshalb kaum Luft. Zugeschnürt war ich noch nicht. *Juhu*
Abends kam dann noch mein Bruder, den ich nur alle 15 Minuten wahrgenommen hatte, da ich immer wieder eingedöst bin. Später dann kam die Nachtschwester und hat mir Schmerzmittel gegeben. Kurz danach schlief ich ein. Die Nacht war wie zu erwarten nicht so toll, da ich nach 3 Stunden wieder wach geworden bin. Habe wenig geschlafen. Das lag auch daran, dass ich eine Seitenschläferin bin.


1. Tag Post OP:

Nach der nicht so erfolgreichen Nacht, wurde ich morgens um 06:30 Uhr von der Schwester geweckt, die mir dann Antibiotika über den Tropf und Arnica Globuli (gegen blaue Flecken) gab. Um 07:30 Uhr war dann Visite. Der Arzt war zufrieden und beschloss, dass der Katheter gezogen wird, da ich ja aufstehen müsste. Er prüfte mein Gesicht nach Taubheit. Fast mein ganzes Gesicht war Taub aber ich habe auch was gespürt. Fand ich echt super und der Arzt ebenfalls. Der Arzt sagte mir schon vor der OP das die ersten 3 Tage schlimm werden und es danach dann von Tag zu Tag besser werden würde. Ich hatte dann noch direkt wegen der Magensonde gefragt, doch der Arzt meinte das die normalerweise 3 Tage drin bleibt, aber wenn es nicht mehr auszuhalten ist, dann soll ich Bescheid sagen und dann wird man die ziehen. Das ziehen des Katheters tat nicht weh, war aber recht unangenehm. Ich bekam dann noch Flüssigkeit über den Tropf und Nahrung über die Magensonde. Oh man... Das Ding störte mich regelrecht und die Atmung war sehr schlecht, dachte ich ersticke jeden Moment. Nun war ich müde und schlief dann auch ein wenig. Gegen 10:00 Uhr kamen meine beiden Freundinnen mich dann besuchen. Die beiden haben mir immer wieder nasse Handtücher auf die Stirn und Brust gelegt. Bei der Hitze tat es unbeschreiblich gut. An diesem Tag ging es mir schlechter... :( Denke mal, dass es daran lag, dass die Narkose langsam aus meinem Körper war und die Schwellung zunahm. Ich bekam wieder was gegen die Schmerzen und daraufhin schlief ich dann auch ein wenig. Als ich wach wurde, waren meine Freundinnen immer noch da... *freu* Sprechen ging etwas, habe es dann aber doch aufgeschrieben. War einfacher. Die Schwester kam und wollte mich waschen. Wir versuchten mich auf den Bettrand zu setzen, doch durch die Drainagen hatte ich schmerzen beim Atmen im Brustkorb, dann wurde mir schlecht und schwindelig und ich musste mich wieder hinlegen. Also ging waschen nur schwer, aber es klappte dann auch einigermaßen. Deshalb ließ ich die OP Kleidung noch an. Kurz darauf bat ich die Schwester mir die Sonde zu ziehen, da ich auch alles voller Schleim im Hals hatte und dadurch die Atmung noch schlechter war. Kurz darauf wurde ich dann davon erlöst. Was für eine Erleichterung. Gegen Mittag kam dann mein Chirurg Dr. Stojanovski vorbei um nach mir zu schauen. Auch er war mit dem Ergebnis zufrieden. Er hatte Mitleid mit mir, weil es so heiß draußen war und ich deshalb auch so Kreislaufprobleme hatte. Er verschonte mich und sagte, dass wir dann am nächsten Tag erst die Gummis rein machen und mich röntgen. Netterweise hatte er mir einen Ventilator besorgt... Fand ich total lieb. Habe dann das erste Mal Brühe und Tee im Schnabelbecher bekommen. Was für ein Genuss. Es tat so gut. Habe mir immer kalten Pfefferminztee aus dem Kühlschrank bestellt. Zur Toilette konnte ich dank meinem Kreislauf nicht... Also kam dann die Pfanne. War zwar nicht toll, doch das war mir egal.
Gegen Nachmittag kamen dann noch mein Freund und mein Papa vorbei. Den restlichen Tag verbrachte ich dann noch mit schlafen und abends gab es dann noch Brühe und dann kam noch meine Tante und meine Oma vorbei. Die beiden haben dann noch mal die nassen Handtücher gewechselt. Nach Fernsehen schauen war mir gar nicht zumute. Später bat ich die Schwester um Schmerzmittel. Das war so stark, sodass ich kurz darauf einschlief. Diese Nacht konnte ich etwas mehr schlafen… Leider aber wieder nicht durch.


2. Tag Post OP:

Wieder dasselbe wie am Vortag. Ich wurde von der Schwester geweckt und bekam Flüssigkeit und Antibiotika über dem Tropf. Um 07:30 Uhr war Visite und der Arzt sagte, dass ich heute aufstehen müsste und das die Drainagen gezogen werden. Er sagte mir direkt das es weh tun würde, es aber schnell vorbei sei. Die Schwester kam und hielt meine Hand fest. Der Arzt zog beide gleichzeitig und "Autsch" es tat weh. :o Nach ca. 2 Minuten war es dann vorbei. Ohne Drainagen ging es mir schon wesentlich besser. Später kam die Schwester wieder und wir wollten es erneut mit dem Waschen auf dem Bettrand versuchen. Beim Atmen tat mein Brustkorb wieder so weh, doch wenn ich nicht tief durchgeatmet habe, ging es einigermaßen. Wir haben mir frische und vor allem meine eigenen Sachen angezogen. Auch haben wir meinen Mund mit einer Mundspülung ausgespült. Danach sind wir dann zusammen zur Toilette. Auf dem Weg dahin musste ich schon Pause machen, da ich durch die Kurzatmung schon so schnell außer Atem war. Zurück im Bett wurde mir dann einer von den beiden Zugängen gezogen. Dann gab es wieder Brühe und Tee. Habe auch zwischendurch immer wieder Wasser getrunken. Ich ruhte mich ein wenig aus und musste dann auch schon zum Röntgen. Ich ließ mich mit einem Rollstuhl dahin bringen. Wir haben mich auch im Rollstuhl geröntgt, da ich noch sehr wackelig auf den Beinen war. Wieder oben angekommen, legte ich mich noch ein wenig hin, danach kam der Arzt und ich sollte im Untersuchungszimmer den Splint und die Gummis rein bekommen. Als ich zugeschnürt war, wurde meine Atmung logischerweise wieder schlechter. Um 10:00 Uhr kam dann meine Freundin zu Besuch. Mittagessen (Brühe) durch den Schnabelbecher war durch den zugeschnürten Mund schwieriger aber nach einer Zeit ging es dann. Dann kam gegen 13:00 Uhr noch eine andere Freundin. Kurz darauf musste ich nochmals zum Röntgen (auch diesmal wieder mit Rollstuhl). Später wollte ich mal versuchen ein wenig zu laufen. Also gingen wir ein wenig spazieren und setzten uns in die Cafeteria. Es war anstrengend und deshalb blieben wir auch nicht so lange. Wollte dann wieder ins Bett mich ein wenig ausruhen. Den restlichen Tag lang lag ich im Bett, war ein wenig spazieren (allerdings den restlichen Tag nur noch im Rollstuhl), bekam noch Besuch von meinem Freund und der Familie... Zum Abendbrot gab es wieder Brühe. Später schauten dann noch meine Tante und meine Oma vorbei und wir waren dann gegen 20:00 Uhr nochmal draußen. Danach hat meine Tante mir noch kalte Waschlappen auf Stirn und Brust gelegt, habe die Schwester um Schmerzmittel gebeten und Schwupps war ich schon wieder am Träumen.


3. Tag Post OP:

Auch an dem Morgen wurde ich wieder geweckt. Visite war wie immer pünktlich um 07:30 Uhr. War alles super und der Arzt sagte das es ab jetzt von Tag zu Tag besser wird. Die Schwellung hatte den Höhepunkt erreicht, allerdings hatte ich mir das schlimmer vorgestellt. Fand gar nicht das ich soooo dooooll geschwollen war. Dank der Arnica Globuli (5x täglich 5 Kügelchen) hatte mein Gesicht kaum Farbe angenommen. War an den Wangen leicht blau, grün, gelblich. Habe auf jeden Fall hier im Forum schon schlimmeres gesehen. :o Ich bekam wieder Antibiotika über dem Tropf. Um 08:00 Uhr kam dann schon mein Freund zu Besuch, worüber ich mich sehr freute. Noch konnte ich nicht alleine zur Toilette, deshalb ging immer jemand mit. Auch an diesem Tag gab es Brühe und Tee im Schnabelbecher. Natürlich hatte ich davon schon die Nase voll, aber besser das als gar nichts, wollte ja auch schnell wieder fit werden. Später kamen dann noch meine Freundinnen. Mittags haben die beiden mich gewaschen und umgezogen. Während ich nackt im Bett lag, klopfte es an der Tür und plötzlich stand der Arzt im Zimmer. Wir alle standen nur da mit offenem Mund, dann sagte meine Freundin, dass der Zeitpunkt wohl schlecht sei und der Arzt bejahte es und meint das er später nochmal vorbei schaut. Den restlichen Tag verbrachte ich mit meinem Freund und dem anderen Besuch der noch vorbei kam. Wir gingen spazieren oder ich lag im Bett und schlief hin und wieder mal ein wenig. Es war so schön, dass mein Freund noch da war als ich immer wieder wach wurde. Er blieb bis spät abends bei mir. Schmerzmittel habe ich mir abends nochmal geben lassen, damit ich etwas schlafen konnte. Die Nacht war wieder sehr durchwachsen.


4.Tag Post OP:

Der Tag fing wie die letzten an. Ich wurde geweckt und bekam Antibiotika. Heute gab es mal was anderes zum Frühstück. Habe Fresubin (Kalorienbombe) bekommen und das war sooo lecker und mal ein anderer Geschmack. Auch gab es noch kalten Pfefferminztee. Um 08:00 Uhr kam dann wieder mein Freund vorbei. Er wollte mich nicht die ganze Zeit alleine da liegen lassen und ist deshalb immer früh vorbei gekommen. Hatte den restlichen Tag immer noch mehr Besuch bekommen (Freunde & Familie) und wir gingen draußen an die Luft oder in die Cafeteria. Ich wollte viel laufen, da davon die Schwellung zurück geht und es der erste Tag war wo ich viel laufen konnte. Es ging bergauf und ich wollte natürlich schon nach Hause. Auf Nachfrage sagte die Schwester, dass so früh keiner dort nach so einer OP entlassen wird und das ich damit rechnen soll das ich erst Mittwoch oder Donnerstag nach Hause darf. Schmerzmittel benötigte ich nicht mehr. Die Schmerzen waren auszuhalten und ohne Tabletten war ich nicht so schlapp. Ich schickte meinen Freund um 19:00 Uhr nach Hause. Er war ja auch lange genug bei mir. Später ging ich noch mal alleine raus an die Luft. Ich machte zum ersten Mal den Fernseher an und schlief beim Fernsehen dann auch ein. Gegen 22:30 Uhr kam die Nachtschwester um mir nochmal Antibiotika zu geben, wovon ich natürlich wach wurde. Na ja.. Aber zum Glück schlief ich danach auch wieder ein. In dieser Nacht bin ich wie immer des Öfteren wach geworden. Auf dem Rücken schlafen fällt mir halt sehr schwer.


5. Tag Post OP:

Der Morgen war wie jeder andere auch. Bei der Visite fragte ich wann ich nach Hause darf und die Ärztin sagte das ich eventuell Mittwoch gehen darf und das mir nachher gezeigt wird wie die Gummis eingehnagen werden, da ich das üben muss bevor ich nach Hause kann. Zum Frühstück gab es Fresubin, Suppe und Tee. Heute sollte ich versuchen mit dem Löffel zu essen. Mit dem kleinen ging es dann. Aber ich habe nur die Gemüsesuppe gegessen, da die Spargel-Cremesuppe nicht so lecker war. Mittags wurde mir dann gezeigt wie ich die Gummis einhängen muss und ich übte fleißig. Mein Freund (der wieder um 08:00 Uhr kam) schaute mir dabei gespannt zu. Später kam dann noch mein Dad der mir dann auch dabei zuschaute. Wir gingen zusammen in die Cafeteria und danach noch ein wenig nach draußen. Wieder oben angekommen, fragte ich die Schwester ob ich die Strümpfe endlich ausziehen darf, weil ich ja schon so viel laufe und ob mir der 2 Zugang gezogen werden kann, da es langsam anfing weh zu tun. Sie zog mir den Zugang direkt im Schwesternzimmer und ich war ihr sehr dankbar. Auf dem Zimmer habe ich dann direkt die Strümpfe ausgezogen. Direkt fühlte ich mich besser. Ich bekam eine Bettnachbarin. Zum Glück erst wo es mir schon viel besser ging. Mittags gab es dann wieder Suppe und Fresubin und abends nochmal Suppe. Mein Freund blieb wieder bis abends, da er am nächsten Tag auf Montage musste. Am liebsten hätte er mich mit nach Hause genommen. Nachdem mein Freund weg war, schaute ich noch Fernsehen und schrieb mit Freunden bei WhatsApp. Auch unterhielt ich mich etwas mit der Bettnachbarin bzw. schrieb ich mehr als ich redete. Später sind wir noch raus gegangen. Habe ihr gesagt, dass es vor ihrer OP (Ohren anlegen und Weisheitszähne entfernen) eine gute Idee sei. Ich bekam nun kein Antibiotika mehr. Die Nacht war wie die anderen davor.


6. Tag Post OP (Entlassung):

Ich wurde wieder früh geweckt. Dann ging ich zur Toilette und kurz danach war auch schon Visite. Der Arzt sagte das ich schon viel besser aussehe und fragte mich ob ich die Gummis schon selbst ein gehangen habe. Nachdem ich es bejahte, sagte er, dass er mal den Kollegen fragt ob ich nach Hause darf. Ich freute mich schon und hoffte, dass ich gehen darf. :) Meine Bettnachbarin wurde abgeholt und ich wünschte ihr noch schnell alles Gute. Nach dem Frühstück kam die Schwester um mir mitzuteilen, dass ich nach Hause darf und sie die AU und alles fertig macht. Daraufhin schrieb ich meinem Dad das er mich abholen kann und ging noch duschen und packte dann schon mal meine Tasche. Dann schaute ich noch ein wenig Fernsehen und trank mein gekühltes Fresubin. Danach ging ich noch nach draußen um das Wetter zu genießen und die Wartezeit rum zu bekommen. Nach einiger Zeit ging ich wieder nach oben und erst kurze Zeit später kam die Schwester um mir alle Unterlagen mitzugeben. Dann dauerte es auch nicht mehr lange und mein Dad kam endlich um mich abzuholen. Es war so schön wieder zu Hause zu sein. Gegen Mittag schaute ich dann noch bei meinem Kieferorthopäden vorbei um mich für den tollen Blumenstrauß zu bedanken und ein OP-Häkchen wieder fest machen zu lassen. Danach musste ich erst mal einkaufen gehen. Den restlichen Tag verbrachte ich dann mit Fernsehen.


7. Tag Post OP:

Die erste Nacht zu Hause war wesentlich besser als die im Krankenhaus. Doch leider konnte ich immer noch nicht auf der Seite schlafen und demnach auch nicht durch. Meine Zähne konnte ich nur mit einer Kinderzahnbürste putzen. Auch damit war es nicht immer wirklich leicht, aber es ging irgendwie. Die restliche Zeit des Tages habe ich dann mit essen, Fernsehen und schlafen verbracht.


Mein Allgemein Zustand hat sich von Tag zu Tag verbessert. Mit dem Essen ging es auch stetig bergauf. Am 13 Juli (12. Tag Post OP) habe ich dann endlich die Fäden gezogen bekommen. Manche Stellen taten echt weh (z. Bsp. über den Frontzähnen) aber sonst war es ok, zwar nicht sehr angenehm aber auszuhalten. Nachdem die Fäden draußen waren, ging es mir direkt viel besser, denn die Fäden haben ganz schön geziept. Auch konnte ich so meine Zähne endlich besser putzen, kam überall wesentlich leichter dran.
Ich muss zugeben, dass ich in den ersten Tagen meine Entscheidung die OP machen zu lassen, bereut habe. Habe mir dann allerdings immer wieder gesagt das es besser wird und es sich am Ende lohnen wird. Als die schlimmsten tage dann endlich vorbei waren, hatten Gedanken von Reue kein Platz mehr in meinem Kopf. Natürlich ist es alles nicht leicht und man muss wirklich sehr geduldig sein. Im Großen und Ganzen kann ich jedem der noch vor der Entscheidung steht die OP machen zu lassen, nur sagen, dass es sich wirklich lohnt all das auf sich zu nehmen, vor allem auch, weil die Beschwerden dann weniger oder sogar ganz weg gehen. Das ist für jeden von uns, der solche Probleme hat, ein Schritt in ein neues Leben. Eine neue Erfahrung die Welt anders und besser genießen zu können. Kein unterdrücktes lächeln mehr, keine Probleme beim kauen und mehr Lebensfreude und Selbstbewusstsein.

Heute bin ich 34. Tage Post OP und mir geht es sehr viel besser. Zwar konnte ich bisher immer noch keine Nacht durchschlafen aber immerhin kann ich schon ein paar Stunden auf der Seite liegen. Ich habe im Krankenhaus 5,5 kg abgenommen und bis jetzt nur 1 kg zugenommen. Ich blicke positiv in meine Zukunft und freue mich jeden Tag aufs Neue mein neues ICH im Spiegel zu sehen. Natürlich muss ich weiterhin geduldig sein, da es noch dauern wird bis ich das Endergebnis sehen kann, aber dennoch freue ich mich über jeden Fortschritt den ich sehen oder spüren kann.

Den Splint muss ich zum Glück nicht mehr tragen. Habe letzte Woche Montag neue Bögen beim Kieferorthopäden bekommen und mir wurden die Gummis anders eingehängt. Gestern war ich zum ersten Mal wieder arbeiten... Es tat gut mal wieder zu arbeiten aber es war auch anstrengend. Was natürlich normal ist, wenn man 5 Wochen nicht arbeiten war.. Mal sehen wie schnell der Alltag mich wieder einholt. Am Donnerstag muss ich wieder zur Kontrolle zum KFC und bin gespannt wie lange ich die Gummis noch tagsüber tragen muss.

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Hier noch ein paar Bilder vom OP Tag bis zum 22. Tag Post OP + Röntgenbilder.
Später kann ich gerne noch aktuelle Bilder hinzufügen.

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Mein Bericht ist nun doch ausführlicher geworden als gedacht, aber ich hoffe das er euch trotzdem gefällt.
Wünsche euch allen eine angenehme Woche und viel Spaß beim lesen. :)

Liebe Grüße
Kiki...

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Toller Bericht und sehr spannend geschrieben.

 

Du kannst echt froh sein, dass du so tolle Verwandte, einen lieben Freund und zwei so treue Freundinnen hast - sowas ist echt Gold wert. Bei den Bildern kann man echt sagen, dass sich die Veränderungen in Grenzen halten und alles sehr gut aussieht. Du warst ja auch direkt nach der OP zügig wieder "ansehnlich", da haben andere krassere Schwellungen. Ich habe Bilder von nach der OP, auf denen ich mich selbst nicht erkenne. ;)

 

Kleiner Hinweis: Auf dem einen Röntgenbild steht dein Name. Vielleicht möchtest du das rausnehmen, wenn dir das für ein öffentliches Forum zu viele Infos sind.

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Hallo Goriwyn,

 

vielen lieben Dank. :) Ja da hast du recht - solche Freunde und Verwandte sind wirklich Gold wert.

Ich hatte wirklich Glück was die Schwellung oder die Verfärbung angeht... Gott sei Dank. :) Mal sehen wie ich es in ein paar Monaten empfinde.

 

Oh ja... Hatte ich gar nicht drauf geachtet... :o Habe das Bild jetzt aber doch lieber entfernt.

Danke für deinen Hinweis... :)

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Hallo Kiki,

auf dem immer noch zu sehenden Röntgenbild habe ich entdeckt das du in Essen im KH warst. Wer hat dich operiert? Ich habe noch alles vor mir und mir wird im Herbst erstmal eine GNE eingesetzt.

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Hallo Timo...

 

Ja das stimmt.

Wurde im Huyssenstift Krankenhaus in Essen von Dr. Stojanovski operiert. Er ist ein wirklich netter und kompetenter Arzt. :)

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Oki doki, Danke für die Info, bei den beiden Vorgesprächen habe ich mich sehr wohl gefühlt, ich hoffe das bleibt so....

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Hallo zusammen... :)

bin jetzt 8 Wochen Post OP und mir geht es gut. Habe an manchen Stellen noch leichte Taubheit und leicht geschwollen bin ich auch noch. Gummis muss ich immer noch den ganzen Tag tragen. Laut KFO werde ich meine Spange dieses Jahr noch los werden.

Musste gestern das erste mal kauen. Oh man... Das war so komisch und fremd. Habe das essen auch nicht so wirklich schmecken können. Aber all das ist ja normal, wenn man 8 Wochen lang nicht kauen durfte. Ich muss es quasi neu lernen. Hoffe, das, dass Gefühl beim kauen die nächsten tage besser wird.

Der KFC hat mir vorletzte Woche mitgeteilt, dass die ME Anfang nächsten Jahres sein wird und es auch nicht lange dauern wird. Auch werde ich dann nur 3 Tage im Krankenhaus bleiben müssen. :)  Nächste Woche habe ich nochmal einen Termin beim KFC. Er prüft dann wie weit ich mittlerweile meinen Mund aufbekomme. Letzte mal war die Öffnung noch nicht so groß wie sie eigentlich schon sein sollte. :( Ich übe fleißig weiter und dann sollte die Öffnung bis nächte Woche wohl auch wieder etwas größer sein.

Wie war eure Mundöffnung 8 Wochen Post OP? Was habt ihr die ersten tage so gegessen, als ihr anfangen musstet zu kauen?                                 

Wenn ihr noch irgendwelche fragen habt, dann immer her damit... ;-) Aktuelle Bilder wollte ich auch noch hinzufügen. Denke das ich es in den nächsten tagen machen werde.

Wünsche euch allen noch einen schönen Tag. :)

Liebe Grüße Kiki...

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