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Camax

Mehrere Fragen nach Bimax - Entzündung, Logopädie, Bromelain, Essen lernen

Hallo!

Ich habe vor meiner Bimax am 31.07.2015 fleißig bei euch mitgelesen und ich finde dieses Forum sehr, sehr hilfreich. Ich habe hier viele Themen durchgelesen, aber nicht ganz das gefunden, wo ich momentan Hilfe benötige.

 

Zu meiner OP: Laut Bericht wurde der Oberkiefer in der Le-Fort-Ebene osteomiert, nach kranial verlagert und nach rechts rotiert. Der Unterkiefer wurde nach Obwegeser-Dal Pont sagittal gespalten und der Biss durch Autorotation geschlossen.

 

Ich wurde am 6.08. entlassen, war am 13.08. zum Fäden ziehen nochmal in der MHH. Es war sehr, sehr schmerzhaft, da ich total empfindlich im Mundbereich war, aber man hat mir die meisten Fäden trotzdem ziehen können. Genau in der Mitte über der Oberlippe war die empfindlichste Stelle. Ich dachte, sie wäre wg der Schwellung so empfindlich. Nachdem die Fäden dort weg waren, ist mein Kreislauf zusammen gebrochen und wir mussten Pause machen. Mir wurde schwindelig, schwarz vor Augen und übel (trotz 40ml Novalgin-Einnnahme zu Hause :483: ).
Aber es wurde mir gesagt, es sei alles normal.

Gestern hatte ich dann endlich meinen Termin beim KFO, der mir gesagt hat, dass es so empfindlich sei, weil es entzündet ist. Er hat mir Chlorhexamed verschrieben und ein Chlorhexamed Gel auf das Zahnfleisch gegeben. Seit dem merke ich Stündlich eine Verbesserung.

 

Frage 1: Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps, wie ich die Entzündung möglichst schnell weg bekomme?

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Zusätzlich nehme ich seit gestern Bromelain Hysan ein, damit meine Schwellung schneller zurück geht. An der (von mir aus gesehen) rechten Seite wurde mehr gemacht und die Schwellung ist dementsprechend größer. Das sieht etwas komisch aus, da meine Nase total schief ist. Zudem habe ich das Gefühl, dass ich durch das rechte Nasenloch weniger Luft bekomme. Ich habe gelesen, dass viele die Tabletten auch genommen haben.

 

Frage 2: Wie schnell habt ihr damit Erfolge gesehen? Wie habt ihr es eingenommen (2x1 / Tag) ?

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Frage 3:

Eine Logopädische Behandlung soll ja bei vielen von Vorteil sein. Sollten es ALLE machen, die eine Bimax hatten? WANN habt ihr damit begonnen und haben das die Ärzte von sich aus gesagt oder musstet ihr drum bitten?

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Frage 4:

Morgen bekomme ich den Splint raus und kann endlich von flüssiger Kost auf Brei umsteigen.

Wie habt ihr das gemacht? Wie habt ihr euch dabei gefühlt? Hattet ihr Schmerzen und wie lange hat es gedauert, bis ihr das Gefühl für die richtige Bewegung wieder hattet?

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Über Antworten von euch freue ich mich riesig. Einen OP-Bericht werde ich demnächst auch Online stellen.

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Hallo Camax,

 

alles Gute zur überstandenen OP. Die Sache mit dem Fädenziehen klingt ja ziemlich schmerzhaft. Aber das Fädenziehen hat den Vorteil, dass sie dann endgültig raus sind und Du nicht noch länger damit zu kämpfen hast. Ich hatte selbstauflösende Fäden, die zwar nicht gezogen werden mussten, aber auch noch 2 - 3 Monate später unangenehm zu spüren waren.

 

Ich hatte nach der OP auch eine Entzündung, allerdings an einer anderen Stelle. Ich habe dazu Antibiotika bekommen (leider ein zweites Mal; nach der OP habe ich prophylaktisch Antibiotika bekommen), was die Entzündung zurück gehen ließ. Aber es ging auch nicht von heute auf morgen, es hat eine Weile gedauert. Ich hatte auch Bromelain im Kühlschrank, hatte aber gelesen, dass es nicht zusammen mit Antibiotika genommen werden soll. Von daher habe ich Bromelain nicht genommen. Ich habe währenddessen versucht, mich gesund und ausgewogen zu ernähren (alles durch den Mixer natürlich) und auf Milchprodukte weitestgehend verzichtet (weiß aber nicht, ob das zwingend notwendig ist). Ich glaube, viel mehr kann man nicht tun. Die Schwellung ist trotzdem schnell zurück gegangen.

 

Chlorhexamed kann ich, wie schon an anderer Stelle berichtet, nicht so sehr empfehlen, da es nach längerer Anwendung die Zähne und auch die Zunge verfärbt. Ich habe mit Octenidol gespült und das war für mich gut und hat zu keinen Verfärbungen geführt. Vielleicht kannst Du Deinen KFO fragen, ob Du auch diese Spülung benutzen kannst.

 

Die Sache mit dem Nasenloch kenne ich. Das hatte ich auch eine ganze Zeit so, aber wird wieder besser. Ich habe oft Meersalz-Nasenspray benutzt. Das tat mir gut und hat meine Nase etwas befreit.

 

Ich habe die logopädische Behandlung, ohne Nachfrage, verschrieben bekommen. Und wie sich jetzt rausstellt, ist das auch nötig, da ich vorher immer falsch geschluckt habe. Meine Logopädin sagte sogar, ich hätte schon vor der OP damit anfangen sollen. Ich habe ca. 2 Wochen nach der OP damit angefangen, aber anfangs konnte ich wegen der Schwellung noch nicht so viel machen. Angefangen hat sie mit Lippenübungen, die aber meiner Meinung nach schon gut für die Beweglichkeit des Mundes waren. Ich mache jetzt, 5 Monate nach der Bimax, immer noch viele Übungen.

Ich würde den KFO fragen, ob er Logopädie (myofunktionelle Therapie) bei Dir für nötig hält. Ich weiß nicht, ob es bei allen nötig ist.

 

Ich hatte keinen Splint und hatte ganz flüssige Nahrung eigentlich nur ganz am Anfang. Zu Hause habe ich mir alles als Brei püriert. Mir fiel das Essen schon sehr schwer, weil vieles wieder aus dem Mund lief/fiel und eine Mahlzeit ewig dauerte. Manchmal dachte ich, ich könnte nie wieder richtig essen, aber es wird besser. Besonders schwierig fand ich nach ca. 6 - 8 Wochen die Umstellung von Brei auf festere Nahrung. Aber auch das wird........

 

Mir haben immer alle gesagt "es braucht Zeit". Das wollte ich natürlich nicht hören, aber es ist tatsächlich so. Es dauert alles lange, aber es wird besser.

 

Alles Gute für Dich und gute Besserung,

 

Roda

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