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SMK

OP Erfahrungsbericht OKVV am 03.08.2015 im Universitätsklinikum Salzburg Dr. Brandner

Hallo an Alle, :473:

nun möchte ich mich mal wieder zu Wort melden und einen Erfahrungsbericht zu meiner OKVV erstellen.

Nachdem ich letztes Jahr die GNE super überstanden habe (siehe Erfahrungsbericht 20.06.2014) ist nun auch die zweite und somit letzte OP am 03.08.2015 erfolgt und ich habe es hinter mir, was für ein Glück!! Da ich mich selbst stundenlang in diesem tollen Forum belesen habe und es mir wirklich sehr geholfen hat meine Angst, Fragen und Neugier zu stillen, möchte ich nun auch meine Erfahrungen zur Oberkiefervorverlagerung niederschreiben und mit euch teilen. 

Meine Zähne sind, nach der Monsterlücke von 11 mm die ich aufdrehen musste, im Juni diese Jahres mithilfe der Zahnspange vollständig zurecht gerückt worden. Bis auf minimale Lücken zwischen diversen Zähnen, war ich somit zum 03.08. "OP-fertig". Vorzubereiten gab es diesmal "nur" einige Haken welchen an jedem Zahn zusätzlich an der Spange befestigt werden mussten, sieht aus wie kleine Schlaufen, ich weiß nicht wie man das im Fachjargon nennt.... :475:
Diese sind für während der OP wurde mir gesagt, weil die da die Kiefer "zusammenhängen", mehr wollte ich dazu gar nicht wissen... Bis auf 4 Stück bekomme ich auch alle nach dem Krankenhausaufenthalt wieder raus. Diese wurden mir kurz vor der OP eingesetzt da das Zähneputzen damit noch nerviger und aufwendiger ist als sowieso schon mit Zahnspange.

Die Aufnahme war am Vortag, also am Sonntag Nachmittag, welche auch mein ausführender Chirurg, Oberarzt Dr. Christian Brandner, durchführte. Er ist ein so ruhiger und angenehmer Mensch, das man es sich besser nicht besser wünschen kann, wo man doch vor so einer OP mit den Nerven am seidenen Faden hängt.  Ich muss sagen ich fühlte mich bei ihm von Anfang an richtig gut aufgehoben. Er hat mich vom Erstgespräch/Beratung bis zur OP betreut, deshalb war es mir auch wichtig von ihm operiert zu werden. Nicht nur das er einen ausgezeichneten Ruf, auch seitens meines KFO hat, er ist einfach ein toller Mensch und ich bin froh das alles so gut geklappt hat und er mich dann auch operiert hat.
Er hat mir nochmal erklärt das wir dabei bleiben wollen nur den Oberkiefer vorzuverlegen und zu kippen. Da er mir aber bereits in den diversen Vorgespräch sagte, er könne es nicht 100% sagen was während der OP passiert, es oft möglich sei dann doch noch den Unterkiefer anpacken zu müssen. Trotz den ganzen 3D-Modellen, der Vorbereitung und den diversen Abdrücken die erstellt werden, ist es wohl so dass man es nicht ausschließen kann eine BIMAX während der OP zu entscheiden, da der Chirurg quasi da erst sieht wie es tatsächlich passt und es vor sich "liegen" hat. Am Abend gab es noch ein anständiges Abendessen, welches ich sehr genossen habe, da ich ja bereits wusste - 6 Wochen kauverbot!!

OP-Tag: Ich wusste bereits von Dr. Brandner das er mich als erste auf seine OP-Plan stehen hat. Das hieß für mich wecken um 05:45 Uhr, nochmal in Ruhe duschen, und dann ins schicke OP Hemdchen und die Strapse übergestülpt. Da meine GNE-OP letztes Jahr vorverlegt wurde und ich somit keine LMAA Tablette bekam, dachte ich diesmal bekomme ich eine und schlummere bestimmt so vor mich in den OP... denkste... leider hat die Tablette null gewirkt, ich war also bis zur Narkose Maske hellwach! Aber ich muss sagen es war eigentlich sehr interessant, da ich mich noch blendend mit dem Narkosearzt unterhalten konnte, er mir die ganzen Geräte im OP erklärte. Das Gewusel und das vorbereiten der "Werkzeuge" habe ich auch live mitbekommen, auch das muss ich sagen war sehr interessant. Wann ist man schon mal live in einem OP-Saal dabei. :261:
Naja, das nächste an das ich mich erinnere ist das ich aufgeweckt wurde, durch das Zeug das man in die Augen geschmiert bekommt musste ich erstmal heulen. Ich konnte nur verschwommen meinen Chirurg erkennen, welcher über mich gebeugt war und mir versicherte es sei alles wunderbar gelaufen, das Ergebnis ist perfekt und er hätte nur den Oberkiefer operieren müssen.....JUHUUUU ich war in dem Moment der glücklichste Mensch. Ich muss sagen ich bin einfach froh gewesen keine BIMAX zu haben, da dann alles noch komplizierter ist und mit den Drainagen die man dann bekommt, nein danke. Ich war einfach happy! Er hat mich persönlich in den Aufwachraum geschoben, mir alles mögliche erzählt, ich war so benommen ich erinnere mich an nichts.... :blink:
Im Aufwachraum bin ich dann halbwegs zu mir gekommen, ich forderte ein Schmerzmittel da ich das Gefühl hatte mein Kopf explodiert... Es ist ein Gefühl von Hämmern und Klopfen und Druck... allerdings ging die Infusion sofort zu ihrer Wirkung über und der Schmerz hat nachgelassen. Den restlichen Tag verbrachte ich mit vor mich hindösen, schmerzfrei wohl bemerkt. Ich war einfach nur müde und mein Kreislauf war im Keller aber das ist ja auch klar nach einer 2 1/2 stündigen OP. Ich hatte eine Kühlmaske bekommen, normal hat man die nur im Aufwachraum aber ich habe nett gefragt und durfte sie mit ins Zimmer nehmen. Das Teil hat mir die folgenden 3 Tage gerettet, da es wie eine Klimaanlage für das Gesicht ist. Da läuft quasi immer gekühltes Wasser durch kleine Schläuche und dein Gesicht ist somit 24h gekühlt, ein Traum. Auf jeden Fall besser als mit Ice-Packs/Kühl Akkus alle halbe Stunde nachzuhelfen.... das kannte ich ja noch von der GNE im Vorjahr. ... gerade wenn man im Sommer operiert wird sind die halt nach einer halben Stunde futsch.... Kann ich nur jedem empfehlen der eine solche OP vor sich hat. Die Schwellung hielt sich an dem Tag in Grenzen, ich muss sagen ich war nicht erschrocken über mein Spiegelbild, im Gegenteil ich bewunderte zum ersten mal meinen "normalen" Biss. Ein unbeschreibliches Gefühl..... Auch mein Freund sagte ich sehe eigentlich aus wie immer, es war also nur minimal angeschwollen. Am Abend gab es, welch Verwunderung, SUPPE! Ich konnte sie halbwegs gut schlürfen obwohl ich meinen Mund nicht so weit aufmachen konnte ging das eigentlich ganz gut und der Bauch war gefüllt, ein angenehmes Gefühl nachdem man ja seit dem Vorabend nüchtern war.

1. Tag Post-OP: Geschlafen habe ich relativ gut, so gut wie man im halb aufrechten Sitzen schlafen kann. Die Kühlmaske war die ganze Nacht im Einsatz und hat sich, zum morgen hin, mit meinem Gesicht vereint. Ich sah aus wie ein Michelin-Männchen, die Schwellung war deutlich zu sehen. Zum Frühstück gab es Joghurt, Pudding und Tee. Alles konnte ich relativ problemlos runterschlucken, wobei es noch schwierig war den Mund so zu öffnen das der Löffel reingeht. Und da der komplette Gaumen inkl. Zahnfleisch taub ist hat man einfach keine Relation. Die ersten 2 Tage bekommt man ausschließlich flüssig zu essen, aber auch das kannte ich noch von der GNE. Den Tag verbrachte ich mit dösen, spazieren gehen und Besuch von meinen Liebsten. Ich muss meinem Schatz und meiner Familie danken, sie waren jeden Tag bei mir und haben mir zur Seite gestanden mich aufgebaut. Es ist einfach toll seine Liebsten um sich zu haben, auch wenn man noch nicht ganz "anwesend" ist und das reden schwer fällt. Ansonsten verging der Tag relativ schnell und auch mein Kreislauf hatte sich stabilisiert.

2. Tag Post-OP: An diesem Tag war die Schwelung, meiner Meinung nach am Schlimmsten, ich hatte Hamsterbacken und das Gesicht war prall und heiß. Scherzen hatte ich immer noch keine. Weder im Mund, also was die Wunde betrifft noch sonstiges. Ich hatte nur seit dem ersten Tag Halsweh und Schluckenweh, das kommt wohl von dem Schlauch der im Hals runter läuft zur Beatmung während der OP. Hier habe ich Lutschtabletten gelutscht und viel getrunken. Zweiteres ist sowieso immens wichtig um die Narkose ausscheiden zu können und den Kreislauf anzukurbeln. Nach dem Frühstück (Apfelmus und Joghurt) musste ich zum röntgen. Ich freute mich schon darauf da ich so neugierig war wo den das verschraubt ist und wie das so aussieht! :) 
Wahnsinn, ich war total schockiert - allerdings positiv, wie wenig Schrauben da verwendet werden! Da man im Vorfeld leider wenig recherchieren kann wie es denn verschraubt wird, war ich einfach nur fasziniert wie präzise und perfekt mein Chirurg "geschraubt" hat. Hut ab was heutzutage möglich ist, völlig faszinierend für mich! Mein Chirurg kam danach zu mir ins Zimmer und sagte mir, auch anhand der Röntgen Bilder sieht alles wunderbar aus, er sei zufrieden und es könnte nicht besser sein. Voraussichtlich dürfe ich morgen heim, JUHU! Den Rest des Tages verbrachte ich wieder mit spazieren, Besuch, lesen und Fernsehen. Zu Essen gab es Mittag und abends dreierlei Suppen und Joghurt Pudding etc. als Dessert.

3. Tag Post-OP: Nach der morgendlichen Visite sagte man mir ich dürfe heute tatsächlich heim. Ich war so froh und freute mich auf meine vier Wände! Nachdem ich die Unterlagen und eine letzte Untersuchung hinter mich brachte, wurde ich abgeholt. Ich muss sagen, zuhause ist alles einfacher, schöner, einfach gewohnter. Man fühlt sich auch gleich nicht mehr krank oder so verletzlich wie es im Krankenhaus der Fall ist. Ich war unendlich glücklich in meinen Bett schlafen zu können! Seit dem ich zu Hause bin geht es täglich bergauf.

Ich hatte eine Woche nach der OP meinen ersten Termin beim KFO. Auch er war äußerst zufrieden und hat sich für mich gefreut das ich es so gut überstanden habe. An diesem Tag wurden mir zum ersten mal die Gummis eingesetzt, an vier Zähnen. Oben und unten eingehakt und der Rest der Haken wurde mir rausgenommen. Er hat mir gezeigt wie ich diese einhängen muss und mir gesagt das ich sie nur zum essen und Zähne putzen rausnehmen darf und täglich wechseln müsste. Einen Kontrolltermin hatte ich 10 Tage nach der OP nochmal im Krankenhaus Salzburg bei Dr. Brandner. Er bleibt weiterhin sehr zufrieden mit seinem Werk und auch die Wunde verheilt optimal.

Seit dem sind nun knapp 3 Wochen vergangen. Die Schwellung wurde von Tag zu Tag geringer. Mittlerweile habe ich nur noch leichte Hamsterbäckchen, wobei sich die Schwellung auf den Bereich um die Nase reduziert hat. Hier schwöre ich auf Arnika Globuli und Wobenzym. Zweiteres hat mir meine liebe Zimmerkollegin als Tipp gegeben. Danke liebe Nina nochmal wenn du das liest! :tongue: Ich kann beides guten Gewissens weiterempfehlen, da ich  mir sicher bin es wäre nicht so toll abgeschwollen und verheilt wie es jetzt der Fall ist! Arnika hatte ich auch bei meiner GNE letztes Jahr genommen und war da schon super begeistert! Essen und sprechen ist immer noch sehr eingeschränkt, da ich striktes Kauverbot habe. Also weiche Kost darf man natürlich kauen, aber es ist irgendwie immer eingeschränkt und komisch da dass Gefühl im Gaumen noch weg ist. Laut Dr. Brandner kann das noch einige Monate dauern.... Ich bewege mich täglich um wieder fit zu werden, die ersten 2 Wochen war ich relativ schlapp. Das wird nun aber auch von Tag zu Tag besser.

Alles in allem bin ich einfach nur froh es so gut überstanden zu haben, und hoffe es geht so gut voran wie bisher!

In diesem Sinne, wenn ihr Fragen habt oder Kommentare gern her damit! 

Bis dahin Liebe Grüße

Sabrina

 

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Hallo (: 

 

Auch eine frisch Operierte ;)

 

Schön dass es auch bei dir bergauf geht! 

 

Wie geht es dir mit der Hitze/Sonne? Bist du viel draußen unterwegs? 

 

Darf ich fragen in welcher Dosierung du Wobenzym einnimmst? 

 

Liebe Grüße (: 

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Hi,

ja ich bin viel draußen. ;)

Spazieren gehen mit Hut dann ist das Gesicht gut geschützt und ich habe trotzdem Bewegung Allerdings muss ich das es an so heißen Tagen deutlich angeschwollener ist. 

Ich habe das Wobenzym 2 Wochen lang genommen. Täglich 4x3 Stück.

Wann bist du denn operiert worden?

 

Gruß  

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