waiter

OP am 11.12. in Düsseldorf (Dr.Rittmeier & Gutsche)

Hallo,

ja, auch ich wollte versuchen ein bisschen über die OP zu schreiben.

Ich war im Krankenhaus Düsseldorf Gerresheim in dem ich von meiner Chirurgin, die extra aus Kiel kommt, Frau Dr. Rittmeier, operiert wurde. Sie ist Absolventin eines Zahn- und Humanstudiums. Ihr stand bei die Kollegin Frau Dr.Dr. Gutsche aus Ddorf. Beides sind super Ärzte. Total nett, total engagiert, immer freundlich und super!

Tag 1 (10.11.)

Ich kam ins Krankenhaus Düsseldorf-Gerresheim zur Anmeldung und wurde dann auch recht bald von meiner Chirurgin, Frau Dr. Rittmeier (eigentlich aus Kiel), und ihrer Kollegin, Frau Dr.Dr. Gutsche, empfangen. Das Gebiet ist in diesem KH noch recht neu.

Mir wurde dann gesagt, dass sie nur den UK operieren werde/zurücksetzen werde, denn das reicht völlig. Ein Glück! Sie zeigte mir nochmal wie die OP von statten gehen wird. Dann wurde mir halt Blut abgenommen und die Anästhesie wurde geklärt - natürlich Vollnarkose.

Tag 2 (OP-Tag)

Ich kam direkt morgens als erster dran und habe von der OP selbst natürlich rein gar nichts mitbekommen. Es dauerte wohl so 2 Stunden, aber ich kam nicht, wie gedacht, dann in den Aufwachraum, sondern lag erstmal weiter 2 Stunden im OP und dann einige Zeit im Aufwachraum. Die Anästhesie hat wohl nicht so geklappt an diesem Tag, wie man mir später mitteilte. Später....was habe ich an diesem Tag gemacht ? Also mein Mund war offen, aber zu reden war ich noch nicht so viel bereit. Ich habe jeden spiegel gemieden an diesem Tag - auch aus Angst. Was hat mich denn den ganzen Tag beschäftigt ? Naja, eigentlich nur das ich den ganzen Tag und die ganze Nacht Blut spucken musste. Es war keine Wunde oder so offen, sonderne s kam aus dem Magen - der Anästhesie wegen. Es tat nicht weh oder so, aber dieses ständige Übelkeitsgefühl und ausspucken war sehr nervig und überhaupt nicht schlaffördernd. Ich bekam dann gegen abend eine Maschine, die eine kühlende Maske beinhaltet.

Ich schlief nicht. Der Grund dafür war einerseits, dass diese Maske dauernd rutschte, wenn sie dann alle 20 Minuten oder so kurz ausging, und den anderen Grund erfährt man dann gleich .... ;)

1.Tag POST-OP

Ich durfte aufstehen. Man hatte es mir erlaubt. Es gab Frühstück. Für mich extra Spargelsuppe und ich matschte dann mit dem Löffel so lang rum bis die Suppe in meinem Mund war. Man war das eine Sauerei. Aber macht ja nichts...ich hab ja einen Grund.

Danach ging es runter zur Chirurgin. Es war Hannibal-Zeit angesagt: Mund zu, Gummis rein. Das dient zur Stabilisierung der Kiefer und dazu, dass sich der Muskel an die Situation gewöhnt. Denn er ist ja jetzt zu lang und muss sich so erstmal zurückbilden. Ich fand diese Gummis sehr schrecklich, denn sie hindern am Essen, üben tierischen Druck aus und ich konnte den ersten Tag nicht reden.

Ich fuhr also wieder hoch auf mein Zimmer und erwischte blöderweise die Fahrstuhlseite, die dem Spiegel zugewandt ist. Man war ich geschockt. Ich sah aus wie ein Ballon, wie das Michellinmännchen .... ?! ?! ?!

Ich ging also mit unguten Gefühl auf mein Zimmer. Mit meinen Eltern, die dann kamen, spazierte ich etwas herum und wir kommunizierten per Pantomime oder Zettel. Zum Essen gab es Brühe und Suppe. Da kein Löffel mehr in meinen Mund passte hat man mir einen Strohhalm gegeben, aber blöderweise ging die dickflüssige Suppe nicht dadurch - also zurückgegeben. Die Brühe trank ich - das geht gut!

Geschlafen habe ich an diesem Abend wieder nicht. Ich finde KH so langweilig und so beschneidend. Man kann irgendwie nicht das machen was man will, weil der Zimmerkompane z.B. schläft oder sonst was. Also ging ich raus auf den Flur und verbrachte dort, immernoich gelangweilt, die gaaaaanze Nacht.

An diesem tag kühlte ich übrigens die ganze Zeit mit Coolpacks!

Meine Chirurgin war schon wieder nach Kiel abgereist und ihre Kollegin für mich verantwortlich. Auch eine Superfrau! Ich wartete quasi die ganze Nacht darauf, dass sie kam.

2. Tag POST-OP

Am nächsten morgen kam sie dann und ich fragte mich ob ich lieber noch eine Nacht bleiben möchte und ich versuchte meiner Ablehnung volle Kraft zu geben! Ich sollte dann später zu ihr runter. Sie reinigte dann den Mund und empfand meine Schwellung und die Wunden im Mund als gut und entliess mich. GOTT SEI DANK! Ich wäre gestorben wenn ich weiterhin in einem KH hätte bleiben müssen. Also nichts gegen Gerresheim, denn die Schwestern sind eigentlich alle ziemlich nett, aber es ist und bleibt ein KH ^^

Die Gummis zogen immernoch unglaublich an dem Kiefer....

Zu hause fühlte ich mich schon gleich besser. Man sagte mir auch, dass es ja eigentlich egal sei ob ich mich zu hause oder im KH auskuriere.

3. Tag POST

Die Schwellung ändert sich jeden Tag, aber die ersten 3 Tage sollen wohl die schlimmsten sein. Es war kühlen, k+hlen und kühlen angesagt. Ach, und Medizin schlucken. Ansonsten trank ich nur meine Astronautennahrung, die ich extra bekommen hatte, da diese wohl viele Kalorien enthalten und einem vor dem totalen abnehmen bewahren sollen, und Wasser und Buttermilch und sowas.

Ich wog mich mal. Wow...zirka 3 1/2 kg abgenommen.

Die restlichen Tage waren nicht so spannend, denn ich lag entweder vor dem TV oder saß etwas am Computer....denn mein Sprachvermögen war ja ziemlich eingeschränkt und rausgehen woltle ich auch nicht, denn ich wollte ja niemanden erschrecken.

4. Tag POST-OP

Die Schwellung ist seit heute etwas weniger. Ich musste zum Arzt zur Kontrolle - er ist ein damaliger Studienkollege der Chirurgin, aber sehr in meiner Nähe - und auf dem Röntgenbild war es das erste Mal so, dass meine Zähne richtig aufeinander standen. Das war schon krass zu sehen. Er empfand auch alles gut, aber der Mund bleibt zu!

Suppen waren also immernoch meine Hauptnahrung, aber es war wichtig, dass keine Stückchen drion waren, denn die wollten nicht durch die Gummis durch.

5. Tag POST-OP (16.12)

Ich seh nicht mehr aus wie überfahren oder so, sondern eher wie ein sehr dickes Kind. Um endlich mal aus der Bude rauszukommen überwand ich mich und stellte mich meinen Großeltern am mittag, denen ich mich bisher auch verwehrt hatte. Seltsamerweise kamen von ihnen auch direkt Kommentare wie "Sieht jetzt viel besser aus", "Passt jetzt viel schöner"....aber ich find man kann noch gar nicht so viel erkennen, als das man sich ein Urteil erlauben könne...hmm... Es tat aufjedenfall gut, dass man mal jemanden gesehen hat.

6. Tag POST-OP

Ich fühle mich heute recht gut. Keine Schmerzen im Moment (10 Uhr früh ^^) ...

Morgen muss ich wieder zum Arzt und er meinte er würde mir die Gummis rausnehmen und ich bekomme dann nur noch 2 Gummis rein, die ich selbst zum Essen rausnehmen und reintun kann. Das öffnet neue Welten! Aufgeweichte Kekse, Brei und Babynahrung!! ICH KOMME!!!

Das traurige ist, und was mir bisher wirklich alle gesagt haben:" Du verpasst ja das ganze schöne Weihnachtsessen"...ja, stimmt..^^ Naja...es war aber ansonsten der beste Zeitpunkt - wegen Abitur, Jahreszeit und all sowas...

Ich hoffe mein Bericht hilft wenigstens etwas, auch wenn ich für solches Schreiben gar nicht zu gebrauchen bin. Fragen bitte gerne an mich.

Gruss

P.S. Das sind bisher die einzigen Fotos die ich habe. Die ersten beiden sind 3 Tag POST-OP und das andere heute...

Ich muss sagen, so auf den Bildern sehe ich zwar nicht aus wie ich, sondern bescheuert, aber die Schwellung wirkt irgendwie nicht so krass wie iche s in real fand....

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hi waiter,

herzlichen glückwunsch zur überstandenen op, frohes abschwellen und alles gute weiterhin.

lg janet

p.s. was für bilder meinst du? an dem bericht hingen keine dran oder bin ich zu doof?

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Hallo !

Alles Gute zur überstandenen OP !

p.s. was für bilder meinst du? an dem bericht hingen keine dran oder bin ich zu doof?

nein, Du bist nicht zu doof ! Da sind keine ! Es sei denn ich bin auch zu doof !

Aber nein, das kann nicht sein 8)

Alles Gute weiterhin und schnelles Abschwellen

viele Grüße

Jasna

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Alles GUte zur überstandenen OP ! Und nur 2 Tage KH, Respekt. Und tröste Dich mal damit, dass viele Andere auch nichts von dem Wundervollen Weihnachtsbraten essen können.....

Übrigens, was superlecker ist, sind Fruchtbreie in allen Variationen, oder Cornflakes durch den Mixer gejagt, Oder Grießbrei mit Kaba und Vanillepudding, Schokopudding, Himbereis, Vanilleeis mit Himbeesoße, Kartoffelbrei mit Bratensoße, Spaghetti miniklein geschnitten und und und. Es gibt soviele Dinge, die man einfach nur Schlucken braucht.

Und was die Werkzeuge angeht: Hol Dir einen Kunststofflöffel, einen kleinen, mit dem man sonst Babys füttert. die sind echt gut. Oder einen Espressolöffel.

Ich hab' heute erstmals Kontakt auf den 6-Zähnen rechts. Super Gefühl.

Also: Kopf hoch und weiterhin frohes Abschwellen.

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Huch...

seltsam...hatte die Bilder doch extra angefügt...^^

Oh, sie sind zu groß gewesen..

Hier sind sie....die ersten beiden sind halt 3 Tag POST-OP und das andere 5 Tage POST - OP. Sind keine guten Fotos, aber wenigstens etwas für neugierige wie uns ^^

@hermine: Danke für deine Tipps! Jap, hab gestern dann schon mal Nudeln gegessen und eben ein kleines Glässchen Babybrei (Pfirsich-Maracuja! hm!).

@Hermann: Der UK wurde auf der einen Seite 5mm und auf der anderen 6mm nach hinten und zudem noch nach rechts verschoben. Ist zwar nicht sonderlich viel wohl im Gegensatz zu anderen, aber ich habe mich schon sehr verändert. Ich muss, wenn ich mal ganz abgeschwellt bin, Vorher-Nachher-Bilder zeigen...das ist schon krass.

Irgendwie ist das seltsam bei mir. Wenn ich auf die linke Zahnseite "beiße", dann stimmt meine Mittellinie einigermaßen, aber ich spüre die rechte Zahnseite nicht. Beiße ich so, dass ich beide Zahnseiten berühre, dann ist meine Mittellinie verschoben..Hmmm....

Und ich habe heute nacht irgendwie ein klein wenig geblutet. Kann das an den sich auflösenden Fäden liegen ?

bearbeitet von waiter

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Hattest du denn keine Magensonde während der op, die das blut wieder rausbefördert, wenn du noch mal ne op vor dir hast und oft an überkeit leidest nimm das nächste mal vorher ein Vomex zäpfchen 1 std vor der OP.

Wünsche dir frohes abschwellen, und ein ergebnis mit dem du mehr als zufrieden bist.

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darf ich mal fragen wie alt du bist? du siehst auf den Bilder sehr jung aus. Kann aber sein dass das nur an der Schwellung liegt.

Glückwunsch zur überstandenen OP

LG Steffi

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Das war schon immer so ;)

Ich bin halt klein, aber FEIN! :grin:

Mag zwar jetzt vielleicht für viele nachteilig erscheinen, aber wenn alle mit 40 jünger geschätzt werden wollen, wird das bei mir wohl hoffentlich immernoch der Fall sein ^^

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4 Jahre sind seitdem vergangen und ich fühle mich pudelwohl! Dieser Thread lässt mich nur noch tierisch schmunzeln!!!! haha!

Ich bin froh es damals gewagt zu haben und es war alles super! Im Nachhinein wirklich immernoch ein Abenteuer, aber ich sehe es als positiv an!

Und dieser Thread lässt Erinnerungen wach werden!!! Wie ich damals den Aufzug im Krankenhaus gehasst habe, weil dort ein riesen Spiegel drin war ;D

LG und viel Glück allen!!

bearbeitet von waiter

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Schade,dass du die Bilder rausgenommen hast.

Hab noch nie von guten Ops im Raum Düsseldorf dies bezüglich gehört.

Komme ja auch aus der Ecke...

ohjeee wo kommst du den her? ich werde in einem halben jahr in der uniklinik düsseldorf operiert :-/

kann jm was dazu sagen?

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Hallo,

ich komme auch aus Düsseldorf, sogar ziemlich nah an Gerresheim..

na ja.. ich bin an eine UK-Vorverlagerung interessiert...ob da jemand ERfahrung hat, wäre ich sehr dankbar.

lg

JUJU

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