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jackom

Bimax mit und ohne Spange - Rezidivgefahr

Ich habe hier ja schon einen Thread über meine ReOP gepostet und hätte noch eine Frage an euch. Wodurch wird ein Rückfall der Kieferknochen in die vormalige, präoperative Position begünstigt bzw. ausgelöst? Ich bin ja ein Laie, aber wenn alles ordentlich und fest mit Platten und Schrauben fixiert wurde, müsste doch ein
Rezidiv sehr gering sein, oder? Ich kann mir natürlich theoretisch vorstellen, dass die kontinuierliche entgegengesetzte Zugkraft der Muskeln die Knochen möglicherweise wieder langsam zurückschiebt, aber wie wahrscheinlich ist das? Was mir weniger einleuchtet, warum der Knochen in die Ausgangsposition zurückrutschen sollte, wenn der Biss/Okklusion eine kurze Zeit lang nicht perfekt ist?

Mein Chirurg hat mich ohne Spange operiert bei der ReOP, er meinte immer, das ginge ebenfalls bzw. sei kein Problem. Jetzt nach der OP sagte er mir plötzlich, es wäre schon besser gewesen eine Spange zu tragen und ich hätte die OP ja sonst jederzeit absagen können. Und ganz nebenbei erwähnt er dazu, er hätte vor mir erst zwei Personen ohne Spange operiert, die letzte vor 20 Jahren, er wird sowas in Zukunft nie mehr machen. Und wenn ich jetzt nicht sofort mit der KFO-Behandlung beginne, dann könnte alles umsonst gewesen sein, weil Rezidivgefahr! Was soll man davon halten? Ich war nun bei zwei KFOs, einer hält das für unwahrscheinlich, der andere nicht. Ich kenn mich nicht mehr aus und irgendwie habe ich das Gefühl manche Ärzte auch nicht!

 

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Was heißt denn "wenn der Biss/Okklusion eine kurze Zeit lang nicht perfekt ist" ?

Ist die Okklusion denn nun PostOP gut oder ist sie es nicht? Wenn sie es nicht ist, wie sollte sie es denn ohne Spange werden?

Prinzipiell benötigt man für eine Verlagerung des Unterkiefers keine Spange. Es ist auch möglich die nach der OP benötigen Gummis an PINs zu befestigen die in den Kiefer geschraubt werden. Aber wenn die Okklusion nach der OP dauerhaft schlecht ist, dann dürfte das Rezidivrisiko erhöht sein.

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Die Muskulatur und die Kieferknochen bilden ja einen Verbund, der ein Leben lang zusammen gewachsen ist. Die Knochen tragen die Muskulatur, die Muskulatur stützt den Knochen. Dieses eingespielte System wird durch eine Kiefer-OP durcheinander gebracht. Mit der Zeit gewöhnen sich die Muskeln an ihre neue Position, und der Knochen wächst ja zusammen. Aber direkt nach der OP sind die gedehnten Muskeln hart und der Knochen ist weich (bzw. lose). Wenn also die neue Position nicht genug stabilisiert wird, dann tendiert der Körper schon dahin, alles wieder so zu richten, wie es ursprünglich war. Und die neue Position wird natürlich insbesondere durch eine perfekte Okklusion vorgegeben. Sitzt der Unterkiefer satt im Oberkiefer, musst du nur den Mund schließen, und es das ist dann die eine Position, wo sich alles hinbewegt. In dieser Position sollte sich am Ende alles einspielen.

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mir scheint, dass dein Chirurg, die aktuell nicht optimale Okklusion von einem kieferorthopäden mit eine Zahnspange maximal richten lassen möchte bzw. will er es selbst nicht mehr richten sondern fordert dich auf einen kieferorthopäden aufzusuchen. man kann sicher die Zähne jetzt kompensierend kieferorthopädisch derart hin und herschieben, dass die Okklusion akzeptabler ist. aber wie will man dann die zähne für den rest deines lebens in genau der Position halten, das ist kaum möglich. man müsste außerdem vorher noch untersuchen, bei welcher bisssituation/Lage deines Unterkiefers bzgl des Oberekiefers deine Kiefergelenke des Unterkiefers in der dafür vorgesehenen Gelenkpfanne optimal drinliegen. am besten gehst du mal zum Physiotherapeuten und lässt dir eine manuelle massage der kiefermuskulatur machen, währenddessen kann es sein, dass dein unterkeifer muskulär in eine ganz andere Position geht, nämlich in seine maximal entspannteste. von dieser Position sollte dann ein quaetschbissregistrat gemacht werden.

hattest du schonmal ein dvt machen lassen? ich denke, das ist erforderlich- bei jedem op-Patienten.

und hey, ja, aus eigener erfhrung kann ich dir und allen anderen heimlichen mitlesern sagen: Oberkiefer und Unterkiefer können sich nach OPs sehr wohl trotz Schrauben und Platten verschieben. das geht durch einen einfachen kraftzug der eingehängten gummies, sodass der oberkeifer sich kurz abhebt und dann verrutscht. oder auch durch die kraft der Zunge oder durchs saugen oder kauen oder lutschen. jede erdenkliche art von externer kraft. und glaube bitte nicht, dass ein Arzt das sieht, wenn so etwas passiert, die machen doch nur eine "kontrolle" mit ihren Augen nach der op. höchstens ein 2 dimensionales Röntgenbild. völlig unzureichend. Knöcherne Rezidive sind für die ein absolutes Tabuthema. solltest du damit aufkreuzen, machen die einen fertig, jedenfalls die meisten, glaube ich.

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