Goriwyn

Dr. Dr. Wenghöfer - Metallentfernung - 12.10.2015

Der Vollständigkeit halber folgt nun mein OP-Bericht zur Metallentfernung am 12.10.2015.

Gefreut habe ich mich ja schon im Vorfeld, denn mein Termin zur Vorbesprechung war erst am 07.10. - d.h. zwischen "Ja, ME machen wir jetzt bald mal!" und dem tatsächlichen OP-Termin sind nur fünf Tage vergangen. Das fand ich von der Praxis echt super, da ich Mitte Oktober die Abteilung wechsle und es leichter ist, den Start um eine Woche zu verschieben, als direkt nach Einstieg in den neuen Job wieder krank zu machen. :) Alte Chefin und neuer Chef haben das auch direkt gut aufgenommen, sodass ich den Termin nehmen konnte. 

Von der Aufregung her hielt es sich diesmal wirklich in Grenzen, ich war zwar am Wochenende etwas empfindlicher, als sonst, aber von der Angst, die ich vor der UKVV hatte, war nichts zu spüren. Was auch daran liegt, dass ich schon wusste, dass es ambulant gemacht wird und ich am gleichen Abend nach Hause kann.

Freitag wurde dann noch die Uhrzeit geklärt und Montag konnte es dann losgehen. Leider war die Uhrzeit erst recht spät bekannt, sodass mein Freund sich einen ganzen Urlaubstag zur Sicherheit nehmen musste. War dann aber alles kein Problem.

OP- Tag: 12.10.

Ich habe um 8 Uhr noch soviel gefrühstückt, wie ich essen konnte und habe den Vormittag danach eigentlich verschlafen. Wir sind um 12:30 in Bonn losgefahren, damit wir um 14 Uhr pünktlich in Koblenz sind.

Leider ist in der Praxis eine OP vor mir Problem aufgetreten, sodass die OP außerplanmäßig eine Stunde länger gedauert hat - alle anderen im Wartezimmer mussten daher mit mir länger warten. Das war ziemlich blöd, da ich ja seit 8 Uhr nüchtern war und seit 12 Uhr nichts getrunken hatte - und mein OP Termin von 14 Uhr sich dann auf fast 16 Uhr verlagerte.

Als es dann los ging, ging alles ganz fix. Kurz mit der Anästhesistin gesprochen, kurze Zeit später bin ich schon auf einer Liege aufgewacht. Ich war - wie immer bei solchen Eingriffen - direkt zu fit und wollte direkt sitzen und aufstehen. Sitzen durfte ich auch. ;) Mein Freund saß schon neben mir und teilte mit, dass keine 45 Minuten vergangen seien, seit ich abgeholt wurde. Kurz darauf kam schon jemand und erklärte mir, was ich darf und was nicht - kein Sport, kein Kaffee, keine säurehaltigen Getränke, kein Alkohol, kein Nikotin - und dann durfte ich auch schon gehen. Waren dann noch fix in der Apotheke, um Antibiotika und Ibuprofen zu holen.

Die Heimfahrt war gut, ich habe an einem Briochebrötchen rumgelutscht und jede Menge Wasser getrunken. Während der Heimfahrt kamen dann aber irgendwann ziemlich ziepende Schmerzen, die dann auch den Abend anhalten sollten.

Das war dann auch eigentlich das Blödeste am Montag Abend: Dauerhafte Schmerzen, gegen die das Ibuprofen nicht wirklich geholfen hat. Dazu sind leider meine Mundwinkel von der OP extrem eingerissen, sodass ich erstmal wie blöd Bebanthen draufgeschmiert habe. Das brennt und ziept und blutet leicht, egal was ich mache - etwas nervig also. Ansonsten habe ich gekühlt. Die Nacht war blöd, weil mein Schädel pochte, ich vom Schlafen auf dem Rücken Rückenschmerzen bekommen habe und ich nicht wusste, wie ich mich drehen soll.

1. Tag post OP: Dienstag, 13.10.:

Auch ein eher anstrengender Tag. Habe viel geschlafen, Ibuprofen geschluckt und lauwarmen Kamillentee getrunken. Gegen Nachmittag wird es dann besser, ich telefoniere ein bisschen und hole mir Genesungswünsche ab, das hebt die Stimmung. ;) Abends gibt es Tortellini mit Käsesauce und einen Napf Apfelmus, das hilft auch für die Stimmung. Den Abend verbringe ich mit Serien und Kühlung, also recht unspektakulär. Die Schwellung erreicht heute neue Dimensionen, ich sehe aus, wie ein Amboss. Mein Freund muss dauernd lachen, wenn er mir sieht, wenigstens einer hat Spaß. :D

2. Tag post OP: Mittwoch, 14.10:

Heute war die Nacht besser und ich fühle mich ausgeruht und fitter. Habe direkt Lust, was im Haushalt zu machen, was dafür spricht, dass meine Lebensgeister zurückkehren. Schmerzen sind deutlich (!) weniger, ich hoffe also, dass ich das Schlimmste hinter mir habe. Dazu bilde ich mir ein, dass die Schwellung links schon weniger wird, weiß aber nicht, ob das stimmen kann, da man ja eigentlich sagt, dass es bis zu drei Tage anschwillt und erst dann wieder bergab geht. So oder so, nächsten Dienstag möchte ich salonfähig aussehen, da trete ich ja meine neue Stelle an! Krankgeschrieben bin ich nämlich bis einschließlich Montag, da findet auch der erste Kontrolltermin beim KFC statt.

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Nun hast du die ME, wenn auch mit kleiner Verzögerung, auch geschafft :-) ist die Schwellung mit der nach der UKVV OP zu vergleichen? Das Essen ist also nicht eingeschränkt aufgrund der Wunden? Sollst du extra spülen? Wenn man so an dir gearbeitet hat, dass die Mundwinkel eingerissen sind, ist dann auch die Mundöffnung wieder schlechter?  Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass der KC am Montag zufrieden ist, deine Mundwinkel sich wieder erholen und die Schwellung bis Dienstag weg ist. Und natürlich einen  guten Start mit strahlendem Lächeln in der neuen Abteilung. 

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Super! Jetzt hast Du das auch geschafft! Hat mich jetzt gerade richtig gefreut, weil Du diejenige bist, die mir in meiner ersten Zeit nach der Bimax Mut gemacht hat. Ist ja toll, dass Du die Metallentfernung ambulant machen konntest und direkt wieder nach Hause konntest. Tut mir leid, dass Du anfangs Schmerzen hattest.

Ich hoffe, dass es Dir heute schon viel besser geht. Bekommst Du noch Fäden gezogen oder hast Du selbst auflösende Fäden? Mich würde auch interessieren, wie die Mundöffnung ist und inwieweit die Zahnpflege möglich ist. Und wie fühlt es sich an ohne Platten und Schrauben? Wahrscheinlich kannst Du auf Grund der Schwellung noch nicht so viel dazu sagen.

Mir steht alles dieses Jahr noch bevor - leider. Bei mir kann es nicht ambulant gemacht werden. Ich habe auch ein paar Platten mehr, ich hatte ja die Bimax und das Kinn. Ich bin so gespannt, wie es sich nachher anfühlt. Direkt unter dem Auge habe ich eine Schraube, die ich fühlen und sehen kann. Der Gedanke ist schon etwas gruselig, von daher bin ich dann natürlich auch froh, wenn das Metall raus ist.

Ich wünsche Dir gute Besserung und dass Du bald keine Einschränkungen mehr hast.

Roda

 

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Danke euch für die lieben Worte.

Kurz zu den Fragen:

Ja, Mundöffnung ist jetzt wieder bescheiden. Ich mache seit Dienstag nichts anderes, als mit Bebanthen zu cremen, ab und zu die Krusten einzuweichen und abzurubbeln, damit ich neu drübercremen kann (wenn die Krusten zu hart werden, kriege ich den Mund fast gar nicht auf. :( ). Es wird aber weniger.

Als ich aus der OP aufgewacht bin, sah ich aus, wie ein Vampir, das Blut war an den Seiten total festgebacken. :( Echt fies.

Mund ist also kaum beweglich, ich kann nicht richtig lächeln, sieht einfach komisch aus.

Und ja, die Schwellung war ähnlich wie bei der UKVV - aber nur am Dienstag. Gute Nachricht nämlich: Seit Mittwoch nachmittag schwillt es ab! Eine Freundin von mir war Mittwoch noch schockiert, dass ich "so" nach Hause gelassen wurde, weil sie fand, dass ich schlimm aussehe- gut, sie hatte mich Dienstag nicht gesehen. Gestern konnte ich schon fast wieder "normal" auf die Straße gehen (leichter Hamsterbäckchen) und heute ist es auch schon weniger. Ich hoffe, dass ich nach dem Wochenende normal aussehe.

Lustig ist, dass sich die Schwellung im Gegensatz zur UKVV sehr nach "unten" zieht, d.h. nach der UKVV sah ich aus, wie eine Birne, nach der ME jetzt sehe ich eher so aus, als hätte ich einen Amboss quer verschluckt. :D Am Anfang war die Schwellung steinhart - wie zwei Golfbälle links und rechts - und mittlerweile wird es weicher. Sogar meine Wangenknochen kommen zurück.

Spülen soll ich mit nichts, steht auch so in dem Bogen, den ich mitbekommen habe. Nur Zähneputzen. Die Nähte ziepen hin und wieder etwas, aber das wird auch täglich besser. Laut Info-Bogen soll ich weiche Sachen essen, ich esse also morgens Toast mit Frischkäse und ansonsten über den Tag verteilt Nudeln mit Sauce, Apfelmus, Pfannkuchen - sowas eben. Und trinke verdünnten Saft, damit ich ein paar Vitamine reinkriege.

Fäden werden in 1,5 Wochen gezogen, auch wenn sich bis dahin auch welche von selber verabschieden sollen. Das wird man dann sehen. Ich finde aber, die Wunden sehen gut aus, es blutet nix oder entzündet sich.

Große Unterschiede zu mit oder ohne Platten spüre ich noch keine. Dafür kriege ich den Mund auch nicht weit genug auf. Es sind knapp zwei Finger, also Bananen essen ist schon schwierig. Das probiere ich aber, da mir das blöde Antibiotikum ziemlich auf den Magen schlägt.

Zusammenfassend lässt sich bis dato sagen: Der Montag Abend und der Dienstag waren blöd. Ich hatte ziemliche Schmerzen, war erledigt und schlapp. Seit Mittwoch geht es in großen Schritten bergauf. Also ich würde sagen, es ist deutlich weniger als die "große" OP und vor allen Dingen geht es zügiger wieder Richtung Genesung. Gestern war ich jedenfalls schon besser gelaunt, als mein Bruder, der schlechte Laune wegen seiner Uniklausuren hatte. ;)

@Boki: Wann soll denn dein Metall raus? @Roda: Ja, deine Bimax habe ich noch lebhaft in Erinnerung. :( Und Platten unter dem Auge hört sich echt fies an! Ich hoffe echt, dass das bei dir mit der Metallentfernung nochmal eine ordentliche Verbesserung wird. :)

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Beruhigend zu lesen, dass es nicht so arg wird wie nach der großen OP.  Dann hast du ja gute Chancen, Dienstag vorzeigbar zu sein ;-) Allerdings bin ich erschrocken wegen der Mundöffnung. Ich habe gerade jetzt mit Physio und viel Mühe bisschen über 2 Fingerbreit geschafft, von Normalität noch weit entfernt, Katastrophe wenn dies wieder  weniger werden würde :-( ich werde meine ME am 12.11. haben, ebenfalls ambulant in Vollnarkose. Gleichzeitig wird mir ein Implantat gesetzt. Ich wünsch dir weiter einen komplikationslosen heilungsverlauf 

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Glückwunsch zur Finalen ME. Ich bin gespannt was du so die nächsten Wochen berichtest. Du hattest auch nur links und rechts je eine Platte oder?  Hattest du vor der OP noch taube Stellen?

meine ME ist am 16.12.  ich bleibe allerdings 3 Tage etwa im KH da ich noch eine Rhinoplastik bekomme   Finde den Aufenthalt aber garnicht so schlecht   Da bin ich wenigstens gut mit Schmerzmittel versorgt . Bin aber mal gespannt was meine Schwellung und Mundöffnung dann so macht . 

Noch eine gute Besserung wünsch ich dir.

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Hallo Goriwyn,

wie geht's dir jetzt knapp 3 Wochen nach ME? Konntest du wie geplant deinen neuen Job antreten?

Lg Jen

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