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Tafelwasser

Möglichkeiten nach negativem Gutachterbescheid

Hallo,

vllt. kann mir hier jemand ein paar Hinweise geben welche Möglichkeiten ich habe, dass meine KK die Kosten doch noch übernimmt. 

Zu mir: Laut KFO habe ich eine UK Dysgnathie und Zahnengstände, sodass ich einen "Overjet" habe. Der KFO gibt an, dass aufgrund "rekonstruiertem Overjet" > 8mm ich nach KIG 4 eingestuft werden müsste. Ich bin auch schon älter als 18 und zwei Kieferchirurgen haben auch gemeint, dass die Behandlung mit UK Vorverlagerung bzw. sogar BIMAX nötig sei.

Demnach müsste die KK die Kosten übernehmen. Laut Gutachter sei der "rekonstruierte" Overjet allerdings im KIG ausgeschlossen und hat daraufhin den Antrag abgelehnt. Mein KFO behauptet allerdings, dass dem nicht so ist und ich entsprechend Widerspruch einlegen sollte. Das habe ich auch gemacht, aber er selbst möchte kein Obergutachten beantragen, da es ihn angeblich im Vorraus >600€ kostet und diese auch weg sind, wenn es nicht genehmigt wird.

 

Kommentare wie KK verklagen oder wechseln hat der KFO dann auch gebracht. Bei der Begründung des Widerspruchs wollte er mir nicht mal eine fachlich korrektes Schreiben zukommen lassen, obwohl ihn das doch "gar nichts" gekostet hätte? :huh: 

Nun hat mir meine KK geschrieben, dass meine Begründung auch auf Nachfrage bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung nicht ausreicht. Des Weiteren soll ich der KK doch bitte mitteilen soll, ob ich an meinem Widerspruch festhalten möchte oder zurückziehe bevor er an die Widerspruchsstelle geht, die "auch keine andere Entscheidung treffen kann". Ist dem denn so?

 

Ich fühle mich gerade reingelegt. Sowohl von der KK als auch vom KFO. Ich wurde vorstellig mit Schmerzen aufgrund der verspannten Kiefermuskulatur, Knacken im Kiefergelenk und schmerzen die durch die Zahnengstände resultieren. Laut KFO war alles "klar" und die KK muss die Kosten übernehmen und jetzt das.... :204:

Von der KK fühle ich mich auch verarscht, da man nicht dazu bereit ist das OG zu beantragen und diese sogar behaupten nur der KFO könne das. Ich meine aber gelesen zu haben, dass sie das auch kann.

 

Was kann ich denn hier noch tun?

Und was genau macht die Widerspruchsstelle?

Kann man eigentlich zu einem anderen KFO gehen und erneut einen Antrag stellen? Oder wird der dann direkt abgelehnt ohne an einen Gutachter zu gehen?

Gruß

~

 

 

bearbeitet von Tafelwasser

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"rekonstruiert" heißt wohl, dass die Zähne im Kiefer nicht gerade stehen, sondern die Unterzähne stehen etwas schief nach vorne. Das verringert den Abstand. D.h. statt den 8mm sind es nur 4 oder 5.

Aus diesem Grund hängt die Einstufung ja auch gerade an der Gültigkeit dieser Begründung.

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Bei sowas frage ich mich immer: Was passiert eigentlich, wenn der KFO die unteren Zähne aufrichtet und es dann irgendwann 6 mm Überbiss ergibt? Kann man dann noch mal einen Antrag stellen? Irgendwie ist dieses ganze System total unsinnig. Aber ich vermute, dass du keine Chance hast, wenn du nicht an diesen Wert herankommst. Die KK interessiert nur, ob du den Sollwert erfüllst und nicht "was wäre wenn". So kann man sich all die Leute vom Hals halten, die als Kind schön kompensiert worden sind, aber eigentlich eine signifikante Kieferfehlstellung haben. Wenn der KFC die OP als notwendig sieht, kann er diese glaube ich über die Kasse abrechnen, aber die Kosten für die KFO wird niemand übernehmen. 

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"rekonstruiert" heißt wohl, dass die Zähne im Kiefer nicht gerade stehen, sondern die Unterzähne stehen etwas schief nach vorne. Das verringert den Abstand. D.h. statt den 8mm sind es nur 4 oder 5.

Aus diesem Grund hängt die Einstufung ja auch gerade an der Gültigkeit dieser Begründung.

Was auch völliger Unsinn ist. Die KIG Einstufung orientiert sich am tatsächlichen Befund. Da wird nichts rekonstruiert.

Wenn der Kollege Pech hat rollt ihm die Kassenzahnärztliche Vereinigung sämtliche Fälle auf was einem wirtschaftlichen Bankrott nahe kommen dürfte wenn der sowas des Öfteren gemacht hat.

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Ich habe diese Vereinigung leider eher als untätig in Erinnerung. Offenbar haben manche deiner Kollegen eher wenig Angst vor dieser "Institution". Außerdem.. wenn man immer das "rekonstruiert" drin stehen hatte, ist es dann nicht fast ein Fehler bei der Kasse? Es wird ja darauf hingewiesen, dass es nur ein theoretischer Wert ist... Wird der Kollege dann zumindest sagen:203:. Seine Anträge wären demnach zwar ganz offensichtlich ungültig gewesen und hätten nie bewilligt werden dürfen. Am Ende gibt es aber bestimmt einen Weg sich herauszureden. 

Wie sieht es denn aus, wenn sich die Fragestellerin/ der Fragesteller die Front im UK richten lässt und dann am Ende mit einem größeren Overjet dasteht? Ist es dann ein Fall für die KK? Im Prinzip ist ein solcher Fall nicht ausgeschlossen oder? Wenn ich mich auf eigene Entscheidung aus einer KIG herauskompensieren lassen kann, kann ich mich dann auch in eine KIG dekompensieren lassen? Ist schon sehr seltsam das KIG-Sparkonzept..

bearbeitet von leviathan

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Das wäre möglich und auch rechtlich nicht so leicht zu beanstanden. Kenne aber keinen,

der das mal gemacht hätte.  

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Danke für die Antworten.

Ich frage mich nur, wieso der KFO solch eine Begründung aufführt und behauptet, dass das korrekt ist und es sogar dazu ein Urteil gäbe, mir zu einem Widerspruch rät, aber nicht bereit dazu ist eine schriftliche Begründung zu liefern.

 

Aber bei der KK wissen scheinbar die Leute nicht wer was tut und wie das alles bei einem Widerspruch abläuft. Sonst käme es nicht zu so vielen unterschiedlichen Aussagen hinsichtlich des Ablaufs.

 

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Danke für die Antworten.

Ich frage mich nur, wieso der KFO solch eine Begründung aufführt und behauptet, dass das korrekt ist und es sogar dazu ein Urteil gäbe, mir zu einem Widerspruch rät, aber nicht bereit dazu ist eine schriftliche Begründung zu liefern.

 

Wahrscheinlich weil es für ihn in Arbeit ausartet, von der er nicht weiß, ob es sich für ihn lohnt.

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Bei welcher KK bist du denn?

Ich habe letztens mit einem KFO gesprochen, der meinte, dass einige KK die Kosten übernehmen, wenn während der KFO Behandlung ein Overjet entsteht, weil die Zähne gerade gerichtet werden.

Welche das allerdings sind, kann ic hdir nicht sagen. Danach habe ich auch schon vergeblich gesucht. :mellow:

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Bin selbst ein solcher Fall. Du wirst die KFO Kosten selbst tragen müssen. Es kann (!, muss aber nicht) sein, dass die Krankenkasse die Krankenhaus- und OP-Kosten übernimmt. Das solltest du vorher klären. 

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Bin selbst ein solcher Fall. Du wirst die KFO Kosten selbst tragen müssen. Es kann (!, muss aber nicht) sein, dass die Krankenkasse die Krankenhaus- und OP-Kosten übernimmt. Das solltest du vorher klären. 

z.b. in Österreich muss man die KFO-Kosten als Erwachsener in der Regel immer selbst tragen, auch wenn man eine Operation benötigt. Die KK übernimmt dafür die OP-Kosten.

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z.b. in Österreich muss man die KFO-Kosten als Erwachsener in der Regel immer selbst tragen, auch wenn man eine Operation benötigt. Die KK übernimmt dafür die OP-Kosten.

Hallo apo,

 

das stimmt so nicht. In Österreich kann man die KFO-Rechnung bei der Krankenkasse einreichen. Wenn die Behandlung medizinisch indiziert ist, bekommt man auch als Erwachsener einen Kostenanteil rückerstattet. Bei mir war das für das erste Behandlungsjahr immerhin die Hälfte. Das macht dann schon etwas aus!

Kosten für die OP werden normal von der KK übernommen, allerdings mussten beispielsweise bei meiner Nichte (UKVV vor ca. 5 Jahren; damals 17 Jahre alt) die Kosten für die Vorbereitung der OP (Modellerstellung, etc.) selber übernommen werden. Wie das aktuell ist, weiß ich allerdings nicht!

 

Schöne Grüße

 

Tigerente

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Hallo apo,

 

das stimmt so nicht. In Österreich kann man die KFO-Rechnung bei der Krankenkasse einreichen. Wenn die Behandlung medizinisch indiziert ist, bekommt man auch als Erwachsener einen Kostenanteil rückerstattet. Bei mir war das für das erste Behandlungsjahr immerhin die Hälfte. Das macht dann schon etwas aus!

Kosten für die OP werden normal von der KK übernommen, allerdings mussten beispielsweise bei meiner Nichte (UKVV vor ca. 5 Jahren; damals 17 Jahre alt) die Kosten für die Vorbereitung der OP (Modellerstellung, etc.) selber übernommen werden. Wie das aktuell ist, weiß ich allerdings nicht!

 

Schöne Grüße

 

Tigerente

Da hast du natürlich recht, einen Kostenanteil bekommt man zurückerstattet, jedoch variiert die Höhe stark zwischen den einzelnen KK. Bei welcher bist du, dass du die Hälfte refundiert bekamst? Ob der Anteil in jedem Fall (z.b. auch bei Re-OP Fällen) gewährt wird, weiß ich nicht. Für die OP entstehen keine Kosten, für manche Sonderleistungen muss man dazuzahlen, aber das sind normal geringe Beträge. Bei mir kostete die Modellerstellung nichts, dafür eine post-op. Schiene. Wenn man sich von einem bestimmten Arzt operieren lassen möchte, muss man eventuell auch eine Honorarnote leisten.

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Da hast du natürlich recht, einen Kostenanteil bekommt man zurückerstattet, jedoch variiert die Höhe stark zwischen den einzelnen KK. Bei welcher bist du, dass du die Hälfte refundiert bekamst? Ob der Anteil in jedem Fall (z.b. auch bei Re-OP Fällen) gewährt wird, weiß ich nicht. Für die OP entstehen keine Kosten, für manche Sonderleistungen muss man dazuzahlen, aber das sind normal geringe Beträge. Bei mir kostete die Modellerstellung nichts, dafür eine post-op. Schiene. Wenn man sich von einem bestimmten Arzt operieren lassen möchte, muss man eventuell auch eine Honorarnote leisten.

Hi Apo,

ich selber bin bei der BVA. Die zahlt bis zu € 1.000 pro Behandlungsjahr dazu. Auch die GKK hat ihre Sätze nun erhöht. Ich weiß aber nicht, ob das von Bundesland zu Bundesland verschieden ist. Früher waren es knapp über € 350, mittlerweile sind es laut HP aber über € 600. Das lohnt sich dann schon....

 

Schöne Grüße

 

Tigerente12

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