vanmarino

3 Ärzte - 3 Behandlungsmethoden: Welche Behandlung ist die richtige?

30 Beiträge in diesem Thema

Liebe Forumsmitglieder,

ich bin ganz durcheinander, was meine kieferorthopädische Behandlung angeht und ich bräuchte Meinungen dazu.

Kurzer Rückblick:

Ich bin 28 Jahre und in den letzten Jahren haben mich immer mehr meine Zähne aus ästhetischen Gründen gestört. Waren also nicht ganz gerade, obwohl ich mit 14 Jahren eine Zahnspange bereits hatte. Außerdem habe ich mit dem Knirschen angefangen.  Nach langem überlegen beschloss ich mich für eine Zahnspange mit Lingualtechnik. Ich suchte 3 verschieden Kieferorthopäden auf und alle drei schlugen mir verschiedene Methoden vor.

1 Arzt: Für ihn kam eine Lingualtechnik nicht in Frage, da meine unteren Zähne bei geschlossenem Zustand auf die Brackets des OK beißen würden. Vor dem Einsetzen der Zahnspange vorne, sollte  mit Implantaten die hinteren Zähne nach hinten verschoben werden, damit die vorderen Zähne Platz bekommen, um gerichtet zu werden.

2 Arzt: Schlug mir die Lingualtechnik vor. Das wäre wohl kein Problem und dass die Unteren Zähne auf die Brackets beißen wäre sogar wünschenswert, da man irgendwann automatsch den Mund etwas offen lassen würde und weniger knirschen.

3 Arzt: Dieser erschien mir der erfahrenste zu sein. Seine Methose war wie folgt: Lingualtechnik wäre kein Problem. Allerdings sei nach 12 Monaten eine UKVV OP notwendig.

Nach diesen 3 Terminen bin ich ganz verzweifelt, da ich drei verschiedene Meinungenbekommen habe und bei jedem Arzt folgende Bedenken habe: 

1. Arzt: Aufgrund meines Jobs kommen Brackets vorne für mich nicht in Frage.

2 Arzt: Trifft genau meinen Wunsch von Lingualtechnik ohne OPs. Sie erscheint mir aber nicht gerade erfahren zu sein und deshalb habe ich Bedenken, ob sie mir die richtige Methode vorgeschlagen hat. 

3 Arzt: Die UKVV OP kommt für mich nicht in Frage.

 

Sagt mir eure Meinung, Tipps und Alternativen ;)

Soll ich einen weiteren Arzt aufsuchen?

Gibt es Alternativen zur UKVV OP?

 

Ich bin gespannt!

 

 

 

Kiefer.jpg

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Wenn ein KFO von (teureren und für ihn lukrativeren) Lingualbrackets aus diesem oder jenen Grund abrät, klingt das erstmal schon ziemlich seriös.

Andererseit sehe ich mir die Fotos an, kann ich mir kaum vorstellen, dass du für ein zufriedenstellendes Ergebnis ohne OP an dein Ziel kommen wirst. Ich denke sogar, du brauchst nicht nur eine UKVV, sondern auch eine GNE, kann mich aber auch irren ...

Aber sich für einen Arzt zu entscheiden, nur weil er die Behandlung so machen will, wie du sie willst, halte ich für die schlechteste aller Optionen. Das hat so ein Geschmäckle von: "Jaja, ich behandle Sie genau nach Ihren Vostellungen, nur kommen Sie zu mir."

Und wenn das Ergebnis am Ende nicht passt, bist du dann in seinen Augen selbst schuld - du hattest es ja genau so gewollt ...

bearbeitet von sancho1980

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Im ersten Moment hätte ich als Laie vermutet, dass man das schon kompensatorisch hinbekommen könnte. Aber die Frage ist, ob dich das am Ende glücklich macht. Wenn du nur gerade Zähne willst und sonst mit deinem Profil/Gesicht glücklich bist, dann wäre das vielleicht eine Option. Ich würde dir von Arzt 2 spontan abraten. Das hört sich doch sehr seltsam an. Niemand wird wollen, dass sein Patient sich die eigenen Brackets abbeißt. So einen Unfug habe ich noch nie gehört. Wobei auf der anderen Seite.. auch eine gute Einnahmequelle :201:

Eine Gaumennahterweiterung halte ich eher für unwahrscheinlich. Der Oberkiefer scheint ja schon breiter als der Unterkiefer zu sein. Für mich klingt der angegebene Grund gegen die Lingualbrackets wenig überzeugend. Man wird ja sicher auch hier mit Aufbissen arbeiten können, um ein Draufbeißen zu verhindern.  

Also von der Beschreibung her klingt Arzt 3 für mich am realistischsten. Wie stark ist denn die Unterkieferrücklage? Auf den Fotos kann man das nicht so ganz sicher sehen. Haben die anderen Ärzte was von Operation gesagt? Klingt zwar blöd, aber wie wäre es mit einer vierten Meinung? Ich hatte am Ende 6-7 (unterschiedliche) Meinungen was laut meinem später gewählten KFO in der Branche nicht ungewöhnlich ist. Jeder hat so seine Vorstellungen. Die Frage bezüglich einer OP-Behandlung ist ja auch: Zahlt die Kasse diese? Wenn sie das tut, dann ist meistens auch schon recht klar, dass eine OP eine zu rechtfertigende Lösung ist. Vielleicht magst du uns mal ein Foto von deinem Profil zeigen? 

bearbeitet von leviathan

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Eine Gaumennahterweiterung halte ich eher für unwahrscheinlich. Der Oberkiefer scheint ja schon breiter als der Unterkiefer zu sein.

Aber siehst du denn den Engstand nicht?

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Hey! Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Wie wird denn die Unterkieferrücklage richtig vermessen? 

Arzt 1+2 haben folgendermaßen gemessen: Ich sollte  wie  auch  normalerweise zubeiße und dann wurde der Abstand, also die Lücke zwischen OK und UK gemessen. Diese haben die OP nicht für nötig gehalten, zumindest habe ich das erste mal überhaupt von einer OP bei Arzt3 gehört.

Bei Arzt 3 sollte ich so weit wie ich nur kann den UK nach hinten schieben. Un dann wurde der Abstand gemessen. Seine Aussage war, dass ich zu viel Spielraum nach hinten und vorne mit dem UK habe. Aber er hat auch wie Arzt 1 und 2 gemessen. Wieviele mm das waren, kann ich jetzt genau nicht sagen.

 

Gibt es denn Alternativen zur UKVV? Und ab wievielen mm ist es sinnvoll eine OP zu machen und wieviele mm wären ok?

Ansonsten glaube ich, dass ich noch einen vierten Arzt aufsuchen werde.

 

 

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Hallo vanmarino,

 

ich kann dir leider auch keinen Rat geben, welchen KFO du wählen sollst. Aber wenn du bislang noch mit allen 3 Meinungen unsicher bist, dann würde ich mir an deiner Stelle vllt. auch nochmal 1-2 weitere Meinungen einholen (ich war auch bei 4 KFOs).

 

Aber vllt. ein paar Fragen, die du dir vor dem nächsten Termin stellen könntest vornweg: was wäre so schlimm an "normalen" Brackets? Warum sollst du die wegen deinem Beruf nicht tragen können? Ich habe auch Brackets vorne (Keramik) und habe jeden Tag mit Kunden zu tun und muss viel sprechen und das funktioniert ohne Probleme und es hat mich noch keiner unangenehm drauf angesprochen oder gemeint, dass es ihn stören würde ;). Und zum anderen die Frage, die es zu klären gilt: wie groß deine UK-Rücklage tatsächlich ist und wenn sie tatsächlich größer ist, dass eine OP notwendig wäre für ein zufriedenstellendes Ergebnis, was wäre für dich so schlimm an der OP? Ich gebe zu, mir steht selbst noch eine OP ins Haus (ob nur OK oder Bimax ist noch nicht ganz klar) und ich habe wahnsinnige Angst davor und es wäre mir auch lieber, wenn sie nicht nötig wäre und ich habe auch einige Zeit gebraucht, mich dazu durchzuringen, das volle Programm anzugehen. Aber da ich leider schon teils recht massive Probleme und Schäden an den Kiefergelenken habe, bleibt mir nicht viel anderes übrig, wenn ich was an dem Zustand ändern will.

 

Überstürze am besten nichts, sondern lasse dir sämtliche Meinungen in Ruhe durch den Kopf gehen. Evtl. kannst du dich auch bei einem auf solche OPs spezialisierten KFC vorstellen. Die können evtl. besser beurteilen, ob sowas nur mit OP geht oder eher auch ohne. Dann kannst du wirklich alle Meinungen gegenüberstellen. Und achte bei der Wahl des KFOs auch drauf, dass er bzw. sie genügend Erfahrung mit der Behandlung von Erwachsenen hat. Da sieht die Behandlung oftmals anders aus als bei Kindern und Jugendlichen.

 

Grüßle,

 

Cavallina

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Aber siehst du denn den Engstand nicht?

Sehe ich schon, aber die Backenzähne stehen im OK doch schon nach relativ weit nach innen gekippt, um Kontakt zu den Zähnen im UK zu kriegen. Du kannst den Bogen im OK hinten nicht beliebig breit machen, die Backenzähne müssen ja auch noch auf die unteren beißen können. Und den Unterkiefer macht man nicht mal eben breiter. Da auch kein Arzt eine GNE erwähnt hat, denke ich, dass der Bogen ausreichend breit sein wird und man den Platz dann über Aufrichten oder Schmelzreduktion gewinnen kann. Wenn es wirklich keine Option gäbe, hätte der UKVV Arzt auch locker noch eine Gaumennahterweiterung ins Spiel bringen können, wenn das so offensichtlich wäre, oder? Man kann das ja ausmessen, wie breit der Bogen sein muss an Hand der Größe der Zähne. Kann man ja bei einer eventuellen Viertmeinung erfragen, dass der Behandler davon hält. 

bearbeitet von leviathan

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Hey! Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Wie wird denn die Unterkieferrücklage richtig vermessen? 

Arzt 1+2 haben folgendermaßen gemessen: Ich sollte  wie  auch  normalerweise zubeiße und dann wurde der Abstand, also die Lücke zwischen OK und UK gemessen. Diese haben die OP nicht für nötig gehalten, zumindest habe ich das erste mal überhaupt von einer OP bei Arzt3 gehört.

Bei Arzt 3 sollte ich so weit wie ich nur kann den UK nach hinten schieben. Un dann wurde der Abstand gemessen. Seine Aussage war, dass ich zu viel Spielraum nach hinten und vorne mit dem UK habe. Aber er hat auch wie Arzt 1 und 2 gemessen. Wieviele mm das waren, kann ich jetzt genau nicht sagen.

 

Gibt es denn Alternativen zur UKVV? Und ab wievielen mm ist es sinnvoll eine OP zu machen und wieviele mm wären ok?

Ansonsten glaube ich, dass ich noch einen vierten Arzt aufsuchen werde.

 

 

Die Kasse zahlt meines Wissens ab 6 mm Overjet (Das ist das, was man allgemein "Überbiss" nennt). Normal sind glaube ich so bis 3 mm. Du scheinst auf der einen Seite mit den Zahnhöckern genau aufeinanderzubeißen. Das war bei mir genauso. Ich hatte so 7 mm Overjet. Hätte mich per OP behandeln lassen können, hab es aber nicht getan. Unter anderem aus Angst und weil mir einige Ärzte davon abgeraten haben mit Panikmache. Mein KFO hat es mit Kompensation (ohne Zähneziehen) so hingebogen, dass ich einen funktionellen Biss habe. Ich würde es allerdings heute nicht wieder so machen, einfach weil die ganze Prozedur sehr lange gedauert hat (etwas über 3 Jahre), sehr teuer war und weil sich bei einer solchen Behandlung das Profil des Gesichts nicht wesentlich ändert. Wenn man sich allerdings nur daran stört, dass die Zähne schief sind und man sie in Reih und Glied haben will, dann ist Kompensation eine Option. Ich würde mir noch ein bis zwei Meinungen einholen und dann danach entscheiden, was du eigentlich erreichen willst mit der Behandlung. 

bearbeitet von leviathan

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Wirst du zu 10 KFO gehen, wirst du wahrscheinlich 10 unterschiedliche Meinungen bekommen. Viele Wege führen nach Rom, aber die Frage ist, wohin willst du überhaupt?

So absurd es klingt, aber an deiner Stelle, würde ich noch weitere Ärzte aufsuchen. Ein KFO hat mir mal folgenden Rat gegeben: "Holen Sie viele Meinungen von Kollegen ein, informieren sie sich aber auch selbst, eigenen sie sich Fachwissen an, am besten so viel wie als Laie möglich ist und entscheiden Sie dann, welchem Konzept wessen Spinners Sie am ehesten vertrauen würden! Eine andere Möglichkeit gibt es nicht."

Hast du schon mal einen KFO für biofunktionelle Orthodontie oder für die für SATO/MEAW-Methode aufgesucht? Eventuell kann dir so jemand weiterhelfen bzw. nützliche Infos geben. Bei der Sato-Spange versucht man z.b. den UK orthopädisch vorzuverlagern ohne OP. Alternativ gäbe es noch solche Geräte wie Herbstschanier. Ob das bei dir überhaupt möglich ist, müsstest du mit einem Experten, der sich darauf spezialisiert hat, besprechen .

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Wenn die LIngualtechnik heutzutage möglich ist, warum sollte man es dann nicht

 was wäre so schlimm an "normalen" Brackets? 

Schlimm nicht, aber wenn man heutzutage die Möglichkeit hat eine Zahnspange unsichtbar für Andere zu machen, warum sollte man das dann nicht auch nutzen ;) 

 

 

was wäre für dich so schlimm an der OP?

 Schlimm an der OP ist für mich, dass meine Lippen für immer taub sein könnten, weil der Nerv durchgeschnitten wird. Passiert selten, aber es KANN passieren. Und die Risiken sind es mir nicht wert. Es gibt Fälle, wo diese OP auch notwendig ist, weil das Profil dadurch verbessert werden kann . Bei mir würde sich aber kaum was bei der Optik ändern. Dass mein UK zu weit hinten steht, ist z.B. noch Keinem in meiner Umgebung aufgefallen, selbst mir nicht.

 

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Außerdem habe ich keine Beschwerden. Ich bin zum KFO gegangen, weil mir die Zähne optisch nicht gefallen haben. Und nach den ganzem ganzen Forum lesen, habe ich es so verstanden, dass die OP vor allem dann sinnvoll ist, wenn man Beschwerden hat oder mit dem Profil des Gesichts unzufireden ist.

2 von 3 Ärzten haben mir die UKVV nicht vorgeschlagen. Aber ich werde mir auf jeden Fall noch zwei weitere Meinungen einholen.

 

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Schlimm nicht, aber wenn man heutzutage die Möglichkeit hat eine Zahnspange unsichtbar für Andere zu machen, warum sollte man das dann nicht auch nutzen ;)

Erstens weil es teurer ist, und du da gehörig mehr zuzahlen muss.

Aber das ist nur die Kostenseite - es gibt auch handfeste Nachteile. So erinnere ich mich, hier im Forum schon von Lingual-Brackets-Trägern gelesen zu haben, dass sie sich regelmäßig ihre Zunge wundscheuern. Das stelle ich mir extrem unangenehm vor ...

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Die Wange hatte ich mir auch mit Standard-Brackets immer wieder aufgescheuert. Aber dafür gibt es bei Lingual auch handfeste Vorteile: Alles ist für den Patienten maßgefertigt. Ich denke, dass die Brackets auch so gefertigt werden, dass sie weniger scharfkantig sind. Was ich mir als größeren Nachteil vorstellen kann, ist die Behinderung beim Sprechen mancher Laute. 

Aber im Großen und Ganzen glaube ich, dass ich als Erwachsener mit entsprechendem Budget im OK auch Lingual nehmen würde, einfach, weil ich mich damit besser fühlen würde. Im UK würde ich vermutlich normale Brackets nehmen. 

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Hallo Vanmarino,

kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen bzgl. der Einholung weiterer Meinungen. Röntgenbilder wurden wohl noch nicht gemacht? Also, wenn eine OP für dich nicht in Betracht kommt, wäre vielleicht die Vorgehensweise von KFO 1 eine Überlegung wert. Er will durch Verschieben der Backenzähne nach hinten die Engstände in der Front auflösen und im Seitenbereich eine (reguläre) Verzahnung einstellen. KFO 2? Zu der Aussage hast du schon die passenden Kommentare ... Mit Glück beisst du dir "nur" die Brackets ab. Schlimmer geht immer. Allerdings würde ich Aufbisse nicht gerade eine (gute) Alternative finden, vor allem wenn es ohne ginge. 

  

 

bearbeitet von DagmarW

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Vielen Dank für eure Antworten!

Ich werde mir auf jeden Fall noch zwei weitere Meinungen einholen. Leider gehen google gute KFO Ärzte aus Hannover und Umgebung aus. Wer da also einen guten Tipp hat ;) immer her damit.

Ansonsten will ich nochmal mit dem Arzt 3 reden, ob eine OP wirklich notwendig ist und ob er Alternativen anbieten kann.

Ich werde berichten, sobald ich mich entschieden habe.

 

 

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Also ich komme ja auch aus Hannover und habe da einige KFOs durch. Lingualtechnik bietet ja inzwischen nahezu jeder an. 

Ich kenne ich Hannover aus persönlichen Gesprächen u.a. Herrn Prof. Dr. Ba, Herrn Dr. C., Herrn Dr. S. und Herrn Dr. B aus Gehrden. Und den Oberarzt in der MHH, dessen Namen ich nicht kenne. 

Laut Focus sollen folgende KFO besonders "toll" sein (ohne zu werten ob das überhaupt einen Funken Aussagekraft hat):

Herr Dr. S., Frau S., Herr Dr. E. 

Ich weiß von Herrn Dr. S. aus Hannover und Herrn Dr. B. aus Gehrden, dass sie beide zusätzlich einen Master in Lingual Orthodontics an der MHH absolviert haben. Ich kenne auch beide aus Beratungsgesprächen. Fachlich kann ich nichts sagen, im Umgang und in Bezug auf ihre Kommunikationsfähigkeit sind die allerdings wie Feuer und Wasser. Dr. B. ist ein unglaublich aufgeschlossener und kommunikativer Typ. Dr. S. bietet Incognito und WIN an, soweit ich weiß. Dr. B. wohl Incognito. 

Müsse ich noch einmal wählen, würde ich heute wohl zu Dr. C. gehen. Der behandelt nur privat, aber das war der ehrlichste und sympathischste Arzt, den ich bisher erlebt habe im Bereich Zähne. Der hat nichts versprochen, alle Optionen und Eventualitäten mit Vor- und Nachteilen erläutert. Allerdings war ich damals sehr Anti-OP und da er diese als wage Option in den Raum stellte und sich bis zur Erstellungen von Modellen und Röntgenbildern nicht festlegen wollte, habe ich mich für jemand anderes entschieden. Außerdem störte mich, dass Dr. C. ausschließlich mit Dr. K aus Bad Homburg zusammenzuarbeiten scheint, wenn eine OP nötig ist. Was mir sehr gefiel, war, dass er die OP klar als Option positioniert hat, wenn man anders wirklich kein akzeptables Ergebnis erzeugen kann. Das heißt er wollte mich nur dann auf den OP-Tisch schicken, wenn man anderweitig nur einen faulen Kompromiss erzeugen könnte in Bezug auf Funktion UND Optik.  Rückblickend wäre ich mit seiner Strategie vermutlich aber besser & effizienter gefahren. Prof. Dr. Ba. hat den Vorteil, dass er gleichzeitig KFC ist, das kann ein großer Vorteil sein, wenn eine OP wirklich nötig ist, denke ich. Allerdings wird so jemand vielleicht auch eher zur OP tendieren. 

 

Da ich selbst zugezogen bin, habe ich mich natürlich vorher auch umgehört. Im Prinzip habe ich dabei in den meisten Fällen die Aussage erhalten, dass man sein Kind in Hannover am ehesten zu Dr. S oder Dr. E. schickt. Ich kann dir in beiden Fällen sagen, dass sich das auch deftig auf die Wartezeit auf einen Termin auswirkt. Den Termin bei Dr. E. habe ich daher damals wieder abgesagt. Kenne den guten Mann also nicht. 

 

bearbeitet von leviathan

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Um die Front zu verbreitern ohne dass die Backenzähne weiter nach außen rutschen könnte man während der OP auch den OK dreiteilen und keilförmig verbreitern. Aber wenn schon eine UKVV unerwünscht ist, dann wird das vermutlich ebenfalls ausfallen.

bearbeitet von brokenarrow

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Hallo zusammen,

ich habe mir nun eine vierte Meinung eingeholt. Dieser KFO hat mir das gleiche empfohlen, wie Arzt 3. Also ohne UKVV kein dauerhaft gutes Ergebnis!

Der hat  mir auch etwas die Angst vor der OP genommen. Meine größte Sorge war, dass der Nerv bei der OP durchgeschnitten werden kann. Aber der Arzt hat mir versichert, dass in so einem Falle der Nerv wieder zusammengenäht werden kann, dass also das Taubheitsgefühl nicht für immer bleibt. Richtig?

Den fand ich bis jetzt am besten, ist aber ein Privatarzt und Kosten belaufen sich auf 8-9.000€ für die Behandlung + 4-5.000€ für die OP!

Deshalb tendiere ich nun zum Arzt 3, da er die gleiche Behandlung vorschlug mit weniger Kosten und eventueller Teilkostenübernahme durch die Krankenkasse.

Nun habe ich mich informiert, was die Krankenkasse übernimmt. Und zwar darf die Lücke zwischen UK und OK 6-9mm betragen. Dann übernimmt die Krankenkasse teilweise die Kosten. Dies ist bei mir im Moment nicht der Fall! Er wird es aber sein, wenn die KFO Behandlung fortgeschritten ist. Dann werden nämlich meine OK Zähne nach vorne geschoben und meine UK Zähne nach hinten.

Von einigen Krankenkassen wird nur der Stand vor der Bahandlung betrachtet und ist die Lücke nicht gegeben, dann werden auch die Kosten nicht übernommen. Bei einigen  Krankenkassen werden die Kosten übernommen, wenn während der Behandlung diese Lücke von 6-9mm entsteht. Was bei mir der Fall wäre!

Da der Arzt Nr4 ein Privatarzt ist, konnte er mir keine Auskunft über Krankenkassen geben.
Kennt sich da wer aus und kann mir sagen, welche die Kosten für UKVV übernehmen würde, wenn die Notwendigkeit während der KFO Behandlung entsteht?

 

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Ich nehme an, dass du in Hannover bei Dr. M. d. C. gewesen bist? Damit hast du dann ja jetzt von 2 allgemein als sehr gut geltenden KFOs die gleiche Meinung erhalten. Immerhin etwas. Willst du jetzt noch weitere Beratungen einholen? 

bearbeitet von leviathan

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Der hat  mir auch etwas die Angst vor der OP genommen. Meine größte Sorge war, dass der Nerv bei der OP durchgeschnitten werden kann. Aber der Arzt hat mir versichert, dass in so einem Falle der Nerv wieder zusammengenäht werden kann, dass also das Taubheitsgefühl nicht für immer bleibt. Richtig?

 

Sry, aber das ist kompletter Schwachsinn. Klar kann man intraoperativ den Nerv wieder zusammennähen, aber ein irreversibler Schaden bleibt trotzdem bestehen. Das wird dann nicht mehr wie vorher. Wobei ich Taubheit niemals so schlimm finden würde als dass ich deswegen die Op nicht machen würde...

Ist halt schwierig bei dir. Die Unterkieferrücklage ist bis jetzt gut kompensiert, du wirst kaum funktionale und optische Beeinträchtigungen haben. Nichts zu machen wäre auch eine Möglichkeit bei dir. Dass die Schneidezähne im Oberkiefer bisschen verdreht sind, ist optisch gesehen auch nicht schlimm.

Aber musst natürlich du entscheiden. Wenn alles gut geht, dann bist du sicherlich froh darüber es gemacht zu haben.

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Das ist prinzipiell richtig. Ich weiß nicht wie das ist, wenn man den Nerv im UK verletzt, ob sich hier in einigen Fällen auch eine kleine Regeneration einstellen kann. Vermutlich auch genauso selten wie in anderen Fällen, aber prinzipiell möglich. Komplette Durchtrennung ist vermutlich auch nicht so häufig oder? Jede Behandlung hat ihr Risiko, man kann auch an der Pille sterben, man kann durch Antibiotika sterben oder irreversible Schäden erleiden. Auch eine Kompensationsbehandlung ist nicht ohne gesundheitliches Risiko, das sich allerdings eher auf die Zähne beschränkt.  Ich würde die OP wohl machen, wenn es die einzige Option für ein sehr gutes Ergebnis ist. Und das scheint sich ja derzeit so herauszukristallisieren. Da es jetzt 2: 2 steht, kannst du ja noch eine letzte, alles entscheidende Stimme suchen. Da sie schreibt, dass sie schon seit Jahren an der Sache knabbert, wird sie vermutlich bei einem Kompensationsergebnis auch enttäuscht sein.  

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Ich nehme an, dass du in Hannover bei Dr. M. d. C. gewesen bist? Damit hast du dann ja jetzt von 2 allgemein als sehr gut geltenden KFOs die gleiche Meinung erhalten. Immerhin etwas. Willst du jetzt noch weitere Beratungen einholen? 

Die anderen zwei guten KFO, die du mir empfohlen hast, haben mir ja einen Termin erst im Dezember und März gegeben. Wahrscheinlich werde ich den im Dezember bei Dr. B wahrnehmen und den im März bei Dr.S nicht.

 

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So, nun habe ich noch eine Meinung eingeholt.

Die liebe Frau Doktor meinte zu mir von einer UKVV würde sie mir abraten und den Overjet mit Gummis behandeln. Kann man das bei Erwachsenen so machen??

Außerdem, meinte sie, wird evtl. der UK sowieso nach vorne wandern, wenn erstmal alle Zähne gerade gerichtet sind. Denn es kann sein, dass dem UK Platz fehlt, um nach vorne zu kommen.

Wie seht ihr das? 

 

 

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Man kann alles machen, aber ich persönlich halte von diesen extremen Kompensationen nichts mehr. Das massive und monatelange Gezerre mit Gummies führte am Ende bei mir zu Zahnfleischproblemen, die Zähne werden auch gekippt. Das Ergebnis wird manchmal einfach weniger schön wenn man so eine große Strecke von 5-6 mm kompensiert. Wenn das Kiefergelenk jetzt nicht deutlich in die Gelenkpfanne gedrückt wird in Form eines Zwangbisses, würde ich mal wenig Hoffnung auf eine große Änderung der Position des UK setzen. Das meiste wird durch Kippung der Zähne kompensiert werden, wenn keine Extraktion stattfindet. 

bearbeitet von leviathan

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Außerdem, meinte sie, wird evtl. der UK sowieso nach vorne wandern, wenn erstmal alle Zähne gerade gerichtet sind. Denn es kann sein, dass dem UK Platz fehlt, um nach vorne zu kommen.

Ja, es kann sein, dass der UK durch einen Zwangsbiss zu weit hinten ist und nach Behebung desselben nach vorne in seine eigentliche Position kommt. Bei mir ist das so der Fall. Es muss aber nicht so sein. Aufgrund meiner CMD-Problematik wurde ich Anfangs mit Schienen behandelt, wobei es sich abgezeichnet hat, dass der Zwangsbiss meine UK zu weit nach hinten zwängt. Es war daher abzusehen, dass er nach vorne kommt. Auf gut Glück würde ich aber keine jahrelange Behandlung eingehen, bei der nicht sicher ist, dass das Problem auch wirklich so gelöst werden kann.

Wie es mit Gummis steht, kann ich dir leider nicht beantworten, aber nach allem, was ich hier so gelesen habe, scheinen sie sich wirklich eher für kleinere Strecken zu eignen, so wie es leviathan auch schon angedeutet hat.

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