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dieda

Kiefer-OP Ja oder Nein?

Hallo Ihr ;)

bin neu hier und würde mich über eure Ratschläge & eure Erfahrungen freuen :)

folgende Situation: ich hatte als Kind (also vor über 10 Jahren) schon mal eine kieferorthopädische Behandlung. Damals sagte man mir schon, dass mein Unterkiefer viel zu weit nach vorne steht, man verpasste mir aber trotzdem, ohne dieses Problem zu beheben,eine feste Zahnspange. Ich war bis heute nie zufrieden mit dem Ergebnis, weil die Zähne vorne trotzdem etwas schief waren, man sah mir auch nicht unbedingt an, dass ich schon mal eine kieferorthopädische Behandlung hatte, weil es eben nicht so perfekt aussah, wie bei anderen Leuten, die eine Zahnspange hatten. In den letzten Jahren (bin jetzt 25) haben sich diese Zähne auch noch etwas verschoben, die Zähne gut sichtbar vorne abgenutzt, trotz guter Pflege häufiges Zahnfleischbluten (immer an der gleichen Stelle, vorne), Zahnfleischrückgang und Kieferknacken.

Mir wurde dann irgendwann im Studium ein guter Kieferorthopäde (Dr. Wirtz aus Markleeberg) empfohlen. Bisher hatte ich mich schon bei vielen Zahnärzten und Kieferorthopäden vorgestellt und alle waren sich einig, dass die damalige kieferorthopädische Behandlung nicht richtig durchgeführt worden ist und alle meine Probleme nun auf diese Fehlstellung zurückzuführen ist, die Kosten von der Krankenkasse dafür aber nicht übernommen werden bzw. der Aufwand mit dem Ergebnis nicht im Verhältnis stehen würden.              Dr. Wirtz (als sehr perfektionistisch bekannt) sprach sofort von einer Kieferkorrektur durch eine OP, die auch von meiner KK (AOK) mit Sicherheit übernommen werden würde.

So machte ich einen Termin zur Beratung in der Uni-Klinik Leipzig, wo ich jetzt letzten Freitag war. Leider bin ich nun hin- und hergerissen, was ich machen soll, die Beratung hat mir nicht unbedingt weitergeholfen. Eine Unterkieferrückverlagerung würde bei mir nicht in Frage kommen, weil in meinem Mund nach hinten raus kein Platz mehr wäre und ich danach das Schnarchen anfangen würde, was die Ärzte aus gesundheitlichen Aspekten nicht verantworten könnten. In Frage käme nur, den Oberkiefer nach vorne zu verlegen, sprich Jochbein käme mehr nach vorne und die Oberlippe würde etwas länger werden. Das Kinn würde nicht mehr so prominent auffallen, da das Mittelgesicht mehr herauskäme. Das Mittelgesicht ist tatsächlich etwas "eingedrückt" bei mir, der Bereich zwischen Nase und Mund etwas kurz. Der Chirurg hatte auch sofort erkannt, dass ich den Bereich von Mund & Kiefer ständig anspannen würde, mir wurde klar, dass die leichten Schmerzen im Kieferbereich, die ich oft nach längerem Lachen oder Grinsen hatte, von dieser Anspannung rührten. Er sagte aber dazu, dass es bei mir von der Notwendigkeit her eher eine Schönheitsop wäre und nicht unbedingt sein muss. Mein Gebiss würde so einen recht stabilen Eindruck machen und er glaube nicht, dass sich da jetzt ohne op noch viel verändern würde. Da ich ja auch bis auf paar Kleinigkeiten kaum Probleme durch die Fehlstellung hätte. (Ob meine gelegentlichen Kopf- u Nackenschmerzen vom Kiefer kommen, mag ich nicht beurteilen, hatte ich aber auch schon als kleines Kind)

Ich kann mir jetzt einfach nicht vorstellen, wie so eine Kiefervorverlagerung bei mir aussehen würde.                                                     Ich muss dazu sagen, dass viele Menschen mich sehr hübsch finden, obwohl ich das oft nicht nachvollziehen kann. Dennoch bin ich im Großen und Ganzen zufrieden mit mir, bis auf meine Kieferpartie und meine Zähne. Besonders auf Fotos kann ich mich nicht ersehen. Eigentlich wollte ich nur schöne Zähne haben, der hervorstehende Unterkiefer ist jetzt nicht so toll, aber, wenn er halt da ist, ist er halt da. Ich hab Angst, dass das Gesicht danach nicht mehr zu mir passen könnte und  meine Familie, besonders meine Mutter mir das dann ewig vorhalten würde, dass ich mit der Op einen Fehler gemacht habe. Sie hat schon gemeint, wahrscheinlich würde ich danach aussehen, wie ein Alien...

Sorry für den langen Text, hoffe trotzdem, dass den jmd durchliest ;) Lieben Dank schon mal im Voraus!

 

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Hallo dieda,

 

und erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.

 

Ich kann deine Bedenken und Sorgen nachvollziehen. Ich stecke bzw. steckte in einer ähnlichen Situation wie du. Ich war ebenfalls als Kind/Jugendliche jahrelang in kieferorthopädischer Behandlung, die sich im Nachhinein leider als fehlgeschlagen herausgestellt hat. Ich hatte seit dem immer mit Schmerzen und Knacken im Kiefergelenk zu kämpfen, sowie Verspannungen im Nackenbereich und zunehmenden Kopfschmerzen. Desweiteren ebenfalls Zahnfleischrückgang trotz guter Mundhygiene. Mein Zahnarzt sagte zu mir schon lange, dass ich dringend mal einen Kieferorthopäden aufsuchen solle, das könne so nicht weitergehen. Ich habe allerdings zusätzlich noch einen einseitig seitlich offenen Biss und auf dieser Seite besteht nach wie vor ein Kreuzbiss. Bei mir steht auch der UK zu weit vorne, was damals durch ein Zurückdrücken der unteren Schneidezähne kompensiert wurde. Dadurch befand sich mein Unterkiefer in einer permanenten Zwangsrücklage, wodurch die Kiefergelenksbeschwerden ausgelöst werden. In einem angefertigten MRT konnte man schon Schäden an den Kiefergelenken nachweisen (Diskusverlagerungen und beginnende Arthrose). Ich war dann auch bei mehreren KFOs und beim KFC und alle sagten mir, dass da was gemacht werden müsse, es aber nicht ohne OP gehen würde. Ich brauchte auch einige Zeit zum Überlegen, ob ich mir das antun will. Aber da die Beschwerden und Probleme doch schon recht massiv sind, habe ich mich letztendlich dazu durchgerungen, den Weg auf mich zu nehmen. Da verging aber bestimmt ein halbes Jahr dazwischen.

 

Ob meine KK die Kosten übernehmen würde, war nicht ganz sicher. Aber sie haben dann doch zugesagt, die Kosten zu übernehmen. Und so trage ich seit inzwischen 6 Wochen wieder eine feste Zahnspange. Es wird bei mir lange dauern, weil erstmal der ganze Mist, der damals fabriziert wurde, wieder so weit wie möglich rückgängig gemacht werden muss (dekompensiert werden muss). Bis zur OP dauert es noch eine Weile. Bei mir wird dann wohl auch der Oberkiefer vorverlagert werden müssen. Inwiefern der Unterkiefer auch noch mit operiert werden muss, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eindeutig sagen. Das kommt dann auf den Zustand kurz vor der OP und die OP-Simulation an, womit das besten Ergebnis erzielt werden kann.

 

Ich kann dir also nur raten, dich viel zu informieren und erstmal eine Weile drüber zu schlafen. Breche die Entscheidung nicht über's Knie, denn du musst letztendlich davon überzeugt sein und hinter deiner Entscheidung stehen können. Nimm dir dafür die Zeit, die du benötigst. Ich hatte mich auch, bevor ich überhaupt das erste Mal wieder einen KFO aufgesucht hatte, lange überlegt, bestimmt 2-3 Jahre, ehe ich mich dazu durchringen konnte. Und dann verging vom ersten KFO-Besuch bis zur letztendlichen Entscheidung für einen KFO und die Genehmigung bei der KK nochmal ein Jahr.

 

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute.

 

Grüßle,

 

Cavallina

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Hallo dieda,

 

und erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.

 

Ich kann deine Bedenken und Sorgen nachvollziehen. Ich stecke bzw. steckte in einer ähnlichen Situation wie du. Ich war ebenfalls als Kind/Jugendliche jahrelang in kieferorthopädischer Behandlung, die sich im Nachhinein leider als fehlgeschlagen herausgestellt hat. Ich hatte seit dem immer mit Schmerzen und Knacken im Kiefergelenk zu kämpfen, sowie Verspannungen im Nackenbereich und zunehmenden Kopfschmerzen. Desweiteren ebenfalls Zahnfleischrückgang trotz guter Mundhygiene. Mein Zahnarzt sagte zu mir schon lange, dass ich dringend mal einen Kieferorthopäden aufsuchen solle, das könne so nicht weitergehen. Ich habe allerdings zusätzlich noch einen einseitig seitlich offenen Biss und auf dieser Seite besteht nach wie vor ein Kreuzbiss. Bei mir steht auch der UK zu weit vorne, was damals durch ein Zurückdrücken der unteren Schneidezähne kompensiert wurde. Dadurch befand sich mein Unterkiefer in einer permanenten Zwangsrücklage, wodurch die Kiefergelenksbeschwerden ausgelöst werden. In einem angefertigten MRT konnte man schon Schäden an den Kiefergelenken nachweisen (Diskusverlagerungen und beginnende Arthrose). Ich war dann auch bei mehreren KFOs und beim KFC und alle sagten mir, dass da was gemacht werden müsse, es aber nicht ohne OP gehen würde. Ich brauchte auch einige Zeit zum Überlegen, ob ich mir das antun will. Aber da die Beschwerden und Probleme doch schon recht massiv sind, habe ich mich letztendlich dazu durchgerungen, den Weg auf mich zu nehmen. Da verging aber bestimmt ein halbes Jahr dazwischen.

 

Ob meine KK die Kosten übernehmen würde, war nicht ganz sicher. Aber sie haben dann doch zugesagt, die Kosten zu übernehmen. Und so trage ich seit inzwischen 6 Wochen wieder eine feste Zahnspange. Es wird bei mir lange dauern, weil erstmal der ganze Mist, der damals fabriziert wurde, wieder so weit wie möglich rückgängig gemacht werden muss (dekompensiert werden muss). Bis zur OP dauert es noch eine Weile. Bei mir wird dann wohl auch der Oberkiefer vorverlagert werden müssen. Inwiefern der Unterkiefer auch noch mit operiert werden muss, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eindeutig sagen. Das kommt dann auf den Zustand kurz vor der OP und die OP-Simulation an, womit das besten Ergebnis erzielt werden

Ich kann dir also nur raten, dich viel zu informieren und erstmal eine Weile drüber zu schlafen. Breche die Entscheidung nicht über's Knie, denn du musst letztendlich davon überzeugt sein und hinter deiner Entscheidung stehen können. Nimm dir dafür die Zeit, die du benötigst. Ich hatte mich auch, bevor ich überhaupt das erste Mal wieder einen KFO aufgesucht hatte, lange überlegt, bestimmt 2-3 Jahre, ehe ich mich dazu durchringen konnte. Und dann verging vom ersten KFO-Besuch bis zur letztendlichen Entscheidung für einen KFO und die Genehmigung bei der KK nochmal ein Jahr.

 

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute.

 

Grüßle,

 

Cavallina

Danke für deine lieben Worte :) Das bei dir hört sich schon ein Stück schlimmer an als bei mir. Obwohl ich auch einen Kreuzbiss habe (ist aber veerbt). Mich wundert es halt, dass bei mir zweifelsfrei die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden würden, also muss die Fehlstellung ja schon ausreichend gravierend sein...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und hoffe, dass du am Ende zufrieden mit deinem Ergebnis sein wirst :)           Liebe Grüße Claudi

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