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CG

Gescheiterte Gaumennahterweiterung

Hallo,

ich bin 25 Jahre alt und Student. Am 05.10. wurde bei mir operativ eine Gaumennahterweiterung vorgenommen. Zuvor war versucht worden, die Gaumennaht mit einer Hyrax-Apparatur zu öffnen, was leider nur die Backenzähne extrem gekippt hat. Um die Zähne zu schonen wurde mir während der GNE-OP ein knochengetragener Diatraktor eingesetzt. Dieser hat sich leider vor ein paar Tagen so stark entzündet, dass er entfernt werden musste und ich zwei Wochen Ein Antibiotikum schlucken soll. Ich habe den Diatraktor knapp drei Wochen getragen und konnte gerade bis zum Schluss aufdrehen (5mm + 2mm Überkorrektur).

Da sowohl mein Kieferchirurg, als auch mein Kieferorthopäde im Urlaub sind, versuche ich es mal hier.

Besteht die Möglichkeit, dass die Dehnung des Oberkiefers schon ausreicht und die Behandlung normal fortgeführt werden kann?

Wie stark fällt der Oberkiefer ohne Retention wider zusammen?

Kann der knochengetragene Diatraktor zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich die Entzündung gelegt hat und mein Kieferchirurg aus dem Urlaub zurück ist (15.11) wieder eingebaut und aktiviert werden, oder ist dann alles wieder verknöchert, sodass ich die GNE-OP erneut über mich ergehen lassen muss?

 

Vielen Dank im Voraus.

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Puh, per Ferndiagnose Ratschläge zu geben ohne die genaue Situation zu kennen ist schwierig, aber ich kann dir mal meine Meinung zu deinem Fall schildern.

Erstens: Fühlst du dich bei deinem Kieferorthopäden gut aufgehoben? Bei einem 25-jährigen eine GNE ohne Op durchführen zu wollen ist völliger Unsinn. Wenn du Pech hast, dann hat es dir die Backenzähne seitlich aus dem Kieferknochen gedrückt und Attachmentverluste sind die Folge (=der Zahn hat "Festigkeitsverluste"; je nach Ausmaß mehr oder weniger problematisch). Wieviel Erfahrung hat denn dein KFO mit Op-Patienten?

Wenigstens hat man dann erkannt, dass man einen knochengetragenen Distraktor einsetzt. Leider hast du Pech gehabt und er hat sich entzündet. Hier im Forum habe ich das schon ein paar mal gelesen. Da das aber bereits nach wenigen Wochen passiert ist, kann man sich schon die Frage stellen, ob sauber genug gearbeitet wurde bzw. wie denn die Antibiose nach der Op aussah. Ich würde einem Patienten mit knochengetragenem Distraktor dazu raten mehrere Wochen lang mit Chlorhexamed zu spülen. Außerdem sollte min. eine Woche lang postoperativ Antibiotikum eingenommen werde. Dann würde sich der Distraktor, vorausgesetzt er ist gut eingesetzt worden und die Wunden wurden gut vernäht, höchstwahrscheinlich nicht entzünden.

Ob die Dehnung schon ausreicht, kann man von hier nicht sagen. Wurde denn gar nichts zur Retention eingesetzt? Nicht einmal ein Transpalatinalbogen? Denn dann kann es gut passieren, dass der Oberkiefer wieder komplett zusammen geht. Ob dann erneut aufgedreht werden kann, wird man einfach ausprobieren müssen. Das entscheidende Kriterium wird sein, ob der Oberkiefer im Seitenbereich dann bereits wieder zu fest angewachsen ist.

Wurde die GNE bei dir gemacht damit man Zähne in den Zahnbogen eingliedern kann? Also herrschte ohne GNE bei dir ein erheblicher Platzmangel im Oberkiefer? Und ist noch eine Oberkieferverlagerung bei dir geplant? Falls ja, dann könnte man auch bei der Oberkieferverlagerung den Oberkiefer gleichzeitig zweiteilen und im hinteren Bereich verbreitern. Das würde wahrscheinlich funktionieren, wenn jetzt kein erheblicher Platzmangel im Oberkiefer vorliegt.

 

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Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort!

Mit meinem Chirurgen war ich bis jetzt sehr zufrieden. Er macht einen sehr kompetenten Eindruck. Das gilt nicht für meinen KFO, dem ich immer weniger vertraue, da sich die Ungereimtheiten langsam häufen. Ich bin am Überlegen, ihn zu wechseln. 

Leider wurde bis jetzt überhaupt nichts zur Retention eingesetzt. 

Im Oberkiefer soll zu einem späteren Zeitpunkt ein Zahn implantiert werden. So wie ich das verstanden habe, ist das jedoch nicht das Problem. Die GNE wurde durchgeführt, weil der Oberkiefer im Verhältnis zum Unterkiefer zu klein/schmal war.

Eine Oberkieferverlagerung ist bei mir nicht geplant.

Mich würde einfach interessieren, ob irgendjemand im Forum hier weiß, wie lange das in etwa dauern, bis die Knochen nach der GNE wieder soweit zusammengewachsen sind, dass es nicht ausreicht, den knochengetragenen Diatraktor wieder einzubauen, sondern die OP wiederholt werden muss.

Des Weiteren würde es mich interessieren, um wie viel die erreichte Dehnung wieder zurückgeht. Der Diatraktor wurde immerhin bis zum Ende aufgedreht und war insgesamt ca. drei Wochen im Mund. Ist es denn schlimm, wenn hinterher 1-2mm zum Wunschergebnis fehlen?


 

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