MaLu

CMD ganzheitlich verstehen - Alternativ handeln

Hallo Ihr Lieben,

2010 wurde bei mir CMD diagnostiziert. Es dauerte allerdings bestimmt zuvor 2 Jahre, um diese Diagnose überhaupt stellen zu können, weil niemand sich mit den Beschwerden auskannte. Die Therapie, die vorgeschlagen wurde, war eine Kieferchirurgie. Diese lehnte ich natürlich entschlossen wegen den Risiken ab. 

Ich habe angefangen, alternativ an CMD mit Körperarbeit zu arbeiten (siehe Blog "CMD Alternativ Handeln" in meinem Profil).

Jetzt interessiert mich, ob ihr ähnliche Erfahrungen mit alternativen Ansätzen gemacht habt wie ich, ob ihr das möchtet oder ob ihr mehr darüber erfahren wollt.

Freue mich über euer Feedback.

Viele Grüße

Caroline

 

 

 

 

bearbeitet von MaLu
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Liebe Carolin,

''ganzheitlich'' ist immer so ein schwieriges Wort. Mit Körperarbeit habe ich keine Erfahrung, aber ich habe schon als Kind progressive Muskelentspannung u.ä. nicht leiden können.

Ich habe eine myofunktionelle Therapie abgeschlossen und trage seit 10 Monaten Bionator. Das hat bei mir voll und ganz ausgereicht, ich lebe fast ohne Beschwerden. Außerdem meide ich Knirscher-Faktoren, welche bei mir Alkohol und bestimmte Mängel sind (da hilft mir dann ein Basenpulver mit Mineralien). Allerdings habe ich keine schlechte Ausgangssituation gehabt vom Gebiss her, mir sind ja auch Aufnahmen von cavallina und EsKnuddelche bekannt.

Generell finde ich, dass man nicht pauschalisieren kann, dass bei jedem ein Ansatz jenseits von OP genügt. Manche Fehlstellungen sind vielleicht so schlimm, dass sie Zähne untereinander einfach immer wieder in störende Vorkontakte kommen (war ja bei mir auch der Fall und ist es zahnweise auch noch) oder die Gelenke durch eine Kieferfehlstellung immer wieder ausklinken. Und sich das dann hochschaukelt.

Über psychische Faktoren wissen wir bei CMD nicht genug. Selbst die Ursache von Knirschen ist nicht abgeklärt.

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Hallo Glyzinie,

das freut mich wirklich, dass es bei dir so gut funktioniert hat. 

Ich gehöre in die Kategorie III Gebiss = Progenie, d.h. die untere Zahnreihe steht leicht vor der oberen Zahnreihe. Das zieht normalerweise eine OP nach sich, wenn man Probleme mit dem Kiefergelenk hat. 

Jetzt habe ich nur von meiner Freundin erfahren, dass sie sich intensiv mit einer Pysiotherapeutin unterhalten hat, was Kieferoperationen angeht. Sie meinte, dass anfänglich die Patienten (die wegen CMD-Beschwerden kamen) gut hergerichtet waren, ästhetisch und angeblich funktional auch. Doch mit den Jahren kamen auf einmal unerklärliche Kopfschmerzen, die behandelt werden mussten. 

Da stellte sich mir die Frage, ob ich dieses Risiko eingehen will. Es ist wie bei Bandscheiben-OPs. Kaum ist eine gemacht, meldet sich nach paar Jahren der nächste Wirbel wieder, der dann ebenfalls versteift werden muss. 

Meine Devise ist, was früher einmal funktioniert hat, wie bei mir 30 Jahre lang, dass kann auch später wieder funktionieren, sobald man die Muskulatur wieder in die Kompensation gebracht hat. Der Körper kann so einiges mitmachen.

 

Psychische Faktoren:

Aufgrund einer Auffälligkeit des Serotonin-Transporter-Gens sind Patienten, die unter psychischen Krankheiten wie Depressionen, Burn Out und Ängsten oder AHDS leiden, für CMD anfälliger als andere. Sie haben eine sensiblere Wahrnehmung (Hypersensibilität) und reagieren deswegen schneller, früher und heftiger auf eine Fehlorganisation des Kauapparates als andere Menschen.

 

Knirschen:

a) Akutes Knirschen:

Verursacht wird das Knirschen zunächst durch Stress, Angst oder ein generell sensibles Nervensystem (Sympathikus). Der Kortisol und der Noadrenalinspiegel sind erhöht. Reguliert sich der Stress, gehen die Symptome zurück (Klassischer Prüfungsstress, oder Veränderungen im Job).

 

b)Chronisches Knirschen= Funktionsstörung des Kauapparats:

Nicht nur "Zähne" sondern auch: Zunge, Gesichtsmuskulatur und Gesichtsknochen sind fehlgesteuert und verformt. Eine CMD kann sich aber auch in Kopfschmerzen zeigen, ohne dass es zu Zähneknirschen oder Kieferverspannungen kommt. Vor allem eine große Abweichung optimalen Gesichtssymmetrie kann eine CMD beeinflussen (z.B. Verformungen des Schädels bei der Geburt).

Hält der Stress/Bruximus zu lange an, kann es zu CMD kommen. Nun nennt sich das Ding "muskuloskelettale Erkrankung". D.H. auch wenn der Stress nachlässt, bleibt die CMD in der Muskulatur bestehen (falsche Programmierung).

 

c) Was steckt denn jetzt genau hinter der Entstehung von CMD?

  1. Zahn- und Kieferveränderungen durch Umwelteinflüsse: Rolf Fränkl, Kieferorthopäde.

  2. Die Theorie der funktionellen Matrix: Melvin L. Moss, Wachstumstheoretiker.

  3. Feste Apparaturen, Prothetik und Unfälle.

 

==> Mehr natürlich auf meinem Blog. Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen.

 

Grüßle

Caroline

 

 

 

 

 

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Bei mir war die feste Spange auf jeden Fall mit der Auslöser, das haben zwei Zahnärzte auch so gesehen. Ab da war eben der Urzustand auch nicht mehr da. Hypersensibilität stand mal im Raum, aber das finde ich, ist auch so ein Modeding.

Das akute Knirschen sehe ich wie gesagt anders. Es gibt auch Leute, die in absolut stressfreien Phasen herumknirschen.

Das CMD nur im Kopfbereich ist, kann ich nicht bestätigen, bei mir waren es auch Beckenschiefstand und Füße/Auftreten.

Dass du das Risiko einer Operation nicht eingehen möchtest, kann ich gut verstehen. Bist du denn inzwischen ohne Probleme mit deinen Ansätzen?

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Hallo Glyzinie,

 

vom Knirschen gibt es wirklich ganz unterschiedliche Ausführungen. Der eine hat Probleme mit CMD, Stress oder Kieferfehlstellung der andere nicht. Natürlich gibt es auch Knirschen, das auftritt ohne Stress, oder man ist sich einfach nicht bewusst darüber. Ich glaube auch, der eine kann gut eine CMD kompensieren der andere nicht. etc.

CMD ist immer absteigend, nicht aufsteigend. Bei mir ist es ebenfalls zuerst im Fuß aufgetreten, oben habe ich nichts außer einem Kieferknacken bemerkt. Über 2 Jahre lang ist es dann immer schlimmer geworden, bis ich nicht mehr richtig laufen konnte. Nachts sind mir meine Arme eingeschlafen, Schwindel, Erstickungsanfälle etc. 

Seit 5 Jahren arbeite ich nun alternativ an der Problematik. Ich habe mich in die Thematik eingelesen, Fachleute befragt, und meine eigenen Erfahrungen mit Körperarbeit gemacht. Ich habe mir die Frage gestellt: Wieso bin ich 30 Jahre lang mit dem Gebiss klar gekommen, bin Volksläufe gelaufen, und hatte außer gelegentlich Rückenschmerzen beim Fahrradfahren, keine Probleme. 

Wieso meinen diverse Ärzte, man müsste das nun operieren? Einen Dr. Dr. Dr. Kieferchirurgen aus Nürnberg hat als erste Frage nur interessiert, wer das bezahlt (sehr einfühlsam). Darauf habe ich gefragt, wie es denn mit der Aufrichtung aussieht, bevor man operiert wird. Z.B. Physiotherapie, Osteopathie und Feldenkrais. Er meinte nur, er sei Wissenschaftler und würde sich nur auf den Kopf konzentrieren. Aber heute weiß doch jeder Leihe, dass alles zusammen hängt, schiefe Haltung, schiefes Gebiss. Und von so einem Fachidioten soll ich mich operieren lassen, dachte ich damals ....

Heute komme ich im Alltag wieder gut zurecht. Alles dreht sich nicht mehr um die CMD. Ich rede nicht mehr über die CMD. Ich bin mit meinen 3 Kids 2-3h am Tag auf den Beinen. Das wäre vor paar Jahren nicht möglich gewesen. Ich wache nicht mehr mit Erstickungsgefühlen auf. Es gibt nicht mehr 10 Problemstellen am Körper sondern vielleicht 2-3. Aktuell merke ich meinen linken Fuß, meine Augen, und ein bisschen meine Schultern morgens. Aber ich habe ja ewig Zeit vor mir, daran zu arbeiten, dass das auch noch besser wird.  

Da könnte man ewig darüber reden.

LG Caroline

 

 

 

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Ich persönlich finde die Arbeit am eigenen Charakter und Verhalten auch sehr bedeutend bei CMD. Irgendwo können sich dahinter auch Autoaggressionen oder unterdrückte Wut oder schlechtes Selbstbewusstsein verbergen. Vielleicht sogar noch bedeutender als Physio, Entspannung usw.

Nun, hier scheint es auch einige zu geben, die eben schon früh Skoliose hatten und dann Kieferprobleme. Oder wirklich gewachsene Beckenschiefstände und dann Probleme am Kiefer. Mit der Richtung bin ich mir das nicht so sicher. Auch wenns bei mir selber im Kiefer anfing.

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MaLu, was genau hast Du denn gemacht bzw wie trainierst Du? Bei mir ist das nun seit bestimmt 15 Jahren so. Schiefstand, Becken, die ganze linke Seite mit Verhärtung der Rückenstrecker und letztendlich eigentlich alles im Körper ist hart. Kreuzschmerzen und Faszien im Rücken die immer mal wieder geknackst werden müssen. Ich bin bereits operiert (12 Monate PostOp) und was sich schonmal gebessert hat ist der steife Nacken mit den unsäglichen Kopfschmerzen. Es beruhigt sich so langsam.(Seit 2 Monaten ist der Biss jetzt erst Mittig gesetzt). Den Nacken merke ich noch wenn das Kreuz wieder mal zu sehr verspann ist. Wir arbeiten mit Physio und jetzt auch Logopädie dran (Zungenlage). Hilfreiche Tipps sind immer Willkommen. Danke euch schonmal. 

 

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Hallo Sunandsnow,

ich arbeite mit Feldenkrais, das ist eine Form von Körperarbeit, die in Gruppenstunden und Einzelstunden vermittelt wird. Du lernst quasi, dir selbst zu helfen bei Verspannnungen, Schmerzen etc. Das mache ich seit 5 Jahren. Sonst wäre ich vermutlich Schmerzpatient.

Bist du denn zufrieden mit deiner OP? Wie war der Eingriff?

 

LG Caroline

 

 

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