sancho1980

Bimax am Diakonieklinikum Stuttgart (Dr. Kuder)

Hallöle,

ich bin zwar ein bisschen schreibfaul, aber gestern dachte ich mir, vielleicht könnte ich doch wenigstens ein paar Zeilen zu meiner Bimax vor etwas über einer Woche schreiben.

Die OP hätte eigentlich am 22.10. stattfinden sollen. Als ich jedoch zwei Tage vor der geplanten OP zur Einweisung ins Krankenhaus kam, musste ich unter Anderem beim Anästhesisten einen Fragebogen ausfüllen, in dem die Frage stand, ob ich in den letzten Tagen ASS (Aspirin) genommen hätte, was ich mit "ja" beantworten musste. Ich hatte einen Tag vorher ziemliche Kopfschmerzen gehabt. Der Anästhesist meinte darauf nur, ich sollte das doch meinem Chirurgen noch gleich mitteilen, schließlich müsste der das verantworten. Gesagt, getan - und nachdem ich meinem Chirurgen die Frage nach dem Wieviel mit "Ähmm, drei" beantwortet hatte, stellte mir dieser sofort eine Überweisung für ein nahegelegenes Labor aus, um noch schnell meine Blutwerte zu checken. Am Nachmittag kam dann der ernüchternde Anruf von der Schwester; ich hätte zuviel ASS genommen, die OP müsste verschoben werden - neuer Termin: 30.10. und bitte kein ASS mehr.

Soviel zur Vorgeschichte.

Ich komme also am 30. früh um 7.30 Uhr in der Station an und werde in den Wartebereich geschickt. Die OP ist für 9.30 Uhr geplant. Ich warte eine geschlagene Stunde und glaube bereits, vergessen worden zu sein. Ich gehe raus auf den Gang und die Schwester, die mich in den Wartebereich geschickt hatte fragt: "Warten Sie immer noch?" Arrrrrrggghh ... ich hätte auch einfach noch eine Stunde länger schlafen können!!! Dann schließlich wird mir eine andere Schwester zur Seite geschickt, welche mich in die Praxis meines Chirurgen begleitet, welche man sich als Anbau zum Krankenhaus vorstellen muss. Dort angekommen gibt es nur verwunderte Blicke, denn eigentlich war geplant, dass ich auf Station bettfertig gemacht und nach bereits eingenommener LMAA-Pille in die Praxis gefahren werde. Die Schwester, die mich begleitet, meint nur, es hätte leider kein freies Bett auf Station gegeben, aber ich müsste ja sowieso erstmal auf die Überwachungsstation kommen. Wieder werde ich ins Wartezimmer gebeten, doch nach kurzer Zeit kommt gleich eine Schwester, die mir hilft, meine Sachen in einem Hinterzimmer der Praxis zu verstauen und meint, es wäre gleich soweit, der Doc wäre gerade noch in einer OP. Ich gehe wieder zurück ins Wartezimmer und sodann kommt eine Schwester herein, die einer anderen Frau im Wartezimmer mitteilt, die OP wäre vorbei. Es dauert nicht lang und ein anderer Doc kommt ins Wartezimmer, der sich als mein OP-Anästhesist vorstellt und fragt wie ich mich fühle und ob's los gehen könne. Ich sage zu ihm, ich hätte noch gar keine Beruhigungspille genommen und ob das die Narkose beeinträchtigen könne. Er meint, ja, das wäre alles ein Bisschen komisch gelaufen aber keine Sorge, die Narkose würde auch ohne Entspannungspille funktionieren. Ich folge ihm in den OP-Raum und erinnere mich nur, dass ich ihn als total voll empfand. Im hinteren Bereich eine Horde von Schwestern und ich frage mich, ob die alle während der OP anwesend sind. Der Anästhesist zeigt mir die Schlachtbank, die sich gleich am Eingang befindet und beginnt ein Bisschen Smalltalk mit mir. Mein Chirurg kommt kurz rein, um mich zu begrüßen und erzählt, meine Mutter hätte ihn angerufen und ihn gebeten, sie nach der OP anzurufen und ob ich damit einverstanden bin. Er geht wieder raus und ich plausche weiter mit dem Anästhesisten. Er meint, er würde mir jetzt erstmal ein Schmerzmittel verabreichen, was mich vielleicht schon etwas benebeln könnte. "Spüren Sie schon was?" - "Ähmmm, jetzt grad noch nicht, um ehrlich zu sein". Ich erwähle ihm von meiner GNE vor 2 Jahren und dass ich mich nur an den Satz "Wir beginnen jetzt mit der Anästhesie" erinnere. Er meint, es wäre ja mal interessant zu wissen, woran ich mich hiernach noch erinnere. Filmriss.

Ich werde wach und nehme ein geschäftiges Treiben um mich herum war. Ich öffne die Augen um zu kucken, kann sie aber nie lange offen halten. Es sind mehrere Personen anwesend. Ich bekomme noch mit, wie mein Chirurg kurz reinkommt und mir mitteilt, dass alles gut gelaufen sei und er bereits meine Mutter angerufen hätte. Dann geht er wieder. Eine Schwester frage, wie ich mich fühle, und ich sage, ich habe Schmerzen und mir ist kalt. Aber komischerweise scheint keinen zu interessieren, dass mir kalt ist. Ich sage es immer und immer wieder, in der Hoffnung, jemand würde mir endlich eine zweite Decke geben. Was ich leider nicht merke und an dieser Stelle erklären muss ist, dass meine Frau Mexikanerin ist und wir zu Hause einen Mischmasch aus Deutsch und Spanisch sprechen. Statt zu sagen "Mir ist kalt" sage ich immer nur "Tengo frio", was ich wie gesagt in diesem Zustand geistiger Umnachtung irgendwie nicht checke. Ich denke mir, vielleicht muss ich ein wenig penetranter werden, bis die's merken und wiederhole statt "Tengo frio" nur noch "Frio, frio, frio ..." bis die Schwester an meiner Seite fragt: "Frieren Sie Herr ... ?" Jetzt ist der Groschen gefallen und ich stöhne "Jaaa ..." Kaum macht man's richtig, funktioniert's ...

Ich merke, dass ich bereits auf Station liege und höre ein konstantes "piep, piep, piep". Im Bett neben mir ein Mann mittleren Alters, Ich bin noch zu müde, um mich auf Details zu konzentrieren, und weiß auch nicht mehr so genau, was in welcher Reihenfolge passiert. Ich bekomme zum ersten Mal mit, wie sich die Schwestern über meinen Puls unterhalten. Das konstante Piepen ist mein Puls. Eine Schwester erzählt mir, ich hätte einen sehr niedrigen Puls (25 !!!) aber mein Blutdruck sei konstant. Normalerweise würde mit dem Puls auch der Blutdruck sinken. Ob ich viel Sport mache. Ich sage ja. "Leistungssport?" Was soll ich jetzt darauf antworten. Ja ich weiß, ich übertreib's auf dem Crosstrainer gern immer ein Bisschen ... Ich werde von einer Schwester gebeten, mich im Bett ein Bisschen nach oben zu schieben und sie sagt, dass mein Puls bei der Anstrengung sofort ansteigen würde. Ich frage mich, ob das mit dem Hochschieben nur ein Test war, um zu sehen, wie mein Puls reagiert.

Meine Frau kommt vorbei und ist etwas sensibel. Warum ich nicht geschrieben hätte, das alles ok sei. Ich sage, ich hätte mich zu schlapp gefühlt, um aufs Handy zu schauen. Aber ich dachte, meine Mutti hätte ihr schon Bescheid gegeben. Sie erzählt mir, sie würde gerade die Tage bekommen und sei ein Bisschen sensibel, hätte sich schon ausgemalt, wie ich bei der OP draufgegangen wäre. Dann kullern die Tränen. Versuche, sie zu trösten, soweit ich das in meinem Zustand kann ...

Es wird Abend und ich habe Schmerzen und vor Allem DURST. Ich frage eine Schwester nach der anderen, bekomme aber immer nur ein "später" zu hören. Irgendwann erklärt mir eine Schwester irgendwas vom Trinken und von Schluckreiz und dass, wenn ich mich verschlucke, mein Puls noch weiter sinken könnte und man wolle nicht noch eine zusätzliche Baustelle aufmachen. Ich müsse mich leider bis zum nächsten Tag gedulden. Was, ich bekomme ERST MORGEN was zu trinken?!?!?!

Irgendwann schlafe ich ein und werde wieder wach. Immer noch verwirrt denke ich, es sei bereits der nächste Tag. Es ist zwar noch dunkel, aber ich denke, das liegt daran, dass die Jalousien runter sind. In Wirklichkeit sind gerade einmal 2-3 Stunden vergangen. So gegen 10 Uhr abends. Da ich aber denke, es sei bereits der nächste Tag, rufe ich wieder nach der Schwester. Schichtwechsel. Eine neue kommt rein. Ich frage nach etwas zu trinken und sie gibt mir tatsächlich etwas. Die diensthabende Ärztin hätte es jetzt wohl doch erlaubt. Erst jetzt ungefähr kucke ich aufs Handy und merke, dass die Nacht noch lange nicht vorbei ist. Sie unterhält sich auch kurz mit dem Patienten neben mir und fragt ein bisschen genervt, was hier eigentlich so rumpiepe. Ich sage, das sei wahrscheinlich mein Puls. Sie kuckt auf meine Geräte und macht das Piepen aus.

Als dann doch irgendwann der nächste Tag anbricht, kommt wieder die andere Schwester herein. Mein Puls habe sich stabilisiert, er sei jetzt 54, das sei für meine Verhältnisse recht hoch, schließlich hätte er den Tag zuvor nur die Hälfte betragen. "Hoch!", denke ich, das ist eigentlich mein normaler Ruhepuls ohne Kaffee. Schließlich wird man nicht jeden Tag operiert. Gegen Mittag kommt mein Doc rein, um mir in den Mund zu schauen. Ich soll doch bitte mal aufmachen. Aua, tut das weh. Mal bitte zubeißen. Wieder aua. Als es mit dem Zubeißen nicht so ganz klappt, drückt er meinen Mund von unten zu. "Das sieht doch schon recht gut aus" ...

Als er wieder geht bekomme ich auch etwas zu essen. Mein Magen fühlt sich an, als hätte er bereits begonnen, meine inneren Organe zu verdauen. Es gibt irgendeinen Brei, und ich solle doch versuchen, mit dem Löffel zu essen - Fehlanzeige. Ich bitte einen Krankenpfleger, mir das Zeug in die Schnabeltasse zu füllen. Damit geht's einigermaßen. Doch irgendann löst sich genau beim Trinken der Deckel der Schnabeltasse und ich bin total eingesaut. Ich bitte eine Schwester, mir zu helfen, die Kühlmaske sauber zu kriegen. Doch leider geht das nur so halb. Meine Maske stinkt seitdem nach diesem Brei.

Etwas später werde ich abgeholt, um auf die "normale" Station verlegt zu werden. Die Schwester, die mich abholt, ist wegen dem Kühlgerät etwas verunsichert, sie habe noch nie damit zu tun gehabt. Das müsse sich nur in die Steckdose stecken, sagt die andere Schwester. Leider falsch.

Auf Station angekommen steckt sie das Gerät in die Steckdose und geht. Ich wundere mich, warum es nicht kühlt, schaue auf das Gerät und merke, das man noch auf "Start" drücken muss. "Ahhhhh"!!! Ich teile das Zimmer wieder mit einem Herrn mittleren Alters. Er macht einen recht fidelen Eindruck. Springt herum, geht raus, geht rein. Ich verbringe immer noch die ganze Zeit im Bett. Meine Frau kommt wieder kurz zu Besuch. Als sie sich verabschiedet, meint sie, sie würde am nächsten Tag mit einem Freund im Auto kommen.

Nacht.

Der nächste Tag bricht an. Mir ist irgendwie langweilig. Mein Zimmernachbar hatte das Fenster abends zugekippt, weil ihm kalt. Entsprechend schlecht habe ich geschlafen und entsprechend miefig ist es im Zimmer. Als eine Schwester herinkommt frage ich, ob es möglich wäre, unsere Betten zu tauschen, damit ich am Fenster bin. Mir wäre eher zu warm als zu kalt. Mein Zimmernachbar sagt, es ist ok. Er verbringt schon den ganzen Morgen im Bett und will nichts essen. Ich helfe der Schwester sogar, die Betten umzuschieben, fühle mich erstaunlich fit. Es gibt Mittag. Und jetzt habe ich Hunger. Zum Frühstück hatte ich nichts runtergekriegt, bis auf den Kaffee, aber jetzt muss echt was sein. Mein Nachbar isst wieder nichts. Die Schwestern kommen rein und sind besorgt um ihn. Irgendwas stimmt mit seinen Blutwerten nicht. Irgendwann kommt mein Doc. Er schaut mir wieder in Mund und fragt, ob ich nach Hause will. Kann mein Glück kaum fassen. Er sagt, ich solle ihn kurz zu seiner Praxis begleiten, damit er mir die AU-Bescheinigung ausstellen kann und um zu sehen, wie gut ich auf den Beinen bin. Nachdem ihn das auch überzeugt hat, krieg ich meine Entlassung. Wow, nur 2 Nächte. Und ich hatte mit fast einer Woche gerechnet. Ich warte also bis meine Frau inklusive Bekanntschaft kommen und ziehe Leine ...

Zu Hause geht's jetzt von Tag zu Tag besser. Ich versuche, jeden Tag ein Bisschen rauszugehen, mache kleine Einkäufe, etc. Vor Allem am Anfang war das Schlafen noch echt schwierig. Die Nase war ständig verstopft, und Schnäuzen ist ja leider verboten (und tut auch säuisch weh). Vom vielen auf dem Rücken schlafen tut mir selbiger nach einigen Stunden weh. Einen Tag, noch recht frisch aus dem Krankenhaus versuche ich doch tatsächlich, mich ein Bisschen auf die Seite zu legen. Auf einmal spüre ich, wie sie im Unterkiefer irgendwas verschiebt und ich höre ein Geräusch, das so klingt, als würden zwei gebrochene Knochen aneinander schaben. Freaky. Ich lege mich sofort wieder auf den Rücken und lasse das mit dem auf-Seite-liegen seither lieber bleiben.

Die letzten 2 Tage ist meine Nase halbwegs frei. Ich habe meine Schnäuztechnik wiederentdeckt, die ich schon nach der GNE angewendet hatte. Man hänge sich übers Waschbecken und lasse den Mund offen. Jetzt mehrfach hintereinander ein- und ausatmen, mit sanftem Druck durch die Nase. Irgendwann kommt die Blut-Rotze raus.

Was mich am Meisten nervt, ist, dass ich wirklich gar nichts kauen darf. Hoffe wirklich, dass ich an Weihnachten wieder richtig schlemmen kann, auch wenn ich schon gelesen habe, dass es erstmal recht schwierig ist, da die Kaumuskulatur durch das viele Nichtstun ja auch verkümmert. Mich würde mal interessieren, wie's bei euch so war, wie lange nach der OP ihr auf feste Nahrung verzichten musstet. Mein Chirurg sagt nur, ich darf 6 Wochen lang nicht kauen. Und danach? Döner? Wann?

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Oh das klingt ja nicht so optimistisch dein Bericht (; 

 

Aber freut mich dass du es gut überstanden hast! Nur 2 Nächte! Mir ging es viel schneller besser (laut unseren Berichten) und ich musste viel länger bleiben! 

Da sieht man auch das alles in jedem Krankenhaus anders gehandhabt wird! 

 

Also mit dem Essen, hmm ich bin jetzt 4 Monate post-op und von einem Milka-Tender abzureißen fällt mir noch schwer, ist aber möglich! Gestern habe ich außerdem das erste mal wieder von einem Stück Vollkornbrot mit Rinde abgebissen! 

Essen tu ich seid 2 Monaten post OP fast alles, nur halt in mini Stücken und am Anfang ohne zu beißen, nur runter geschluckt! 

 

Alles Gute noch! 

 

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Erstmal herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP! Ich muss sagen, habe beim Lesen ganz mitgelitten; da werden die ganzen eigenen Erfahrungen wieder wachgerüttelt ;) (hab jetzt wieder den Geruch meiner versifften Kühlmaske in der Näse, uah...)

Also, bei mir hieß es schon ein paar Tage nach der Bimax, dass ich direkt wieder kauen üben soll, halt mit weichen Sachen wie Nudeln etc.; aber generell erlaubt war es... War aber sehr vorsichtig und habe mich bestimmt mindestens sechs bis acht Wochen sehr zurückgehalten mit dem Kauen, und Abbeißen habe ich mich ehrlich gesagt erst einige Monate danach getraut - wobei ich dazu sage muss, dass ich von meiner KFO immer wieder Ärger bekommen habe, weil ich zu vorsichtig war!

Das merke ich übrigens immer noch; wie du gesagt hast, verkümmert die Kaumuskulatur irgendwann, aber das heißt nicht, dass du dann nicht mehr richtig kauen kannst, ist nur anstrengender; dann muss man halt fleißig trainieren ;)

Ich wünsch dir noch alles Gute beim weiteren Abschwellen und Wieder-Fit-Werden!

 

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Herzlichen Glückwunsch,

 Wie schön das du es geschafft hast. Jetzt kann es nurnoch besser werden. Ich wünsche dir eine gute Genesung. 

Vg

bearbeitet von sunandsnow

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Wie gehts dir denn mittlerweile?

Dieser Arzt, bei dem du dich operiert hast, hat mein Gesicht ruiniert!! Lippenschluss war auch nicht mehr möglich.

Ausserdem hat er meine Nasenscheidewand verschoben, so dass ich nach der Kieferop ein paar Wochen später wieder unter's Messer musste. 

Ich danke Gott dafür, dass dann Herr Kr. aus Ruit mein Gesicht mehr als erfolgreich wiederhergestellt hat. 

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Wie gehts dir denn mittlerweile?

Dieser Arzt, bei dem du dich operiert hast, hat mein Gesicht ruiniert!! Lippenschluss war auch nicht mehr möglich.

Ausserdem hat er meine Nasenscheidewand verschoben, so dass ich nach der Kieferop ein paar Wochen später wieder unter's Messer musste. 

Ich danke Gott dafür, dass dann Herr Kr. aus Ruit mein Gesicht mehr als erfolgreich wiederhergestellt hat. 

Also das schockiert mich gerade ganz schön. Habe mittlerweile hier im Forum zwei andere Teilnehmer ausgemacht, die auch von Dr. Kuder operiert wurden, und Beide waren wie ich sehr zufrieden.

Das einzige was mir bisher auffällt, ist dass mein UK etwas überkompensiert wurde. Das heißt, zur Zeit habe ich bei den Schneidezähnen einen Kopfbiss. Dr. Kuder meinte aber, dass da noch mit einem leichten Rezidiv zu rechnen sei.

War heute das erste Mal nach der OP beim KFO. Der möchte jetzt sogenannte Gummis Klasse 3 einhängen, um ein Rezidiv hervorzurufen, da auch er die Problematik sieht, dass mein UK ein Tick zu weit vorne liegt. Ich soll aber vorher den Chirurgen fragen, ob nicht auch sowieso noch mit einem Rezidiv zu rechnen ist. Persönlich habe ich aber irgendwie eine Abneigung bei dem Gedanken, mir jetzt Gummis einzuhängen, die meinen UK nach hinten ziehen. Schließlich habe ich jahrelang meinen UK krampfhaft nach vorn geschoben und mir "gewünscht", ich hätte statt einer UK-Rücklage lieber eine Progenie.

Ich kann auch nicht sagen, dass mein Gesicht ruiniert wurde. Was mir positiv auffällt (neben dem längeren Unterkiefer), ist, dass meine Unterlippe mehr zur Geltung kommt.

Andere positive Sachen sind, dass ich nicht mehr schnarche und dass ich deutlich besser Luft durch die Nase bekomme (mein OK wurde auch nach unten verlagert).

Ich bin natürlich noch nicht vollständig über den Berg, aber mein Eindruck von Dr. Kuder ist, dass er fachlich kompetent und menschlich supersympathisch ist. Also wie gesagt, bin gerade richtig perplex ...

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Ja, dass ist leider so. Das dachte ich anfangs von ihm auch, als ich bei den ganzen Beratungsgesprächen war. Mein UK lag nur 2 mm hinten und er verpasste mir deshalb gleich ne Bimax mit 1 cm UKVV und 4 mm OKV mit Clockwise Rotation. Ich sah danach aus wie Homer Simpson (Gesichtsformtechnisch). Durch die Clockwise wurde mein Mund optisch nach unten verlagert, wodurch mein Philtrum riesig erschien. Ach ja und vor der Bimax machte er mir weiß, als ich fragte wie ich danach aussehe, dass ich vollere Lippen und keine Falten im Gesichtsbereich haben werde. Haha, guter Witz. Ich hatte nach seiner Bimax eine Fadenoberlippe und Augenringe (Sklerasicht). Nachdem ich festgestellt hatte, dass es keine Schwellungen sind, sondern er mich schlicht und einfach verunstaltet hat, bin ich zu ihm in seine Praxis und habe geheult. Er meinte dann so:"Was stört sie denn"...ich habe ihn nach 'ner Re-Op gefragt und er sagte:"Ich habe nur einmal als Assistent bei einer Re-Op mitgewirkt". 

Dann war er für mich gestorben, nachdem er ja, wie bereits erwähnt, auch meine Nasenscheidewand nicht richtig angenäht hatte.

Freundlichkeit hin oder her.

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Die optischen Sachen sind natürlich alle sehr subjektiv. Aber du schreibst, das du die Lippen nicht mehr schließen konntest? Bei mir ist es wirklich so, dass ich seit der OP vollere Lippen habe, auch wenn natürlich noch nicht alles abgeschwollen ist...

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Naja, ich finde von Audrey Hepburn zu Bert von der Sesamstraße zu mutieren ist schon krass.
Ja,
 konnte die Lippen nicht mehr schließen. Es wurde dann eine Kinnplastik von meinem neuen Arzt gemacht, so dass ich seitdem meine Lippen wieder schließen kann. 
Ach ja und durch seinen Schlamassel mit der Nasenscheidewand bin ich ins Krankengeld gerutscht (9 Wochen krankgeschrieben).
 

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Ja, aber die gebe ich nicht raus - sorry. Wollte übrigens anfangs nicht mal der Arzt tun, der mein Gesicht entstellt hatte.
Nach einem zweiten Einschreiben inklusive Verweis auf § 630g BGB und einen Anruf vom Gutacher hat er sie dann rausgegeben. 
 

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Ja, aber die gebe ich nicht raus - sorry. Wollte übrigens anfangs nicht mal der Arzt tun, der mein Gesicht entstellt hatte.
Nach einem zweiten Einschreiben inklusive Verweis auf § 630g BGB und einen Anruf vom Gutacher hat er sie dann rausgegeben. 
 

Ok, aber wenn du deine Aussagen nicht beweisen kannst bzw. willst, musst du vorsichtig sein ...

Und komischerweise bekommen andere Patienten anscheinend ganz problemlos ihre Vorher-/Nachher-Bilder von Dr. Kuder ...

bearbeitet von sancho1980

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Hallo Sancho,

schwarzweiss hatte ihre Bilder schon hier im Forum gehabt, aber inzwischen entfernt. Der Faden http://www.progenica.de/forum/topic/15317-mein-werdegang/ ist aber trotzdem noch sehr interessant, gerade auch im Nachhinein und an manchen Stellen fast prophetisch. Und wir haben keine Ahnung, wie die Dynamik zwischen Dr. Kuder und schwarzweiss verläuft und verlaufen ist, manchmal läuft es einfach in die falsche Richtung, jeder drückt beim anderen (ungewollt) den falschen Knopf und es schaukelt sich hoch und dann kann auch die Herausgabe von Bilder schwierig sein, auch wenn es sonst kein Problem ist. Und Ärzte sind auch nur Menschen, wenn es auch immer wieder von beiden Seiten vergessen wird.

Viele Grüße!

Irene

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Hallo Sancho,

schwarzweiss hatte ihre Bilder schon hier im Forum gehabt, aber inzwischen entfernt. Der Faden http://www.progenica.de/forum/topic/15317-mein-werdegang/ ist aber trotzdem noch sehr interessant, gerade auch im Nachhinein und an manchen Stellen fast prophetisch. Und wir haben keine Ahnung, wie die Dynamik zwischen Dr. Kuder und schwarzweiss verläuft und verlaufen ist, manchmal läuft es einfach in die falsche Richtung, jeder drückt beim anderen (ungewollt) den falschen Knopf und es schaukelt sich hoch und dann kann auch die Herausgabe von Bilder schwierig sein, auch wenn es sonst kein Problem ist. Und Ärzte sind auch nur Menschen, wenn es auch immer wieder von beiden Seiten vergessen wird.

Viele Grüße!

Irene

 

Der Thread ist extrem komisch.

Erstens wird dort mit keinem Wort das schlechte Verhältnis zu Dr. Kuder erwähnt. Zweitens wird am Anfang die ganze Zeit von einem Zurücksetzen des Unterkiefers gesprochen. Erst NACH der OP erzählt sie dann, dass nun auf einmal doch sowohl OK als auch UK NACH VORN verlagert wurden. Beim Lesen des Threads gewinnt man den Eindruck, Dr. Kuder hätte sich während der OP mal ganz spontan umentschieden, was überhaupt gemacht werden soll - schwer vorstellbar ...

Außerdem steht in dem Thread, die schiefe Nasenscheidewand sei ein Verschulden des Narkosearztes ...

Die ganze Geschichte wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet, und schwarzweiss scheint sich irgendwie bedeckt halten zu wollen, was die Ganzen Unstimmigkeiten in ihrer Geschichte angeht ...

bearbeitet von sancho1980

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Antwort hierzu:

Kuder meinte beim Erstgespräch, dass mein Unterkiefer zu weit vorliegt und er ihn zurücksetzen will. Erst auf Nachfrage (!) bei dem Splintanprobetermin meinte er, dass beide Kiefer vorverlagert werden. 

Zum Fall mit der Nasenscheidewand: ER erzählte mir, dass der Narkosearzt schuld war. Ich Dummerchen glaubte es anfänglich auch noch, bis das Team mich in Ruit darüber aufklärte.

Hallo, wenn er mir bei 2 mm Unterkieferrücklage eine 1 cm Unterkiefervorverlagerung mit 4 mm Oberkiefervorverlagerung inklusive Clockwise-Rotation (!) verpasst und mir nicht mal meine Nasenscheidewand gescheit annähen kann, dann weiss ich auch nicht.

Jedenfalls liegen die Unterlagen jetzt beim Anwalt.

Glaub es oder lass es.

 

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Du kannst mich/uns ja aufklären, wie es aus- bzw. weitergeht. Natürlich wenn du willst bzw. dir dein Anwalt nicht davon abgeraten hat ...

Würd mich doch glatt interessieren.

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So, jetzt muss ich mich doch auch noch einmischen. Sancho, tut mir leid, dass das auf Kosten deines Themas geht :-)

Ich muss zugeben, dass ich ebenfalls bei Dr. Kuder bin und dabei sehr zufrieden und vielleicht auch etwas voreingenommen und auf "seiner Seite".

Schwarzweiß, ich bin verwirrt.
Deine Geschichte hört sich heute ganz anders an, als du sie mir immer aktuell per PN berichtet hattest.
Du hattest immer gesagt, dass du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist und Dr. Kuder dir sogar helfen wollte und dir Vorschläge zur Korrektur bei der ME gemacht hatte!
Deine Nase wolltest du separat korrigieren lassen, da man ja weiß, dass die sich bei der Bimax ändert.
Nach der Bimax passte dir erst dein langes Philtrum nicht, dann deine breite Nase. Als nächstes störten dich die schmaler gewordenen Lippen und das Hexenkinn. Als du gehört hast, dass die Clockwise Rotation wohl ein "No-Go" ist, hat dich auch das gestört und bis heute hast du dich reingesteigert in "der Arzt hat mein Gesicht ruiniert und du wurdest angeblich von Audrey Hepburn zu Bert (bei allem Respekt, da kann man sich von beiden Seiten her der Mitte annähern). Und dann soll Dr. Kuder plötzlich auch noch einen Fehler beim Vernähen gemacht haben...
Ich hatte deine vorher-nachher-Bilder gesehen und hatte dir auch gesagt, dass ich deine Bedenken echt nicht nachvollziehen kann. Zumal das Vorher-Bild gestylt, im hellen Licht und das nachher-Bild ohne Schminke mit Rollkragenpullover in grauer Umgebung aufgenommen waren.

Auch wenn es mir echt leid tut, dass du nach der OP so unzufrieden warst, die Dynamik, die dein Thema hier entwickelt hat scheint mir übertrieben.

bearbeitet von Nambi82
1 Person gefällt das

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Lobeshymnen auf Kuder (Ironie Ende). Denkst du wirklich ich wäre so naiv gewesen, um Kuder noch einmal an mein Gesicht zu lassen?
Der Mann hat keinen Ästhetiksinn. Sorry (oder auch nicht..).  Und ja.. er hat durch die Bimax all diese Dinge ins Negative gesetzt und seine Schuld auch noch anerkannt (Devise: Glaub`s oder lass es).
Und ja: Echt bezaubernd, dass er jede negative, ehrlich basierende Jameda-Bewertung löschen lässt.
Ein Hoch auf die Medienfreiheit!

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1. Habe ich oben sachlich argumentiert und meine Sicht darstellt.

2. Ästhetik ist Ansichtssache, ich hab mein neues Gesicht auch von ihm und bin zufrieden.

3. Warum dann ein Anwalt, wenn er seine Schuld zugegeben hat?

4. Bei jameda sollten Bewertungen - egal ob negativ oder positiv - immer sachlich und belegt sein.

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