Hallo zusammen,

erstmal muss ich sagen, dass ich hier bereits längere Zeit mitlese und wirklich froh bin, dass es dieses Forum gibt!

Der Grund weshalb ich mich nun erstmals aktiv hier beteilige ist folgender:

Dank des Forums und der Erkenntnis das eine KFO-Behandlung Ü-30 heutzutage nichts außergewöhnliches ist, hatte ich Anfang September meinen Termin zur Erstberatung!

Der KFO diagnostizierte Angle-Kl. 2,2, tiefer Biss, Lücken Uk

Therapie würde 2 Optionen anbieten:

1.) OP + feste Spange (Therapiedauer 2 Jahre)

2.) keine OP, dafür feste Zahnspange + Herbstscharnier. Versuch mit Gummizügen statt Herbstscharnier,allerdings glaubt er nicht das sich mein Biss damit korrigieren lässt!(Behandlungsdauer 3 Jahre)

Habe das ganze Sacken lassen und mir ca 6 Wochen später eine zweite Meinung bei einer anderen KFO eingeholt!

Das war komplett konträr zur Meinung des ersten KFO!

Sie begrüßte mich mit den Worten, dass ich ein sehr sympathisches lächeln hätte...Am tiefen Biss würde sie nichts korrigieren, wenn überhaupt nur die Zahnstellung, aber selbst da hatte ich den Eindruck, dass sie es für unnötig halten würde!

Das hat mich doch sehr verunsichert, habe jetzt morgen nochmal einen Termin bei einem 3. KFO!

Habt ihr evtl Tipps die Ihr mir für morgen mit auf den Weg geben könnt?

Gerne würde ich auch mal ein Foto meiner Zahnstellung posten, um eure Meinungen zu hören!Glaube das würde mir schon sehr helfen!

Danke für eure Antworten!

 

Liebe Grüße 

Sebi

 

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Hallo Sebi,

 

ich denke, dass vor allem 2 Kriterien für eine Behandlung ausschlaggebend sind:
Einmal ist es eine mögliche medizinische Indikation. Hast du aufgrund deiner Fehlstellung irgendwelche körperlichen Beschwerden bzw. sind solche für die Zukunft zu erwarten, wenn die Fehlstellung nicht korrigiert wird? Dann wäre eine Behandlung sicher notwendig und angebracht!

Und zum Zweiten: Stört dich die Fehlstellung und findest du deine Zähne, so wie KFO 2, eigentlich eh ansprechend? Wenn du mit deinem Lächeln zufrieden bist und keine medizinische Indikation vorliegt, dann besteht ja auch kein Behandlungsbedarf....

 

LG

Tigerente

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Danke für Deine Antwort Tigerente!

Aktuell habe ich nur ganz leichte Beschwerden im rechten Kiefer, beide KFO waren sich einig das diese Beschwerden stärker werden KÖNNEN mit der Zeit!

Nur das KFO 1 es so sieht es besser gleich zu behandeln, quasi prophylaktisch um spätere, größere Probleme zu vermeiden und KFO 2 sagt, man sollte es erst behandeln wenn die Beschwerden stark ausgeprägt sind...

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Kfo bei stark ausgeprägten kiefergelenksbeschwerden ist alles andere als angenehm.ich spreche aus erfahrung.ausserdem kannst du gewisse schädigungen irgendwann nicht mehr rückgängig machen.

Ich kenne deine genaue ausgangslage nicht....persönlich würde ich eher zu kfo 1 tendieren.

Klingt nach den erfahrungen die ich gemacht habe schlüssiger.

Er hat recht wenn er sagt,dass ein scharnier nach dem 30. Lj nichts mehr bringt.bzw.nicht nachhaltig. Die erfahrung hab ich auch gemacht. Vor allem ab einer gewissen/deutlichen uk rücklage.

Ausserdem hab ich immer wieder gehört dass durch eine behebung des tiefbisses die kg beschwerden merklich besser werden können. Das kg bekommt nach oben hin mehr platz. 

Bin gespannt was kfo 3dir raten wird.

Alles gute!

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Also ich bin zurück vom Kiefeeorthopäden...Zunächst mal was mich bei der Anmeldung sehr gewundert hat: zusätzlich zum anamnesebogen bekam ich die Abtretungserklärung gleich mit in die Hand gedrückt, als ich diesen dann unausgefüllt und nicht unterschrieben zurückgab wollte die Sprechstundenhilfe unbedingt das ich unterschreibe...hab gesagt ich kann das ja noch immer machen wenn es zu einer Behandlung kommt!fand ich irgendwie komisch, fast unseriös!

Die KFO dagegen war wirklich sehr nett, hat sich viel zeit genommen und erklärt!

ihr behandlungsvorschlag geht auch in Richtung KFO 1. Sprich sie schlägt feste Zahnspange für ca 2 Jahre vor und 6 Monate soll ich ein herbstscharnier tragen!

allerdings will sie, dass ich vorher eine Art schiene trage, die meinen kiefer entlasten und den Unterkiefer leicht nach vorne bringen soll!erst danach will sie mit der orthopädischen Behandlung starten!

habt ihr von solchen Schienen schonmal gehört?

Sie sagte auch (wie Julia87) das die Behandlung einfacher wäre solange die Schmerzen noch nicht so groß sind!

was mich auch wundert ist das sowohl KFO 1 als auch KFO 3 die Lingualspange als am besten geeignet für die Kombination mit dem Herbstscharnier angepriesen haben...ist das geldmacherei oder wirklich sinnvoll?

hoffe auf eure Antworten!

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allerdings will sie, dass ich vorher eine Art schiene trage, die meinen kiefer entlasten und den Unterkiefer leicht nach vorne bringen soll!erst danach will sie mit der orthopädischen Behandlung starten! habt ihr von solchen Schienen schonmal gehört?

was mich auch wundert ist das sowohl KFO 1 als auch KFO 3 die Lingualspange als am besten geeignet für die Kombination mit dem Herbstscharnier angepriesen haben...ist das geldmacherei oder wirklich sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Schienen. Ich hatte anfangs auch eine wegen meiner CMD-Problematik. Dabei wurde der gewohnte Zusammenbiss quasi neutralisiert, so dass sich der Unterkiefer eigenständig eine angenehme Position suchen konnte. Durch meinen dorsalen Zwangsbiss kam der Unterkiefer auf diese Weise tatsächlich selbständig nach vorne. Ob das funktioniert, hängt aber von der Ausgangslage ab.

Das halte ich für ein Gerücht! Das Herbstscharnier wird ohnehin an der Außenseite angebracht – auch bei Lingualspangen. Worin soll da dann der Vorteil bestehen?

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Bei der Kombination mit der Lingualtechnik werden Herbstscharnier und Spange für eine gewisse Zeit zusammen getragen. Bei einer Aussenspange ist die Reihenfolge meist erst Herbstscharnier, dann Spange, so hat man es mir damals erklärt. Es ist also eine gewisse Zeitersparnis.;)

 

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Ok, damit ist eine Frage beantwortet die ich leider versäumt hatte zu Stellen!wenn das herbstscharnier erstmal ohne spange im Mund ist, wirkt das ganze auf mich schon gleich weniger beängstigend!Da würde ich auch ein paar Monate länger für in Kauf nehmen!

hattest du denn selbst ein Herbstscharnier Geka?Dann würde ich mich nämlich über einen wertvollen Erfahrungsaustausch freuen...

viele Grüsse 

Sebi

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Hallo Sebi, 

ich hatte das Herbstscharnier für 2 Monate drin, jetzt hatte ich 2 Monate Pause, da sich leider eine Entzündung entwickelt hat und da drückte eine Stange vom Herbstscharnier permanent drauf. 

Nächste Woche werden die Stangen wahrscheinlich wieder eingesetzt. Es ist zwar nicht angenehm, aber absolut aushaltbar. Ich hab mich relativ schnell dran gewöhnt. Sprechen war vom ersten Tag an kein Problem. Essen schon eher, da kauen die ersten Tage nicht wirklich funktioniert. 

Hast Du Dein Herbstscharnier schon? Ich würde mich freuen, wenn Du mal berichtest. 

viele Grüsse

Geka 

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Es gibt unterschiedliche Schienen. Ich hatte anfangs auch eine wegen meiner CMD-Problematik. Dabei wurde der gewohnte Zusammenbiss quasi neutralisiert, so dass sich der Unterkiefer eigenständig eine angenehme Position suchen konnte. Durch meinen dorsalen Zwangsbiss kam der Unterkiefer auf diese Weise tatsächlich selbständig nach vorne. Ob das funktioniert, hängt aber von der Ausgangslage ab.

Ich trage auch eine Schiene (sogenannte Zentrikschiene). Zunächst wurde mein Kiefergelenk genau vermessen und ich musste mehrere Abdrücke und Wachsbisse machen, so dass meine neutrale entspannte Kiefergelenksstellung ermittelt wurde. Mein Unterkiefer soll auch weiter nach vorne. Es sind in der Schiene im Backenzahnbereich auch ein paar Drähte mit eingearbeitet und durch die Schiene wird auch der Biss gehoben.

Erstaunlich ist wirklich, dass sobald ich die Schiene einsetze einen Drang habe, den Unterkiefer nach vorne zu schieben. Die anfänglichen Unpässlichkeiten wie trockener Mund und undeutliche Sprache haben sich nach ein paar Wochen Gott sei Dank gegeben. Ich trage die Schiene 24 Stunden, außer zum Essen und das so lange, bis die oberen Zähne aufgerichtet sind und dann auch unten Brackets geklebt werden können. Dann wird die Lage der Kiefer zueinander mit Gummis korrigiert. Nur eventuell, bei nicht ausreichender Mitarbeit meinerseits wäre dann noch eine SUS-Apparatur (ähnlich Herbstscharnier) erforderlich.

Eine OP war bei mir nie im Gespräch und ich würde dies auch nur machen, wenn es unumgänglich ist. Lieber würde ich die Behandlung selbst bezahlen.

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