Sirius

Schmerzen im Kiefergelenk

Vorgeschichte: von 1982-1991 hatte ich(Jahrgang 1970) eine langjährige kieferorthopädische Behandlung bei 3 verschiedenen Zahnärzten(Sterbefall und umzugsbedingt). Es gab eine OP, lose Zahnspangen, Zähne ziehen und Brackets. Im Anschluss hatte ich einige Jahre einen Retainer im UK. Den Retainer habe ich vor ein paar Jahren entfernen lassen. Ein Manualtherapeut, der bei mir eine Kieferblockade gelöst hatte, hatte das empfohlen. Mir war leider nicht klar, dass sich die Zähne nach so langer Zeit wieder verschieben. Oben hatten sie sich schon verschoben, da es dort keinen Retainer gab.

Seit 2 Monaten habe ich Schmerzen im li Kiefergelenk, das rechte knackt. Mein Zahnarzt verschrieb Physiotherapie, was zwar Erleichterung verschaffte, aber der Grundschmerz beim Öffnen des Kiefers ist geblieben. Ein Kieferorthopäde untersuchte (auf Papier beißen) und diagnostizierte eine Fehlstellung und u.a. starke Abriebspuren auf der Innenfläche eines Frontzahns. Er empfahl eine Therapie für 4000-5000 Euro(invisalign).

Ein Telefonat mit einem Arzt der Krankenkasse ergab die Empfehlung, eine Funktionsanalyse machen zu lassen. Leider übernimmt die Krankenkasse keine Kosten. Ist das wirklich ratsam?

Ich habe keine 4000-5000Euro übrig, möchte aber auch nicht riskieren, dass mein Kiefergelenk auf Dauer zu schaden kommt. Die Schmerzen sind erträglich, aber nie ganz weg. Ich bin mir jetzt gar nicht so sicher, was ich machen soll. Warten und hoffen, dass es weggeht ? 2. Meinung einholen?

Viele Dank schon mal!

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Ich sag es mal so: Schmerzen im Kiefergelenk können unterschiedliche Ursachen haben. Je nach Ursache ist natürlich auch die Therapie entsprechend unterschiedlich. Daher ist es sicherlich sinnvoll, erst mal der Ursache für deine Beschwerden auf den Grund zu gehen, bevor eine langwierige und teure Therapie begonnen wird. Die erwähnte Fehlstellung kann natürlich die Ursache dafür sein, muss es aber nicht. Vielleicht trägt sie nur dazu bei oder vielleicht nicht einmal das. Nicht jeder Mensch mit Fehlstellungen bekommt Kiefergelenksprobleme, und nicht alle Kiefergelenksbeschwerden sind auf Fehlstellungen zurückzuführen. Wenn durch die erwähnte Funktionsanalyse die Ursache gefunden werden kann, halte ich sie in der Tat für eine sinnvolle Maßnahme. Je nach Umfang ist sie im Verhältnis auch nicht sooo teuer.

Physio ist übrigens schon ein guter Schritt gewesen, um die Beschwerden zu reduzieren. Leider wirkt sie, wie du schon beschrieben hast, nicht dauerhaft, solange die Ursache noch besteht. Alles Gute und viel Glück!

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Danke für die Antwort. Ich habe einen Beratungstermin in der Uniklinik ausgemacht, schon nächste Woche. Mal sehen was vorgeschlagen wird und wie teuer so eine Funktionsanalyse ist.

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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass unter dem Begriff "Funktionsanalyse" ein weiter Bogen gespannt ist, dies trifft auch für die Kosten hierfür zu. Und da diese Leistungen nicht im Leistungskatalog der GKV enthalten sind, sind diese Kosten aus eigener Tasche zu zahlen.

Wenn Du nach "DGFDT" und "Funktionsanalyse" mal googelst, gibt es weitergehende Informationen (ich bin mit der Diagnostik-Kaskade der DGFDT gut gefahren).

Je nach dem, inwieweit ein Behandler auf "CMD" spezialisiert ist, gibt es auch hier Unterschiede in der Vorangehensweise/Behandlung.

Das Einholen mehrerer Zweitmeinungen kann nicht schaden.

Zum Thema Physio: Es sollte an und für sich kein Problem darstellen, dass - bei entsprechender vorhandener Problematik - ein KFO/ZA Physio verschreibt.

 

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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass unter dem Begriff "Funktionsanalyse" ein weiter Bogen gespannt ist. Ich bin mit der Diagnostik-Kaskade der DGFDT gut gefahren.

Das kann ich so bestätigen, zumindest was den Umfang der Funktionsanalyse angeht. Nachdem ich nun selber mal nach DGFDT gegoogelt habe, müsste das eigentlich auch die Methode gewesen sein, die bei mir angewandt wurde. Noch mehr Aufschluss hat aber dann die Schienentherapie bei mir gebracht.

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Hört sich alles an,als müsste man sich selbst zum Spezialisten machen. Schienentherapie, kann ich das irgendwo nachlesen?

 

Zum Thema Physio: Es sollte an und für sich kein Problem darstellen, dass - bei entsprechender vorhandener Problematik - ein KFO/ZA Physio verschreibt.

 

Habe ich ja von meiner Zahnärztin verschrieben bekommen, ob sie noch ein Rezept ausstellt, muss ich nachfragen. Vielleicht besser Anfang des neuen Jahres...

Ich schaue mal, was nächste Woche beim Beratungstermin gesagt wird.

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Es gibt ungefähr gefühlte 100 Schienensysteme. Ich würde mich persönlich nicht auf eins festlegen, sondern einen Behandler suchen, der mehrere beherrscht. Auf Wunsch sollten auch Langzeitprovisorien möglich sein (z.B. Teilaufbisse), aber nicht nur.

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