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Tootoopo

Leichte Progenie, Probleme ohne Operation?

Hallo Zusammen

Zu meiner Vorgeschichte: Ich war über 11 Jahre in kieferorthopädischer Behandlung, bekam meine letzte Zahnspange vor genau etwa 2 Jahren heraus. Jetzt bin ich Anfang 20. Ich habe eine leichte skelettale Progenie (von der ich aber erst jetzt erfahren habe). Demnach hat mein Zahnarzt (ist jetzt gewechselt) meine UK-Front probiert zu kompensieren, indem er die Zähne nach hinten gekippt hatte. Hat uns damals niemand so erklärt und alle haben gesagt, dass meine Behandlung abgeschlossen sei und keine Operation nötig wäre. Da hatte ich natürlich Freude.

Jetzt nach 2 Jahren haben sich einzelne Zähne der UK-Front wieder aufgestellt, so dass jetzt 2 im Kopfbiss und ein Zahn sogar ein bisschen hervorsteht (Dies geschah da mein Retainer lose war und es niemand bemerkt hatte). Meine neuen Zahnärzte schlagen deswegen eine Operation vor (LeFort1, da OK zu wenig ausgebildet ist). Wobei ihr einziger Argumentationsgrund die Ästhetik ist. Schmerzen oder irgendwelche Kauprobleme habe ich nicht. Die Zahnärzte haben auch nie angesprochen, dass diese noch entstehen können. 

Meine Fragen jetzt:

- braucht es die Operation? Kann man nicht mit einer Zahnspange die Zähne im OK korrigieren?
- werde ich so Probleme mit dem Kiefer bekommen?
- wächst der Unterkiefer noch fest weiter? Stellen sich noch weitere Zähne auf (in 10, 20 Jahren)?
- für eine Myofunktionelle-Therapie ist es jetzt zu spät, dass sie noch eine Auswirkung auf die Zähne/Kiefer hat?

 

Ich habe jetzt eigentlich wirklich nach diesen 11 Jahren mit Zahnspange und vielen Schmerzen (musste insgesamt 20 Zähne ziehen als Kind/Jugendlicher  :mellow: etc.) keine Lust mehr auf eine Operation. Ich meine ja, schöner wäre der Kiefer danach sicher (wobei mein Profil mich nicht stört), aber nur weil ich danach schöner wäre, will ich es nicht tun..  

 

 

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bearbeitet von Tootoopo

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Nun was soll ich sagen. Sterben wirst du nicht, wenn du es so lässt. Vermutlich wird es auf Dauer Schäden an den Zähnen geben und du kannst nicht so toll Essen wie es mit perfekten Zähnen wäre. Im Prinzip hat deine Ärztin schon Recht. Du würdest durch eine Vorverlagerung des Oberkiefers vermutlich eine enorme Attraktivitätssteigerung in Bezug auf das Profil bekommen. Und nebenbei halt ein perfekt funktionierendes Gebiss. Rein von den Fotos her hast du mit deinen Anlagen vermutlich die Chance, nach so einer OP deutlich überdurchschnittlich auszusehen. Ob du das Risiko und die Anstrengungen dafür in Kauf nehmen willst, musst du selbst entscheiden. Ich war selbst 9 Jahre in KFO-Behandlung und ich kann dir nur sagen, dass es in meinen Augen absoluter Unsinn ist, jahrelang zu kompensieren und es auf Biegen und Brechen ohne OP zu versuchen. Manche Sachen sind eben ein OP-Fall und da kann auch ein noch so guter KFO nichts dran ändern. Mit einer OP hätte man dich vermutlich mit hoher Wahrscheinlichkeit nach 2-3 Jahren Behandlung mit einem nahezu perfekten Ergebnis für immer nach Hause schicken können. Was nach 11 Jahren nicht funktioniert ohne OP, wird auch mit einer weiteren Behandlung ohne OP nicht funktionieren. Daher würde ich dir raten: Tu gar nichts, oder lass es chirurgisch lösen. 

Beste Grüße!

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Ich stimme da leviathan vollkommen zu. Du würdest dir vermutlich im Laufe der Zeit die Frontzähne abnutzen so wie es jetzt ist, evtl könnten CMD-artige Probleme durch den vermutlich vorhandenen Zwangsbiss entstehen, aber du wirst natürlich so weiter leben können. Rein kieferorthopädisch ist da nichts zu machen. Deine unteren Schneidezähne sind schon sehr stark zurückgekippt.

Du siehst jetzt schon gut aus, trotz des etwas unharmonischen Profils. Durch eine Oberkiefervorverlagerung würdest du noch attraktiver werden und dein Biss würde auch endlich gut zusammenpassen. Wie leviathan schon sagte, wäre deine Behandlung vermutlich deutlich zu verkürzen gewesen, hätte man nicht diese komische Kompensationsgeschichte angefangen, die bei Oberkieferrücklagen meiner Meinung nach völlig schwachsinnig sind.

 

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Hey, ich denke genauso wie meine Vorgänger und kann dir nur sagen, wenn du die OP nicht machen möchtest und so zufrieden bist, würde ich es an deiner Stelle auch nicht machen. Ich bin 20 und hatte auch eine Progenie. War total unzufrieden, vor allem mit meinem Profil und der Biss hat mich auch total gestört. Wenn man sich für die OP entscheidet, sollte man es zu 100% wollen. Denn so eine OP ist echt kein Spaziergang und birgt natürlich auch Gefahren, auch wenn die meisten OPs gut verlaufen.  Dein Profil sieht übrigens super aus. Mir wäre die Progenie nicht aufgefallen, wenn ich es nicht gewusst hätte. Mir wurde zum Beispiel auch gesagt, dass ich ohne OP mit der Zeit immer mehr Probleme mit den Kieferknochen haben werde. Das kann man leider nicht voraus sagen, ob es bei dir so sein wird. Ich bin total froh damals die OP gemacht zu haben. Hatte davor schon Probleme mit dem Kiefergelenk, die sind leider immernoch, aber ich glaube ohne OP wären die mit der Zeit immer schlimmer geworden.

Ich kann dir nur raten, hör auf dein Bauchgefühl und entscheide dich so. Ohne OP kannst du später mal Probleme bekommen und mit OP auch. Da du keinen starken Fehlbiss hast und es dich auch nicht stört würde ich mich an deiner Stelle nicht operieren lassen.

Wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren. Alles Liebe

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