Jule123

Oberkiefervorverlagerung? Überfordert und ratlos..

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hoffe, dass dieser Thread im richtigen Bereich landet - ansonsten bitte verschieben.
Kurz zu meiner Vorgeschichte: Ich hatte als Kind einen starken Kreuzbiss und meine Zähne standen allgemein katastrophal. Da in meinem Kiefer viel zu wenig Platz war, wurden mir mit 7 Jahren alle 4 Backenzähne gezogen. Mit 8 Jahren habe ich dann eine feste Zahnspange (und 2 Jahre später dann Brackets) bekommen, die ich 8 Jahre lang tragen musste. Mit 16 Jahren war die Behandlung soweit fertig, meine Zähne standen gerade und das Ergebnis war fantastisch. Ich bekam kurze Zeit später einen Positioner, den ich in der Nacht tragen sollte.
Nun zu meiner aktuellen Situation: Ich trage den Positioner seit 6 Jahren und noch immer ist es so, dass er nach 2 Nächten nicht tragen nur noch sehr schlecht passt. Ein anderes Problem ist, dass ich seit vielen, vielen Jahren große Probleme mit meiner Nasenatmung habe und fast nur noch durch den Mund atmen kann - was mit Positioner nachts nicht möglich ist, weshalb es teilweise doch auf Nasenspray oder häufiges Aufwachen hinausläuft. Ein weiteres Problem ist, dass ich mit der Zunge beim Schlucken gegen die Schneidezähne drücke, wodurch sich meine Zähne laut KFO wieder dauerhaft verschieben würden. Ich habe bereits versucht, dieses Problem mit einer Logopädin anzugehen - doch auch diese sagte mir, dass meine Zunge im OK zu wenig Platz hätte, sodass eine Zungenlage im Gaumen beim Schlucken für mich nicht möglich ist.
Mein KFO empfiehlt mir nun eine OKVV (um 4 mm nach vorne). Für mich kam dieser Vorschlag bzw. Rat vor 3 Wochen sehr überraschend und je mehr ich mich informiert habe, desto mehr Zweifel bekomme ich: Soll ich es wirklich machen lassen?
Ich bin zufrieden mit meinem Gesicht (auch wenn es vermutlich nicht absolut harmonisch ist), habe keine Probleme beim Kauen etc. Ich habe "nur" die Probleme mit der Nasenatmung und mit der Zungenlage. Dennoch sagte mein KFO, dass sich meine Zähne dauerhaft verschieben werden oder ich eben mein Leben lang den Positioner tragen muss, was für mich auch keine wirkliche Option darstellt :(  Aber was passiert, wenn ich danach mehr Probleme habe als vorher? Außerdem mache ich mir Gedanken bzgl. meines Gewichts. Ich bin mit 53 Kilo bei 1,71m schon sehr schlank und weniger sollte es auf keinen Fall werden. Wenn ich dann hier im Forum von Gewichtsabnehmen zwischen 4-8 Kilo lese? :/

Nun meine Fragen: Gibt es in der Nähe von Mainz/Frankfurt einen Chirurgen, der auf diesem Gebiet sehr zu empfehlen ist und bei dem ich mir eine Zweitmeinung einholen könnte? Wie viele Meinungen habt ihr euch davor eingeholt? Gibt es hier jemanden, der Prof. Dr. Grötz aus der HSK in Wiesbaden kennt (mit ihm arbeitet mein KFO zusammen).
Entschuldigt die vielen Fragen, aber ich bin aktuell hin und hergerissen..

LG und Danke für alle Antworten!

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Naja, das ist halt aus der Ferne alles schwer zu beurteilen.

Du schreibst, dass dir 4 Backenzähne gezogen wurden und das könnte ein Indiz dafür sein, dass dein Gesicht von der Seite her gesehen zu kurz ist. Auch die Atemprobleme könnten darauf hinweisen, dass eine kombinierte Oberkiefer- und Unterkieferrücklage vorliegt, da dadurch die Atemwege verkleinert sind. Genausogut könnte es aber auch sein, dass deine Nasenscheidewand verkrümmt ist. Eine Garantie dafür, dass das Atemproblem durch eine OK-VV behoben wird, gibt es nicht. Es ist auch problematisch, dass die Zunge wohl zu wenig Platz im Oberkiefer hat, wobei ich glaube, dass durch einen Kleberetainer eine Zahnverschiebung verhindert werden könnte auch wenn der Positioner weggelassen wird.

Ich denke, dass die Op dem Patienten entweder eine deutliche Verbesserung der Ästhetik oder eine deutliche Verbesserung der Funktionalität bringen sollte. Ist beides nur kaum zu erwarten, dann ist einfach die Gefahr groß, dass man die Op bereut auch wenn man nur recht "harmlose" Nebenwirkungen (Taubheit, Wundheilungsstörung, mehrwöchige Ausfallzeit, Schwellung oder Ähnliches) davon trägt. Ohne Bilder kann man hier natürlich nicht beurteilen, ob du optisch profitieren würdest. Vom funktionellen her passt der Biss ja wahrscheinlich jetzt auch schon oder? Das einzige wäre also nur, dass die Zunge mehr Platz bekommen würde und evtl. die Nasenatmung besser werden würde.

Das Beste wäre wahrscheinlich, dass du dich bei mehreren Chirurgen vorstellst und dir ihre Meinungen anhörst. In deiner Ecke würde mir aus Forenberichten ein Dr. Kater in Bad Homburg oder die Uni-Klinik Mainz einfallen.

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Vielen Dank für die bisherigen Antworten!
Einen Retainer habe ich sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer, dieser verhindert jedoch nicht das Verschieben der Zähne. Mein KFO (dem ich eigentlich sehr vertraue und der sehr viel Erfahrung hat), meinte, dass die Umstellung meiner Zähne so gravierend gewesen wäre, dass es vollkommen logisch wäre, dass auch heute noch so große Kräfte auf meine Zähne wirken würden.
Vom funktionellen passt der Biss, ja. Einzig höre ich beim Kauen ab und an ein Knacken. Probleme mit kauen, abbeißen etc. habe ich nicht.

Mein HNO sagte, dass meine Nasenscheidewand zwar etwas schief ist, allerdings nicht so gravierend, dass man die starken Atemprobleme dadurch erklären könnte. Er könnte mir die Nasenscheidewand in einer OP richten und die Nasenmuscheln verkleinern, allerdings sagte er, dass er mir bei meiner Ausgangslage nicht versprechen könne, dass eine gravierende Besserung eintritt.
Mein KFO sagte, er hätte bisher ca. 500 Patienten mit dieser OP gehabt und fast alle hätten im Nachhinein keine großen Probleme mehr mit ihrer Nasenatmung gehabt.

In der Mainzer Uniklinik werde ich dann mal einen Termin bei Prof. Dr. Al-Nawas vereinbaren.

bearbeitet von Jule123

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Ich habe mal Bilder gemacht und stelle diese unten mit rein. Vielleicht könnte ich dazu noch ein paar Meinungen haben. Wie gesagt, mit der Ästhetik bin ich eigentlich zufrieden. Klar stören mich diese Art "Schatten" und die großen Falten, die beim Lachen erscheinen und die laut meinem KFO durch eine OKVV behoben werden können. Aber nur aus Gründen der Ästhetik würde ich mich niiiiemals dieser OP unterziehen!!

 

Kiefer 2.jpg

Kiefer 3.jpg

Kiefer 4.jpg

Kiefer frontal.jpg

bearbeitet von Jule123

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Hi du!

Ich finde für eine solche OP muss schon ein entsprechender Leidensdruck vorhanden sein. Der Weg ist nicht leicht, aber gut zu schaffen, wenn man weiß warum man das alles auf sich nimmt. Bei mir waren das Verspannungen und Kopfschmerzen. Und diese sind heute tatsächlich wesentlich besser!

Was ich dir sagen kann ist, dass sich meine Atmung auch wesentlich verbessert hat. Bei mir wurde der OK 5mm verbreitert und 4mm nach vorne gesetzt, der UK kam 10mm vor. 

Wir können dir hier die Entscheidung nicht abnehmen. Wichtig ist für dich eine Entscheidung zu treffen und hinterher nicht ständig zu überlegen ob diese richtig war.

Wenn du dich dafür entscheidest hast du hier auf jedenfalls in diesem Forum eine große Hilfe und Unterstützung gefunden. Die Leute hier sind echt toll!

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Und zu den Bildern: ja, eine UKV würde sicher das Gesicht harmonisieren, aber wirklich nötig finde ich das nicht. Ich hatte auch diese "Bäckchen", wie mein KFC sie nannte. Aber die gehörten nunmal zu mir und sind jetzt auch hinterher nicht ganz verschwunden.

 

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