Hi erstmal,

nach nun doch längerer Zeit komme ich dazu meine Erfahrungen mit fester Zahnspange und anschließender Bimax zu schildern. Danke schon mal für dieses Forum und die viele Berichte, Tipps etc. pp..

Kurz zu mir, ich bin 20, männlich und studiere in Berlin.

In der Jugend hatte ich 1/2 lose Zahnspangen, der Erfolg derer war aber bescheiden und nach dem Abi entschied ich mich dann für die Behandlung. An dieses Stelle einen herzlichen Dank an Adentics und Hr. Bittner. Ohne allzu viele Erfahrungen gemacht zu haben, muss ich sagen das Hr. Bittner der fähigste Kieferorthopäde ist den ich kenne. Sowohl Beratung, als auch den Behandlung (vor und nach der OP) und die „Nachbereitung“ waren auf einem Topniveau, ich habe mich in der Praxis zu jeder Zeit wohl gefühlt.

Im April 2014 bekam ich also oben und unten (Oben Keramikbrackets) eine feste Zahnspange. Nunja, es ist mit Zahnspange (vor allem in dem Alter als Student) nicht wirklich schön. Aber letztendlich habe ich nie dumme Sprüche gehört und an das bescheidene essen gewöhnt man sich auch.
Auf Anraten von Hr. Bittner wurde ich dann bei Dr. Zarrinbal in der Havelklinik vorstellig.

Hr. Zarrinbal hätte ich mir anders vorgestellt, auch seine Art ist eine eigene (ich kann auch nachvollziehen warum einige andere Chirurgen wählen) aber er kam mir zu jeder Zeit furchtbar kompetent vor. Seine Art meine Gesicht/Kiefer zu betrachten kam mir am Anfang komisch vor – aber hey, letztendlich geht’s da ja um mein Aussehen und ich habe ihm da voll vertraut. Mit der Zeit wurde das Verhältnis auch vertrauter und zumindest ich merkte das er ganz genau weiß was er da vorhat, er eigentlich schon ein Bild des Ergebnisses vor Augen hat.

Im März 15 gings dann los. Ein paar Vorgespräche und dann war es am 11.3. soweit. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich zwar von diesem Forum, las mir aber wenig durch, da ich, wenn ich mir schon den Kiefer doppelt brechen lasse, nicht noch schiefgelaufene OP Berichte durchlesen mochte :D.

OP Tag:

War entspannt – bin alleine hin, dann Zimmer „bezogen“ (hatte aufgrund glücklicher Zustände sogar ein Einzelzimmer ;)), Beruhigungstablette genommen (Gespräch mit dem Anästhesisten hatte ich am Tag vorher) und ab in den OP. Im Aufwachraum hielt meine Mum dann meine Hand und war da. Die ersten Stunden war eigentlich ok, ich war aber auch noch voll drauf und habe letztendlich nix realisiert. Die Nacht war dann so semioptimal, mir gings soweit ganz gut, die ältere Damen im Aufwachraum (3 an der Zahl) hatten allesamt eine Hüftop. Augenscheinlich scheint die OP easy zu sein, denn sie konnten sich die ganze Nacht (Ja, die ganze, bis ca. 5:30) über ihr Leben, ihre Gatten und was weiß ich unterhalten. Und mit nem gerade doppelt gebrochenem Kiefer kann man leider ganz schlecht um Ruhe bitten ;). Aber was solls, war eh zugedrönt.

1-3 Tag Post OP

Ich wurde dann in mein Zimmer geschoben, und man war noch ein bissl kaputt von der OP, Schmerzen oder ähnliches hatte ich nicht, und so langsam entwickelte ich ein Bewusstsein für den neuen Kiefer, und das echt komisch.
Die Tage bekam ich hauptsächlich mit Serien schauen, und lesen in dem Forum rum. Die Havelklinik war alles in allem echt super. Die Milchbrühe war so lala, aber naja was anderes konnte ich eh nicht essen. Ich hatte allerdings echt Hunger, also richtigen :D die Schwestern und Pfleger waren echt top, nach lang genug quengeln hab ich dann auch endlich haufenweiße Eiweißshakes bekommen, die haben meine Laune erheblich verbessert (bis auf eine blöde Schwester, die mir „nachts“ also gg. 22 Uhr, nach dem Abendbrot weiteres Essen verwehrte und einfach ging, naja die war eh unfreundlich as fuck).
Achja, als ich mich im Spiegel betrachtete konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen, man sieht so bescheuert mit der Schwellung aus.

3-12 Post OP

Ich wurde dann nach einer Kontrolle vom Zarrinbal (er war zufrieden) entlassen, und zuhause bestes Essen (alles püriert) von Mutti gegessen. Freunde kamen vorbei, lachten, aber hey ich konnte es ja voll nachvollziehen :D.

12- … OP

Die Zeit verging ziemlich schnell, ich war erstaunt wie schnell man dann doch wieder „kauen“ aka zerdrücken konnte. Ein Tipp kann ich euch mitgeben, probiert bitte einfach nicht Pizza oder Döner zu  pürieren – ich hab’s dann zwar getrunken, aber ne, muss ich nicht nochmal haben.

Die Lymphdrainage war dann gar nicht mehr nötig, meine Schwellungen verschwanden auch so nach ca. 3 Monaten komplett. Habe dafür super Massagen genossen ;).

Also wieder zurück zu Adentics, die Spange war ja immer noch drin. Auch Hr. Bittner war vom OP Ergebnis positiv überrascht, er wollte aber noch Nachkorrekturen vornehmen. Ich konnte es zwar nicht mehr erwarten das Ding loszuwerden – aber nun ja, sollte ja perfekt werden und so.

Im Oktober 15 war es dann soweit, und dieses Gefühl mit einem passenden Kiefer und ohne Zahnspange rumzulaufen war er Hammer.

 

Letztendlich bin ich ziemlich froh die Behandlung gemacht zu haben. Das Leiden war es im Nachhinein wert.

Danke an euch, byebye, und viel Erfolg an alle die noch was vor sich haben. 

:)

 

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Hallo Lance,

mir steht im Juni auch eine BIMAX bevor. Eigentlich wollte ich mir garnichts durchlesen, da es doch die ein oder anderen äußerst unangenehme OP Berichte gibt. Aber man kann es iwie nicht lassen :P

Umso besser ist es wenn man solch einen Bericht wie deinen liest :D. Das so eine OP kein Zuckerschlecken wird, weis glaube ich jeder.

Schön zu lesen das alles gut verlaufen ist und es keine Komplikationen gab.

Wie war denn der Schmerz wenn die Fäden raus kommen?? habe gehört das soll das schlimmste an allem sein :D:o

und wie lange warst du Krank geschrieben?

Schonmal Danke für die Infos

Grüßle

Quibell

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Hi :)

Also das Fäden ziehen fand ich (im Gegensatz zu vielen anderen hier anscheinend) als gar nicht so hart. Also klar es ziept schon, aber hey, wenn man sich vor Augen hält was die da eigentlich mit dir gemacht haben ist das "nen Witz". 

Und als Student bin ich zum Glück in der Lage sowas auf die Semesterferien zu schieben. Dennoch (vlt bin ich da auch härter im nehmen als andere) denke ich kann man nach ca. 2 Wochen wieder arbeiten. Man muss halt nur damit rechnen das man den ganzen Tag totaaaaaal lustige Kommentare über die Hamsterbäckchen hört :D

Und so nebenbei kann man die ganze Operation auch sehr gut mit einer "Diät" kombinieren - ich hab locker 6-7 Kilo abgenommen, einfach weil man gar nicht so viel Kraftbrühe trinken kann das da ein Überschuss entsteht ;)

 

LG 

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Na dann heißt es wohl abwarten und schauen wie schmerzhaft es am Ende wird :D

Ja das mim Abnehmen ist schon hart :o bin zwar nur 1,59 m groß und habe 49 Kilo....und nehme eh so schnell ab wenn irgendwas ist....wenn ich noch 6 Kilo oder so abnehmen würde, wäre das nicht von Vorteil :P:D muss ich vor der OP noch ordentlich einhauen :P

 

Danke für die Infos!

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Eben, aber letztendlich musste da eh durch. Zu wissen obs schmerzt oder nicht bringt dir vorort auch nix ;)

Dir dann aufjedenfall viel Erfolg für die OP, keine Komplikationen und eine schnelle Genesung :)

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