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CrookedJaw

Laterognathie? Invisalign sinnvoll?

Hallo Forum,

ich bin neu hier und eher zufällig auf das Thema gestoßen, kenne mich noch nicht mit den ganzen Fachausdrücken wirklich aus.

Ich habe einen schiefes Gesicht bzw. eine Kieferverkrümmung (siehe Bilder: erstes ist aktuell, das andere von 2007). Mir ist das bis jetzt eigentlich nie so wirklich aufgefallen bzw. die Schwere und Konsequenzen waren mir nie so bewusst.

Nun habe ich vor 2-3 Jahren heftige Kiefergelenksprobleme (von mir aus gesehen rechts) bekommen bzw. die haben zugenommen, heftiges Knacken, tlws. Sperren, keine Schmerzen. Ich war bei mehreren Kieferorthopäden, die mir eine Korrektur der Zahnfehlstellung nahegelegt haben. Seit etwa 4 Monaten trage ich nun Invisalign-Schienen, es sind insg. ca. 50 Stück. Das Kiefergelenk-Problem ist deutlich besser geworden.

Ich habe seit Jahren andere Beschwerden, die ich nun damit in Verbindung bringe und frage mich, ob Invisalign die richtige Behandlung ist. Ich hatte u.a. diffuse Gelenkprobleme in den Gliedmaßen, bei Ausschluss von Rheuma und Arthrose. Verstärkt Nasennebenhöhlenentzündungen vor allem auf der Linken Seite. Ich habe oft einen verschleimten Hals ausschließlich auf der linken Seite und dort auch komisches Mundgefühl und Geschmack.

Meine Frage an die Experten bzw. das Forum: 

  • Ist das Laterognathie?
  • Sind die o.g. Beschwerden Folgen davon?
  • Was ist die Behandlung der Wahl? Eine OP und vor- und nachbereitende Zahnkorrektur?
  • Ist Invisalign zu diesem Zeitpunkt nicht Kontraproduktiv, wenn man eigentlich erst den Kiefer "Instandsetzen" müsste?
  • Gibt es Experten in NRW, die empfohlen werden können?

Danke für Antworten im Voraus!

 

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Hallo. Ich bin nur Laie, aber du hast meiner Meinung nach eine Latherognathie. Habe ich auch, allerdings etwas weniger ausgeprägt.

Soll nach der Invisalign Behandlung denn eine OP erfolgen? Ich würde dir auf jeden Fall raten, das ganze operativ lösen zu lassen, wenn die Zahnbögen ausgeformt sind. Dein Unterkiefer zeigt  auf dem Bild schon eine deutliche Asymmetrie und das Kinn liegt auch nicht mittig. Auf dem Foto sieht es so aus, als wärst du aber trotzdem ein attraktiver Mann. Allerdings würde ein symmetrisches Gesicht dich noch mal deutlich attraktiver machen. Da du ja eh funktionelle Probleme hast, sollte man das ganze bei der Wurzel packen. 

Ich persönlich habe auch sehr oft Nasennebelhöhlenentzündungen, aber auch eine schiefe Nasenscheidewand. Ich nehme an, dass es an der Nasenscheidewand liegt. Ob deren Verkrümmung wiederum mit dem schief gewachsenen Oberkiefer  und Unterkiefer zusammenhängt, vermag ich nicht zu beurteilen. Mein Kiefer weicht auch nach links ab und recht rumpelt es manches Mal schon beängstigend im Gelenk. Ich habe dann so ein Knacken wenn ich den Kiefer weiter öffne und wenn ich kräftiger zubeiße. Ob sich da was entwickelt was später Schmerzen bereitet, weiß ich nicht.

Diffuse Gelenkbeschwerden bei Ausschluss von entzündlichem Rhema und Arthrose können übrigens auch Anzeichen einer Borreliose sein. Wenn sich nichts findet, wird als Verlegenheitsdiagnose oftmals auch das Fibromyalgie-Syndrom diagnostiziert, dessen Ursache aber im Prinzip völlig unklar ist. 

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Danke erstmal für die Rückmeldung!

Nein, es ist keine OP geplant. Ich bin nur bei einem Kieferorthopäden (nicht Chirurgen) in Behandlung.

Der hat festgestellt, dass der Diskus im Kiefergelenk wohl irreversibel verrutscht ist (CT- und eine Art MRT-Aufnahme). Er hat mir klar gesagt, dass die Asymmetrie durch die Zahnkorrektur nicht weggeht. Damals war mir aber auch nicht klar, dass eine ganze Reihe von Störungen dadurch hervorgerufen werden. Er meinte das Kiefergelenk bliebe vermutlich so, weil es weltweit nur sehr wenige Operateure gäbe, die das minimalinvasiv beheben könnten (den Diskus zu repositionieren). Es ist also vermutlich eine Linderungsmaßnahme die Zähne zu korrigieren, bringt ja auch merklich was schon nach 4 Monaten.

Jetzt frage ich mich: Die Zähne werden mit Invisalign korrigiert, aber alles andere bleibt sozusagen in einem disfunktionalen Zustand. Selbst wenn ich jetzt doch noch eine OP machen lassen würde, dann wäre die gegenwärtige Zahnkorrektur vermutlich falsch, da diese auf den schiefen Kiefer ausgerichtet ist. Bei einer geplanten OP würde man vermutlich ganz anders korrigieren, nämlich hinsichtlich des "neuen" Kiefers die Zähne verschieben.

Ich frage mich jetzt halt: Schienen weiter tragen oder erstmal einen Kieferchirurgen aufsuchen?

Interessant ist auch: Ich war mit 10-12 Jahren bei eine Kieferorthopäden, der mir sagte, ich schlucke falsch und presse dabei die Zunge gegen die Zähne. Damals haben meine Eltern den Arzt ausgelacht bzw. die Übungen die ich machen sollte, habe ich schlichtweg nicht gemacht. Ich müsste vermutlich auch einen Logopäden aufsuchen oder? Das Zungenpressen ist vermutlich die Ursache, wenn ich das im Internet richtig lese.

Die Nasennebenhöhlen wurden bei mir vor Jahren bereits operiert, u.a. Nasenscheidewand begradigt, Nasenmuscheln gekappt. Sinusitis wurde dadurch auch deutlich besser. Die störende Symptomatik im Halsbereich allerdings nicht. Ich habe darüber hinaus seit jeher eine Art Fremdkörper oberhalb des Kehlkopfs auf der Seite zu der der Kiefer schief steht.

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Ich würde die Schienen erst mal weitertragen, sonst passen sie ja nicht mehr. Dann würde ich aber zur Sicherheit einen guten Chirurgen aufsuchen, der sich auskennt (Tips kriegst du sicher hier im Forum).  Vielleicht lässt sich ja wegen des Gelenks doch was machen? Hört sich ja schon nicht so toll an mit dem Gelenk was du schreibst. Falls eine OP bessere Aussichten hätte und du die Asymmetrie dann loswerden willst, dann müsste man weiter schauen. Vielleicht kann ja die Behandlung einfach mit Invisalign weitergeführt werden. Bei einer kombinierten Behandlung würde man im Wesentlichen alles dekompensieren, sodass man eine Zahnstellung erreicht, die zunächst mal schlechter ist als vorher, sobald man aber den Kiefer an die richtige Stelle setzt in der OP, passt es dann. Das heißt bei der kombinierten Behandlung werden die Zahnbögen in beiden Kiefern ausgeformt ohne dabei die Relation der beiden Kiefer zueinander einzubeziehen. Das ist schon deutlich anders als bei einer reinen KFO Behandlung. Wenn der KFO damals schon auf die Asymmetrie hingewiesen hat, spricht das ja dafür, dass du wirklich eine deutliche skelettale Asymmetrie hat. 

Geh doch einfach mal zur Sicherheit zur Beratung zum Kieferchirurgen. Nicht, dass du dich jetzt ewig durch die Behandlung quälst und dann bist du unglücklich, weil du nicht alles Mögliche vor Augen hattest oder versucht hast. Offenbar hast du ja sowieso Zweifel, sonst wärst du ja nicht hier gelandet.  Die Verschiebung der Mittellinie ist schon stark wenn ich das richtig sehe auf dem Foto. Hast du vielleicht einen Kreuzbiss auf einer Seite, sodass der Unterkieferzahnbogen breiter ist als der obere? Sowas wäre zum Beispiel auch eine Situation wo die Krankenkasse eine kombinierte Behandlung meist zahlen würde. Was sagt denn der neue KFO zur falschen Zungenlage? Wenn das immer noch so ist, könnte er dich doch mal zum Logopäden schicken. 

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 20.47.14.png

bearbeitet von leviathan

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