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Zordiac

GNE und Bimax - Nötig ohne Beschwerden?

Hallo zusammen,

im Februar geht bei mir die Behandlung mit der GNE und danach Bimax Operation los, und je näher der Tag rückt, desto nervöser und unentschlossener werde ich. Ich brauche dringend Rat.

Kurz zu meiner Vorgeschichte:

Ich hatte als Kind (10-12 Jahre) eine herausnehmbare Zahnspange aufgrund eines Kreuzbisses, danach 3 Jahre lang (bis ich 17 war) eine normale Zahnspange. Nach der Behandlung standen meine Zähne super Perfekt und alles war ok (Das einzige Problem war dass ich im OK 2 Zähne weniger habe (genetisch bedingt, sind einfach nicht da). Das fällt aber nicht auf und war auch nie ein Problem. Ein paar Jahre später (so um die 20) Ist dann mein UK 5-6mm nach vorne und in die Breite gewachsen, wodurch ich nun einen UK Vorbiss habe. Somit ist das OK viel zu klein für das UK. Optisch fällt das nicht sehr auf, und war auch für mich nie ein Problem, zumindest damals nicht. Ich war dann ein paar Jahre nicht mehr bei meinem KFO, weil dieser krankheitsbedingt nicht mehr praktizierte. Mit 24, im August 2015, bin ich zu ihm hin und er meinte man kann etwas machen, es ist aber nicht notwendig. Ich müsse mich dafür aber an einen anderen KFO wenden weil er aufhörte zu praktizieren. Gesagt, getan: Der neue KFO meinte da muss man was machen, und unter Abstimmung mit einem KFC kam dann heraus GNE + Zahnspange, und danach UK Rückverlagerung und (wahrscheinlich) OK VV.

Damals habe ich sofort ja gesagt, weil der KFC gemeint hat es sei ABSOLUT notwendig dies zu tun. Doch nun kommen mir Zweifel ob ich es wirklich tun soll. Wie gesagt, optisch fällt es nicht sonderlich auf (außer durch eine etwas dickere Unterlippe) und auch Beschwerden habe ich keinerlei. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stört es mich auch ein bisschen, und ich möchte nicht mein restliches Leben einen Unterkiefer Vorbiss haben. Es sieht eben nicht "harmonisch" aus. Auch habe ich Probleme mit der Nasenatmung, vermutlich aufgrund meines zu kleinen OK?  Andererseits wenn ich hier im Forum lese, was für Probleme danach auftreten (Lippenschluss, unnatürliches Lächeln, Taubheit) habe ich irgendwie Angst davor, dass es danach schlimmer ist als zuvor.

Was soll ich nur tun? :( Könnt ihr mir einen Rat geben?

Grüße

Zordiac

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Hallo Zordiac,

ich kann dich und deine Zweifel gut verstehen, da ich in einer sehr ähnlichen Situation war/bin. Auch mein Oberkiefer ist zu klein, sodass meine Nasenatmung stark behindert ist und meine Zunge beim Schlucken gegen die Schneidezähne drückt. Optisch sieht man es bei mir ebenfalls so gut wie gar nicht - außer dass mein Mittelgesicht etwas "eingefallen" ist, was man aber nur sieht, wenn ich die Leute explizit darauf hinweisen würde. Ich hatte ebenfalls lange Zeit eine Zahnspange, bis meine Zähne gut standen. Jetzt war ich im Dezember das erste Mal nach 3 Jahren wieder bei meinem KFO und er sagte, dass ich UNBEDINGT eine OK VV machen lassen soll, weil ich ansonsten immer eine eingeschränkte Nasenatmung haben werde und Gefahr laufe, dass ich irgendwann Gelenkprobleme bekomme. Allerdings habe ich wie du auch keinerlei Schmerzen oder Beschwerden.

Ich würde dir raten, dir diese OP in deinem Fall ganz genau zu überlegen. Obwohl mein KFO gesagt hat, dass ich keine andere Wahl habe, habe ich mir in den letzten Wochen die Meinung von 3 verschiedenen Kieferchirurgen eingeholt- und siehe da: ALLE (!) haben mir dringend (!) von dieser OP abgeraten und gesagt, dass der Nutzen in meinem Fall in keinem Vergleich zu den Risiken steht. Natürlich ist es deine Entscheidung und natürlich kann man von mir nicht auf dich schließen. Aber ich würde mir an deiner Stelle trotzdem noch 1-2 Meinungen einhole, bevor ich diese OP durchführen lasse.
Ich war bei Prof. Dr Al-Nawas in der Uniklinik Mainz, der bekannt auf diesem Gebiet ist. Er sagte zu mir: Wenn man keine Schmerzen beim Kauen/Abbeißen hat oder "entstellt" ist, sollte man sich diese OP gut überlegen. Man würde Gefahr laufen, dass man danach mehr Probleme hat als vorher..
Ich habe mich auf jeden Fall dagegen entschieden und werde mein Glück nun auf einem anderen Weg versuchen.

Viele Grüße und eine gute Entscheidung!

bearbeitet von Jule123

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Hallo Jule123,

vielen Dank für deine Antwort. Andere Meinungen hab ich bis jetzt noch nicht eingeholt, da mein KFC gesagt hat es sei absolut notwendig das zu tun. Werde ich aber definitiv noch machen. 

Was mich doch immer wieder für die OP stimmen lässt ist der Gedanke, dass Schmerzen oder Probleme ja noch irgendwann später auftreten können? Da hab ich die OP lieber jetzt hinter mich gebracht, als dann in 10 oder 20 Jahren Probleme zu bekommen.. 

 

Grüße

Zordiac

 

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Hallo Zordiac,

was ich hier im Forum gesehen haben, ist es nicht wirklich gut, wenn Leute zur OP gedrängt wurden, die vorher keine Probleme hatten.

Was genau hat Dich denn zum KFO getrieben, welcher Punkt hat Dich gestört? Für mich war eigentlich der Hauptgrund, dass ich wieder normal abbeissen wollte, wobei es mich vorher jahrzehntelang nicht gestört hat, da ich perfekte Umgehungsstrategien entwickelt hatte. Ich hatte vorher nur funktionelle Probleme, keine Schmerzen oder eingeschränkte Nasenatmung, ... . Ich genieße es aber immer noch, normal von einem Brötchen mit Belag abbeissen zu können oder ein Nutellabrötchen essen zu können, ohne Nutella an der Nase zu haben. Vorher war es mir aufgrund meines Unterbisses nicht möglich, ich mußte das Brötchen noch oben wegführen. Und da ich keine Stupsnase hatte, war die Nase im Weg. Ich optische Verbesserung war bei mir nur ein angehemer Zusatznutzen.

Hast Du bei den Problemen mit der Nasenatmung schon abgeklärt, ob diese nicht vielleicht auch andere Ursachen hat? Es kann an der Position des OK liegen, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Ich weiß, dass viele nach einer GNE von einer verbesserten Nasenatmung berichten, aber nicht bei jedem, der vorher Probleme hat, hilft die GNE.

Wenn Du Dir unsicher bist, würde ich mich auf alle Fälle auch an andere KCs wenden. Wenn Sie Dir zur OP raten, genau nachhaken, warum und vielleicht auch noch fragen, ob Sie sich selber für die OP entscheiden würden, wenn Sie an Deiner Stelle sind.

Viele Grüße!

Irene

 

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Hallo Irene,

also mein Zahnarzt aufgehört hat zu praktizieren ging ich zu einer normalen Kontrolle zu einem neuen Zahnarzt, und der hat mir gesagt ich soll mich mal an einen KFO wenden. Das hab ich dann gemacht, und von da an ging alles ziemlich schnell.

Mit dem Abbeißen hab ich keine Probleme. Mit dem Aussehen ist das halt so eine Sache, die Fehlstellung fällt nicht wirklich stark auf, aber wenn man es weiß finde ich sieht es schon komisch aus. Die Zähne selbst stehen ja perfekt da, beim Lachen oder so merkt man nichts. Nur steht halt das Unterkiefer vor, und das sieht man vorallem von der Seite. Einerseits ist es ok für mich, aber andererseits möchte ich trotzdem den Rest meines Lebens "gut" aussehen. KFO und KFC haben beide gemeint es wird nachher wesentlich besser aussehen.

Die Probleme mit der Nasenatmung hab ich noch nicht abgeklärt, kann gut sein dass sie auch andere Ursachen haben..

Grüße

Zordiac

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Hallo Zordiac,

ich habe bei mir gesehen, dass die Meinung sehr unterschiedlich sein können. Mein KFO und der KFC, zu dem mich mein KFO schicken wollte, erzählten mir auch mehrmals, dass eine OP für mich absolut unumgänglich sei! 3 KFC sagten hingegen, dass das vollkommener Quatsch ist. Mir wurde von diesen KFC ebenfalls gesagt, dass absolut NIEMAND anhand eines Röntgenbildes beurteilen könne, ob ich später einmal Beschwerde bekommen werden, falls ich diese OP jetzt nicht machen lasse. Es sei absolut nicht abzusehen und nur weil ich jetzt keine Schmerzen oder andere Beschwerden habe, heißt es nicht, dass das in 10-20 Jahren der Fall sein muss.

Die Entscheidung musst letztendlich du selbst treffen ;-) Ich wollte dir nur zeigen, dass es viele unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Gebiss geben kann. Ob bei mir die 3 KFC Recht haben, werde ich vllt irgendwann selbst merken. Natürlich besteht das Risiko, dass ich Beschwerden bekomme. Aber momentan ist das nicht der Fall und ich kann das Risiko einfach nicht eingehen, nach der OP eventuell mehr Beschwerden zu haben als vorher. Und die OP "nur" aus ästhetischen Gründen durchführen zu lassen, würde ich mir gut überlegen..

Im Hinblick auf deine Nasenatmung würde ich dir DRINGEND empfehlen, dich an einen guten HNO zu wenden. Bei mir wurde eine starke Verkrümmung der Nasenscheidewand + stark vergrößerte Nasenmuscheln festgestellt. In diesem Fall werde ich mich bald einer OP unterziehen und hoffe, dass sich dieses Problem danach weitestgehend erledigt hat. In diese Richtung solltest du eventuell auch mal schauen..

LG Jule

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Ich denke es ist wichtig,  Kosten und Nutzen abzuwägen und das kann bei jedem anders aussehen.  Ich konnte vor meiner Bimax meinen Mund nicht  richtig schließen, habe nicht durch die Nase atmen können , Zunge  hat sich nicht an den Gaumen gelagert  und dann die disharmonischen Gesichtszüge.

Funktionelle Probleme hatte ich auch nicht und hätte sicher so gut weiter leben können, aber der Biss wäre sicher immer offener geworden etc.

Die Ästhetik war aber mit am ausschlaggebendsten für meine Entscheidung. Im Nachhinein bin ich wahnsinnig froh , die Bimax gemacht zu haben. War weitaus weniger schlimm, als erwartet und das Ergebnis ist top.  Meine Schwester hatte ne Nasen OP und die hatte deutlich mehr  Schmerzen.

Ja,  Taubheit ist  auch nach 11 Wochen leicht vorhanden, ist aber auch nicht einschränkend.

 

 

 

 

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Hallo,

war selber kurz vor der OP und hab die Behandlung aber abgebrochen. Habe einen offenen Biss mit 9mm Öffnung- Vom funktionalen her, gäbe es auf jedenfall einen Grund es zu machen. Aber habe mich dagegen entschieden, da ich keine andere Probleme sonst hatte.

Außerdem vertraue keinem Arzt der sagt, man müsse es machen. Es gibt immer Argumente dafür und dagegen. Egal bei was und selbst wenn es überlebens ntowendig wäre. Das hat mich am meisten bei den KFCs gestört, dass es nie ein Argument gegen die OP gab, obwohl genügend Argumente dagegen existieren. Eine erschwerte Nasenatmung kann man in einer kleinen 10minütigen OP( Kiefer OP dauert 2 stunden minimum) korrigieren, indem man die Nasenschleimhaut bisschen abträgt. Selbst bei so einer lächerlichen OP hat mir der HNO Chirgurg deutlich gemacht, man müsse sowas nicht machen. Nur wenn ich es unbedingt möchte, aber die OP würde helfen.

Merke dir: Nicht jede OP ist nötig. Auch wenn die Krankenkasse alles übernimmt, macht es die OP trotzdem nicht notwendiger. Ärzte die nur eine Seite beleuchten sind nicht vertrauenswürdig.

 

Viele Grüße

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Vielen Dank für eure Meinungen,

ich hab die für 1. Februar angesetzt OP mal abgesagt, und Termine bei 2 anderen KFC gemacht. Mal sehen was die dazu sagen..

 

@Longitude und von der Ästhetik her war es bei dir nie ein Problem? Bei mir sieht man es nicht so stark, aber das Unterkiefer ist schon sehr dominant und mein Profil gefällt mir eigentlich nicht. Aber ob das ein Grund für eine so schwere OP ist? Ich weiß es nicht..

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Ästhetik war für mich nie ein Problem bis die Ärzte meinten darauf rum zu reiten um mich zu manipulieren, das muss man einfach so sagen. Ich hatte auch nie Probleme um potentielle Partnerinnen zu finden und bin nun schon seit mehreren Jahr mit einer zusammen, dessen Profil einfach makellos ist, sprich keine Kieferfehlstellung hat. Sorry, da darf man sich nicht zuviel darauf einbilden dass das aussehen eine enorme Rolle spielen würde. Gibt genug Promis mit Kieferfehlstellungen. Meine Cousine ist sogar Model(sogar 11mal bei Schönheitswettbewerben gewonnen)  und hat auch eine kleine Kieferfehstellung.

Viele Grüße

 

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