Silke-S

Überbiss-Korrektur bei Teenagern

Hallo,

ich will gerne wissen wie bei Teenagern ein Überbiss korrigiert wird. Ich weiß bisher nur, dass meine Tochter neben einer Festen Zahnspange angeblich noch ein Zusatzgerät erhalten soll, um den Überbiss zu korrigieren. Soweit ich den KFO richtig verstanden habe, gibt es verschiedene Möglichkeiten / Zusatzgeräte!

Ist das korrekt, was der KFO behauptet (verschiendene Möglichkeiten / Zusatzgeräte)?

Falls ja, welche?

Silke

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Hallo Silke,

bin nur interessierter Laie aber drei Möglichkeiten fallen mir Spontan ein. 1. Gummizüge, 2. Headgear, 3. Herbstschanier bzw. entsprechend Modifikationen.

Häufig wird sicherlich auch eine Kombination aus mehreren Varianten gewählt, z.B. Gummis und Headgear gleichzeitig oder erst das eine und dann das Andere.

Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben, genaueres kann dir sicher der KFO sagen.

Grüße

 

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Ein Bionator ist wohl auch noch eine Option, glaube aber mit fester Spange schlecht kombinierbar. Ansonsten hat mein Vorredner schon alles aufgezählt. Kommt auch ein wenig drauf an, um wieviel mm der OK nach vorne verschoben ist.

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Ein Bionator ist wohl auch noch eine Option, glaube aber mit fester Spange schlecht kombinierbar. Ansonsten hat mein Vorredner schon alles aufgezählt. Kommt auch ein wenig drauf an, um wieviel mm der OK nach vorne verschoben ist.

Ist durchaus möglich, aber nicht sehr angenehm nach Bogenwechseln usw. 

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Es gibt auch Teile aus dem entnehmbaren Bereich, die sich mit fester Zahnspange kombinieren lassen, aber eher selten verwendet (werden an Extra-Haltern eingehängt). Bei Überbiss sind es wohl meist Gummis zum Einhängen. Beim Headgear ist die Nackenvariante nicht so besonders gut für die Wirbel/Nackenmuskel.

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Wie gesagt einen Aktivator/Bionator kann man durchaus so fertigen, dass man ihn zusätzlich zu Brackets einsetzen kann. Das Problem ist, dass er ständig nachgeschliffen werden muss, weil sich der Zahnbogen ja permanent ändert. Es kann vielleicht sinnvoll sein, bei mir hat es dazu geführt, dass mir eine korrekte Zungenlage antrainiert wurde. Aber sonderlich angenehm war es nicht, musste aber auch nur nachts tragen. 

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Das kann man pauschal nicht sagen. Die Gummis haben z.B. keine solche starke Wirkung wie Headgear oder Herbst. Der Bionator hat wiederum einen komplett anderen Ansatz. Bei mir vermochte er auch allein Zähne zu bewegen, ich bin 31 und habe ihn ca. 12h pro Tag drin.

Find die Kombi mit fester Spange eher unglücklich, besser wäre tagsüber was Entnehmbares (evtl. auch Crozat, aber das machen nicht viele), nachts der Bionator. Für mich ist ein Bionator und eine feste Spange ein Widerspruch in sich, außer man hat ihn danach zur Rentention/Ergänzung. 

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Es gibt tatsächlich eine Fülle verschiedener Optionen für die Behandlung einer Distalbisslage. Was bisher nicht genannt wurde, sind Non-Compliance-Klasse-II-Apparaturen. Dieser etwas sperrige Oberbegriff umfasst eine Reihe von Geräten, die dem Herbst-Scharnier ähneln, aber nicht starr, sondern elastisch ausgeführt und normalerweise mit der "normalen" festen Spange kombiniert werden. Häufig anzutreffende Vertreter dieser Gattung sind z. B. die Forsus- oder die Sabbagh-Feder.

Noch ein Wort zur Crozat-Technik: In einer Zeit, als die heute verfügbaren Behandlungstechniken nicht gab, hatte sie durchaus ihre Indikationen. Heute wird sie manchmal recht aggressiv vermarktet, insbesondere als Teil vermeintlich ganzheitlicher oder besonders schonender Konzepte, wobei man Nachweise für die behaupteten Vorteile in aller Regel schuldig bleibt und auch die Problematik der biologisch nicht ganz uninteressanten Lötstellen nicht thematisiert. Eine Überbisskorrektur dürfte damit rein technisch nicht möglich sein.

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So weit ich weiß, können die heutzutage auch gelasert werden. Aber es stimmt, sie fassen natürlich mehr die einzelnen Zähne an, nicht die Kiefer. Ich finds von Vorteil, dass man sie nicht sieht und die Zahnpflege einfach bleibt und sie vermutlich nicht so sprachstörend sind. Das sind teils schon Vorteile gegenüber entnehmbaren Kunststoff/Metall-Spangen.

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Ich habe aktuell Gummizüge L&R! Mein KFO sagte, dass diese nicht ausreichen und nun bekomme ich entweder ein headgear oder ein Herbstscharnier. Gibt auch noch andere mgl. z.B Delaire Maske oder eine kleine Mikroschraube, die unter lokaler Narkose eingedreht wird und dann ein Gerät hält. Bekomme in wenigen Wochen auch soeine allerdings un dort eiene Feder einzuhängen, die Lücken schließt.

LG Die Zahnspangenperson

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Bin gerade auf der Suche nach einer geeigneten Behandlungsmethode für meinen eigenen Nachwuchs (Überbiß / Overjet).

Alle genannten kieferorthopädischen Geräte scheinen nur die Zähne zu verbiegen, aber keinen nachweisbaren Einfluß auf die Kiefergröße / Lage zu haben.

Zumindest habe ich hier keinen Wirkungsnachweis gefunden.

Kennt jemand Studien über kieferorthopädische Geräte, die auch auf die Kiefer wirken und nicht nur auf die Zähne?

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Hallo Shaun68,

das hängt sicher stark davon ab, wie alt dein Nachwuchs ist.

Wenn ich selbst ein Kind hätte, würde ich das auf jeden Fall schon im Alter von ca. 6 Jahren mal bei einem KFO vorstellen. In dem Alter lassen sich solche Wachstumsfehler am ehesten noch regulieren. Mein KFO setzt da zum Beispiel ziemlich einfache herausnehmbare Zahnspangen ein. Eine Garantie, dass so etwas immer funktioniert, gibt es aber bestimmt nicht.

Meine erste KFO-Behandlung begann im Alter von 13 Jahren, was sicherlich zu knapp war, um eine Unterkieferrücklage zu korrigieren. Ist aber bestimmt auch bei jedem wieder anders.

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Hallo Iris,

nach meinem Kenntnisstand sind herausnehmbare Zahnspangen praktisch wirkungslos auf das Kieferwachstum, geben den Eltern aber das Gefühl, etwas zu tun ("pressure to act").

Hast Du hier Belege oder Studien, ob diese Geräte wirklich den Aufwand wert sind? Denn nur um die Zähne gerade zu stellen kann man m.W. nach auch einfach später bei Teenagern dann eine feste Spange setzen.

 

Eine Frage in dem Zusammenhang: aus Deiner Signatur sehe ich, daß Du ja drei Behandlungen hattest. Meinst Du, es hätte bei Dir gereicht, einfach die dritte und letzte Behandlung als erste durchzuführen und damit die anderen beiden Behandlungen einzusparen?

 

 

 

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Hallo Shaun68,

das muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob er bei seinem Kind eine Frühbehandlung versuchen will oder nicht.

Mit Belegen oder Studien kann ich leider nicht dienen. Finde halt das Konzept logisch, die Fehlstellung der Kiefer möglichst früh zu korrigieren, da das Wachstum genutzt werden kann. Irgendwann geht das nicht mehr, und dann ist die Fehlstellung der Kiefer möglicherweise überhaupt nicht mehr ohne Operation zu beheben. Eine Garantie gibt es natürlich bei keiner Behandlungsart.

Mein eigener KFO -- den ich für sehr kompetent halte -- geht da in zwei Schritten vor. Irgendwann zwischen 7 und 10 Jahren behandelt er 6 bis 12 Monate lang mit einer einfachen herausnehmbaren Spange, die die Fehlstellung der Kiefer beheben soll. Einige Jahre später folgt (wenn nötig) die übliche Behandlung mit Brackets.

Mit meinen drei Behandlungen bin ich natürlich ein Extremfall. Im Nachhinein hätte ich mir die beiden ersten auf jeden Fall sparen können, da sie nutzlos waren. Was bei der ersten Behandlung schiefgegangen ist, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Vielleicht war der Beginn mit 13 Jahren zu spät, vielleicht lag es auch an der Inkompetenz des KFO. Das Ergebnis hat jedenfalls nur wenige Jahre gehalten. Die zweite Behandlung mit Anfang 20 war eigentlich nur das sinnlose Gebastel eines ganzheitlichen Zahnarztes, der versuchen wollte, etwas zu verbessern. Ein Strohhalm, an den ich mich klammerte, da ich damals auf keinen Fall eine OP wollte.

Wenn ich vor all dem gewusst hätte, dass die beiden ersten Behandlungen schiefgehen würden, hätte ich natürlich einfach auf die dritte warten können ...

Immerhin scheint das jetzt die letzte gewesen zu sein, das Ergebnis ist stabil, und nichts hat sich wegbewegt.

LG, Iris

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Hi Iris,

werde mal weiter nach einem Wirkungsnachweis für herausnehmbare Spangen auf das Kieferwachstum suchen.

Ansonsten gehe ich erstmal davon aus, daß herausnehmbare Spangen wirkungslos sind.

Für Herbst-Scharnier und Elastics habe ich auch keinen Nachweis einer Förderung des Kieferwachstums oder einer veränderten Positionierung des Unterkiefers finden können.

Werde mit meinem Nachwuchs dann Richtung OP kombiniert mit KFO für die Feineinstellung (Multiband) gehen anstatt da jahrelang umsonst zum KFO zu rennen.

LG, Shaun

 

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Ich denke, das hängt stark von den Kieferproblemen ab. Eine lockere Spange, die langsam aufgedreht wird, kann bei jungen Kindern bestimmt die Gaumenspalte öffnen und langsam verbreitern. Sollte es sich um jemand mit Schmalkiefer handeln.

Bei Lageproblemen zueinander hilft vielleicht eher ein verbundenes Modell.

Alle Leute, die nur eine entnehmbare Spange in frühen Jahren hatten (in einem Fall mit 5 wegen massiver Seitenverschiebung in eine Richtung) haben heute tolle Zähne und Kiefer. Bei festen Modellen herrschen eher die Rezidive vor. Es sieht meist aus wie davor.

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Meine Meinung: wenn die genetische Prädisposition zur Kieferfehlstellung (gehemmtes Oberkieferwachstum/gehemmtes Unterkieferwachstum) vorliegt, dann bringt eine Frühbehandlung oder generell eine kieferorthopädische Behandlung im Jugendalter in punkto Kieferfehlstellung überhaupt nichts.

Meine Kieferfehlstellung (Oberkieferrücklage) wurde 5 Jahre lang kieferothopädisch behandelt (auch mit Delaire-Maske und so Sachen, die das Kieferwachstum anregen sollten) und gebracht hat es überhaupt nichts. Schmalkiefer würde ich natürlich schon behandeln, da man sich so die GNE-Op spart. Da ist dann halt richtiges Timing nötig.

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vor 17 Stunden schrieb glyzinie:

Alle Leute, die nur eine entnehmbare Spange in frühen Jahren hatten (in einem Fall mit 5 wegen massiver Seitenverschiebung in eine Richtung) haben heute tolle Zähne und Kiefer.

Das kann ich nicht bestätigen :D

Ich hatte als Kind nur eine Doppelvorschubplatte.

Heute passt dank interdentalem Schlucken und den Weisheitszähnen kein Backenzahn auf den anderen.

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hallo. ich wurde euch empfahlen im ausland zum zahnarzt zu gehen. incognito zahnspange gibt es in rumanien angefangen ab 2.500 euro.  www.dr-peev.eu

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