Yv1993

OP oder nur Kieferorthopädische Behandlung?

Hallo Liebe Leute,

Ich stehe gerade vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Ich mache zurzeit eine Ausbildung zur Erzieherin, habe im Mai/ Juni Prüfung und komme dann ab August in das Anerkennungsjahr. Vor knapp einem halben Jahr wurde mir von einem Kieferorthopäden berichtet, dass ich eine Kieferfehlstellung habe. Dies kann ein mal ohne OP, also nur Kieferorthopädisch (nur mit Zahnspange) behandelt werden oder mit OP, wo der Unterkiefer nach vorne verlagert wird. Die Variante mit der OP muss ich nicht bezahlen, d.h. die Krankenkasse bezahlt. Die Variante ohne OP muss ich selbst bezahlen. Hier frage ich mich erst einmal, wieso überhaupt? Ist doch eigentlich viel billiger als das Verfahren mit OP..?

Desweiteren will mir mein Kieferorthopäde aufgrund von Platzmangel 4 Zähne ziehen. Mit OP wären die weiter vorne, ohne OP weiter hinten. Danach würde die Spange eingesetzt werden. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich machen soll. Einerseits bin ich eher für eine OP - gerade auch aufgrund der Kosten. Andererseits birgt eine OP große Risiken und was ist, wenn das Ergebnis nicht gut ist?

Da ich ein fliehendes Kinn habe und das Kinn sich auch kräuselt, habe ich auch sehr starke Komplexe. Ich finde das wirklich einfach nur hässlich, weshalb ich auch eher zu einer OP tendiere...Aber mein Orthopäde meinte, dass man auch nur durch Zahnspange den Unterkiefer nach vorne bringen kann, irgendwie indem man den Oberkiefer nach hinten schiebt oder sowas.

Ich kann mir hier auch irgendwie nicht wirklich vorstellen, wie sich der Kiefer alleine durch eine Zahnspange verändern soll. Hat vielleicht irgendjemand nur eine kieferorthopädische Behandlung hinter sich und kann mir berichten?

Mein Gesicht ist auch Asymmetrisch, ich leide unter Migräne, Rückenschmerzen, Knacken im Kiefergelenk (auf einer Seite wohl schon Arthrose) und meine Körperhaltung ist furchtbar. Ich habe mehrmals in der Woche Kopfschmerzen und weiß nicht woher. Das kann ja auch alles vom Kiefer kommen.

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Mein Ziel ist es einfach, dass die Schmerzen nachlassen und ich aussehe wie ein "normaler" Mensch (ist jetzt vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber man fühlt sich eben mit so einem Kiefer nicht schön).

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, ich wäre euch sehr dankbar.

Liebe Grüße

Yvonne

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Hallo Yvonne, 

die Entscheidung kann Dir natürlich keiner abnehmen. 
Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Du zusätzlich zur Zahnspange noch einen Headgear erhalten würdest. 
Weil alleine durch die feste Zahnspange kann man glaube ich die Kiefer nicht all  zu sehr bewegen. (Falls das falsch ist, bitte berichtigen). 
Und wenn Du auch schon gesundheitliche Beschwerden hast und auch optisch nicht glücklich mit Dir bist, dann würde ich persönlich zu einer 
OP tendieren. 

Die Kosten für eine Zahnspange werden sobald man über 18 Jahre alt ist nicht mehr übernommen. Ausnahme ist, wenn eine so schwere Kieferfehlstellung vorliegt, 
dass operiert werden muss. Das sind nunmal die Regeln. :(

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Hallo Yvonne,

 

wenn du dir noch unsicher bist, wie du dich entscheiden sollst, dann kann ich dir nur raten, dir noch weitere Meinungen von anderen KFOs und ggf. einem Kieferchirurgen, der solche OPs durchführt, einzuholen. Vor allem, wenn ich lese, dass dir dieser KFO 4 gesunde! Zähne ziehen möchte, dasnn sträuben sich mir schon sämtliche Nackenhaare zu Berge. Das hat meine frühere KFO bei mir als 11-jährige auch fabriziert mit dem Ergebnis, dass dieses Vorgehen nur alles schlimmer gemacht hat und ich heute mit den Folgen zu kämpfen habe und aufgrund dieser Fehlbehandlung mich nun erneut einer KFO-Behandlung unterziehen muss, und dieses Mal leider mit OP. Sowohl mein jetztiger KFO als auch der KFC, bei dem ich mich vorgestellt hatte, haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wie man mir damals 4 gesunde Zähne ziehen konnte. Das sollte wirklich nur in äußersten Notfällen gemacht werden müssen. Leider machen das noch viel zu viele KFOs so, weil sie es nicht anders wissen oder können. Daher bei sowas auf jeden Fall immer noch weitere Meinungen einholen, bevor du dir irreversibel 4 gesunde Zähne ziehen lässt. Und erst wenn es wirklich gar nicht anders geht und mehrer KFOs und KFCs unabhängig voneinander dazu raten, erst dann würde ich das machen lassen. Aber das glaube ich nicht, dass das wirklich sein muss. Meistens gibt es da noch andere Möglichkeiten (Stichwort Gaumennahterweiterung, UK-Distraktion etc.).

 

Es kommt auch auf deine Fehlstellung drauf an und auf dein Alter, inwiefern da ohne OP überhaupt ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden kann. Meist wird dabei nur dental kompensiert. Das wurde bei mir damals auch gemacht mit dem Ergebnis, dass meine Kiefergelenke falsch belastet wurden und schon Schäden haben. Da deine Kiefergelenke auch bereits Schäden aufweisen und du unter Migräne leidest, würde ich keine Kompromisse eingehen, sondern es sollte auf jeden Fall die Kiefergelenksproblematik mitberücksichtigt werden. Daher da nochmal konkreter nachhaken, was für die Kiefergelenke besser ist.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg.

 

Grüßle,

 

Cavallina

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Die Asymetrie und die damit verbundenen Probleme kriegst du leider nur mit Spange nicht in den Griff. Damit kannst du nur Zähne bewegen aber nicht den Kiefer. Bei mir war auch die Überlegung nur Spange, KFO hat mich jetzt überzeugt, operieren zu lassen. Damit ist die Asymetrie weg und alle Schieflagen. Ausserdem kann man nicht garantieren, dass der Kiefer nicht wieder zurückrutscht wenn man nur die Spange nimmt.

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Nachtrag: bei mir wird der Kiefer erweitert, sodass der Engstand behoben werden kann ohne gesunde Zähne zu ziehen. 

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Das Problem ist, dass ich schonmal gewechselt habe. Mir läuft auch irgendwie die Zeit davon, eben wegen der Ausbildung. Wenn ich mich ja für die OP entscheide, dann muss ich ja zuerst 1 bis 1,5 Jahre die Zahnspange tragen.

Ich habe auch von einer Bekannten gehört, dass beim Zähne ziehen alles geklappt hat. Außerdem habe ich noch Weißheitszähne, die dann ungehindert wachsen können, ohne stecken zu bleiben.

Ich danke euch erst mal für eure Antworten :)

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Die Weisheitszähne müssten eh spätestens 3 Monate vor der OP raus.

Überleg dir die Sache gut, grad bei Kiefergelenksproblemen. Gesunde Zähne ziehen macht man eigentlich nicht mehr. Wenn du noch nicht so alt bist geht vielleicht auch noch die die
Gne ohne OP um Platz zu schaffen.

 

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Bei mir wird im Zuge der OP erweitert. Ohne OP wären die Zähne beschliffen worden (ASR-Massnahme heisst das). Bei Menschen jüngeren Alters -ich meine bis ca 30- soll es auch anders noch gehen. Kuck mal hier nach "Gaumennahterweiterung ohne OP", da gibts ein paar Erfahrungsberichte. Ich bin leider zu alt dafür :-(

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Was den Kostenfaktor angeht wollte ich nochmal einwerfen, dass bei der Kombination aus KFO & OP zwar die Kasse zahlt aber oft einige Zusatzleistungen in Anspruch genommen werden können/sollten. So zahle ich z.B. für OK Lingual und UK Keramik-Brackets + Thermoelastische-Bögen, Versiegelung etc. 2.000 € aus privater Tasche an den KFO und auch die Chirurgen bei denen ich bisher vorstellig war wollten zwischen 1.000-2.000 € für Modell-OP etc. 

Natürlich geht es auch günstiger aber vielen reicht der Kassenstandard nicht, man will einen bestimmten Chirurgen und plötzlich fallen doch teils erhebliche Kosten an...

Lange Rede kurzer Sinn, mach deine Entscheidung nicht vom Kostenfaktor abhängig sondern primär vom gesundheitlichen Aspekt und sekundär von der Optik.

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Ja, das mit den Zusatzkosten weiß ich, da ich auch Zusatzkosten habe. 

Ich finde, dass das finanzielle trotzdem sehr wichtig ist, da ich eben auch noch in der Ausbildung bin. 

Zu dem gesundheitlichen Aspekt gebe ich dir Recht, der ist natürlih am wichtigsten.

Nur woher soll ich wissen, welches Verfahren z.B. gegen meine Rückenschmerzen hilft oder gegen die Migräne.

Bei beiden Methoden kann ich mich am Schluss fragen, dass die andere Methode besser gewesen wäre, z.B. wenn ich nach einer OP Nervenschädigungen habe oder der neue Kiefer nicht zu meinem Gesicht passt. Ohne OP kann vielleicht gar kein Ergebnis erzielt werden...und dies finde kich ja so schwer....

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Ich hatte damals bei der unabhängigen Patientenberatung nachgefragt, da ich mir bei der OP (grad wegen den Risiken) auch sehr unsicher war. Durch die Modell-OP ist die Warscheinlichkeit sehr gering, dass es zu einer dauerhaften Nervenschädigung kommt. Wurde mir von dort so mitgeteilt.

Ich denke mir halt: jetzt zahlt es die Kasse, weil bei mir neben der Asymetrie der Überbiss bei knapp 7mm liegt. Wenn ich es ohne OP versuche ist der Überbiss zeitweise ziemlich weg. wenn der 
Kiefer wieder zurückrutscht und es dann weniger als 6mm sind, war alles umsonst und ich habe knappe 7000 Euro verpulvert. Das will ich nicht. So mach ichs einmal richtig und hoffe, dass sich dann gaaaanz viele gesundheitliche Probleme in Luft auflösen. Gerade wenn dir der finanzielle Aspekt wichtig ist, bist du mit der OP-Variante günstiger. Da zahlst du nur die 20%, die es nach Abschluss zurückgibt .Ich warte noch auf die Genehmigung der KK-an Zusatzkosten hab ich knapp 1500 Euro für Versiegelung, andere Brackets und Bögen.

 

 

 

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Hallo Yvonne,

ich kann dir auch nur raten, mache die Behandlungswege nicht nur vom Geld abhängig. Denn was nützt dir die kostengünstigere Behandlung, wenn du im Endeffekt nicht zufrieden bist? Ich stand vor der gleichen Entscheidung, also ob mit und ohne OP. Ich bin den OP-Weg gegangen bzw. stecke mittendrin und hab es bisher nicht bereut. Hab allerdings die Kieferverlagerung noch vor mir. Seit meiner GNE letztes Jahr habe ich so gut wie gar keine Kopfschmerzen mehr und meinem Rücken & Nacken geht es auch besser. Aber ob das bei dir auch so sein wird, kann dir niemand sagen, denn jeder Mensch ist anders. Übrigens ist bei mir die Behandlung mit OP wahrscheinlich sogar noch bisschen teurer als ohne, obwohl die KK die KFO bezahlt.

Zähne würde ich auch nicht so ohne weiteres ziehen lassen. Wenn es wegen Platzmangel sein soll, würde ich eher über eine GNE nachdenken. Denn die Zähne kommen nicht mehr wieder und es hat oftmals sehr negative Auswirkungen.

Du schreibst, dass du mit deinem Kinn nicht zufrieden bist. Das wird sich allein durch eine KFO-Behandlung nicht groß ändern. Warst du schon bei einem anderen KFO zur Zweitmeinung? Die KFO kann zwar viel ausrichten, aber irgendwo sind halt Grenzen gesetzt, auch wenn manche Ärzte das nicht wahrhaben wollen. Ich spreche da leider aus Erfahrung...

Setz dich nicht selbst unter Druck, jetzt sofort eine Entscheidung fällen zu müssen. Man weiß nie, wie die Zähne die KFO mitmachen und eine OP kann man auch bisschen variabel in die KFO-Behandlung einbringen. Da gibt es nicht nur den Tag X und er muss es sein. Du musst selbst voll und ganz hinter deiner Entscheiudung stehen und die sollte man nicht über's Knie brechen, sonst wird man es hinterher bereuen.

Letztlich kann dir niemand die Entscheidung abnehmen. Da musst du auf dein Bauchgefühl hören und wirklich voll dahinter stehen.

Ich wünsche dir alles Gute für die Entscheidungsfindung.

LG Jen

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Am 16.2.2016 um 18:30 schrieb Yv1993:

Da ich ein fliehendes Kinn habe und das Kinn sich auch kräuselt, habe ich auch sehr starke Komplexe. Ich finde das wirklich einfach nur hässlich, weshalb ich auch eher zu einer OP tendiere...Aber mein Orthopäde meinte, dass man auch nur durch Zahnspange den Unterkiefer nach vorne bringen kann, irgendwie indem man den Oberkiefer nach hinten schiebt oder sowas.

Ich denke dein Orthopäde erzählt dir da richtigen Mist. Habe selber eine OP hinter mir, und mich mit meinem Chrirurgen schon mal über das Thema Gummizüge unterhalten. Es ging darum, meinen UK nach der OP wieder einen Tick nach hinten zu bewegen. Er hat mehr oder weniger Folgendes zugegeben:

1) Der Effekt der Gummizüge (und damit wohl auch aller Anderen NICHT-OP-Maßnahmen) extrem gering ist. Wir sprechen hier von einer dauerhaften "Verlagerung" von < 1 mm!!!

2) Wie genau diese Gummizüge überhaupt wirken, ist unklar.

Wenn dir also irgend ein Quacksalber erzählt, man könne den Unterkiefer bei einem Erwachsenen "nach vorne bringen", dann solltest du extrem misstrauisch sein (diplomatisch ausgedrückt). Du musst immer bedenken: Manch ein KFO sagt sich: OK, Patient will keine OP - kein Problem. Wie kann ich sonst Geld mit ihm verdienen. Dann bekommst du vielleicht eine Behandlung mit x Apparaturen aufgeschwatzt, an deren unmittelbarem Ende du vielleicht tatsächlich den Eindruck hast, es hätte sich ein klein Bisschen getan. Aber nach sehr kurzer Zeit wirst du enttäuscht sein, weil alles wieder in die Ausgangslage zurückrutscht. Dein Problem ist doch, dass dein Unterkiefer-Knochen zu kurz ist. Es ist auch vollkommen egal, mit welchen Geräten du versuchst, daran zu zerren, um ihn nach vorne zu bewegen - es wird dir nicht gelingen.

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Sehe ich nicht so. Man kann einen UK tatsächlich nach vorn bewegen, halt mit Herbst und co. Aber es besteht halt das Risiko, dass es wieder zurückrutscht und alles umsonst war. Das ist die Aussage der Patientenberatung und KFO. Es kann aber auch sein, dass alles so bleibt wie es sein soll. Hier im Forum gibts jemanden, bei dem ist das Ergebnis mit dem Herbstscharnier nach wie vor stabil.

bearbeitet von NKaiser
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Ich danke euch für eure Antworten. Also bis jetzt tendiere ich eher zur OP, auch mit Hoffung dass meine Rückenschmerzen und Kopfschmerzen weniger werden. Seit vorgestern bin ich nun auch bei der Logopädie und Physiotherapie. Da kam raus, dass meine Zunge auch die ganze Zeit gegen meine Zähne drückt. 

Den KFO werde ich auch nochmal auf die GNE ansprechen, mal sehen was er dazu sagt.

Ich bin auf jeden Fall erleichtert, dass es so eine Gruppe gibt.

lg yvonne

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