ca2811

UKVV - Huyssenstift Essen - 17.02.16

 

So, nachdem ich hier nun 2 Jahre still mitgelesen haben und mir Angst genommen habe durch die vielen positiven Berichte, wollte ich (männlich, 32 Jahre) kurz was zu meiner OP schreiben.

 

Vorweg:

ich habe mich zu meinem 30. Geburtstag entschieden meine krummen Zähne anzugehen da ich mich dafür geschämt habe, kaum gelacht habe und meist um Fotos gedrückt - habe ganz ohne Vorwissen einen Termin bei einer überaus netten KFO Praxis hier in Gelsenkirchen gemacht, nach eingehender Untersuchung, Abdrücke, etc... wurde mir nach einigen Wochen zum Besprechungstermin gesagt, dass durch die 6mm die mein UK zurückliegt, alles von der KK übernommen wird - da hätte ich bis dahin gar nicht dran gedacht, hatte gerechnet es selbst zahlen zu müssen. Daraufhin musste ich in der Klinik ein Beratungstermin zur OP machen und einwilligen in die OP nach der abgeschlossenen KFO Behandlung. Das war alles Anfang 2014. Dann entdeckte ich das Forum hier und habe mich hier ständig eingelesen.

Nach nun fast 2 Jahren Spange tragen rückte der Termin der UKVV näher..

- Im Vorfeld Fresubin, Suppen, Schnabeltasse, große Spritze zum Trinken, kleine Strohhalme und jede Menge Zeugs das man pürieren kann, sodass ich einige Zeit autark Zuhause leben kann

 

16.02.2016 - Tag der Aufnahme im Huyssenstift Essen

- Kinderstation (weil die Pflege dort intensiver sein soll und etwas ruhiger ist ) - 2 Bett Zimmer für mich alleine (im nachhinein weiß ich warum - das Kühlgerät kann man niemandem zumuten recht unspektakulär, Blut abnehmen, Splint anprobiert, dann hat mit der Arzt an einem Model mit mehreren Splints und meinem Kiefer gezeigt wie der Operation von statten geht - sehr anschaulich am Model, Narkosegespräch und dann stand nichts mehr an, hab dann Nachmittags das KH verlassen um nochmal richtig essen zu gehen

17.02.2016 - OP

- Morgens um 8 geweckt worden, Duschen gegangen und eine Dormicum bekommen und gegen 9 Uhr wurde ich dann schon in den OP geschoben, noch ein paar Späße gemacht und weg war ich... bin dann laut meinem Arzt 5 Stunden operiert worden, jedoch erst gegen 17:30 Uhr im Aufwachraum wach geworden, war wohl ziemlich weggeschossen, mir war komisch und der ganze Mund war trocken sodass ich ständig wollte dass ich eingesprüht werde mit Wasser, ich soll zudem so sehr geschwitzt haben dass ich 2 Infusionen brauchte, dann kam der Arzt kurz in den Aufwachraum und hat von der OP berichtet, mich mit nem Holzspartel gepiekst in die Lippe, Kinn, etc... Gefühl war komplett vorhanden. gegen 18:30 war ich dann aufm Zimmer, mir wurde sofort die Hilotherm Kühlmaske angelegt und ich wollte mein Handy haben, kurz mit der Außenwelt verständigt - aber ich war extrem schwach, nach 5 Whatsapp hab ich aufgegeben aber ich musste aufs Klo... also Maske wieder abmachen lassen und dann selbstständig aufs Klo - sehr sehr wackelig auf den Beinen - noch schlimmer wurde es als ich die 2 Drainage aus meinem Hals und die dazugehörigen Flaschen gesehen habe, die Magensonde hat ihr übriges getan, ich war dann nach dem Klogang bedient und hab mich ausgeruht - aber an schlafen war trotz Ohropax nicht zu denken, dieses Kühlgerät ist so dermaßen laut ( ich bin aber auch sehr Geräuschempfindlich beim Schlafen) , sodass ich nur vor mich hin gedöst habe

18.02.2016 - 1. Tag Post OP

- Nacht war bescheiden, maximal 2h geschlafen, aber mir ging es schon besser, umgezogen (was 30 min gedauert hat wegen den ganzen Schläuchen) und dann sollte ich alleine in die Ambulanz zum Röntgen gehen - alles gut soweit - danach ging ich dann ne Runde spazieren und das tat echt gut. Sonst war nichts spektakuläres , Visite morgens und abends, ich war noch nicht verschnürt und konnte sprechen und habe fleißig telefoniert, was alle zuhause erstaunt hatte... dann am Abend wurde mir der Splint eingesetzt und mit Gummis verschnürt, Hilfe... ich kam aufs Zimmer und hab sofort Panik bekommen, Schnappatmung etc... der Mund ist komplett zu und ich musste durch die Nase atmen, das war natürlich viel Kopfsache - denn an sich bekommt man genug Luft - aber man muss sich an die Atmung gewöhnen, war dann kurz aufm Klo und habe Panik bekommen und konnte kaum atmen in dem kleinen Raum, ich habe zudem auch eine Schere bekommen die ich immer um den Hals tragen muss damit ich oder andere im Notfall die Gummis aufschneiden können.

Trinken: Ich trinke Mineralwasser über eine kleine Spritze, entweder über den Mund oder ich packe es in den Sondenschlauch…. Habe auch einen Beutel Fresubin Sondenkost zu mir genommen, an sich bin ich über die Sonde ganz froh, denn über den Mund trau ich mich noch nicht viel zu essen  oder trinken. Abends hab ich dann noch die Zähne geputzt soweit es ging und mit einer Lösung ausgespült.

19.02.2016 - 2. Tag Post OP

- Nacht war wieder mies aufgrund der Lautstärke, ich habe alle 30 Minuten aufs Handy geschaut und gewartet dass die Nacht vorbei ist… die Kühlmaske trage ich weiterhin, kann diese inzwischen selbst anlegen und ablegen und Temperatur regeln, Nachts hatte ich die Temperatur immer so auf 17 Grad, Tags bis auf 15 Grad – aber das  Gesicht hat schon ziemlich gefroren. Morgens bei der 1. Visite wurde dann die erste Drainage gezogen, Plopp… das Vakuum war weg, es hat kurz geziept und dann war der Schlauch auch schon draußen, gibt schlimmeres.

Musste dann nochmal zum Röntgen mit Splint und da sah man schon dass der Biss nun exakt übereinander liegt – wo vorher noch 6 mm Unterschied waren, Klasse. Jedoch macht mir das Atmen noch Sorge – nach 100m gehen kommt Schnappatmung und Panik… muss mich dann selbst beruhigen und die Atemfrequenz senken.

Abends kam die 2. Drainage raus, und  das war alles an dem Tag. Dann noch einen Beutel Sondenkost.

20.02.2016 – 3. Tag Post OP

- Nacht ebenfalls mies, ohne Schlaf, fast 24h durchgehend gekühlt – ich konnte zum ersten Mal Duschen gehen, was eine Wohltat, vorher war das mit den Drainagen nicht so möglich, jetzt hatte ich ja nur noch die Sonde aus der Nase und die Kanüle welche abgeklebt war dazu. Bin dann noch in die Cafeteria und hab mir eine Flasche Apfelsaft und Cola gekauft – ich brauchte einfach was mit Geschmack… ging erstaunlich gut zu trinken mit zugeschnürtem Mund, mit der Atmung habe ich gar keine Probleme mehr inzwischen. Es gab wieder einen Beutel Sondenkost… zu mehr hatte ich auch keine Lust – es ist irgendwie recht unbefriedigend zu „essen“ ohne zu essen und Geschmack, Sättigungsgefühl gab es auch nicht.

21.02.2016 – 4. Tag Post OP

- Nacht wieder schlecht.. morgens bei der Visite wollte ich dann dass die Sonde gezogen wird – der Wunsch wurde mir erfüllt (war gar nicht schlimm und eine Sache von 2 Sekunden) und ich bekam sofort Fresubin zum trinken und 3 Pötte Klare Brühe – was eine Wohltat J Hab dann zum ersten Mal Besuch empfangen und musste zwangsweise sprechen mit Splint im Mund – was man so sprechen nennt , eigentlich nur 1-3 Worte genuschelt aber ich wurde verstanden. Hab um einen Milchshake von MCs gebeten und das war sooo gut :D Abends dann hatte ich aber „Muskelkater“ vom sprechen .. war doch viel…  Habe inzwischen mit dem Kühlen aufgehört, die Schwellung ist nicht so extrem und verfärbt bin ich auch noch nicht, könnte mich nur mal rasieren, das werde ich morgen angehen, dann sind auch die Drainagen „Löcher“ verheilt , hinterlassen keine Spuren.

22.02.2016 – 5. Tag Post OP

Die Nacht war super ohne Kühlmaske, ohne Sonde, hab durchgeschlafen, wurde dann wie jeden Morgen um 7:30 geweckt um Antibiotika zu bekommen über die Infusion und bei der Visite wurde angekündigt dass ich heute lerne die Gummis selbst zu wechseln damit ich den Splint zum Essen / Zähneputzen rausnehmen kann und ich dann übermorgen nach Hause kann

So jetzt werde ich gleich mit den Gummis üben und die nächsten Tage weiter berichten.

 

 

 

 

Schmerzen:

Schmerzen habe ich über die ganze Zeit bisher gar nicht gehabt, habe noch nicht einmal ein Schmerzmittel gebraucht, reden mit Splint und Verschnürung klappt immer besser – zwar noch Genuschel aber es wird, da bin ich mir sicher.

Gefühl:

Gefühl in Oberlippe ist komplett da, Unterlippe merke ich auch aber ist noch etwas befremdlich und so als wäre noch eine „Spritze“ aktiv – aber ich merke anfassen und pieksen, Kinn ebenfalls noch „halb taub“ , habe vom Arzt eine Dose „Arnica D6  Globuli“ bekommen, die sollen helfen für den Nerv – mal schauen. Aber ist ja nicht komplett taub und es wird von Tag zu Tag besser – es kribbelt seit gestern zwischendurch mal von alleine

Krankenhaus:

Super hier, absolut nette Schwestern und Ärzte, man fühlt sich gut aufgehoben, Kühlmaske vorhanden, MKG Patienten kommen wohl immer auf die Kinderstation in 1-2 Bett Zimmer, Fernseher klein, kein Internet  aber das soll ja kein Urlaub sein hier.

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Fortsetzung

22.02.2016 – 5. Tag Post OP

 

ich bekam einen Spiegel und eine Pinzette und sollte nun üben einzelne Gummis rauszunehmen und neu einzusetzen, ich bin Anfangs verzweifelt... gerade an die hinteren Gummis die wirklich an den letzten Zähnen waren, bin ich so gut wie gar nicht dran gekommen, dann waren da noch die Fäden überall, ich hatte Angst - hab solange rumgefummelt bis es irgendwo leicht geblutet hat , dann hab ichs gut sein lassen für den Tag. Abends habe ich dann das letzte mal Antibiotika über den Trop bekommen und die Nachtschwester hat den Zugang rausgezogen.

 

23.02.2016 - 6. Tag Post OP
 

Frühs bei der Visite wurde dann gesagt, dass ich morgen nach Hause könnte, ich sollte heute versuchen den kompletten Splint und alle 8 Gummis rauszunehmen und meine Mundöffnung testen und versuchen den Kiefer nach Links/Rechts zu bewegen, wenn ich dem Arzt morgen vorführen kann dass ich den Splint alleine raus & rein bekomme - dürfte ich gehen , Erpressung :) Aber Herausforderung angenommen...

Zum Frühstück gab es dann ein Highlight - Cremesuppe, nach der klaren Brühe die letzten Tage, richtig richtig lecker. Dazwischen Fresubin - da habe ich inzwischen wohl alle Sorten durch, ist durchaustrinkbar. Ich habe dann nur die Cremesuppe echt nicht durch die Zahnlücken bekommen, also Splint komplett rausgenommen und das Gefühl war schon irgendwie komisch - sonst habe ich meinen UK absichtlich nach vorne geschoben um richtig zuzubeißen - aktuell fühlt es sich so an als wenn ich den nach vorne Schiebe, mache ich aber nicht denn er steht schon richtig - kann man schlecht beschreiben. Also die Suppe ausgelöffelt, und es passte ein großer Esslöffel ohne Probleme in den Mund - Mundöffnung ca. 2 cm - ich bin echt erstaunt, bewegen des UK nach links/rechts geht nicht, dann fleíßig Splint und Zähne geputzt und Gummis eingesetzt - was diesmal leichter von der Hand ging.

Mittags und Abends habe ich dann insgesamt 10 kleine Pötte mit verschiedenen Cremesuppen bekommen, das war dann etwas zu gut gemeint, also beides mal Splint raus und reingemacht - jedesmal neue Gummis genommen, inzwischen dauert es für alle 8 Gummis ca. 5 Minuten , muss mal meinen KFO Fragen ob die ein besseres Werkzeug haben als eine Pinzette.

Schwellung ist unverändert wie am 3. Tag, nicht mehr nicht weniger, Gefühl hat sich nicht verändert, Kinn kribbelt von alleine, manchmal kitzelt es, merke heiß/kalt und Berühung aber noch befremdlich.

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24.02.2016 - 7. Tag Post OP - Entlassung

Heute früh bei der Visite dem Arzt kurz vorgeführt, dass ich den Splint und die Gummis alleine raus und reinbringen kann, und dann durfte ich auch schon gehen. Fäden sollen am Montag gezogen werden und ich soll die Mundöffnung und das verschieben des Unterkiefers üben wenn der Splint immer mal kurz draußen ist.

Habe leider nicht mit auf den Weg bekommen wie ich nun mit Essen verfahren soll, daher taste ich mich nun so langsam ran, heute ging Kartoffelpürree klasse.

Ertappe mich ständig, dass ich kräftig in den Splint beiße, und meine Kiefermuskulatur (so glaube ich - oder ist es die Schwellung?) etwas unterhalb der Schlefen ist sehr unter Druck, ist das normal und der Körper stellt sich so um ? Auch beim gehen merke ich diesen Druck, am schlimmsten ist es beim Schlafen, ich kann den Kopf nicht ruhig ablegen :(

Es fühlt sich an als wäre das nen ganz krasser pochender Muskelkater. Werde daher morgen zum KFO gehen und dort eh mal das Ergebnis präsentieren.

 

 

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Hallo, schön das du alles so gut überstanden hast. Mir steht das ganze jetzt am 29.2. Bevor, der unterkiefer soll vorverlagert werden. Das ich nur noch Luft durch die Nase bekomme, versetzt mich schon jetzt in Panik, wie ist es denn wenn die Verschnürung gelöst wird? Bekommt man da mehr Luft durch den Mund? Bei mir wird alles für ca 5 Tage verschnürrt, der Splint oben und unten soll dann noch 6 Wochen drin bleiben. Bedeckt der Splint auch die Zähne aussen oder liegt der nur auf den Zähnen auf? Besteht die Chance auf Luft durch die zahnlücken? Bei der Splintanprobe lag er nur auf den Zähnen auf, meine Hoffnung auf ein bißchen Luft, ich komnte noch nie durch die Nase atmen. L. G. 

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Also das mit der Nasenatmung ist aber echt nur Kopfsache, ich hatte die ersten 24-36 Stunden als mir beide Kiefer inkl. Splint verschnürrt wurden echt Panikanfälle und Schnappatmung aber das stellt sich wirklich ein, am ab dem 3. Tag habe ich darüber garnicht mehr nachgedacht und es macht jetzt keine Probleme mehr.

Der Splint an sich ist ja nur ca. 4mm dick, mit leichten Abdrücken des UK und OK - er liegt auf den Zähnen, ragt aber nen mm drüber, wenn ich mir nun die Nase zuhalte und durch den Mund mit Splint atme , klappt es aber schwer, aber ich habe auch wenig Zahnlücken. Mach Dir nicht soviel Panik wegen der Nasenatmung, das klappt echt gut - man bekommt im KH auch Nasenspray an die Hand... selbst mit Magensonde durch die Nase war es wirklich Okay.

Wenn die verschnürung gelöst wird liegt der splint ja locker drin und man kann den mund öffnen, dann geht atmen natürlich super - aber ich denke dass der splint auch drin sein wird bei dir über die 6 wochen, oder?

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Es gibt nicht viel neues, Schwellung ist immer noch leicht vorhanden, Kinn und Hals sind noch doppelt vorhanden :) Aber bei weitem nicht mehr schlimm - andere Gesichtsfarben sind mir auch erspart geblieben.

Essen ist immer noch flüssig... konnte es mir nicht nehmen lassen in den Möhreneintopf eine Mettwurst zu packen, die wurde dann halt in 1 mm Scheiben geschnitten :D Habs dann noch mit ner Milchschnitte versucht - aber kauen ist noch jenseits von gut und Böse - die Muskeln machen Probleme und finden den Biss noch nicht so. Auch berühren sich die Zähne ohne Splint nicht - nur die Frontzähne.

Was mir nun immer mehr auffällt bzw. unerträglich wird, der Splint... es sind höllische Schmerzen weil - so vermute ich - der Splint vertauscht worden ist - es gab ja 2 Stück - einen wie es vorher war und einen wie der Biss sein sollte - der Splint den ich nun drin habe passt im OK perfekt - im UK drückt dieser tierisch auf den Knochen hinter den Backenzähnen - da wo die Weissheitszähne waren - und es tut immer mehr weh - auch rastet der UK nicht in den Splint ein, habe ein wenig rumprobiert und die Position gefunden wo der Splint im UK einrastet - es fehlen dann aber im OK 6-7 mm um in Position zu kommen - daher vermute ich ganz stark, dass dies mein altes Bissmuster von vor der OP ist und die Splints verwechselt worden sind. Habe es erst jetzt durch die zunehmenden Schmerzen gemerkt und weil das Gefühl in den UK Zähnen langsam zurück kommt.

Habe Montag einen Termin zum Fäden ziehen - da werde ich das sofort auf den Tisch bringen - ohne Novalgin halte ich derzeit die Tage / Nächte mit dem Splint drin nicht aus.

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Hallo ca2811 

ach mensch, das sind ja keine  guten Neuigkeiten, das wäre ja wirklich fatal, wenn das vertauscht worden wäre. Wie weit kannst du deinen Mund jetzt öffnen? Bei mir gibt es auch einiges neues. Letzte Woche habe ich eine Schwellung am oberkiefer bemerkt, habe gleich gespült mit chlorhexamed und das passende Gel zum einreiben dazu. Da ich aber einen Druckschmerz an dem linken Zahn neben meinen vorderen Schneidezähnen bemerkt habe  bin ich zum Zahnarzt. Der konnte erst nichts finden , der Zahn an dem die Schwellung war, war wohl sauber. Als er dann genauer schaute  entdeckte er eine kleine Zahntasche an dem Zahn die aber wohl auch sauber war  kein Eiter, keine Essensreste. Er steckte mir einen antibiotischen Streifen in den Zahn und meinte das dies nun drücken könnte. Das war Freitag 12.00. Der Druck und die Schmerzen hielten bis abend an und ich bemerkte das alles noch mehr anschwoll um den Zahn. Am Abend bzw in der Nacht ging dann die Schwellung zurück. Allerdings ist der Zahn immernoch druckempfindlich und auch am Gaumen zwischen dem Zahn ist es noch leicht geschwollen. Das alles jetzt kurz vor der OP :-(. Bin gespannt, ob der KC überhaupt so operiert, da es aber am oberkiefer ist und ich natürlich Angst habe wenn wirklich nach der OP was mit dem Zahn ist, kann ich ja nicht mal den Mund öffnen. Wie ist das denn bei Kontrollbesuchen bei KC, kannst du deinen Mund da öffnen? 

L. G. 

 

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Also ich trainiere derzeit fleißig die Mundöffnung und das bewegen des Unterkiefers, habe jetzt von Zahn zu Zahn eine Öffnung von 2,4 cm gemessen - reicht noch nicht für nen Bic Mac aber ich kann ohne Probleme mit einem Esslöffel und Gabel essen - gestern habe ich mich an Brot getraut - in Mundliche Stücke von 2x2 cm geschnitten und leicht gekaut - merke wie meine hinteren Zähne langsam wieder Kontakt bekommen.

 

Drücke Dir die Daumen dass es nichts schlimmes ist mit dem Zahn, aber selbst nach der OP konnte ich meinen Mund so weit öffnen, dass man da dran gekommen wäre - aber das ist natürlich auch von Mensch zu Mensch verschieden.

 

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So kurzes Update  2 Wochen Post OP:

Heute wieder zur Kontrolle gewesen, alles soweit Okay - innen noch sehr geschwollen - äußerlich kaum noch Schwellung, Splint bleibt weiterhin drin mit 8 Gummis fixiert - jedoch wurde der Splint etwas angepasst (abgefräst) damit der nicht mehr so auf den Knochen hinter den Backenzähnen drückt - direkt angenehmer nun.

 

Essen klappt eigentlich ganz gut, Kartoffeln, Weißbrot / Stuten, Reis, Nudeln, Gemüse, etc klappt - alles wo ich nicht viel kauen muss.

Mundöffnung liegt so bei 2,3 cm - habe mit Mühe ne Banane reinbekommen und gegessen - aber weiter geht der Mund noch nicht auf - ich soll es trainieren wenn der Splint zum Essen raus ist - aber nicht nachdrücken.

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Das freut mich zu hören!! Wünsche dir weiterhin schnelle Genesung und schmerzfreie Zeiten! :)

 

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So, jetzt sind es 3,5 Wochen nach der OP

Splint muss ich nach wie vor tragen, soll aber jetzt mal 2-3 Stunden am Tag den Splint raus lassen und die Muskulatur trainieren, die Gummis darf ich an den hinteren Zähnen weg lassen, d.h. nur noch 6 statt 8 Gummis. Alternativ darf ich auch mal ein paar Stunden nur mit Gummis - ohne Splint aus dem Haus.

Schwellungen sind fast weg - nur im Mund durch den Splint noch geschwollen.

Essen klappt ganz gut - Brot, Kinderriegel, Kartoffeln, Hackfleisch, Frikadellen klappen super, gestern gab es zur "Belohnung" ein Besuch bei Burger King - nen Burger hat geklappt - auch wenn es grad so die Grenze war mit der Mundöffnung. Offiziell darf ich in 2,5 Wochen wieder "festere" Nahrung zu mir nehmen. Ích taste mich langsam ran.

 

Sprechen mit Splint und Gummis im Mund ist immer noch sehr doof - aber ich möchte ab nächster Woche wieder arbeiten gehen, habe schon angekündigt, dass ich dann erstmal noch nicht sprechen kann. Aber ich gehe hier zuhause vor lauter langweile ein, ich fange schon an die Wohnung zu streichen :) - ich muss dringend wieder arbeiten :)

 

Das einzige womit ich sehr unzufrieden bin, ist das Kinn - wer mag kann die Bilder im Bilderforum mal anschauen .

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So kurzes Update, OP ist ja nun 7 Wochen her, hatte heute meinen Vorerst letzten Nachsorge Termin, ein vorläufiger Metallentnahme Termin wurde grob festgehalten.

Splint und Gummis lasse ich inzwischen weg, werde mich nächste Woche dann beim KFO melden wo es dann wieder ans Richten der Zähne geht - bzw. um dem Kopfbiss entgegen zu wirken.

Sport soll ich noch meiden, auch festere Sachen an Nahrung - aber das ist ja klar.

Biss findet sich ganz gut, beobachte mich jedoch noch ständig wie ich im Spiegel schaue oder mit den Fingern fühle ob die Zähne richtig übereinander sind, das dauert wohl noch was bis da die Psyche eingestellt ist.

Mundöffnung liegt bei knapp 3 cm von Zahn zu Zahn.

Nur der Nerv ist noch verärgert, der Bereich um das Kinn sowie die linke Gesichtshälfte bis zur Schläfe hoch ist noch zu 33% Taub bzw. ein schwächeres / komisches Gefühl.

 

Werde nun mal Beratungstermine in Münster und Bad Homburg vereinbaren - da ich wie schon gesagt mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin und die Möglichkeiten einer Kinnplastik erläutert bekommen möchte.

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Hallo ca2811, was isst du da jetzt alles schon und was kannst du noch nicht essen? Hast du Schmerzen beim kauen? 

L. G. 

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Huhu,

 

also eigentlich habe ich vor 2 Wochen schon Pizza gegessen, das ging... natürlich vorsichtig und nicht zu cross.

 

Inzwischen KÖNNTE ich seit 2 Wochen ungefähr alles Essen weil keine Schmerzen mehr und kauen geht ohne Probleme, soll aber weiterhin vorrangig weiche Sachen essen - weil gerade bei den Patienten wo alles so gut verläuft - man sich zu schnell überschätzt und die Plättchen halt sehr dünn sind  - es brechen könnte.

 

 

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Hallo ca2811, 

bei mir ist heute Tag 8 nach OP und ich werde froh sein, wenigstens Nudeln kauen zu können. Im Moment ernähre ich mich von Suppen, Babybrei, kartoffelmus und Joghurt Drinks. Schön das alles bei dir soweit gut verheilt ist. 

L. G. 

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vor 1 Minute schrieb melody1121:

Hallo ca2811, 

bei mir ist heute Tag 8 nach OP und ich werde froh sein, wenigstens Nudeln kauen zu können. Im Moment ernähre ich mich von Suppen, Babybrei, kartoffelmus und Joghurt Drinks. Schön das alles bei dir soweit gut verheilt ist. 

L. G. 

Das pendelt sich noch ein, glaub mir. Als ich am Tag 8 nach der OP nach Hause durfte habe ich mir sofort Nudeln gekocht... die gingen dann super, dann mit Reis variiert, paar Tage später kam Hackfleisch dazu, dann weiches Gemüse wie Erbsen, Möhren, Rosenkohl, etc.... immer langsam rantasten

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