Hallo!

Bei mir steht in 3 Wochen die Kiefer-OP an, oben und unten (siehe hier).

Ich bin kürzlich auf den folgenden Artikel gestoßen: Krankenhaushygiene in Österreich ist "lachhaft"

Zitat Ojan Assadian, Präsident der Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH):

"Ein Drittel der Bevölkerung hat das Bakterium Staphylococcus aureus in der Nase. Wer operiert wird, hat das Sieben- bis 20-Fache Risiko für eine Infektion. Mit einer simplen antiseptischen Maßnahme könnten wir das verhindern. Warum machen wir das nicht?"

Es wäre gut vorstellbar, dass ich dieses Bakterium habe, da ich praktisch ständig Probleme mit der Nase habe.

Was tun? Wird vor einer Kiefer-OP per Nasenabstrich nach diesem Bakterium getestet, oder soll ich das schon vor der stationären Aufnahme im KH testen lassen? Und was ist die Maßnahme, wenn das Vorhandensein dieses Bakteriums festgestellt wird?

LG, Rudi

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Also bei mir wurde gar nichts in die Richtung getestet. Aber wenn du dir Gedanken dazu machst, dann frag deinen Arzt dazu. 

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vor 1 Minute schrieb Nambi82:

Also bei mir wurde gar nichts in die Richtung getestet. Aber wenn du dir Gedanken dazu machst, dann frag deinen Arzt dazu. 

Den Arzt sehe ich erst wieder im KH, ich habe ihm zwar sogleich eine E-Mail geschrieben, aber noch keine Antwort erhalten.

Schon seltsam, ich habe hier im Forum gesucht, aber zum Bakterium Staphylococcus aureus rein gar nichts gefunden, deswegen mein Posting, vielleicht hat ja doch jemand anderer auch schon davon gehört.

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Das wäre ja bei jeder OP ein Thema. Mich wundert es auch dass das nie bei OPs zur Sprache kommt. 

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Weil es Erreger sind die bei einem Großteil der Lebenden Bevölkerung vorkommt. Nur im Falle einer Immunschwäche führt er zu Erkrankungen.du müsstest praktisch die halbe Bevölkerung behandeln.

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Wie Julia schon sagte, ist Staph. aureus eigentlich ein ganz normaler Hautkeim, der zur normalen Keimflora des Menschen gehört und mit dem Körper im Normalfall auch gut klar kommt. Ich hatte auch irgendwann mal ein Schlüsselerlebnis, dass eben die gelbliche/goldfarbe Farbe von Nasenschleim die Anwesenheit von Staph. aureus (wie der Name schon sagt) anzeigt. Im Normalfall reagiert der Keim auch gut auf Antibiotika, außer Dein Keim hat schon Resistenzen. Falls es Dich beunruhigt, kannst Du Deinen Arzt ja drauf ansprechen, in Zeiten von MRSA sollten die KH eigentlich auch die Testmöglichkeiten haben und Du bist ja lange genug vorher drinnen. Außerdem bekommst Du ja nach der OP Antibiotika, die die übliche Keimflora in Mund und Nase bekämpfen und bei der OP selber wird gründlich desinfiziert.

Da ich selber verwirrt war, da man zum einen das Signal bekommt, bei gelblichem Nasenschleim sollte man zum Arzt und zum anderen ja Staph. aureus ein relativ normaler Keim ist, mit dem der Körper auch meist klar kommt, habe ich mit meinem HNO-Arzt darauf geeinigt, dass ich mich nach einer Woche melde, wenn der Naseninhalt immer noch gelblich ist.

Viele Grüße!

Irene

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mein KH Aufenthalt lag ja bei NUR 1,5 Tagen :-(

Mein KFC sagte mir dazu: Sein Sie froh das ich Sie so schnell wie möglich aus dem KH entlasse! Die Gefahr sich mit Keimen zu infizieren sind dort viel viel höher als zu Hause !!!

O-Ton vom KFC

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Ja, sich besser den Gefahren eines KH nur so kurz wie möglich aussetzen. Diese Kiefer-OP wird das erste Mal überhaupt sein, dass ich mich stationär in ein KH begeben muss, und da ich am Montag in der Früh rein gehe, die OP aber erst am Mittwoch ist, werde ich eben dann gleich am Montag die Sache mit dem Bakterium ansprechen.

Keine 3 Wochen mehr bis zur OP, die Gedanken drehen sich jetzt schon nur noch darum.

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Und Du schaffst das!!! Alles wird gut gehen, warte ab :-)!

Im Nachhinein wäre ich aber auch lieber noch zwei oder drei Tage im KH geblieben 

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vor 2 Minuten schrieb Kiefersieg:

Im Nachhinein wäre ich aber auch lieber noch zwei oder drei Tage im KH geblieben

Ja? Wie lange warst Du drin, und warum wärst Du lieber länger geblieben?

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Ich bin Mittwoch Mittag operiert worden und am Freitagmorgen entlassen worden.

Ich war einfach fertig und fix und foxi!

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vor 13 Stunden schrieb Kiefersieg:

Ich bin Mittwoch Mittag operiert worden und am Freitagmorgen entlassen worden. Ich war einfach fertig und fix und foxi!

Wow, superflott! Kommt aber natürlich auf den Umfang der OP an. Ich also Montag rein, Mittwoch OP und Montag wieder raus, zumindest stellt sich der KFC sich das so vor.

Morgen geht's zur Anästhesie-Vorbesprechung, und dann heißt es nur noch warten. Über die OP und die Genesung weiß ich immer noch nicht wirklich Bescheid, und ich kann mich nicht entschließen, ob ich vorab überhaupt mehr wissen willen. Ist es er- oder entmutigend, hier im Forum die Berichte anderer zu lesen? Ich glaube, ich lasse einfach alles einfach nur auf mich zukommen.

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Hallo Rudi,

ich habe mir nochmals den von Dir zitierten Artikel durchgelesen. Außer einem allgemeinen Rundumschlag zur KH-Hygiene sagt er ja wenig Konkretes und er verrät uns ja auch nicht, was mit der simplen antiseptischen Maßnahme gemeint ist und wann diese gemacht werden soll. Und ein Nasenabstrich nehmen ist definitiv keine antiseptische Maßnahme.

Ich glaube, was im Artikel gemeint ist, zu verhindern, dass es nach Operationen an anderen Körperteilen zu Infektionen kommt, weil Keime vom Patienten an Stellen übertragen werden, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Bei mir wurde einmal eine OP am Abend vor der OP abgesagt, weil ich noch den letzten Rest eines Antibiotiokums wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung (mit Staph. aureus) genommen habe. Dem Anästhesisten war es egal, weil ich mich gut gefühlt habe, der HNO-Arzt meinte vorher, dass es kein Problem sein sollte, nur der Orthopäde wollte nicht operieren. Das es eine geplante OP war, meinte er, falls es zu einer Infektion kommen würde, würde sich jeder fragen, warum wir nicht gewartet haben. (Außerdem war vor der OP nicht klar, ob wirklich etwas zu finden ist und dann wäre der Fall Infektion und nichts gefunden wirklich der Super-GAU gewesen).

Jetzt aber zurück zur Kiefer-OP: Hier operieren die Chirurgen ja täglich unter keimdurchsetzten Bedingungen, bei dem die meisten anderen Chirurgen wahrscheinlich das kalte Grausen bekommen und wissen damit genau, wie sie so zu desinfizieren haben, dass es im Normalfall nicht zu Infektionen kommt. Deshalb ist es ja auch üblich, nach den Kiefern-OP ein Antibiotikum zu bekommen. Ich habe auch schon eine ähnliche OP am Sprunggelenk gehabt, da gab es z.B. danach kein Antibiotikum. Also gerade für den Kiefer-OP würde ich mir jetzt weniger Gedanken machen, da hier sowieso an Keime gedacht wird. Bei mir wurde während der OP Knochen aus dem Beckenkamm genommen und im OP-Bericht steht extra drinnen, dass sich die Ärzte nochmals steril gemacht haben, bevor an das Becken gegangen wurde, das ja erst einmal steril ist, wenn man durch die Haut durch ist.

Und solltest Du Erfahrungsberichte lesen? Aus meiner Sicht ja, schon vor allem um unseren Nerven hier im Forum zu schonen. Zum einen weiss man dann, dass es für jeden anders ist. Außerdem kann die Frage am dritten Tag vermieden werden, ob es jemals wieder besser wird (der dritte Tag ist üblicherweise der schlimmste), sowie die Frage nach 2 -3 Wochen, ob die Schwellung jemals wieder weg gehen wird. Wird sie, dauert aber Wochen und Monate, bis wirklich alles endgültig weg ist, aber jeder Arzt, der etwas anderes sagt als "Nach zwei Wochen ist die gröbste Schwellung weg", sollte sich mal fragen, was er eigentlich seinen Patienten damit antut, wenn er die Hoffnung weckt, dass sie nach zwei Wochen abgeschwollen sind. Und eventuell nach 4 - 6 Wochen die Frage, ob man sich jemals wieder normal fühlen wird. Wird man, aber es ist ein große OP und man merkt schon noch einige Wochen evtl. Monate, dass es einem in den Knochen steckt.

Liebe Grüße!

Irene

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OK, ich bin beruhigt, Antwort des KFC:

"Eine präoperative Abklärung ist bei Ihnen nicht notwendig. Alle Osteotomie-Patienten bekommen vor der Operation vom Narkosearzt ein Antibiotikum, dass nach der Operation weitergegeben wird."

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Naja nur ist das Problem ja, dass ein MRSA darauf nicht anspricht. Den dürften aber so viele nicht in sich tragen. Trotzdem kann man sich sowas in deutschen Kliniken recht einfach einfangen. Aber ich denke da sind eher ältere und schwache Patienten stark gefährdet. 

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vor 10 Stunden schrieb leviathan:

Naja nur ist das Problem ja, dass ein MRSA darauf nicht anspricht. Den dürften aber so viele nicht in sich tragen. Trotzdem kann man sich sowas in deutschen Kliniken recht einfach einfangen. Aber ich denke da sind eher ältere und schwache Patienten stark gefährdet. 

Wenn's ein MRSA wäre, würde es dafür doch sowieso keine Lösung geben, oder doch?

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Gefährlich ist ja nur die multiresistente Form. Den anderen hat man sowieso oder wenn es Überhand nimmt, macht den ein normales Antibiotikum platt. Wenn man natürlich einen MRSA in seiner Nase rumschleppt, was selten auch vorkommen kann, und der dann in eine Wunde gelangt, könnte das vermutlich ekelig werden.

Dann würde ein Cocktail mehrerer Antibiotika oder eines der Reserveantibiotika im Idealfall anschlagen. Aber ich glaube in der Regel tragen den alte Leute und Leute, die im Gesundheitswesen mit solchen Patienten in Berührung kommen. Im schlimmsten Fall kann man dagegen allerdings wirklich nichts mehr machen, wenn auch die letzten medikamentösen Geschosse in Form der Reserveantibiotika nicht mehr treffen. Ich glaube das kommt aber bisher zum Glück nicht so oft vor. Aber Fakt ist, dass das Thema ein riesiges Problem wegen der mangelhaften Hygiene im deutschen Gesundheitswesen ist. Und weil Pharmakonzerne wirtschaftliche überhaupt kein Interesse und keinen Vorteil bei der Entwicklung von Antibiotika haben, gleichzeitig die Politik aber keine Anreize liefert (ob nun Zwang oder Geld) dass diese Entwicklung dennoch stattfindet. 

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Ich arbeite in der Dialyse. Und klar haben wir auch Patienten die nach einem Krankenhaus Aufenthalt MRSA positiv sind (OP bedingt). 

Allerdings sind die Patienten auch von ihrer Immunabwähr geschwächt, so dass sie schnell positiv werden können. 

Und selbst wenn das passiert, werden von diesen Abstrichen Kulturen angelegt um zu sehen gegen welches Antibiotikum sie resistent sind. Dem entsprechend nimmt man über einen. Gewissen Zeitraum das Antibiotika ein, was bei diesem Typ hilft. 

Klar. Sowas ist lästig. Aber man kann mittlerweile gut damit umgehen, da echt leider unglaublich viele Patienten behandelt werden müssen. 

 

 

 

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P.s. trägt man diesen Keim in sich, verschließen sich Wunden nicht/ganz schlecht. 

 

Also würde man das so schon ganz schnell heraus finden ob man positiv ist oder nicht. 

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vor 24 Minuten schrieb LiebeYvi:

P.s. trägt man diesen Keim in sich, verschließen sich Wunden nicht/ganz schlecht. Also würde man das so schon ganz schnell heraus finden ob man positiv ist oder nicht.

OK, das kann ich bei mir nicht feststellen. Dennoch, was tun? Soll ich einen Nasenabstrich beantragen, nachdem ich stationär aufgenommen wurde, oder soll ich das vorher schon machen lassen, nur um auf Nummer sicher zu gehen? Wie lange dauert es, bis nach einem Nasenabstrich ein Befund vorliegt, und wir lange dauert im positiven Fall die Behandlung?

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Ohhh ich hoffe meine Antwort ist nicht zu spät. Ich habe gar nicht mit bekommen, dass eine Antwort kam.

Wenn es noch nicht zu spät ist: 

Scheint hier ja auch ein wenig Angst vor diesem Keim vor zu liegen. Wenn die Angst so groß ist, dann lass einen vorher und nachher machen. Dann weißt du, ob evtl. Vor OP die Gefahr besteht, dass siCh die Wunden nicht gut schließen. 

Bei uns im Krankenhaus machen die (Wenn man den Verdacht hat) drei Abstriche gemacht. Drei müssen negativ sein. 

Aber die werden in so einem Kurzen Abstand entnommen.. (Ich finde dass mehr karenzzeit gegeben werden sollte. Aber nun gut).

Alsoooo bei unseren MRSA positiven Patienten (sofern der in Nase und Rache ist) wird eine nasensalbe gegeben und ein mundspray. Das nehmen die Patienten zwei Wochen. Machen dann zwei Tage Pause mit der Salbe und dem Spray ( da sonst das Ergebnis verfälscht wird) und dann werden wieder einmalig Abstriche entnommen. 

 

Sind die negativ, werden die nicht Isoliert Dialysiert  (man sieht: es kann auch ein Abstrich falsch Negativ sein, die Patienten kommen dennoch mit allen anderen Patienten in Kontakt aber es wird nicht direkt jeder Positiv!!!) 

Nach einer Woche (auf zwei) werden wieder Abstriche entnommen. Sind die wieder negativ wird nach 6 Wochen wieder Abstriche gemacht unnnndd sind die Negativ, nach einem Jahr noch mal. Wir kontrollieren vom ersten positiven tag gerechnet 3 Jahre später NOCH ein mal einen Abstrich. Dann haben die Patienten ihre Ruhe vor uns hahah. 

Sollte man aber ein ganz schwaches Immunsystem haben, kein Medikament anschlägt haben wir auch vereinzelt Patienten über ein Jahr. Manchmal anderthalb Jahre immer noch positiv sind. 

Also kann man nicht plausibel sagen, wie lange es definitiv Dauert. 

Hoffe, dass es soweit verständlich war hahah 

 

Liebe grüße und nicht zu große Sorgen haben 

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Zu spät, OP war schon am Mittwoch (siehe anderen Thread). Wurde nicht getestet, also kein Abstrich gemacht. Vollgepumpt mit Antibiotika ist man zuversichtlich, ich denke nicht, dass es Probleme gibt.

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