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Shaun68

Maxilläre Prognathie?

Hallo,

dies ist eine Fortsetzung des Beitrags "Kleiner Unterkiefer beim Nachwuchs", weil das Thema jetzt in eine komplett (!) andere Richtung geht.

Bin selbst um die 40 Jahre alt und hatte als Kind "Hasenzähnchen" wegen Überbiß. War dann bei einer netten KFO über viele Jahre in Behandlung, mit Mitte 30 dann noch kurze Invisalign-Behandlung um ein paar schiefe Zähne zu bewegen.

 

Habe ein halbwegs aktuelles Cephalohramm von mir gefunden. Mein Sohn (10 Jahre) kommt von der Kieferstruktur auf mich raus - bin ihm also quasi 30 Jahre in Sachen Kiefer und Zähne voraus.

Das interessante: anscheinend ist nicht mein Unterkiefer zu kurz sondern mein Oberkiefer steht nach vorne raus (!).

Als Laie habe ich mal Cephalogramm-Winkel bestimmt: SNA ca. 91 Grad, SNB ca. 84 Grad (Profis würden hier sicher exakter messen, aber ich denke die Dimensionen stimmen grob).

 

Bei mir selbst hat die KFO wohl vor vielen Jahren die unteren Schneidezähne nach vorne gebogen, quasi als Camouflage (laienhaft formuliert). Laut Internet ist das wohl eine maxilliäre Prognathie?

Ich selbst habe heute aber eine Menge leichter bis mittlerer Probleme (trockene Lippen, Probleme beim Mundschluß (nur aktiv möglich), leichte Sprachschwierigkeiten, Mimik wirkt teilweise sonderbar, Kopfhaltung mit "Geierhals" weil ich dann besser Luft bekomme, leichte Haltungsschäden). Und optisch wirkt mein Profil in der Seitenansicht, na ja, sagen wir mal der Höflichkeit halber "suboptimal" aus. Kann mit den Symptomen durchaus leben. Überlege aber ernsthaft, da was machen zu lassen (sofern das möglich ist).

Habe einen Termin bei einem guten Kieferchirurgen ausgemacht, mal sehen was da rauskommt.

 

Gibt es hier Menschen mit ähnlichen Problemen zum Erfahrungsaustausch?

Oder kann jemand Fachleute empfehlen, die genau dieses Problem schonmal behandelt haben? Komme aus dem Raum Mannheim.

 

Vielen Dank im Voraus?

 

 

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Nachwuchs (fast 10 Jahre alt) hat bald Termin beim KFO. Werde da mitgehen, da ich quasi das "Ergebnis" bin, wenn man seine Zahnstellung mit Spangen behandelt.

Werden dann schauen, was langfristig die beste Lösung ist.

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Wenn ich mir Fotos ansehe, fällt bei dieser Fehlstellung natürlich das starke Rausstehen der Oberlippe/Partie bis zur Nase und der Winkel zur Nase auf. Zähne nach vorne geklappt. Solange das bei deinem Sohn nicht ins Auge fällt, würde ich nicht davon ausgehen.

Begleiten solltest du ihn so oder so, er ist ja noch sehr jung. ; )

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So, war jetzt mit Nachwuchs beim KFO.

Seine Diagnose: frontal offener Distalbiß.

Kiefer passen nicht zusammen, mit einer Zahnspange läßt sich das nicht beheben.

Werde mit ihm bei einem MKG-Chirurgen vorbeischauen, der die Kieferlage genauer analysieren soll.

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei einem Kind, das noch nicht mal den Höhepunkt des Wachstums erreicht hat, nichts mit einer Spange ausrichten kann. Da würde ich mir eine zweite Meinung einholen. Ich selber habe eine Angleklasse 2, Kiefer zu klein, Tendenz zu frontal offenem Biss. Auch bei mir passen die Kiefer nicht aufeinander, die Mittellinie ist verschoben. Ich werde operiert, aber nur weil mein Wachstum mit 37 schon lange abgeschlossen ist. Normalerweise werden diese Fehlstellungen in dem Alter deines Sohnes mit fester Spange (oder Aktivator wenn der Zahnwechsel hinkt), Gaumennahterweiterung (ohne OP) und Herbst oder Forsus korrigiert. In dem Alter lässt sich das Kieferwachstum noch beeinflussen. Ich weiss auch nicht genau was du mit ihm beim MGK willst-normalerweise analysiert doch der KFO die Kiefer anhand der Modelle und Röntgenaufnahmen. Wie gesagt, ich würde mir eine zweite Meinung einholen.

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Hi NKaiser,

werde mir hier auf jeden Fall noch eine zweite Meinung einholen und schauen, daß seine Entwicklung genau beobachtet wird.

Gibt es Infos oder Studien, inwieweit eine Spange oder ein Aktivator das Kieferwachstum um 10mm oder mehr beeinflussen kann?

Das wäre natürlich klasse, wenn man da ohne OP was erreichen könnte.

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Studien gibt es sicherlich irgendwo. Im Test-Buch " Kieferorthopädie" wird der Aktivator auch erwähnt. Meine beiden Kinder haben meinen Kiefer übrigens auch vererbt bekommen....dadurch, dass der Kiefer zu schmal ist, wachsen die Zähne kreut und quer, haben Durchbruchsprobleme und die Bisslage ist natürlich entsprechend katastrophal. Bei meinem Sohn wurde der Aktivator eingesetzt....er trägt ihn jetzt ein gutes Jahr und der Kiefer ist durch die Dehnschraube schon breiter geworden, ausserdem wurde durch den Aktivator gleich der Unterkiefer noch nach vorne geholt. Aus den 9.5 mm Überbiss sind zwischenzeitlich 2 mm geworden. Allerdings hatte er zum Beginn der Behandlung gerade mal 4 bleibende Zähne, war also recht spät dran (ist jetzt 11.5 Jahre alt).

Bei meiner Tochter (9) kommt eine skelettal verankerte GNE zum Einsatz, Multiband und später -wenn die GNE draussen ist- eine Doppelvorschubplatte (oder Forsus, das steht noch nicht zu 100% fest). Bei ihr hält er den Aktivator für nicht mehr angebracht, da ihr Zahnwechsel schon soweit fortgeschritten ist (hat neben den 6-Jahresmolaren 9 bleibende Zähne, Milcheckzähne wurden bereis gezogen und die Backenzähne stehen direkt vorm Durchbruch und wackeln bereits) und sie dringend Platz im Oberkiefer braucht. Die benötigten 10mm soll die GNE innerhalb weniger Wochen bringen.

Ich gehe also davon aus, je nachdem wie weit der Zahnwechsel ist, macht ein Aktivator noch Sinn.

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Hi NKaiser,

ich versuche mal Studien zu finden, in denen die Wirksamkeit der verschiedenen Geräte auf das Kieferwachstum untersucht wird.

Zu Deinem Sohn: der Überbiß ist ja deutlich zurückgegangen. Hat Dein Sohn vor allem ein "Zahnproblem" (Zähne stehen schief, Kiefer aber mit gutem NA-NB-Winkel) oder ein "Kieferproblem" (NA-NB-Winkel zu groß, aber Zähne stehen gut)?

 

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Das kann ich dir leider gar nicht so genau sagen, da ich selber die Auswertung nie gesehen habe (und mich auch ehrlichgesagt mit den Winkeln absolut nicht auskenne).

Ich weiss nur, dass bei ihm neide Kiefer viel zu schmal sind. Genau wie bei mir und meiner Tochter

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Schließe mich da Kaiser an. Auf jeden Fall muss auch an der Zunge gearbeitet werden, sonst geht der Biss immer wieder auf.

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