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Zahnly

Was glitzert da nur...

Ich habe im letzten Jahr ganz heimlich hier mitgelesen und es hat mir sehr geholfen, mich endlich zu trauen. Ich war  so unglücklich mit meinen Zähnen. Als Teenager hatte ich wirklich gute Zähne, aber dann war in nach dem Abitur einige Jahre im Ausland und in der Zeit kamen gerade meine Weisheitszähne raus. Ich war mir nicht darüber bewusst, dass die Beisserchen sich dabei verschieben können wenn man nicht genug Platz hat. Ich habe zwar den Druck bemerk und hatte auch Zahnschmerzen, dachte aber, es reicht, wenn ich sie mir bei meinem nächsten Deutschlandbesuch rausnehmen lasse. Und dann hat sich alles munter lustig verschoben, also zwei Zähne im Unterkiefer und der Eckzahn im Oberkiefer. In Deutschland habe ich mir dann die Weisheitszähne gleich entfernen lassen, aber es war schon zu spät. 

Zu allem übel hatte ich dann an genau diesem Eckzahn dann auch noch eine Wurzelbehandlung, woraufhin er sich auch noch etwas dunkel färbte. Das sieht man zwar nur sehr wenig (am oberen Ende des Zahnes), aber ich traute mich überhaupt nicht mehr zu lachen. Ich bin ein sehr lebenslustiger Mensch und ich Lache sehr gerne. Es hat mich also wirklich eingeschränkt. Und obwohl ich eigentlich ein sehr sozialer Mensch bin und mich noch nie vor neuen Kontakten gescheut habe, so war es mir plötzlich am Anfang, wenn ich neue Leute kennen lernte, etwas unangenehm. 

Ich habe mir daraufhin einen Termin bei einem Kieferorthopäden geben lassen und dann kam der richtige Schock. Er wollte mir meinen Eckzahn einfach ziehen und die Zähne drum herum dann mit der festen Zahnspange zusammen schieben. Die Kosten schätzte er dabei auf etwa 7000-10000€ ein. Ich bin Studentin und das ist somit keine Summe, die ich einfach so aufbringen könnte. Jetzt hatte ich aber gelesen, dass man auf jeden Fall mehrere Meinungen einholen sollte. Beim Kieferorthopäden Nr. 2 hat es sich auch wirklich richtig gelohnt. Er hat bei mir gleich einen Überbiss festgestellt. Mein Unterkiefer liegt 5mm zurück und somit wurde daraus plötzlich ein Kassenfall. Er hat gemeint, er würde mir in leben nicht diesen Zahn ziehen wollen, sondern auch den wurzelbehandelten Zahn könnte man noch bewegen und genau das würde er auch tun. 

Jetzt stand ich aber vor der doch etwas schwierigen Frage: Kieferoperation ja oder nein. Es hat mir wirklich Angst gemacht, um ehrlich zu sein tut es das auch immer noch und obwohl sie erst in einem Jahr ist, bekomme ich jetzt schon zittrige Beine, wenn ich dran denke. Aber ich hab ständig diese Nackenverspannungen (vermutlich kommen die wohl von meiner falschen Kieferstellung) und das wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht besser, wenn ich die Ursache nicht behebe. Außerdem wird es so von der KK bezahlt...und meine Finanzierungsorgen waren direkt vom Tisch. Nach einem Termin beim Kieferchirurgen, der mir sofort super sympatisch war und wo ich mich gleich wohl fühlte, hab ich mir dann somit dafür entschieden.

Achso, noch kurz was zu meinem Modell. Ich habe mich oben für selbstlingierende Brackets  aus keramik entschieden. Und ich habe mir dann von der Arzthelferin einen sogenannten "Biobogen" aufschwatzen lassen, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob er wirklich hilft oder nicht...

 

Tja, und letzten Mittwoch hab ich dann schon meine Spange bekommen. Ich muss mich seit dem erst einmal an die Brackets gewöhnen, jetzt habe ich sie schon fast eine Woche drin und es ist immer noch etwas komisch. Die ersten 5 Tage konnte ich wirklich nur Püree oder Suppe essen, meine Zähne haben mir so weh getan und mein ganzer Mund war überall aufgerissen. Ich finde es immer noch komisch zu Lachen, ich weiss einfach nicht, wohin mit meiner Lippe. Immer noch wirklich komisch. Außerdem sind meine Mundwinkel eingerissen und das viele Zähne-putzen finde ich auch etwas anstrengend haha

Aber ich bin wirklich zuversichtlich, dass ich mich hoffentlich ganz bald an alles gewöhnen werde. Ich starte auch eine Zahn-Fotoreihe und werde jeden Monat ein Foto von meinen Zähnen machen. Ich hoffe, dass ich schon gaaaanz bald die ersten Veränderungen sehen kann :)

Da ich zusätzlich auch gerade mein Erasmus Jahr in Spanien mache, bin ich sogar extra für die Zahnspange nach Hause geflogen. Obwohl natürlich auch mein Schatz zu Hause auf mich gewartet hat, ich wäre also so oder so noch mal nach Hause geflogen. Das Allerschlimmste war eigentlich, dass ich zurück in Spanien direkt am Monat eine Präsentation über 30 min halten musste. 

Ich habe was wirklich lustiges beobachtet, das habe ich hier tatsächlich noch nicht gelesen. Da ich ja gerade in Spanien ständig zwischen deutsch, englisch und spanisch die Sprachen wechsel, konnte ich genau mitkriegen, dass ich wirklich starke lispelunterschiede in den verschiedenen Sprachen habe. So geht gerade Spanisch mit Abstand am besten mit Zahnspange, ich kann alles ganz normal aussprechen...

Mit deutsch hatte ich die ersten paar Tage etwas Probleme, aber jetzt geht es eigentlich ganz gut. Mit englisch jedoch habe ich wirkliche Probleme haha. Die Betonung ist absolut nicht Zahnspangen geeignet :) 

 

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Hallo,

das mit den Sprachschwierigkeiten kann ich absolut bestätigen. Ich hatte auch mit Englisch die größten Probleme. Es wurde aber relativ schnell besser, nach ca. einem Monat habe ich nichts mehr gemerkt.

Wie machst du das denn bei den regelmäßigen Kontrollen, fliegst du dann immer zurück nach D?

Grüße

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hey 

ich finde es sehr mutig hast du dich noch für die spange entschieden. 

klar, die entscheidung ist ja schon mutig und schwierig. die schmerzen usw. gehen schneller vorbei als du denkst. die optischen einschränkungen auch. am anfang hat man halt das gefühl, dass jeder die spange bemerkt und die leute starren halt. mit der zeit hast du dich daran gewöhnt, auch beim sprechen. versuche nicht die spange zu verstecken, ich finde das sieht dann auch nicht besser aus und lach bspw. ganz natürlich. ich trage meine spange seit ca. 6 monaten. am anfang ist's komisch ja. danach gehts immer besser.

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Darf ich fragen wie gut das mit Auslandsjahr und KFO Behandlung bei dir klappt?

Genau wegen meiner KFO Behandlung habe ich mich nämlich nicht für ein Auslandssemester beworben, weil ich nicht wusste, wie das funktionieren sollte, wenn ich alle paar Wochen einen Termin hab... In wenigen Wochen habe ich dann ohnehin die OP und bin fürs erste an Österreich gebunden. In einem Jahr wird ein Auslandssemester aber wieder ein Thema für mich, wenn die Zahnspange (hoffentlich?) schon raus ist.

Also, wie machst du das? Gehst du zu einem KFO in Spanien oder fliegst du alle paar Wochen nach Deutschland?

LG

Maja

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