Mr. Penguin

Bimax - 04.04.16 - Dr. Faßnacht - MH Stuttgart

Hallo zusammen,

vor einer Woche am 04.04.16 fand im Marienhospital Stuttgart meine Bimax-OP statt. Der Eingriff wurde von Dr. Faßnacht (Ludwigsburg) durchgeführt, der am MH Belegarzt ist.

Ausgangspunkt war bei mir ein vergrößerter Unterkiefer bei normal entwickeltem Oberkiefer, mandibuläre Prognathie. Zur Behebung sollte der OK vorverlagert, zudem minimal abgesenkt sowie geweitet werden; der UK sollte rückverlagert werden.

In der Woche vor der OP wurden mir beim KFO an alle Brackets Kobayashi-Ligaturen zur späteren Befestigung des Splints und der Gummizüge angebracht, im MH fand das Anästhesie-Aufklärungsgespräch statt.

Am Sonntag, 03.04.16, wurde ich stationär im Krankenhaus aufgenommen.

Der Eingriff sollte am Montag direkt um 8:30 stattfinden, dementsprechend war für besondere Aufregung wenig Zeit, ich bekam bald die Beruhigungstablette verabreicht. Es ging in den OP-Vorbereitungssaal, wo mit den Worten "So, jetzt kommt der Schlaf" die Narkose eingeleitet wurde.

Die OP selbst verlief, wie mir danach gesagt wurde, ohne Komplikationen: Dauer ca. 4h, wenig Blutverlust, keine Probleme mit dem UK-Nerv.

Vom Aufwachraum, wo mein erstes Empfinden Kälte gewesen war, wurde ich für die folgende Nacht auf die IMC-Station (Intermediate Care) verlegt, im MH Standard ab einer gewissen Größe der OP.

Leider konnte ich nach der Narkose nicht einfach weiter schlafen, ich befand mich stattdessen zunächst in einem Dämmerzustand, bekam mit wie mir Infusionen (Schmerzmittel, Antibiotikum, Cortison, Kochsalzlösung) gelegt wurde, spürte die Gummis und den Splint im Mund, die Kühlmaske sowie den Schlauch in der Nase (Magensonde), hatte aber keinerlei Schmerzen. Als ich mich aufsetzte bekam ich Nasenbluten, selbiges wiederholte sich, als mir erlaubt wurde aufzustehen, war aber nicht weiter schlimm. Die Nacht verbrachte ich durch eingeschränkte Nasenatmung durch Schlauch und Blutkruste mit wenig Schlaf, Schmerzen hatte ich allerdings noch immer nicht.

Am nächsten Morgen wurde ich nach Entfernung des Schlauchs zurück auf Normalstation verlegt, mein Gesicht war inzwischen logischerweise angeschwollen, nach Essen und Trinken war mir noch so gar nicht zu Mute, ich verbrachte den Tag fast ausnahmslos mit Kühlmaske im Bett.

Am Mittwoch, 06.04., fühlte ich mich schon deutlich fitter, auch wenn die Schwellung noch einmal etwas stärker geworden war, ich hatte die Narkose inzwischen wohl vollständig verdaut. Vormittags gwurden zunächst die Gummizüge deutlich gelockert, so dass ich den Mund weiter öffnen konnte, später ging ich zum Röntgen, mittags wagte ich mich das erste Mal an eine Suppe. Gegen Abend stellten sich mäßige Schmerzen an den Kiefergelenken ein, die in die Ohren ausstrahlten, was allerdings durch Novalgin locker in den Griff zu bekommen war.

Am Donnerstag, dem dritten Tag post OP, ging es weiter bergauf, die Schwellung  war nicht mehr stärker geworden, ich hatte wieder etwas mehr Appetit und machte auch zweimal einen Spaziergang im Garten des KH. Die Schmerzen an den Kiefergelenken wurden von den Ärzten neben der Belastung durch die OP mit dem erhöhten Druck durch das ständige Liegen erklärt.

Am Freitag war ich nach meinem Empfinden körperlich schon wieder ziemlich auf der Höhe, die Schwellung ging sogar ein kleines bisschen zurück, Schmerzen hatte ich eigentlich keine mehr, insgesamt langweilte ich mich ziemlich und schlug irgendwie die Zeit tot.

Schließlich wurde ich am Samstag entlassen. Wie schon mehrfach zuvor, wurde mir bei der letzten Untersuchung vom Arzt bestätigt, dass ich perfekt in den Splint beißen würde und dass meine Schwellung höchstens durchschnittlich sei.

Samstagnachmittag und Sonntag genoss ich erst einmal das Gefühl wieder zu Hause zu sein, ich machte jeweils einen Spaziergang an der frischen Luft um den Kreislauf in Schwung zu halten. Nahrungstechnisch bin ich bedingt durch den Splint zunächst noch auf relativ Flüssiges beschränkt.

Heute ist der 7. Tag post OP, die Schwellung geht in kleinen Schritten zurück, Schmerzen habe ich keine mehr. Mit den Veränderungen, die im unteren Gesichtsdrittel zu erkennen sind, bin ich bislang sehr zufrieden. 

Bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt...

 

 

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Ich danke dir für deinen Bericht... Du hast mir wieder Mut gemacht... Am 15. Juni ist es bei mir so weit und die Nervosität steigt stetig... 

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Auch dir gratuliere ich herzlich zur überstandenen Bimax im MH. Cool, das du es so gut überstanden hast und so wenig Schmerzen hattest :)

Ich wünsche dir gute Besserung und eine schöne Genesung. 

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