Hallo zusammen, ich komme aus München und bin 14 Jahre alt.

Bei mir wurde mit 7 Jahren eine Progenie festgestellt, ich habe so einen Stirn-Kinnbügel bekommen mit Gummis zum einhängen. Da ich noch klein war und es unangenehm war, hab ich das nicht viel getragen...

Mit 10,11,12,13 Jahren war das noch nicht sonderlich sichtbar doch nun hat sich der UK schon weiter nach vorne geschoben und man sieht das auch von der seite...mein Kinn und Gesicht ist "länger" und flacher geworden und das belastet mich psychisch sehr weil ich deswegen auch gemobbt werde. 

Meine Behandelnde KFO-in  sagte mir dass eine OP bei mir unumgänglich sei, weil das eine "Klasse 3" ??? ist.

Jetzt habe ich mich hier registriert weil ich hoffe mit erfahrenen Leuten darüber sprechen zu können... Wie läuft denn so eine OP des UK eigentlich ab und was wird da genau gemacht? Ich hoffe auf viele Antworten :)  ps: ich hab mal ein Bild angehängt damit man mal sieht wie es bei mir aktuell ist.. mfg lino :)

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Hallo Lino,

zur OP kann ich leider nichts sagen, aber weil du so viele Fragezeichen zur Klasse 3 gemacht hast, kann ich dieses Rätsel immerhin lösen: Vermutlich meinte dein KFO die Angle Klasse III. Das bedeutet, dass du einen Mesialbiss hast, also der Oberkiefer hinter dem Unterkiefer liegt. Eine Progenie ist damit immer eine Angle Klasse III.

Alles Gute für deine weitere Behandlung!

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Dein Problem ist nicht der zu lange Unterkiefer, sondern der zu kurze Oberkiefer. Du beißt also wahrscheinlich mit den Oberkiefer-Schneidezähnen hinter/auf die unteren Schneidezähne. Normalerweise sollte der Oberkiefer ein paar Millimeter vor dem Unterkiefer liegen. Ursache des ganzen ist eine Wachstumshemmung des Oberkiefers, die meist genetisch bedingt ist. Ich kann dich beruhigen, dass diese Kopf-Kinn-Kappe meistens den Oberkiefer nicht genügend zum Wachstum anregen kann.

Bei einer Op (Umstellungs-Osteotomie) sägt man den Oberkiefer oberhalb der Zahnwurzeln ab und kann ihn dann z.B. weiter vor schieben und dort mit Titanplatten und Schrauben wieder befestigen. Ebenso kann man den Unterkiefer durchtrennen und verlagern. Aus ästhetische und funktioneller Sicht würde man bei dir den Oberkiefer nach vorne verlagern.

Eine Op ist erst nach Abschluss des Wachstums möglich. Also bei Männern meist ab 18 Jahren. Ansonsten findest du hier im Forum genügend Infos und Berichte.

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Hallo flo ,

 

Danke für die Informationen... weisst du vielleicht auch was dann nach dieser OP noch passiert? Ich hab mal gehört dass man danach noch eine gewisse Zeit Drähte im Mund hat und irgendeine Schiene... :/ 

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Hi Lino14,

 

was während und nach der OP passiert, ist hier an vielen Stellen ausführlichst beschreiben. In den Fragen&Antworten. In den allgemeinen Sektionen. In den tausend OP-Erfahrungsberichten. Lies dich da vielleicht am besten mal ein bisschen ein, dann kannst du gezieltere Fragen stellen.

 

Was die Meinungen der Vorposter angeht, bin ich nicht ganz deren Meinung. Du hast möglicherweise nicht "nur" eine einfache Kieferfehlstellung, sondern womöglich eine Störung, die man "long face Syndrom" nennt. Müsste man mal einen Blick in deinen Mund werfen um das zu beurteilen.

Das LFS wird durch Mundatmung in der Kindheit verursacht und führt zu einer Reihe von Fehlentwicklungen. Am deutlichsten zu erkennen ist, dass Unterkiefer eher in die Länge statt nach vorne wächst. Aber auch der Oberkiefer wächst in die falsche Richtung (nach unten statt nach vorne). Daher haben die Patienten oft zu wenig Platz im Mund, einen Gummy Smile und ggfs. auch einen frontal offenen Biss.

 

Hast du bitte mal noch ein paar Bilder:

- eins von vorne, mit geöffnetem Mund (sag "a")

- eins von vorne, mit geschlossenen, aber sichtbaren Zähnen (sag "s" / bzw. grinse in die Kamera)

- eins von vorne, mit offenem Lachen (wie "a", nur die Lippen aus dem Weg räumen)

- eins von vorne, mit sanftem Lächeln (so, dass man die obere Zahnreihe sieht)

Alternativ kannst du auch gerne einfach mal nach "Long Face Syndrom" googlen und mir dann sagen, ob du meinst, dass das auf dich zutreffen könnte.

 

Wichtig für dich und deine nächsten Schritte sind jetzt zwei Dinge:

1. Die kieferorthopädische Behandlung (ein Muss vor der OP) solltest du *vor* deinem 18. Lebensjahr begonnen haben. Sonst gibt es Probleme mit der gesetzlichen Krankenkasse.

2. Fälle für dich eine Grundsatzentscheidung: Willst du mit einer "Kompromisslösung" und möglichst wenig Strapazen das Thema abhaken? Oder leidest du unter einer Vielzahl an Symptomen, darunter auch deinem Aussehen?  Hör da wirklich in dich rein. Und wenn der Leidensdruck so groß ist, dass du, falls nötig, auch eine OP auf dich nehmen würdest, dann solltest du das klar kommunizieren. Denn oft hängt es stark vom Umfeld eines Patienten ab (Eltern, Zahnarzt, behandelnder Kieferorthopäde, Lehrer, Mitschüler...), wofür sich jemand entscheidet. Und im Erwachsenenalter bereuen manche ihre Entscheidung. Die kommen dann hierher und man hört sie jammern: "Der KFO hat mich verpfuscht", "Hätte ich es damals nur richtig machen lassen." Da gibt es hier wirklich einige Fälle mit leidvoller Erfahrung am eigenen Leib.

 

Es stimmt übrigens nicht ganz, was Pasta schreibt: Man kann durchaus auch Minderjährige schon operieren. Da man aber während des Wachstums die Formung der Kieferknochen noch günstig konservativ (mit einer Spange) beeinflussen kann, wird man das auch zunächst versuchen. Wenn das aber nicht gelingt, dann bleibt am ende nur die Wahl, entweder mit der suboptimalen kieferorthopädischen Situation und der entsprechenden Optik zu leben, oder eben den Weg zum Kieferchirurgen einzuschlagen. Und damit da am Ende keine Unzufriedenheit entsteht, ist es ganz wichtig, dass dein Kieferorthopäde das macht, was *du* willst, und nicht umgekehrt.


Viel Glück bei deinen nächsten Schritten!

Horse

 

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