Rotti

Die liebe AOK und latente Kompetenzzweifel

Liebe (hoffentlich nicht) -Leidgenossen!

Falle hier gleich mit der tür ins Haus, denn ich habe ein Problem, das einen gewissen Grad an Perfidie birgt.

Mein Sohn hat am Oberkiefer 2 Eckzähne, die noch Milchzähne sind. Darüber wollen jetzt die zweiten Zähne raus, können aber offensichtlich nicht. Es ist nicht genug Platz, sagt die Zahnärztin. Irgendwie einleuchtend, man sieht die Zähne nämlich schon durchscheinen und der Rest seines Zahnwechsels ist bereits abgeschlossen.

Also ab zu einem angesehenen KfO im Nachbarort. Der sagt: Klar, kan nicht gehen, zu wenig Platz und außerdem sind die Zähne nicht deckungsgleich auf beiden Seiten. Das gehört behandelt. Er erstellt also einen Heil- und Kostenplan in dem er dem jungen Mann eine KIG S4 bescheinigt. Also dringlich genug um von der Kasse übernommen zu werden.

(Eine etwas verbesserte Behandlung hätte ich selbst bezahlt).

So weit, so gut, aber leider sind wir bei der AOK.

Die schickt also den gesamten Kram nach Aschaffenburg (?) zu einem für sie tätigen KfO und Gutachter (?) der den Heil- und Kostenplan (natürlich) zurückweist und das Ganze als KIG E1 bagatellisiert.

Ist ja nur im Interesse des Auftraggebers, also der AOK.

Jetzt muß man sich allerdings doch fragen, wie 2 promovierte Zahnmediziner zu derart unterschiedlichen Auffassungen kommen.

Der Verdacht, es handelt sich um eine bewusste Art des "sich- vor -dem -Zahlen- drücken- wollens" ,wie es in der Versicherungsbranche ja inzwischen gern betrieben wird, liegt natürlich nahe.

Nun ist es an sich klar, daß die Kassen sparen müssen (der Vorstand braucht schließlich dringend Gehaltserhöhungen), aber nicht auf Kosten meines Sohnes bzw. seiner Gesundheit.

Also habe ich den med. Dienst angeschrieben und um eine Stellungnahme zu genau dieser Sachlage gebeten. Kam natürlich nicht, dafür ein lapidares Schreiben ,ich solle doch mit ihm bei einer Dr. Sowienoch am anderen Ende der Stadt vorstellig zu werden. Alles Material solle dort hingebracht werden, dann würde man weiter sehen.

Nun hab ich den Braten dahingehend gerochen, daß es sich dabei sowohl um eine Zahnärztin und Kiefernorthopädin handelt, als auch um eine Art Vertrauensperson der Kasse. Und da liegt der Hund begraben:

Ich kann diese Dame mit dem Schreiben und den Materialien heimsuchen. Wenn sie für die Kasse arbeitet, kann sie sich quasi entscheiden, ob sie der Kasse oder ihrem ersten Kollegen Recht gibt. Die Kasse sitzt ihr im Nacken, der Kollege interessiert kaum, da sind die Messen eh schon gelesen.

Wie mag also wohl ihr Urteil ausfallen?

Ich könnte mir vorstellen, daß es einen klitzekleinen Unterschied gibt, ob ein wildfremder Kassenpatient reinschneit, oder man -ohne Bekanntgabe der Vorgeschichte- mal als neuer Patient auftritt.

Versteht mich nicht falsch, ich bin beileibe kein Verschwörungstheoretiker.

Aber die Sache stinkt zum Himmel.

Und letztenendes ist die Diskrepanz bei der KIT -Einstufung ja nur durch Inkompetenz eines der Beteiligten zu erklären, oder?

Wenn ich zu einem KFZ- Sachverständigen gehe, weil ich einen Unfall hatte, und der sagt es sei ein schwerer Schaden, und ein Weiterer sagt, das ist nix als ein kleiner Kratzer....weil er für die gegnerische Versicherung arbeitet- nun, was würdet Ihr da denken?

Eben.

Wie also weiter verfahren?

(SORRY!!!! Doppelposting!)

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hi rotti,

ganz ehrlich: ich hab keine ahnung davon. aber subjektiv ist das für mich eine klare sache, wenn die 3er keinen platz für ihren durchbruch haben. ich bin mal gespannt, was unser kieferorthopäde dazu sagt.

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siehste, subjektiv geht mir das nämlich ganz genauso.

Ich bin Laie.

Aber ich bin Techniker. In meinem Job gibt es Mechaniken, bei denenman froh wäre, wenn sie mit gerade mal 28 beweglichen Teilen auskämen. Eine Null dahinter passt oft besser....

Der KfO hat sich zudem hingesetzt, und mir anhand der Modelle haarklein erklärt, was da wieso und weshalb gemacht werden muß, damit alles passt.

Natürlich kann er viel erzählen, allerdings nix, was völliger Bockmist ist.

Und das Ganze hat sich äußerst plausibel angehört.

Und nun kommt sein Herr Kollege und behauptetauf gut Deutsch, das sei alles völliger Blödsinn.

Denn eine andere Interpretation verbietet die Logik. 1 oder 4, Fisch oder Fleisch.

Das ist nicht mehr der Rahmen für künstlerische Freiheiten oder Ansichtssachen.

Ergo bleiben nur 2 Möglichkeiten:

1. Mein KfO braucht das Geld für seinen neuen 911er und erzählt Unfug. Soll es bestimmt auch schon gegeben haben. Genau wie die kotzenden Pferde vor der Apotheke.

2. Die KK hält sich sog. "Gutachter" um mit deren Hilfe gerechtfertigte Heil- und Kostenpläne abzusägen und auf Kosten der Gesundheit Patienten (Kindern!!!) Geld zu sparen.

Oder fällt noch jemandem eine dritte Alternative ein.? Also ohne die Kausalität außer Kraft zu setzen..

Lösung 2 wäre ein Fall für die Zeitungen....

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Hi, also Rotti, ich würde folgendes machen, gehe doch einfach mit deinem Sohn zu der KFOin am anderen Ende der Stadt und melde ihn als neuen Patienten an. Du kannst auch einfach ein Beratungsgespräch führen, was du ja laut KK auch machen darfst. Also hörst du dir ihre Version an, nämlich, dass das ein behandlungswürdiger Fall ist. Dann ist die Ärztin ganz unvoreingenommen und sagt, was ihr auffällt. Wenn du dann die Idee äußerst, die KK müsste doch zustimmen, kannst du ja erklären, dass du eine ganz sachliche Erklärung haben wolltest,von ihr, ohne Briefverkehr und Deutung( Gutachten) in Verbindung mit der KK. Danach kannst du doch auch äußern, dass du ein schlechtes Gefühl hattest ein Gutachten über sie laufen zu lassen und den Sohn als Patientenfall total links liegen zu lassen. Zumal der Zahnarzt doch auch zu einer KFO Behandlung geraten hat, wenn ich das richtig verstanden habe. Also hier geht doch auch das Interesse des Patienten vor. Daraus ergibt sich eine getrennte Sachlage und wenn es unlogisch sein sollte, kann man damit auch wunderbar an die Öffentlichkeit gehen. Es wird sowieso Zeit mal klarere Eingeständnisse für die Gesundheit des Menschen zu fordern. Es wundert mich sehr, dass hier auf dem Sektor viel zu wenig gestreikt wird, denn der Steuerzahler hat ein Recht darauf für seine Krankenkassenzahlung auch eine dementsprechende Leistung zu erhalten. Also nur Mut !! Gruß matteo:-D

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Okay, das war in etwa auch mein Grundgedanke.

Wobei man den Grundtenor, daß eine Krähe der Anderen kein Auge aushacken wird, nicht außer Acht lassen sollte...?!

Ich las eingangs etwas von "frag´den Fachmann...!"

Das will ich hiermit nochmal tun:

Gibt es noch weitere fundierte Meinungen dazu?

Irgendwoher muß die Diskrepanz schließlich kommen....

Ist derartige Vorgehensweise bei der AOK oder anderen Kassen inzwischen Usus?

Nu?

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Hi Rotti,

ohne deinen Fall wirklich zu kennen, kann ich dir sagen, dass die Krankenkassen natürlich mit Händen und Füßen versuchen Kosten zu sparen und nicht wirklich im Interesse der Kunden handeln. Die Gutachter (wenn sie denn überhaupt vom Fach sind), weisen die Pläne natürlich meist zurück oder korrigieren sie runter. Beispiel bin ich selbst: Ich klage gerade noch gegen meine KK, weil sie die Kosten der OP nicht ganz übernehmen wollten. Das Gutachten über die OP hat wohlgemerkt ein Zahnarzt angefertigt, der von OPs normalerweise nun wirklich keine Ahnung hat.

In diesem Sinne

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