Wiederholungstäterin

Offener Biss: GNE oder Multiloop? - Bitte um Beratung

Liebe Community!

Nachdem ich hier schon eine Weile still mitgelesen habe, wende ich mich nun direkt in einem Eintrag an euch, weil ich euch um Rat und Hilfe bitten möchte! Ich stehe vor einer Entscheidung, welche Maßnahme ich gegen meinen offenen Biss ergreifen soll.

Die Geschichte: Ich bin 27 Jahre alt und habe einen frontal und seitlich offenen Biss, Kontakt besteht nur noch auf den hintersten Backenzähnen, links ist die Öffnung 3 mm, rechts 2 mm. (Bild siehe unten) Beschwerden habe ich beim Abbeißen ein wenig, sowie Verspannungen und gelegentlich Kopfschmerzen, die ich nicht unbedingt auf die Fehlstellung zurückführen würde, diverse KFO aber schon. Außerdem habe ich eine Skoliose, also eine schiefe Wirbelsäule (nicht drastisch).

Ich hatte schon einmal eine komplette Behandlung mit mehreren lockeren und einer festen Zahnspange in der Jugendzeit (circa 6 Jahre). Davor hatte ich wohl auch schon einen leicht offenen Biss sowie insgesamt schiefe Zähne (weiß ich nicht mehr so genau, weil ich da noch ziemlich jung war, es gibt von damals Fotos, aber leider nicht in digitaler Form). So schlimm wie vor der Erstbehandlung sieht es jetzt nicht mehr aus, aber trotzdem stört mich das Teilrezidiv, zu dem es da gekommen ist, sehr (die neuerliche Öffnung fing übrigens schon ungefähr ein Jahr nach der Behandlung an) und ich würde gerne etwas dagegen tun. Daher war ich bei bisher zwei Kieferorthopäden und wie es so schön heißt: Zehn Ärzte, zehn Meinungen. Das heißt, jeder dieser beiden rät mir etwas anderes, nämlich KFO 1 eine GNE mit anschließender Behandlung durch feste Zahnspange und KFO 2 ist absolut gegen eine OP und möchte mit der Multiloop-Technik nach Sato behandeln. Ich als Laie habe nun natürlich keine Ahnung, was richtig ist – muss dazusagen, dass ich generell auch ein gewisses Misstrauen gegen die scheinbare Unvoreingenommenheit von Ärzten habe und mich frage, aus welchen (finanziellen) Eigeninteressen gewisse Maßnahmen vorgeschlagen werden – anders kann ich mir die oft konträr entgegengesetzten Behandlungsvorschläge bei ein- und derselben Diagnose nicht erklären. Nichtsdestotrotz, ich will etwas tun und muss daher wohl oder übel mit ihnen zusammenarbeiten! Ich muss dazusagen, dass ich eine riesige Angst vor der OP habe und sie gerne mit einer alternativen Methode umgehen würde – die Multiloop-Technik klingt mir da natürlich verlockend. Andererseits will ich aber noch weniger, dass der Erfolg vielleicht zwei Jahre hält und sich dann WIEDER ein Rezidiv einstellt. Das wäre dann wirklich mehr als ärgerlich. Nun wende ich mich an euch – was würdet ihr mir raten, auf der Basis von dem, was ich geschildert habe? Ich meine auch mal irgendwo hier im Forum gelesen zu haben, dass man bei einer Öffnung von unter 5 mm auch ohne OP gute Erfolgschancen hat – habe ich das richtig verstanden?

Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn jemand hier sein Wissen mit mir teilen würde – es ist für mich keine leichte Entscheidung und ich brauche dabei eure Hilfe!

Ach ja, und wenn mir jemand noch einen ärztlichen Geheimtipp für Stuttgart und Umgebung hätte, wäre das auch prima. Dann kann ich evtl noch eine weitere Meinung einholen.

Vielen Dank und viele Grüße!

1528 Jule   Sonnentag - 15.10.2015 15.40.31-7905.jpg

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Das ist ein klassischer Fall um den sich die sato-praktizierenden "reissen" würden. 

Steht dein uk vor dem ok? Oder sieht es nur am pic so aus? 

Der oberkiefer erscheint mir wirklich etwas schmal,wobei eine Gne vielleicht seine Rechtfertigung findet....

und dann wäre die Frage was du myofunktionell machst ,weil der Biss sich wieder geöffnet hat?!? Da wär ne Logopädie zur Einschätzung mehr als sinnvoll!

 

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Hallo Julia,

vielen Dank für deine Antwort!

Nein, der UK steht nicht vor dem OK, das sieht nur so aus, dadurch dass der OK eben so schmal ist.

Myofunktionell habe ich noch gar keine Untersuchungen machen lassen, es ist mir auch noch keiner der beiden KFO damit gekommen, Logopädie zu machen. Da ich das auch schon als Möglichkeit gehört habe, habe ich beide sogar explizit darauf angesprochen und beide meinten (unabhängig voneinander), das sei nicht nötig, weil ich nicht falsch schlucken würde. Fragt sich, ob die das so richtig beurteilen können, sind ja keine Logopäden - das hat mich auch irritiert.

Generell würde ich gerne etwas mehr Ursachenforschung betreiben, eben um ein erneutes Rezidiv zu verhindern, und bin enttäuscht, dass das von den beiden Ärzten (auf Empfehlung von diversen Zahnärzten aufgesucht, angeblich Spezialisten auf dem Gebiet offener Biss) so gut wie nicht betrieben wurde. Sollte mich das stutzig machen, das heißt, sollte ich noch weitersuchen, was die Ärzte angeht? Oder ist es einfach schwer, da eine richtige Ursachenforschung zu betreiben, weil es eben ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist?

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Ich bin auch bei einer kfo die ausschließlich mit sato arbeitet...derzeit hab ich die Loops nicht drin weil ich partout keine Gummis spannen kann wegen dem Kiefergelenk.

aber ich hab nun schon so einige Kfos durch und muss sagen:zu "meinem Glück" musste ich mir immer selbst verhelfen. Ich hab Überweisungen von Logopäden und Physiotherapeuten verlangt und jeweils auch bekommen,viel gelesen und ausprobiert .die Verordnungen holte ich mir notfalls vom hauszahnarzt. 

Von sich aus kam eher selten,konkret 1mal , der Vorschlag.

viele Kfos sind rein technisch orientiert und betrachten nicht das ganze.ursachenforschung wird sehr selten betrieben.es ist nun so dass dies in vielen Fällen zeitaufwendig ist,zusätzliche Kompetenzen erfordern würde,Tlw.auch einen guten Erfahrungsschatz und nebenbei auch das Interesse des Arztes. Und diese Kombi ist mehr als selten anzutreffen.

Was ich damit sagen will: Ursachenforschung ist in deinem Fall unabdinglich,denn das Geld kann man sonst gleich ausm Fenster werfen.

such dir einen technisch guten kfo der dir deine Chancen auf schließen des Bisses Ehrlich aufzeigt,stell sicher dass er dir Überweisungen ausstellt damit du dich selbst darum kümmern kannst. Und achte auf eine kommunikationsbereitschaft seitens des kfo.falls mal Probleme auftreten die koordiniert werden müssen innerhalb der Behandlung mit den Therapien. 

Dann solltest du dich entscheiden was du willst oder eben nicht willst (operativ oder konservativ) und wenn dir beide Kfos nicht wirklich Zusagen noch eine Meinung einholen bis es passt! Sonst könnte es sein dass du die nächste Jahre unnötig gefrustet bist.

dies ist halt meine Meinung,die ich mir auch über die Jahre bilden musste....

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Hallo Julia,

 

was du schreibst, klingt sehr vernünftig. Ich denke, dass du Recht hast und man vor allen Dingen selbst aktiv werden muss. Darf ich fragen, ob du auch einen offenen Biss hast und ob es bis jetzt Fortschritte gibt mit Sato?

Was die Chancen auf Schließen des Bisses angeht, da haben bis jetzt beide gesagt, dass der Biss wahrscheinlich geschlossen werden kann, dass es jedoch auch nicht ausgeschlossen ist, dass er wieder aufgeht, wenn auch vielleicht weniger als vorher. Das fand ich eigentlich schon ziemlich ehrlich, wenn auch etwas deprimierend... ich würde ungern die ganze Arbeit nochmal machen und dann wieder keinen Erfolg haben. Trotzdem weiß ich natürlich, dass es solche Fälle gibt bzw habe von ihnen gelesen.

Gibt es denn überhaupt irgendeine Methode, einen offenen Biss definitiv und für immer zu beseitigen? Mit einer Bimax vielleicht (ob man sie dann machen will oder nicht, ist ja ne andere Frage.) Ich arbeite mich gerade erst in das Thema rein und habe noch nicht so viel Erfahrung. Danke für deine Antworten und Tipps!

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Hallo Wiederholungstäterin,

ich selber hatte einen offenen Biss, auch nicht sehr weit offen, allerdings noch in Kombination mit einer Unterkieferrücklage (scheint bei dir wohl nicht der Fall zu sein?)

Geschlossen wurde er vor inzwischen drei Jahren mit einer chirurgischen Vorverlegung des Unterkiefers, der gleichzeitig auch leicht gekippt wurde. Seitdem hat sich der Biss nicht erneut geöffnet.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das bei dir dauerhaft ohne OP zu lösen wäre (ich gehe einfach nach deinem Foto und deinen Angaben).

Logopädie ist bestimmt empfehlenswert (hat bei mir nicht so richtig geklappt, zum Glück ist der Biss trotzdem stabil geblieben).

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Wenn der offene Biß eine knöcherne Ursache hat (also zu wenig Knochen da ist) lässt sich das durch keine Technik der Welt mit Zahnbewegung ausgleichen.

Falls ein Sato-Jünger das behaupten sollte frag den Behandler einfach, ob er/sie dir das schriftlich garantieren kann.

Wenn das nicht möglich sein sollte würde ich an der Stelle die Praxis verlassen.

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Am ‎18‎.‎04‎.‎2016 um 12:39 schrieb IrisS:

Hallo Wiederholungstäterin,

ich selber hatte einen offenen Biss, auch nicht sehr weit offen, allerdings noch in Kombination mit einer Unterkieferrücklage (scheint bei dir wohl nicht der Fall zu sein?)

Geschlossen wurde er vor inzwischen drei Jahren mit einer chirurgischen Vorverlegung des Unterkiefers, der gleichzeitig auch leicht gekippt wurde. Seitdem hat sich der Biss nicht erneut geöffnet.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das bei dir dauerhaft ohne OP zu lösen wäre (ich gehe einfach nach deinem Foto und deinen Angaben).

Logopädie ist bestimmt empfehlenswert (hat bei mir nicht so richtig geklappt, zum Glück ist der Biss trotzdem stabil geblieben).

 

Das freut mich sehr, dass es bei dir geklappt hat. Ich habe auch so meine Zweifel, ob das bei mir ohne OP dauerhaft machbar ist, steige im Moment aber auch noch nicht so ganz durch, was die verschiedenen OP-Möglichkeiten angeht. Der KFO hat bei mir von einer "Schwächung des OK" mit anschließender GNE gesprochen. Er hat es so dargestellt, als ob das keine große Sache ist und es weitaus schlimmere Kiefer-OPs gibt. Dem ist vermutlich so. Bei dir wurde wohl etwas anderes gemacht, wegen der Rücklage des UK (nein, ist bei mir nicht der Fall). Was meinst du damit, dass Logopädie bei dir nicht so ganz geklappt hat? Hattest du eine Fehlhaltung der Zunge oder ein falsches Schluckmuster und es ist nicht gelungen, es abzutrainieren?

LG

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Am ‎18‎.‎04‎.‎2016 um 15:36 schrieb Steve:

Wenn der offene Biß eine knöcherne Ursache hat (also zu wenig Knochen da ist) lässt sich das durch keine Technik der Welt mit Zahnbewegung ausgleichen.

Falls ein Sato-Jünger das behaupten sollte frag den Behandler einfach, ob er/sie dir das schriftlich garantieren kann.

Wenn das nicht möglich sein sollte würde ich an der Stelle die Praxis verlassen.

Ich befürchte, dass du recht hast, Steve, nur woher will man wissen, ob es eine knöcherne Ursache hat? Keiner der beiden KFO (einmal konservativ, einmal Sato), die ich bisher konsultiert habe, hat mir dazu irgendwas gesagt. Als ich den Sato-Jünger, bei dem ich war, gefragt habe, ob es nicht empfehlenswerter sei, eine OP zu machen, meinte er nur, auch nach einer OP könne niemand mir garantieren, dass es kein Rezidiv gäbe. Er meinte, dass Sato sogar schonender sei, weil da die Dehnung nach und nach passiert und nicht auf einen Schlag wie bei der OP - was mir keinen Sinn macht, da bei einer OP mit anschließender GNE die Dehnung doch auch langsam passiert, oder?

 

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Hallo Wiederholungstäterin,

die Logopädie hat bei mir tatsächlich nicht so ganz geklappt. Die Zungenlage ist inzwischen meistens richtig, aber ich habe seit der OP ständig das Gefühl, eine Riesenzunge zu haben, woran auch die Logopädie nichts geändert hat. Es gibt natürlich Schlimmeres, ist halt einfach komisch. Der Mundschluss funktioniert auch überhaupt nicht, obwohl ich daran mit der Logopädin gearbeitet hatte. Naja, Hauptsache der Biss ist stabil.

Bei dir ist wohl eine Gaumennahterweiterung geplant (damit habe ich keine Erfahrung). Dazu wird der Oberkiefer chirurgisch geschwächt und in den Wochen danach mithilfe einer Apparatur langsam verbreitert. Hier im Forum findest du zahlreiche Berichte und Informationen darüber.

Also bei diesem Sato-Herrn wäre ich ja ganz vorsichtig. Will der den Oberkiefer allein mit der Spange dehnen? Da würde ich mal genau nachfragen, wie das denn gehen soll. Wo will er die Zähne denn mit der Spange hinziehen, um den Oberkiefer zu verbreitern? Etwa seitlich aus dem Knochen heraus? Die armen Wurzeln. Bei einer richtigen GNE würde nämlich der Knochen selbst verbreitert.

Vielleicht solltest du auch mal fragen, wie er den offenen Biss ohne OP zu schließen gedenkt. Womöglich die Schneidezähne alle ein Stück aus dem Kiefer herausziehen, damit sie sich vorne irgendwo berühren? Autsch.

Und wenn du dich für eine Art "Kompromissbehandlung" ohne OP entscheiden solltest, ginge das meiner Meinung nach genauso gut mit einer normalen festen Zahnspange.

LG, Iris

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Durch Sato wird durch Neupositionierung des Unterkiefers die Okklusionsebene beeinflusst und so der offene Biss geschlossen.

Es gibt sicher viele Für und Wider für die Sato-Methode, wie für jede andere auch.

Ich selbst trage seit einer Woche (wieder) eine Zahnspange, in weiterer Folge ist Sato geplant. Mein KFO arbeitet seit vielen Jahren sehr erfolgreich nach dieser Methode und für mich war es die einzige Möglichkeit, dass mir keine vier gesunden Zähne extrahiert werden.

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Am ‎27‎.‎04‎.‎2016 um 15:28 schrieb IrisS:

Hallo Wiederholungstäterin,

die Logopädie hat bei mir tatsächlich nicht so ganz geklappt. Die Zungenlage ist inzwischen meistens richtig, aber ich habe seit der OP ständig das Gefühl, eine Riesenzunge zu haben, woran auch die Logopädie nichts geändert hat. Es gibt natürlich Schlimmeres, ist halt einfach komisch. Der Mundschluss funktioniert auch überhaupt nicht, obwohl ich daran mit der Logopädin gearbeitet hatte. Naja, Hauptsache der Biss ist stabil.

Bei dir ist wohl eine Gaumennahterweiterung geplant (damit habe ich keine Erfahrung). Dazu wird der Oberkiefer chirurgisch geschwächt und in den Wochen danach mithilfe einer Apparatur langsam verbreitert. Hier im Forum findest du zahlreiche Berichte und Informationen darüber.

Also bei diesem Sato-Herrn wäre ich ja ganz vorsichtig. Will der den Oberkiefer allein mit der Spange dehnen? Da würde ich mal genau nachfragen, wie das denn gehen soll. Wo will er die Zähne denn mit der Spange hinziehen, um den Oberkiefer zu verbreitern? Etwa seitlich aus dem Knochen heraus? Die armen Wurzeln. Bei einer richtigen GNE würde nämlich der Knochen selbst verbreitert.

Vielleicht solltest du auch mal fragen, wie er den offenen Biss ohne OP zu schließen gedenkt. Womöglich die Schneidezähne alle ein Stück aus dem Kiefer herausziehen, damit sie sich vorne irgendwo berühren? Autsch.

Und wenn du dich für eine Art "Kompromissbehandlung" ohne OP entscheiden solltest, ginge das meiner Meinung nach genauso gut mit einer normalen festen Zahnspange.

LG, Iris

Hallo Iris,

deine Einwände gegen den Sato-Herrn erscheinen mir zunächst mal sehr plausibel und berechtigt, aber andererseits heißt es ja überall immer, dass Sato DER Geheimtipp bei offenen Bissen ist... irgendeine Lösung muss es ja dann wohl für die angesprochenen Probleme geben. Ich kann sie mir allerdings auch nicht vorstellen. Ich stelle fest, dass ich noch nicht sehr weit in der Materie drin bin, denn für mich klingen bis jetzt beide Seiten (Sato und konservative Behandlung) logisch bzw. nicht logisch. Auf der Basis meines jetzigen Wissensstandes kann ich definitiv noch keine Entscheidung treffen. Ich werde mich jetzt mal in der Dysgnathie-Sprechstunde der Klinik, die der konservative Behandler vorgeschlagen hat, genauer über die OP informieren und auch dem Sato-Herrn werde ich nochmal "auf den Zahn fühlen." (Kleiner Wortwitz...) Ich hoffe, dass ich dann vielleicht mehr Klarheit gewinne, im Moment fühle ich mich wirklich noch ziemlich verloren. Auch wenn ich hier im Forum schon etwas mehr Wissen erlangt habe...

Du meintest ja, dass eine Kompromissbehandlung ohne OP genauso gut mit einer normalen festen Zahnspange ginge. Sato hat aber ja angeblich diese besondere Art von Bögen, bei denen Bewegungen in alle Richtungen möglich sind, also flexiblere Bewegungen als mit einer herkömmlichen Spange. Im Internet habe ich dazu gefunden:

"Grundlage der MEAW-Technik (Multiloop Edgewise
Arch Wire, dt. „Bogen mit vielen Schlaufen“) nach Sato ist eine fest-
sitzende Zahnspange aus Bändern, Brackets und Drähten. Diese
Drähte sind bei richtiger Aktivierung in Kombination mit elastischen
Gummiringen, die zwischen Ober- und Unterkiefer eingehängt wer-
den müssen, außerordentlich wirksame Werkzeuge zur Korrektur
von Fehlstellungen, die mit der weit verbreiteten Straight-Wire-Tech-
nik (dt. „gerader Bogendraht“) nicht oder nur in Kombination mit
einem weitreichenden kieferchirurgischen Eingriff behandelt werden
können. Mit den bei der MEAW-Technik für jeden Patienten speziell
angefertigten Drähten kann jeder einzelne Zahn in alle drei Raum-
richtungen gezielt bewegt und dadurch die Kauebene beeinflusst
werden."

Ich muss sagen, dass das nach einer Erklärung für die von dir angesprochenen Fragen klingt. Aber wie das genau vonstatten gehen soll und ob es letztlich nur Humbug ist, weiß ich natürlich nicht.

Würdest du denn sagen, dass die Gefahr zum erneuten Rezidiv ohne OP größer ist als mit?

Danke für deine Antwort und LG

Jule

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vor 11 Stunden schrieb Wiederholungstäterin:

...aber andererseits heißt es ja überall immer, dass Sato .....

Wo ist dieses überall und immer denn zu finden ?

Ich schätze 90% der Kieferorthopäden haben davon noch nie was gehört.

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Hallo Wiederholungstäterin,

ich weiß leider nicht, welche Bewegungen eine Sato-Spange erreichen soll, die eine normale feste Spange nicht erreichen kann.

Mit einer normalen festen Spange können Zähne in alle Richtungen bewegt werden, teilweise auch mithilfe von zusätzlichen Elementen wie Gummis, Federn ... Dass eine Sato-Spange da irgendwie noch mehr können soll, glaube ich einfach nicht (wohlgemerkt bin ich keine Spezialistin, sondern nur eine durch drei KFO-Behandlungen geplagte Patientin, die außerdem sehr viel über das Thema gelesen hat, und das in drei Sprachen).

Oder soll die Sato-Spange den Knochen irgendwie dazu bringen, auch beim ausgewachsenen Menschen noch zu wachsen? Und in deinem Fall dann den skelettal bedingten offenen Biss zu schließen? Wenn das möglich wäre, sollte der Erfinder den Nobelpreis bekommen.

Rezidiv: Ich persönlich glaube, dass du mit einer reinen Spangenbehandlung (Sato oder andere) zunächst gewisse Erfolge sehen würdest, die aber nicht von langer Dauer wären.

So ähnlich war es mir vor zehn Jahren mit einem Bionator gegangen: Ein ganzheitlicher Zahnarzt hatte mir den verpasst "Mal sehen, wie weit wir da kommen". Ja, es gab auch Erfolge. Die Gelenke waren irgendwie anders, der Unterkiefer kam weiter nach vorne, und der offene Biss wurde weniger. War aber alles nicht ausreichend, und hielt auch hinterher nicht lange an.

LG, Iris

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Hallo Wiederholungstäterin,

dein offener Biss erinnert mich stark an meine Verzahnung vor Behandlungsbeginn. Ist fast identisch :). Mein Biss war nur offener als deiner  (siehe Bild ). Bei mir war das falsche Schluckmuster ausschlaggebend und wäre wahrscheinlich auch immer schlimmer geworden, wenn ich mich nicht in logopädische Behandlung begeben hätte.
Mir stellt sich die Frage, ob du ästhetisch auch was ändern möchtest oder ob es bei dir rein um die Korrektur der Zahnfehlstellung geht.
Ich persönlich habe eine Bimax und Invisalign Behandlung gemacht  ( bzw. bin noch dabei ) und bin super zufrieden mit dem "Zwischenergebnis"
 Habe nämlich als eine der wenigen die Bimax vor der Kieferortopaedie gemacht und nun erst ca 5 Monate  KFO hinter mir. Kann nun endlich meinen Mund schließen , die Zunge hat mehr Platz und die Gesichtszüge sind harmonischer.  Eine Bimax wäre keine Option für dich?
VG

 

 

 

 

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