Meine Bimax-OP ist jetzt schon wieder mehr als 4 Wochen her, siehe hier für weitere Details. Soweit ist ja alles gut verlaufen, abgesehen von der üblichen Schwellung und weiterhin Taubheit der Unterlippe bekomme ich aber den Mund nicht mehr auf.

Zitat

Als Kieferklemme bezeichnet man die eingeschränkte oder vollständige Beeinträchtigung der Mundöffnung. Ist die Mundöffnung aufgrund eines tonischen Krampfes der Kaumuskulatur behindert, bezeichnet man die Kieferklemme medizinisch als Trismus (von gr. trizein‚knirschen‘). Als Folge lässt sich der Mund gar nicht oder nur unter starken Schmerzen leicht öffnen.

So sieht das bei mir derzeit mit der maximalen Mundöffnung aus, wenn ich mich entsprechend anstrenge:

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Ich bin weiterhin einmal die Woche zur Kontrolle beim KFC, und dieser ist überhaupt nicht erfreut, meint, ich hätte da schon wesentlich weiter sein müssen. Demnach ist meine Kaumuskulator sehr stark und total verspannt. Ich hatte bisher Angst, mit der Hand nachzuhelfen, und habe nur erfolglose Übungen mit dem Kaumuskel selbst durchgeführt. Der KFC hat bei der gestrigen Kontrolle so richtig Hand angelegt, und den Unterkiefer nach unten gezogen, dass mir die Tränen runter gelaufen sind. Das hat zwar bereits einen geringen Erfolg gezeigt, aber nur unter beträchtlichen Schmerzen.

Keine Ahnung, wie ich da jetzt jeden Tag bis zur nächsten Kontrolle genau tun soll. Wenn ich den Unterkiefer vorne mit der Hand fasse, und Dehnungsübungen nach unten mache, bis ich ein unangenehmes bzw. schmerzhaftes Ziehen bis zum Ohr rauf habe, tut sich scheinbar trotzdem nicht wirklich was. Wenn ich das nicht auf die Reihe kriege, muss ich wohl zur Physiotherapie. Die Angst ist halt, dass der Zustand bleibt.

Das ist ja wohl kein normaler Zustand nach einer Bimax, sonst hätte ich hier im Forum dazu sicherlich etwas gefunden. Kann die Kaumuskulator bei der OP dermaßen überdehnt oder beschädigt worden sein? Oder ein psychologischer Effekt, der auf Grund der Schwellung die weitere Mundöffnung verhindert?

Was tun?

Irgendwelche Tipps?

Wie oft am Tag und wie genau optimale Dehnungsübungen durchführen?

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Du beantwortest die deine Fragen schon selbst:

auf zur Physiotherapie ! 

Mir ist allerdings vollkommen schleierhaft warum dein kfc dir das nicht sofort als 1.massnahme angeordnet hat! 

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Hallo Progenius,

4 Wochen nach so einer OP ist eine sehr kurze Zeitspanne.

Ich würde dem Ganzen noch etwas mehr Zeit geben. Eine Bimax ist eine große OP, das ganze System ist überreizt, alles muss sich neu einstellen. Auch die Schwellung kann noch zusätzlich mitspielen.

Ich würde da auch jetzt nicht "Hand anlegen", uaaaa ... nach so kurzer Zeit ist doch bestimmt noch nicht alles komplett zusammengewachsen?

 

Mir ging es nach meiner OP (UKVV und Kinnplastik) ähnlich, bekam den Mund monatelang nicht richtig auf. Es lag vor allem am linken Gelenk, das vor der OP schon geschätzte 20 Jahre lang oft geknackt hatte und ziemlich abgewetzt war. Nach der OP war es links wie blockiert, durch die restliche KFO-Behandlung wurde es noch zusätzlich gereizt. Ich hatte Angst, das würde nie mehr in Ordnung kommen. Vier Monate nach der OP wurde die Spange entfernt, sechs Monate nach der OP begann ich mit Krankengymnastik, die die Mundöffnung dann sehr schnell verbesserte. Die Blockade war rein muskulär gewesen. Heute ist die Öffnung hervorragend, und den Gelenken geht es sehr gut.

Bei dir kann es natürlich auch viel schneller gehen! (bei mir scheint sowieso alles immer irgendwie komplizierter zu sein).

Geduld ...

Alles Gute

 

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Der KFC hat vor ein oder zwei Wochen mal erwähnt, dass ich wohl um eine Physiotherapie nicht herum kommen werden, hat aber noch keinen Auftrag dazu erteilt. Ich denke mal, dass er zum jetzigen Zeitpunkt noch annimmt, dass ich das selbst irgendwie auf die Reihe kriege. Der gestrige Kontrolltermin war etwas zu hektisch, wohl wegen einem Fehler bei der Terminvergabe. Letzte Woche hat es noch geheißen, ich soll regelmäßig die Mundöffnung üben, aber ohne Krafteinwirkung. Diese Woche hat es dann geheißen, dass das gar nicht gut aussieht und schon wesentlich mehr möglich sein sollte. Ich soll wesentlich mehr üben und mit den Händen fleißig mithelfen.

Mir kommt das 4 Wochen nach der OP auch sehr früh vor, zusammengewachsen ist da sicherlich noch nichts, und es kommt aus einem der Nasenlöcher auch immer noch brauner zäher Schleim, wenn ich vorsichtig über dem Waschbecken durch blase. Die Schwellung sieht lauf KFC normal aus, wie auch sonst alles, das sich mit visueller Kontrolle im Mund feststellen lässt. Wie gesagt, bei der OP ist alles normal verlaufen, und meine Kieferklemme hat definitiv nichts mit den Kiefergelenken zu tun, ist also rein eine Sache der Kaumuskulator.

Es hat mich aber doch stutzig gemacht, dass ich hier im Forum keine ähnlichen Berichte nach einer Bimax gefunden habe, also scheint das doch kein übliches Problem zu sein. Andererseits kommt beim Nachlesen zum Thema Kieferklemme doch vor, dass dies ein normales Verhalten der Kaumuskulator nach einem derartigen Eingriff sei ("Insbesondere beim Versuch der Mundöffnung verkrampft die Kaumuskulatur als Schutzreflex fast unwillkürlich und verhindert so eine vollständige Mundöffnung").

"Die meistens entzündlich bedingten Kieferklemmen, die der Zahnarzt zu Gesicht bekommt, verschwinden fast immer mit der Behandlung und dem Abklingen der ursächlichen Entzündung." -> Wenn das hier zutrifft, und meine Kieferklemme ein normaler Umstand wäre, stellt sich die Frage, warum es der KFC so eilig hat und deswegen so viel Druck macht. Gut, das kann ich dann nächste Woche weiter hinterfragen, bis dazu bleibt wohl nichts anderes übrig, als mehrmals täglich Dehnungsübungen unter Mithilfe der Hände durchzuführen.

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Für 4 Wochen nach der Op halte ich die Mundöffnung für vollkommen normal. Bitte nicht gewalthaft mit den Händen den Unterkiefer jetzt nach unten drücken.

Auf alle Fälle gehört so etwas in professionelle Hände, also in die Hände eines erfahrenen Physiotherapeuten. Rezept kann dir dein Hauszahnarzt ohne weiteres ausstellen.

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Ich würde ja jetzt noch überhaupt keine Übungen machen ... weder mit noch ohne Einsatz der Hände.

Wenn Blut aus der Nase kommt, ist wohl wirklich noch nicht alles verheilt. Nicht, dass noch irgend etwas bricht/verrutscht?

Gib den Knochen doch mal Zeit, überhaupt richtig zusammenzuwachsen!

Übungen kannst du doch später, in einigen Wochen oder Monaten, immer noch machen. Und vielleicht ist es dann ja sogar überhaupt nicht mehr nötig, weil sich das ganze System schon an die neue Kieferstellung gewöhnt hat.

Nach meiner OP hatte ich sechs Wochen lang Kauverbot und wäre gar nicht auf die Idee gekommen irgendwelche Übungen zu versuchen. Das Risiko wäre mir viel zu groß gewesen.

Deinen KFC finde ich ziemlich seltsam. Was erwartet er denn nach so einer großen OP?

Und ich meine auch, dass man so etwas besser zusammen mit einem Krankengymnasten erarbeiten sollte.

Wünsche gutes Abschwellen und Heilen.

 

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Also bei mir ist laut KFC alles fest verschraubt, deswegen gibt es da auch keine Bedenken zu haben. Das mit der Mundöffnung und den Dehnungsübungen ist ja nicht meine Idee gewesen, sondern die des KFC, den ich jedenfalls als absoluten Profi einschätze und der führender OA hier am Kepler Universitätsklinikum Linz für derartige Eingriffe ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Hausarzt eine solche Physiotherapie verordnen kann oder darf, dass sollte schon vom KFC kommen, sonst würde der Hausarzt ja in eine bestehende Behandlung eingreifen (der KFO hat ja auch erst einmal Auszeit, bis der KFO die Freigabe erteilt).

Der braun-blutige Schleim aus der Nase kommt wohl über die Nebenhöhlen aus der Kieferhöhle, das kann natürlich dauern, bis das abheilt, vermutlich bis zum Rückgang der Schwellungen. Der KFC hat den Zustand der oberen Zahnleiste ja nach der OP derart beschrieben, als dass diese quasi auf einem Blut-Pool schwimmt (diese Vorstellung ist natürlich irreführend, da auch die obere Zahnleiste fest verschraubt ist). Deswegen mache ich mir keine Sorgen. Ich habe natürlich auch weiterhin Kauverbot, also keine feste Nahrung zumindest bis 6 Wochen nach der OP, was aber offenbar nicht gegen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Kieferöffnung steht. Bei der Öffnung des Mundes treten ansonst auch keine Schmerzen auf, ich stehe halt einfach nach etwa einem Zentimeter an, und dann den Unterkiefer am Kinn zu fassen, und vorsichtig nach unten zu ziehen, führt bis auf diese äußerst unangenehmen Dehnungsschmerzen in der Kaumuskulatur bis rauf zum Ohr auch zu keinen Nebeneffekten, also keine Schmerzen im Kiefer oder Kiefergelenk, Knacken oder sonstiges. Ich befolge dabei ja auch nur die Anweisungen des KFC und würde nicht im Traum darauf kommen, es zu übertreiben (der KFC wird nächste Woche eher wieder der Meinung sein, dass sich nichts getan hat).

Ich habe jedenfalls volles Vertrauen in meinen KFC, und wenn er nach 4 Wochen der Meinung ist, ich muss an der Behebung der Kiefersperre arbeiten, dann denke ich schon, dass das Sinn ergibt und er sich dabei was denkt (er schien jedenfalls besorgt, dass mir die eingeschränkte Kieferöffnung bleibt, wenn ich nichts dagegen tue). Ich werde das dann beim Termin nächste Woche aber erneut hinterfragen, wie er sich das genau vorstellt und wie das weitergehen soll, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass meine zurückhaltenden Dehnungsübungen irgendwelche Erfolge bringen.

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Ich hatte "nur" eine UKVV und anschließend monatelang eine eingeschränkte Mundöffnung, ebenso dann noch einmal nach der ME.  Nur 4 Wochen nach so einem großen Eingriff hätte ich niemals so grob Hand anlegen mögen. Und auch bei mir war alles verschraubt ;-) Die ersten Wochen hatte ich gar keine Physiotherapie, dann erst vorsichtige Massagen und Lockerungsübungen (Osteopathie) und erst danach kamen aktive Dehnübungen. 

flo hatte übrigens Hauszahnarzt geschrieben und nicht Hausarzt. KFO und Zahnarzt brauchen keine Rücksicht auf ein Budget zu nehmen und könnten beliebig viele Rezepte ausstellen, wenn sie es wollten. 

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Tja, da scheiden sich echt die Geister. Einerseits möchte man annehmen, dass Schonung so früh nach der OP die einzig richtige Vorgehensweise sei, anderseits kann man gar nicht früh genug mit der Therapie beginnen, da es mit Abwarten nicht einfacher wird. Die Kaumuskulatur gewöhnt sich an den Zustand, was durch Abwarten die Therapie beträchtlich verlängern, und auch zu einer bleibenden Einschränkung führen kann.

Der KFC hat Recht, da muss sich jetzt schon etwas tun, man kann die Situation nicht auf sich belassen. Auf die Verwachsung der Zahnleisten muss dabei keine Rücksicht genommen werden, da diese so gut fixiert sind, dass keinerlei negative Auswirkungen zu befürchten sind.

Eine befreundete Logopädin, die gerade eine Ausbildung zur Therapie bei Kiefersperre macht, ist derselben Meinung. Das Problem einer Kiefersperre, ob jetzt psychische oder physische Vermeidungshaltung, wird sich höchstwahrscheinlich nicht von alleine ergeben, und je früher man mit der Therapie beginnt, desto besser die Chancen auf eine vollständige Wiederherstellung des Bewegungsumfangs.

Ich werde gleich morgen (Montag) den KFC anrufen und die Einteilung zur Physiotherapie ansuchen, da mein nächster Kontrolltermin erst am Donnerstag ist. Alleine komme ich da einfach nicht weiter, meine Dehnungsübungen der letzten Tage scheinen keinerlei Erfolg zu zeigen. Mit einfach nur Unterkiefer nach unten ziehen wird es aber auch nicht getan sein, und wie ich den Musculus masseter massieren soll, weiß ich nicht, auch wegen der Schwellungen.

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Well, KFC sagt, für die Physiotherapie ist es noch zu früh, die kann man dann in 2 Wochen starten. Ich soll bis dahin aber jedenfalls üben, ohne es zu übertreiben, vorerst drei mal täglich ordentlich dehnen.

Diese Kiefersperre finde ich aber schon sehr bedenklich, ich habe echt keine Lust auf eine permanente Einschränkung. Das Dehnen an sich klappt mehr schlecht als recht. Wenn ich den Unterkiefer im Kinnbereich mit der ganzen Hand fasse, und vorsichtig nach unten ziehe, dabei entweder aktiv den Mund mit der Kaumuskulatur zu öffnen versuche, oder den Kaumuskel entspanne, fühlt es sich zwar an, als würde sich etwas tun, aber das war's dann auch schon. Wenn ich versuche, die Kiefer von innen (also über die Zahnleisten) auseinander zu drücken (so wie es der KFC vorgemacht hat), fühlt es sich anders an, unangenehmer, aber erfolgreicher. Auch ist der Grad der Mundöffnung total von der Schwellung abhängig, die nicht ständig gleich ist, da geht der Mund auch schon mal weniger auf als zuvor.

So wie es aussieht, werde ich bis zum nächsten Kontrolltermin keine Erfolge erzielen, wahrscheinlich bin ich einfach zu feig, den nötigen Zug bzw. Druck auszuüben, die der Kaumuskel zur effektiven Dehnung erfordert. Dehnungsschmerzen im Kaumuskel sind einfach zu grausam.

Zumindest den Suppenlöffel bekomme ich schon ganz rein, zuvor habe ich die Suppe nur vom Löffelrand geschlürft.

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