Sebi1902

Eure Meinung zu dieser Diagnose/Therapievorschlag

Liebe Forengemeinde,
ich habe dieses Text zwar bereits im Bilderforum so ähnlich gepostet, aber dachte er passt hier irgendwie besser hin!

Ich war am Freitag bei einer intensiven KFO Beratung inklusive Diagnostik!Es wurden Röntgenaufnahmen, Abdrücke und Fotos gemacht.

Der KFO sieht in meinem rückverlagertem Unterkiefer und meiner fehlerhaften Verzahnung Gründe für mein Kieferknacken, zudem sagt er, dass durch die falsche Position der Zähne starker Druck ausgeübt wird, wodurch zum einen meine Zähne teilweise recht stark abgenutzt sind und zum anderen mein Zahnfleisch auf Dauer zurück geht!Erste Anzeichen sind schon da, darauf machte mich unabhängig vom KFO, meine Zahnärztin bereits aufmerksam. Alles zwar noch im Rahmen mit dem Zahnfleisch, aber das macht mir schon Sorgen. Habt Ihr schonmal von dem Zusammenhang gehört dass das Zahnfleisch sich durch zu starken Druck/fehlerhafte Verzahnung/Biss zurückbildet?Oder ist sogar jemand betroffen?

 

Vorgeschlagen wurde folgende Therapie:

 

KFO ist sich sicher, dass die Krankenkasse die Kosten trägt!Wenn ich Ihn richtig verstanden habe würde ich mich beim Chirurgen zwar vorstellen und wir würden alles so einreichen, als würde es zur OP kommen. Allerdings glaubt er meinen Biss auch ohne OP hinzubekommen. Sollte das gelingen würde keine OP stattfinden und er sagt dann würde sich die KK auch damit abfinden und die entstandenen Kosten trotzdem tragen. Er hätte noch nie erlebt, dass es da zu Problemen kommt! Was meint Ihr dazu? Eine OP käme ehrlicherweise nicht für mich in Frage, daher frage ich mich, was passiert wenn die Kasse auf die OP besteht?

Er glaubt, dass es ihm über Entkopplung gelingt, dass sich der Unterkiefer nach vorne bewegt! Ich würde zunächst Brackets im OK bekommen und unten eine Schiene tragen. Dann nach einigen Monaten würden auch Brackets im UK eingesetzt werden.  Hatte jemand von euch so eine Schiene?Wisst ihr zufällig wie hinderlich das sprechen mit dieser Schiene ist?Ich muss beruflich sehr sehr viel sprechen und könnte mir eine dauerhafte Einschränkung nicht erlauben.

Versprechen das es klappt kann er natürlich nicht,wir sind ja schliesslich in der Medizin ;)

Eine Kostenaufstellung habe ich auch erhalten, hier reden wir von einem Gesamtbetrag von ca 3300€. Ich verstehe leider nicht ganz was von der Kasse getragen wird. Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

- Erweiterte Untersuchung bei kombiniert KFO KFC Behandlung

- Multibandbehandlung

- Versiegelungsschutz

- Bisshebung/altern. Reverce Bögen/Entkopplung und Einschleifen, Aufbissschiene

- Abnahme der der festen Zahnspange

Diese einzelnen Posten ergeben dann die o.g. Gesamtsumme.

Im Behandlungsvertrag, der von mir noch nicht unterschrieben ist, wurde explizit folgende Sätze vom KFO unterstrichen:

" Ich bin darüber aufgeklärt worden, dass die Krankenkasse der Praxis zunächst nur 80% der Behandlungskosten erstattet und der Patient einen Eigenanteil in Höhe von 20% quartalsweise zu zahlen hat" und "Dieser Eigenanteil wird erst nach einer erfolgreichen Beendigung der Behandlung und Stabilisierung des Ergebnisses von der Krankenkasse an den Patienten zrückerstattet, in der Regel frühestens nach 5 Jahren."

Bedeutet das, dass für mich nur 20% der o.g. 3300€ anfallen und ich diese dann später auch noch zurückerstattet bekäme?Oder, so wie ich vermute, diese 3300€ sind der Betrag für Zusatzleistungen und die 20% Eigenarten kommen noch drauf?!

Ich weiss, ich bombardiere euch mit Fragen, aber das war am Freitag  wirklich viel an Information (2h hat alles gedauert) und Ich vertraue euch hier im Forum. Eure Hilfe ist wirklich viel Wert!

Freue mich auf eure Antworten!

 

Vielen vielen Dank schonmal!

 

Sebi

 

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Hallo Sebi, 

ich kann dir schon mal was zur Schiene sagen. Ich habe seit September oben Brackets und unten eine Schiene. Damit ist mein Unterkiefer in seine natürliche Lage nach vorne gekommen und mein Tiefbiss hat sich gehoben. Ich denke ohne OP kann es dann funktionieren, wenn es auch um einen Zwangsrückbiss handelt.

Zum Sprechen mit der Schiene: anfangs hatte ich das Gefühl furchtbar zu lispeln. Besonders wenn ich viel sprechen musste war ich abends regelrecht platt und konnte nur noch verwaschen sprechen. Da ich die Schiene aber fast 24 Stunden getragen habe, wurde es sehr bald besser. Man kann damit ganz normal und deutlich sprechen, es bedarf eben etwas Gewöhnung und Übung.

Zu den Kosten kann ich nichts sagen, ich wäre da aber eher skeptisch, dass die Kasse das so hinnimmt. Ich bin privatversichert und bei mir war bereits die erste Rechnung für die Schiene und das Einsetzen von Brackets und Bogen oben bei über 2000 €. Da sind noch nicht mal Brackets und Bögen dabei, die nochmal 600 € extra kosten.

3300 als Gesamtsumme glaube ich nicht, vielleicht doch Extras?

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Hallo Sebi,

 

zu deiner Frage wegen dem Zahnfleischrückgang aufgrund falscher Druckbelastung kann ich dir sagen, dass es das tatsächlich gibt. Bei mir ist das leider auch so der Fall. Darauf hat mich mein Zahnarzt schon lange aufmerksam gemacht und mir nahegelegt, zum FKO zu gehen, da es langfristig sonst noch größere Probleme geben könnte. Daher bin ich inzwischen auch seit 8 Monaten in KFO-Behandlung.

 

Und zu den Kosten, da denke ich eher, dass diese 3300 € die Zusatzkosten darstellen und die 20% von der Krankenkasse da noch zusätzlich obendrauf kommen. Bei mir belaufen sich die Zusatzkosten leider sogar auf rund 4000 € plus die 20 % von der KK plus ca. 1500 € für die OP-Planung (Modell-OP). Das ist schon ein ganz schöner Brocken. Laut meinem KFO übernehmen die KKs für die KFO-Behandlung nur so um die 3000-4000 € und damit ist es kaum möglich, die Kosten der gesamten Behandlung nach aktuellen Maßstäben komplett zu decken, sodass für den Patienten leider immer mehr oder weniger hohe Zusatzkosten anfallen, die die KK nicht übernimmt. Da in meinem Fall leider eh wiedermal alles schwieriger ist als "normal", dauert es bei mir leider zum einen länger und ist zum anderen teurer als beim "Durchschnitt" (was ich als extrem frustrierend empfinde).

 

Grüßle,

 

Cavallina

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Zu den Schienen kann ich nichts sagen, nur zu den Kosten wenn man sich dann doch gegen die OP entscheidet. Das hatte ich nämlich auch mit meiner KK geklärt.

Die BKK Provita fordert den gesamten angefallenen Betrag zurück, falls man sich -aus welchen Gründen auch immer- gegen die OP entscheidet. Von anderen KK habe ich gelesen, dass es ähnlich ausschaut bis auf wenige Ausnahmen. Wenn man die OP definitiv ablehnt (!) sollte man der KK gegenüber so ehrlich sein und die Summe selbst zahlen. Alles andere halte ich für Betrug.

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Vielen Dank für eure Antworten!Ihr seid anscheinend gar nicht so weit weg von meiner Diagnose!Dieses Forum ist einfach so eine große Hilfe!

@Tina44 woran erkennt der KFO denn ob es sich um einen zwanghaften oder einen normalen Fehlbiss handelt?Kann er das vor Beginn der Behandlung sicher sagen?Und was hat Dein KFO denn zur Nachhaltigkeit des Ergebnisses gesagt?Kann ein Rezidiv ausgeschlossen werden?würde mich über weitere Ausführungen von dir freuen!Ach und wie lange meinst du dauert es bis man wieder einwandfrei mit der Schiene sprechen kann?

 

@Cavallina Welche Frage sich bei mir mit dem Zahnfleischrückgang auftut ist folgende: Ich dachte immer das Multibandapparaturen die Gefahr einer Parodontitis deutlich erhöhen, irgendwie widerspricht sich das in meinen Augen?!

Und @NKaiser natürlich hast du Recht!Ich frage mich halt ob das Vll gegen diesen KFO spricht oder ob solche Vorschläge gängige Praxis sind?

Nochmal eine allgemeine Frage, würdet ihr euch diese Diagnose nochmal absichern lassen?War vorher ja schon woanders zu Erstberatung(aber ohne Diagnostik) und so(Zahnfleischrückgang durch Zuviel Druck/Fehlbiss) habe ich es jetzt zum ersten Mal gehört!Allerdings war er auch Fachmann was Kieferbeschwerden angeht!Bestimmt habt ihr doch auch bei jedem KFO unterschiedliche Diagnosen gehört, woher weiß man welche Therapie man wählen soll bzw. welche die richtige ist?

Ich freue mich auf eure Antworten!

 

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Welche Diagnose wurde denn gestellt ? Mein KFO meinte (Kiefergelenksprobleme und dadurch knirschen/pressen bis hin zur Zahnzerstörung unter anderem), dass es die Möglichkeit gibt, die Zähne -allerdings nicht die Kieferfehlstellung- nur mit Spange und Forsus-zu richten. Dafür bekam ich einen Kostenvoranschlag, das hätte ich privat zahlen müssen. Er meinte aber, mit dieser Lösung wäre er nicht glücklich, auch wenn er daran mehr verdienen könnte. Er will ein gutes Ergebnis und das kann er ohne OP nicht erzielen. Das war dann der Punkt wo ich dachte, dass ich ihm vertrauen kann. Wenn ein KFO solche "Schweinereien" macht (im Prinzip ist es Betrug und kann ihn wenns blöd läuft die Zulassung kosten) hätte ich Bedenken auch als Patient über den Tisch gezogen zu werden.

Ich bin kein Fachmann, nur Betroffener und deshalb Laie auf dem Gebiet, aber ich finde eine Fehlstellung des Kiefers lässt sich im Erwachsenenalter ohne OP nicht beheben.

Ansonsten...frag doch mal bei der unabhängigen Patientenberstung nach. Die haben mir schon oft geholfen, wenn ich eine Frage hatte. Kostet nix und sind Fachleute am Telefon. Ich persönlich hätte zu dem KFO kein Vertrauen und würde da keine Behandlung beginnen. Aber letztendlich musst du das entscheiden.

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Nachtrag: bei mir sind durch die Kieferfehlstellung die Kondylen verformt-bei mir wackeln durchs Pressen/Knirschen Zähne, sie sind gesplittert und teilweise abgebrochen, aber das Zahnfleisch ist ok .

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Bei mir wurde eine klinische und funktionelle Gebissanalyse durchgeführt. Dabei wird neben mehreren komplizierten Messungen auch das Kiefergelenk so lange "verwirrt" bis man dann spontan in entspannter natürlicher Kiefergelenkslage einen Wachsabdruck macht. Dieser war bei mir jeweils weiter vorne, da wo ich wegen des tiefen Bisses normalerweise nicht zubeißen konnte. Dank der Schiene ging das dann, was die Kiefergelenke enorm entlastet. Die oberen Zähne werden nun soweit aufgerichtet, dass der Unterkiefer dann da vorne auch Platz hat. Des weiteren muss dann der Biss zueinander völlig neu eingestellt werden.

Mit der Schiene einwandfrei sprechen konnte ich nach etwa zwei Wochen. Allerdings sagten fast alle, dass sie kein Lispeln hören und nur mir das auffällt. Das Sprechen ist sicher das geringste Problem.

Ich hatte anfangs einen so trockenen Mund, dass ich ständig Wasser dabei haben musste (sonst trinke ich manchmal den ganzen Tag nichts). Das war auch nach zwei Wochen vorbei.

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Am 15. Mai 2016 um 19:38 schrieb NKaiser:

Welche Diagnose wurde denn gestellt ?

Naja aufgrund meiner anscheinend zwanghaften Unterkieferrücklage passt mein Biss nicht!Dadurch übe ich starken Druck aus, so das es teilweise starke Abnutzungserscheinungen der Zähne gibt und dieser Druck ist wohl auch für den Rückgang meines Zahnfleisches verantwortlich!Das knacken und Druckgefühl im Kiefer scheint da auch seinen Ursprung zu finden, soll jedoch noch genauer in einer Kieferfunktionsanalyse abgeklärt werden.

Ich tendiere aktuell dazu mir eine das Ganze durch eine weitere Meinung absichern zu lassen!Spreche da dann offenen an das ich eine Zweitmeinung brauche und erwähne die Diagnose dieses KFO oder tue ich so als wäre es wirklich eine Erstberatung?Wie habt ihr das gemacht?

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Am 15.5.2016 um 13:02 schrieb Sebi1902:
Habt Ihr schonmal von dem Zusammenhang gehört dass das Zahnfleisch sich durch zu starken Druck/fehlerhafte Verzahnung/Biss zurückbildet?
Hatte jemand von euch so eine Schiene?Wisst ihr zufällig wie hinderlich das sprechen mit dieser Schiene ist?Ich muss beruflich sehr sehr viel sprechen und könnte mir eine dauerhafte Einschränkung nicht erlauben.

Also, ich weiß, dass sich das Zahnfleisch durch falsches Putzen („Schrubben“) zurückbilden kann. Dabei wird ja gewissermaßen auch falscher Druck aufs Zahnfleisch ausgeübt. Daher kann ich mir das so schon auch vorstellen.

Ich hatte auch anfangs zwei Schienen, zuerst eine im OK, dann eine im UK. Als ich die das erste Mal drin hatte, konnte ich nur noch nuscheln, aber nach ein paar Tagen normalisiert sich das wieder, wenn man regelmäßig damit spricht. Ich muss jedoch sagen, dass ich auch dann nie ganz fehlerfrei damit sprechen konnte. Das betraf aber nur manche Laute. Da es allerdings unterschiedliche Arten von Schienen gibt, lässt sich diese Erfahrung nur schwer verallgemeinern. Auch kommt der eine besser damit klar als der andere. Ich hatte dafür z.B. mit Speichelfluss kaum Probleme.

vor 16 Stunden schrieb Sebi1902:

Spreche da dann offenen an das ich eine Zweitmeinung brauche und erwähne die Diagnose dieses KFO oder tue ich so als wäre es wirklich eine Erstberatung?Wie habt ihr das gemacht?

Weder noch. Ich habe einfach meine Vorgeschichte erzählt. Da kam nie die Frage auf, ob es meine erste Beratung ist oder nicht. Auf Nachfrage hätte ich aber schon ehrlich die Wahrheit gesagt.

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Hallo,

es kann sein, dass die etwa 3000€ die Standardbehandlungskosten für die KFO sind. DIe OP wäre da sicher nicht mit dabei. Sofern du dich aber am Ende der Behandlung gegen eine OP entschließt, wirst du auf den 20% sitzen bleiben, was aber nicht wircklich viel ist.

Mich hat das mit der OP abgeschreckt. Vor allem taube Lippen etc. und ich weiß mittlerweile, dass eine OP nicht nur Verbesserung mit sich bringt.

 

Ein Kieferchirurg sagte mir auch mal, dass man wegen Kieferknacken und Kiefergelenksproblemen das Risiko der OP nicht eingehen soll. Besser ist wohl der Versuch einer konservativen KFO Behandlung und dann mit der Option eine OP-Falls wircklich nötig (nur wenn sich Frontzäne lockern) machen.

 

Gruß

 

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Hallo,

ich habe seit Januar eine vermessene Aufbisschiene. Die hat sich vom ersten Moment an gut im Mund angefühlt. Sie ist aus einem Material, dass sich bei Wärme leichter anpasst - also im Mund nicht drückt. Anfänglich habe ich damit gelispelt und das Teil bei wichtigen Besprechungen rausgenommen. Mittlerweile hört man gar nichts Ungewöhnliches mehr beim Sprechen. Ich habe mich so an die Schiene gewöhnt, dass ich sie schon ein paar mal erst beim Ersten Bissen Essen wieder bemerkt habe.

Meine KFO Kosten vor und nach der OP liegen insgesamt bei geschätzten 3.100 EUR.

Dank der Schiene laufe ich komischerweise aufrechter.

 

Sascha

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