Thor

Oberkieferrückverlagerung bei geplanter Bimax Operation - diverse Fragen

Hallo Zusammen,

 

möchte hier kurz meinen Werdegang schildern und hätte anschließend noch ein paar Fragen. Gerne helfe ich auch anderen betroffenen mit meiner Erfahrung weiter.

Kurz zu mir ich bin nun 26 Jahre alt und bereits seit Ende 2013 in Kieferorthopädischer Behandlung wegen eines frontal offenen Bisses. Zuerst wurde der Zahnbogen im Unterkiefer ausgeformt, Ende 2014 kam dann eine Gaumennahterweiterung und anschließend wurde der Zahnbogen im Oberkiefer ausgeformt. Soweit alles super verlaufen und vor genau 11 Tagen war dann die geplante Bimax Operation, bei der ursprünglich der Unterkiefer um 4mm vorverlagert und der Oberkiefer nach hinten/oben gedreht werden sollte um den offenen Biss zu schließen.

Eine Woche vor der OP war ich nochmal in der Praxis beim Kieferchirurg um aktuelle Abdrücke zu machen, Maße zu nehmen, etc. um sämtliche für die OP notwendigen Berechnungen und Simulationen durchführen zu können. Erfreulicherweise kam dabei raus das es reicht meinen Oberkiefer nach hinten/oben zu drehen weil dann der Unterkiefer automatisch in die richtige Position nachrotiert und so wurde es gemacht. Die OP an sich war nicht schlimm ich war anschließend noch 3 Tage im Krankenhaus und bin seither zu Hause. Die erste Woche war mein Kiefer komplett verdrahtet, dies wurde aber beim Kontrolltermin (1 Woche nach OP) entfernt und mir wurden Gummis eingesetzt (4 Wochen Tragedauer) die OK und UK in der richtigen Position halten, die ich lediglich einmal Abends rausnehmen darf zum Essen + anschließendem Zähneputzen. Einen Splint wie er von einigen beschrieben wird trage ich nicht.

Ich befinde mich seit 2015 in logopädischer Behandlung zum Erlernen der korrekten Zungenruhelage. Ich konnte dies relativ schnell verinnerlichen und oftmals auch schon im Alltag automatisieren aber eine dauerhafte Gewohnheit konnte ich noch nicht entwickeln, zu schnell bin ich in alte Verhaltensmuster zurückgefallen z.b. in hochkonzentrierten Phasen. Seit der OP fällt es deutlich leichter und fühlt sich sehr viel natürlicher an die Zunge oben am Gaumen zu halten und ich bemühe mich seither die dauerhafte Gewohnheit nun etablieren zu können.

Da ich seither viel Zeit habe treibe ich mich oft hier im Forum rum und lese Erfahrungsberichte und ähnliches und habe deshalb nun selber einige Fragen, die ich hoffe ihr mir beantworten könnt. :-)

1.) Ein sehr wichtiger Punkt für mich ist die Vermeidung eines Rezidivs, deshalb bin ich auch sehr bemüht die Zungenruhelage dauerhaft zur Gewohnheit zu machen. Wie oben bereits beschrieben habe ich 2 Gummis im Mund (Frontbereich) um die Kiefer in der richtigen Stellung zu halten. Nun habe ich hier im Forum oftmals von einer sogenannten Physiotherapie gelesen, die einerseits die Schwellungen vermindern und andererseits der Kiefermuskulatur helfen kann sich an die neue Kieferlage zu gewöhnen. Ich bekomme meinen Mund auch gerade mal soweit auf das die Zahnbürste hineinpasst, obwohl am Unterkiefer nicht mal was operiert wurde. Macht es Sinn einen Physiotherapeuten aufzusuchen, um die Muskeln schneller an die neue Position zu gewöhnen? Grad auch im Hinblick auf ein mögliches Rezidiv? Und wie findet man so einen Physiotherapeuten?

2.) Sobald die Operation verheilt und die Zungenruhelage stabilisiert ist, wäre der nächste Punkt der Mundschluss. Bereits vor der OP konnte ich meine Lippen nicht entspannt schließen da entsteht jedesmal so ein "Gräuselkinn", dies hat sich seit der OP nicht verändert. Gleichzeitig habe ich seit der OP eine im Vergleich viel zu große Unterlippe, dies stört mich optisch momentan sehr und ich glaube nicht das durch die Entfernung der Zahnspange sich das arg verbessert. 

- Nun wäre die erste Möglichkeit den Mundschluss anschließend mit der Logopädie zu üben und versuchen zu verbessern, da meine Logopädin bereits meinte es könnte evtl. meine Oberlippe verkürzt sein. Aber ist es auch möglich durch die Logopädie die Unterlippe zu harmonisieren?

- Die andere Möglichkeit wäre es steht noch die Frage offen, ob eine Genioplastik notwendig ist, die man mit der Metallentfernung kombinieren kann. Wenn ich mich im Seitenprofil betrachte ist das Kinn etwas zurückliegend ich würde mal schätzen 4-5mm. (Der Kieferchirurg meinte bei der ursprünglich geplanten OP mit UKVV von 4mm wäre eine Genioplastik nicht notwendig gewesen, wie es nun aussieht da keine UKVV stattgefunden hat muss ich noch mit ihm bereden.) Ich habe nun schon schon öfters etwas in die Richtung gelesen das eine Genioplastik außerdem dazu beiträgt 1. die Unterlippe etwas nach innen Kippen zu lassen und somit kleiner zu machen (Genau das wäre ein wichtiger ästhetischer Punkt bei mir) und 2. den Mundschluss verbessert/erleichtert. Ist das korrekt? Insofern könnte ich mit der Genioplastik nämlich 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen und würde dies dann auch machen, aber nur wegen 4-5mm fürs Kinn würde ich es mir überlegen.

So mega langer Text, ich hoffe der ein oder andere nimmt sich die Zeit das durchzulesen und mir meine Fragen zu beantworten. :-) 

Ansonsten schöne Pfingsten und schönes Restwochenende! 

Viele Grüße,

Thorsten

 

 

 

 

 

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Ich weiß nicht wie ich es geschafft habe dies im Unterforum Psychologie zu erstellen.... Bitte löschen, hab das Thema bereits im richtigen Unterforum nochmals erstellt.

 

Danke!!

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