84er

Metall, selbstlegierend Clear oder Lingual

29 Beiträge in diesem Thema

Hey,

ich weiß das Thema ist nicht ganz neu, aber gerade darum sind die meisten Threads diesbezüglich schon recht alt und ich hätte gerne aktuelle Meinungen/ Empfehlungen/ Tipps.

Wie schon in meiner Vorstellung erwähnt, bin ich 32 Jahre alt und habe neben nicht ganz richtig stehenden Zähnen eine Unterkieferrücklage die zu Kieferknacken führt. Das soll jetzt mittels 2-jähriger Zahnspangenbehandlung und mit Gummizügen behandelt werden soll. 

Ich hab jetzt die Wahl zwischen Metallbrackets (Sprint), Keramik (DamonClear) und Lingual (WIN). Zwischen den einzelnen Systemen liegt eine Spanne von ca. 4.000,-  bis ca. 8.000,- €

1. Lingual (WIN): Da ich im direkten Kundenkontakt stehe, mache ich mir Gedanken um die sprachliche Beeinträchtigung und eine eventuelle ständig gereizte Zunge. Zudem sind die knapp 8.000,- mal eine Ansage.

2. Keramik (DamonClear): Das die nicht komplett durchsichtig sind ist klar, aber sieht man die wirklich so viel weniger, dass es sich lohnt dafür 2000,- mehr als für Metall zu bezahlen. Verleitet das andere nicht eher dazu, wenn man glaubt was zu sehen genauer hinzusehen? Mache ich zumindest.         In den älteren Threads wird auch häufig geschrieben, dass die Kläppchen der selbstlegierenden Brackets (was diese sind) nicht mehr richtig schließen, oder die Brackets sogar brechen wenn der Draht im Laufe der Behandlung dicker wird und dass dann der Draht mit Ligaturendraht oder Gummies fixiert werden muss. Ich vermute ja spätestens dann wird das "Unauffälligere" Geschichte sein? Ist das immer noch so mit den Kläppchen und dem brechen?

3. Metall (Sprint): Sind halt unübersehbar! Jeder weiß was es ist, wird seit Jahrzehnten benutzt und ist mit ca. 4.000,- am günstigsten.

Was habt ihr für Erfahrungen mit den Systemen? Was würdet ihr empfehlen oder eher von abraten?

Danke im voraus

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Ein Klassiker! ;)

Im Prinzip hast du ja schon viele Argumente selbst aufgezählt. Da die Erwartungen und das Empfinden bei jedem anders sind, gibt es natürlich auch keine universelle Antwort und somit hat wohl jedes System auch seine Berechtigung.

Wenn du dich damit anfreunden kannst, kannst du mit normalen Metallbrackets natürlich nichts falsch machen. Wie du schon schreibst, ist das System lange erprobt und entsprechend flexibel. Am günstigsten ist es außerdem. Ich selbst habe mich für diese Variante entschieden und würde es auch wieder tun. Zu erwähnen wäre jedoch, dass Gummiligaturen z.B. nach dem Genuss von Curry einen Gelbstich haben. Bei grauen Ligaturen fällt das zwar weniger auf als bei transparenten, aber ist dennoch sichtbar. Da meine KFO aber Stahlligaturen verwendet, habe ich dieses Problem nur beim Gebrauch von Gummiketten – die wiederum auch bei den anderen Systemen zum Einsatz kommen können.

Neben deinen bereits genannten Eigenschaften würde ich noch anmerken, dass Keramikbrackets meistens etwas größer und dicker sind als Metallbrackets. Mir hat auch mal jemand geschrieben, sie fühlten sich aufgrund ihrer Oberfläche kantiger an. Mangels eigener Erfahrung kann ich das aber weder bestätigen noch dementieren.

Zur lingualen Spange kann ich nur sagen: Hut ab vor all denen, die das auf sich nehmen! Ich selber habe nun mittlerweile auch vereinzelte Extras, die lingual angebracht sind und empfinde sie als besonders unangenehm. Von einem lingualen Knöpfchen am hintersten Backenzahn wird meine Zunge immer noch regelmäßig wund. Aber natürlich ist nicht jeder gleichermaßen empfindlich im Mund und offensichtlich gibt es genug Menschen, die auch damit zurecht kommen. Ich frage mich aber stets, wie man damit vernünftig die Zähne putzt, da man weite Teile auch im Spiegel gar nicht sieht. Ich überprüfe nämlich immer nochmal visuell, ob auch alles gut gereinigt ist. Vermutlich muss man dazu dann einen kleinen Zahnarztspiegel verwenden. Es macht die Sache jedenfalls nicht einfacher. ;)

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Mein Kieferorthopäde hat mir  Modelle gezeigt mit allen Zahnspangen die zur Auswahl stehen. Die Keramikbracketts waren nicht größer als die anderen und haben sich auch nicht anders angefühlt.... Ich habe mich dafür entschieden.... Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden was ihm wie wichtig ist :-)

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Danke erstmal für die ersten Antworten. 

@ Brausebrocken: Wie lange hast du denn deine Zahnspange schon? Ich meine hast du schon dickere Bögen bekommen, oder bist du noch "am Anfang" mit dünnen Bögen?

Würde mich freuen noch andere Meinungen lesen zu können. 

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Hallo 84er,

wie bereits geschrieben wurde ist es alles sehr subjektiv und die meisten werden das empfehlen für was sie sich selbst entschieden haben ^_^

Ich bin da keine Ausnahme und mit meinem "Setup" OK Lingual und UK Keramik (3-3) sehr zufrieden. Vor allem da ich auch vermehrt Kundenkontakt habe ist diese fast unsichtbare Lösung für mich ideal und Sssbrachbrobleme hatte ich nur für ca. 2 Wochen.

Auch die Zunge hat sich nach 2-3 Wochen an den Fremdkörper gewöhnt und ist nur manchmal leicht gereizt. Da macht mir die normale Spange im UK allerdings mehr Probleme, vor allem da ich zu Aphten neige...

Wenn du nur einen Kiefer Lingual machst sparst du auch nochmal etwas Geld.

Bei weiteren Fragen einfach melden.

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vor 14 Stunden schrieb 84er:

 

@ Brausebrockevoraussichtlichangentschieden du denn deine Zahnspange schon? Ich meine hast du schon dickere Bögen bekommen, oder bist du noch "am Anfang" mit dünnen Bögen?

Ich habe die noch gar nicht drin. Sollte mich nur schon entscheiden. Ich bekomme die erst nach meiner GNE  voraussichtlich im Juli.

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Ich hab selbstligierende Minibrackets-ich muss gestehen, wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich zumindest für die Front Keramik nehmen. Am Modell sahen die Brackets recht unscheinbar aus, auf den eigenen Zähnen wirken sie irgendwie riesig und sind -meiner Meinung nach- doch recht auffällig. 

Was ich nicht nehmen würde sind Brackets, die Ligaturen brauchen. Im KFO-Buch von Warentest steht, dass bei Erwachsenen die Zahnbewegungen langsamer erfolgen müssen, da sonst Wurzelschädigungen auftreten können. Langsame Bewegungen sind mit Brackets, die Ligaturen brauchen nicht gegeben. Liest man so auch auf vielen anderen Seiten im Internet.

 

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vor 36 Minuten schrieb NKaiser:

Ich hab selbstligierende Minibrackets-ich muss gestehen, wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich zumindest für die Front Keramik nehmen. Am Modell sahen die Brackets recht unscheinbar aus, auf den eigenen Zähnen wirken sie irgendwie riesig und sind -meiner Meinung nach- doch recht auffällig. 

Was ich nicht nehmen würde sind Brackets, die Ligaturen brauchen. Im KFO-Buch von Warentest steht, dass bei Erwachsenen die Zahnbewegungen langsamer erfolgen müssen, da sonst Wurzelschädigungen auftreten können. Langsame Bewegungen sind mit Brackets, die Ligaturen brauchen nicht gegeben. Liest man so auch auf vielen anderen Seiten im Internet.

 

Ich hab oben Keramik und unten Metall.

Wenn ich lache sieht man oben die Brackets fast garnicht ... und unten die fallen "dank der Fehlstellung" ( :( ) nicht auf.

Ich trage die Spange jetzt 7 Wochen und einige meiner Freunde und Kollegen haben es bis heute noch nicht bemerkt!

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vor einer Stunde schrieb NKaiser:

Langsame Bewegungen sind mit Brackets, die Ligaturen brauchen nicht gegeben. Liest man so auch auf vielen anderen Seiten im Internet.

Warum sollen denn Metallkäppchen langsamer wirken als Metallligaturen? Bei letzteren kann der KFO sogar genau dosieren, wie eng er sie spannt. Bei den Käppchen der selbstligierenden Brackets hingegen hat er diese Flexibilität nicht. Kannst du das mit Quellen belegen?

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vor 11 Minuten schrieb pasta:

Warum sollen denn Metallkäppchen langsamer wirken als Metallligaturen? Bei letzteren kann der KFO sogar genau dosieren, wie eng er sie spannt. Bei den Käppchen der selbstligierenden Brackets hingegen hat er diese Flexibilität nicht. Kannst du das mit Quellen belegen?

Ich bin zwar die Falsche, aber ich Versuch's mal: :) 

Vielleicht hat sie sich nur etwas "Unfachmännisch" ausgedrückt und meinte, dass durch den Wegfall der Ligaturen weniger Reibung entsteht. Daher muss weniger Druck aufgewendet werden um die Zähne zu bewegen. Das ist schonender für das Zahnhaltegewebe.

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Pasta: WarenTEST Buch " Kieferorthopädie" kann ich als Quelle nennen, dort steht das so drin.

 

 


 

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Ich habs aber auch schon auf diversen Seiten im Internet gelesen.

Ausserdem ist wohl nachgewiesen, dass die Plaquebildung und somit das Kariesrisiko bei den Kassenbrackets höher ist, eben wegen der Ligaturen. Schon allein deshalb hätte ich (!) die nie und nimmer genommen.

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vor 7 Stunden schrieb NKaiser:

Pasta: WarenTEST Buch " Kieferorthopädie" kann ich als Quelle nennen, dort steht das so drin.

Das Buch der Stiftung Warentest ist nur leider weder medizinische Fachliteratur noch eine wissenschaftliche Studie.

Aber hier ist eine aus der Abteilung für Kieferorthopädie der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:

Schlussfolgernd kann bemerkt werden, dass mit Verwendung selbstligierender Brackets automatisch  eine  Reduktion  der  ligaturbedingten  Friktion  gegenüber  einem  Straightwire-Bracket mit Standardligaturen eintritt. Diese Reduktion kann jedoch auch mit einem Straightwire-Bracket mit einer modifizierten elastischen oder einer gelockerten Drahtligatur  erreicht  werden,  bei  letzterer  jedoch  mit  der  Notwendigkeit  einer  Lockerung  der  Ligatur nach ihrer Befestigung.  
Das  konventionelle  Zwillingsbracket  mit  gelockerter  Stahlligatur  zeigte  insgesamt  die  geringsten  Reibungskräfte,  und  zwar  nicht  nur  bei  der  ligaturbedingten  Friktion,  sondern auch bei Vorliegen eines Winkelkonfliktes, der während der orthodontischen Therapie gerade in der Nivellierungsphase wie auch bei der Führung von Zähnen am Bogen auftritt.
Selbstligierende  Brackets  als  „friktionslos“  zu  bezeichnen,  stellt  sich  vor  dem  Hintergrund  dieser  Studie  als  nicht  zutreffend  heraus.  Für  die  Anwendung  selbstligierender  Brackets spricht allenfalls ein gewisser Handhabungs- und Zeitvorteil.

Abgesehen davon finde ich im Buch „Kieferortopädie“ der Stiftung Warentest nichts, was deine Aussage bestätigen würde. Stattdessen steht dort auf Seite 90, dritter Absatz: „Das Wirkprinzip ist doch bei allen Brackets das gleiche“, urteilt ein Experte.

vor 7 Stunden schrieb NKaiser:

Ausserdem ist wohl nachgewiesen, dass die Plaquebildung und somit das Kariesrisiko bei den Kassenbrackets höher ist, eben wegen der Ligaturen.

Und ich dachte immer, die Mundhygiene des Patienten sei entscheidend für die Plaquebildung und das Kariesrisiko. Dann muss ich wohl die große Ausnahme sein, dass mir mein Zahnarzt trotz meiner „Kassenbrackets“ eine bessere Zahngesundheit bescheinigt als die große Mehrheit seiner Patienten ohne Zahnspange.

Wo wurde das denn nachgewiesen?

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Toll, du putzt deine Zähne richtig und sorgfältig...haste fein gemacht *überdenKopfstreichelundLeckerlihinschmeiss*

Ich muss dir nicht für alles irgendwelche Seiten oder Studien -von denen ich eh nix halte, denn traue keiner, die du nicht selbst gefälscht hast- vorlegen. Ich für meinen Teil vertraue auf das, was in dem Buch steht (was unter anderem auch von Gutachtern geschrieben wurde) und bin froh, dass ich nicht diese grossen Kassenklötze und starren Drähte im Mund habe. Für ein bisschen mehr Komfort zahl ich da auch gern für mich und meine Kinder nen Aufpreis.

Heute ist Familientag, aber wenn ich am Montag Zeit habe, such ich es dir raus.

 

 

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Am 20.5.2016 um 14:45 schrieb NKaiser:

Was ich nicht nehmen würde sind Brackets, die Ligaturen brauchen. Im KFO-Buch von Warentest steht, dass bei Erwachsenen die Zahnbewegungen langsamer erfolgen müssen, da sonst Wurzelschädigungen auftreten können. Langsame Bewegungen sind mit Brackets, die Ligaturen brauchen nicht gegeben. Liest man so auch auf vielen anderen Seiten im Internet.

Eine geringere Wahrscheinlichkeit für Wurzelresorptionen ist bei selbstligierenden Brackets mit Sicherheit nicht gegeben. Da kommt es eher darauf an, welche Drähte verwendet werden (Nickel-Titan-Drähte sind am Anfang in der Nivellierungsphase das Mittel der Wahl, da im Spannungs-Dehnungs-Diagramm dieses Werkstoffs auch bei zunehmender Dehnung/Auslenkung die Kraft nur in einem sehr flachen Winkel ansteigt und sich das Material erst sehr spät plastisch verformt) und in welchem zeitlichen Abstand die gewechselt werden. Zudem hat die Friktion nur bei einer Verschiebung des Zahns entlang des Drahts oder auch bei der Nivellierungsphase einen (sehr geringen) Einfluss. Also zusammenfassend kann man sagen, dass selbstligierende Brackets rein medizinisch gesehen überhaupt keinen Vorteil bringen (haben mir mehrere KFOs so offen gesagt). Als Vorteil wurde lediglich der vermeintlich schnellere Bogenwechsel genannt.

Ich habe im OK selbstligierende Keramikbrackets und im UK selbstligierende Metallbrackets. Die Keramikbrackets sind vor allem dicker als die aus Metall und fühlen sich auch kantiger an. Zudem gingen die Verschlüsse schon beim ersten Bogenwechsel sehr schwer auf und nach ein paar Monaten sind sie an einigen Zähnen immer wieder aufgegangen und man muss mit Drahtligaturen zusätzlich den Bogen befestigen. Also ich würde zumindest von diesem Hersteller keine selbstligierenden Brackets mehr wählen.

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Hallo 84er,

ich habe sowohl im OK als auch im UK selbstligierende Brackets, davon jeweils von 5-5 Keramikbrackets. Großartig auffallen tun sie zwar nicht. Aber ich habe schon das Gefühl, dass sie irgendwie rauer von der Oberfläche her und etwas scharfkantiger sind als die Standardmetallbrackets, die ich bei meiner ersten Behandlung hatte. Größer oder dicker finde ich sie jedoch nicht. 

Allerdings ist es auch bei mir inzwischen teilweise so, dass die Verschlusskläppchen nicht mehr richtig schließen. Im OK sind soweit noch alle intakt, aber im UK sind schon mehrere defekt. Einige Brackets mussten deswegen schon ausgetauscht werden und aktuell sind auch zwei wieder kaputt, die wohl beim nächsten Termin auch ausgetauscht werden müssen. An den beiden Brackets ist jetzt der Bogen zusätzlich mit normalem Ligaturendraht fixiert worden. Anfangs ging alles noch problemlos, aber seit den dickeren Bögen geht es nicht mehr so gut und die Helferinnen verzweifeln immer schier. Ich hab meine Spange jetzt seit 8 Monaten drin. 

An sich wäre das System schon gut, aber leider gibt es in der Praxis noch diverse Probleme. Es gibt aber auch "normale" Brackets als Keramikbrackets. Das selbstligierende System ist zwar an sich eine gute Idee, scheint mir aber noch nicht so ganz ausgereift zu sein. 

Grüßle,

Cavallina

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Danke für eure Erfahrungen.

@ flo.89 & Cavallina: Von was für Herstellern sind denn eure Brackets?

Mein Kfo bietet nur die genannten Modelle an. Also Metall die Sprint mit Ligaturen oder Keramik die selbstlegierenden DamonClear. Selbstlegierendene Metall- oder "normale" Keramikbrackets nutzt er nicht.

Grüße, 84er

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vor 9 Stunden schrieb NKaiser:

Toll, du putzt deine Zähne richtig und sorgfältig...haste fein gemacht *überdenKopfstreichelundLeckerlihinschmeiss*

Tut mir leid, aber für Kindergartenrhetorik ist mir meine Zeit dann doch zu schade.

vor 9 Stunden schrieb NKaiser:

Ich muss dir nicht für alles irgendwelche Seiten oder Studien -von denen ich eh nix halte, denn traue keiner, die du nicht selbst gefälscht hast- vorlegen.

Natürlich musst du das nicht, aber dann bleibt deine Aussage eben auch nichts weiter als eine Behauptung. An solchen Glaubensfragen bin ich aber ohnehin nicht interessiert und da sachliche Argumente offensichtlich als irrelevant abgetan werden, habe ich auch kein Bedürfnis, mich weiter an dieser Diskussion zu beteiligen.

Im übrigen ist es gar nicht meine Absicht, dich von irgendeinem Bracketsystem überzeugen zu wollen – du hast deine Entscheidung ohnehin schon getroffen. Ich wollte ausschließlich den Threadersteller mit den vorgetragenen Argumenten bei seiner bevorstehenden Entscheidung unterstützen. Ob er am Ende meinen Argumenten oder deinen Behauptungen folgt oder sich sogar ganz anders entscheidet, ist für mich dabei nicht von Bedeutung. Er wird sich für das Bracketsystem entscheiden, womit er sich letztlich am besten fühlt, und genau das wird dann auch für ihn das Richtige sein.

Also genieße deinen Familientag, ich werde dasselbe tun.

vor 5 Stunden schrieb flo.89:

Da kommt es eher darauf an, welche Drähte verwendet werden [...] und in welchem zeitlichen Abstand die gewechselt werden. Also zusammenfassend kann man sagen, dass selbstligierende Brackets rein medizinisch gesehen überhaupt keinen Vorteil bringen.

Das kann ich nur unterstreichen, denn die Bögen bewegen die Zähne, nicht die Brackets. Da kamen bei mir übrigens auch am Anfang elastische Bögen zum Einsatz. Gegen Ende sind sie dann in jedem Fall aus Stahl.

vor 6 Stunden schrieb flo.89:

Die Keramikbrackets sind vor allem dicker als die aus Metall und fühlen sich auch kantiger an.

vor 4 Stunden schrieb Cavallina:

Aber ich habe schon das Gefühl, dass sie irgendwie rauer von der Oberfläche her und etwas scharfkantiger sind als die Standardmetallbrackets.

So habe ich das, wie gesagt, auch schon von anderen gehört. Wem eine etwas dezentere Optik wichtig ist, der wird diese kleine Unannehmlichkeit aber sicher in Kauf nehmen. Immerhin gibt es wesentlich unangenehmere Zusatzgeräte, bei denen man keine Wahl hat.

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Ui, hätte nicht gedacht, dass ich solche Wort- und Argumentationsgefechte hier auslöse.

Ich danke euch allen für eure Erfahrungen und Meinungen. Ich werde mal beide Systeme, die mir zur Wahl stehen, kalkulieren lassen und mir so noch ein kleines Zeitfenster der Überlegung offen halten. Bin von daher auch noch für weitere Erfahrungen und Meinungen offen.

Gruß

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https://www.google.de/url?q=http://hss.ulb.uni-bonn.de/2012/2849/2849.pdf&sa=U&ved=0ahUKEwjHm-jL8e3MAhWBBiwKHSQ3BCA4ChAWCCQwCQ&usg=AFQjCNFgN4oN45wucZTpm1yFX4TnSKqjBw

 

Ganz kurz...auf S22/23 steht, dass die Standartbrackets grösser sind als selbstligierende, die Sache mit der Plaqueansammlung ist dort auch zu finden sowie weiteres zu dem Thema.

Zahnbewegungen finden nicht nur über die Bögen statt, sondern auch durch die Brackets. Auch das ist hier beschrieben.

In diesen Sinne viel Spass beim Aussuchen.

 

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Danke für den Link! Dort steht auf den Seiten 68 bis 69 eine schöne Zusammenfassung der Studie:

„Gummiligierte konventionelle Brackets zeigten im Vergleich zu den stahlligierten oder selbstligierenden Bracketsystemen meist deutlich höhere Kräfte. Dementsprechend wiesen selbstligierende und stahlligierte konventionelle Bracketsysteme im direkten Vergleich häufig ein sehr einheitliches Bild auf.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass bei dieser Untersuchung den selbstligierenden sowie den konventionellen Bracketsystemen, die mit einer Stahlligatur ligiert wurden hinsichtlich ihrer Nivellierungseffektivität und bezüglich der dabei auftretenden, vergleichsweise kleinen, initialen Kräfte eine Präferenz auszusprechen ist. Jedoch lagen die zur Nivellierung applizierten initialen Kraftsysteme überwiegend nicht im physiologischen Bereich, keine Bracket/Drahtbogen-Kombination konnte sich durch kontinuierlich geringe Kräfte auszeichnen. Ein Vergleich der Bracketsysteme mit Stahlligaturen zu den selbstligierenden Brackets zeigte eine große Ähnlichkeit der Messwerte. Beide Systeme unterschieden sich überwiegend nicht signifikant voneinander.

Genau das widerspricht deiner anfänglichen Aussage, langsame Bewegungen seien mit Brackets, die Ligaturen brauchen, nicht gegeben. Insofern ist meine Frage „Warum sollen denn Metallkäppchen langsamer wirken als Metallligaturen?“ hiermit auch klar beantwortet.

Aber um auf die erwähnten Seiten 22 bis 23 zurückzukommen, dort steht:

„Bei den konventionellen Brackets können sich besonders in Kombination mit elastischen Ligaturen nach einiger Zeit nachweisbar Bakterien ansammeln, wodurch die Plaqueretention begünstigt wird und das Demineralisationsrisiko steigt.“

Bei den erwähnten elastischen Ligaturen leuchtet mit das sogar ein, weil sie dicker sind und eine rauere Oberfläche haben. Bei entsprechender Mundhygiene ist aber auch das unproblematisch. Außerdem können auch bei selbstligierenden Brackets während der Behandlung Gummiketten zum Einsatz kommen. Denn die ersetzt so ein Metallkäppchen nicht. Weiter steht da aber noch auf Seite 23:

„Ein weiterer diskutierter Nachteil ist das Fehlen von Flügeln an der Bracketoberfläche der selbstligierender Brackets. Die Befestigung von Achterligaturen an den glatten Oberflächen kann zu Schwierigkeiten bei der klinischen Anwendung führen.“

Ich denke, das spricht für sich und muss nicht weiter kommentiert werden.

84er, lass dich nicht verunsichern. Alle Bracketsysteme haben ihre Vor- und Nachteile. Wäre das nicht so, hätte sich nur ein einziges System durchgesetzt. Du musst also am Ende einfach für dich selbst entscheiden, welche Vorteile dir wichtig sind und mit welchen Nachteilen du gut leben kannst. In diesem Sinne alles Gute für deine Behandlung!

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Ich dachte, du wolltest dich an dieser Diskussion nicht mehr beteiligen ?

Wenn ich hier bei uns in der Gegend in die Münder von Zahnspangenträgern schaue, sehe ich entweder Minibrackets oder Kassenbrackets mit Gummiligaturen, bei Kindern schillernd in allen Farben, bei Erwachsenen eher in dezent gehaltenen Tönen, damit es nicht ganz so ins Auge sticht. Stahlligaturen habe ich persönlich noch bei keinem gesehen. Keine Ahnung, wie das hier im Forum ausschaut...

Gummiligiert erzeugt trotzdem hohe Kräfte und da bei Erwachsenen das Wurzelwerk eben nicht mehr ganz so fest ist wie bei Kindern und Teens, ist das nicht erwünscht.

Die Befestigung von Achterligaturen KANN zu Schwierigkeiten führen, MUSS aber nicht. Was Verankerung betrifft, gibt es ausserdem mittlerweile etliche andere Möglichkeiten.

So, nun hab ich aber keine Lust mehr, um das weiter mit dir zu diskutieren- meine Entscheidung ist bereits im Mund und damit bin ich schwer zufrieden. Ganz ohne Studie.

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Nachdem ich eure Erfahrungen hier gelesen und mir darüber Gedanken gemacht hab, habe ich mich nochmal im Netz umgeschaut.

Es gibt ja anscheinend, bei fast Jedem, so ab Mitte oder auch im letzten Drittel der Behandlung silberne Stahlbögen. Ist das so, oder gibt es die Bögen bis zum Schluss auch in weiß und der Eindruck trügt bloß? Ich hab im Netz auch viele Bilder (bei z.B. fotodokumentierten Behandlungsberichten) mit Keramikbrackets und silbernen Bögen gefunden.

Fällt so eine Zahnspange nicht spätestens ab da auch sehr auf? Oder ist das trotzdem noch recht unauffällig? Sonst wär der Vorteil den man durch Keramik erreichen möchte ja hinfällig, oder? Was sagen eure Erfahrungen dazu?

Danke, 84er

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Da sich keiner mehr zu Wort meldet, versuche ich dir die Fragen zu beantworten, obwohl ich in puncto Keramikbrackets keine eigenen Erfahrungen gemacht habe. Da ich mich mit dem Thema zu Beginn der Behandlung auch auseinander gesetzt und von anderen Erfahrungen eingeholt habe, kann ich dir Folgendes dazu sagen:

Viele KFO verwenden keine weißen (= kunststoffbeschichteten) Bögen oder raten ihren Patienten davon ab, weil deren dünne Beschichtung sich doch relativ schnell wieder löst und ein weiß-silber-gefleckter Bogen schlechter aussieht als ein ganz silberner. Ob es prinzipiell alle Bögen mit weißer Beschichtung gibt, weiß ich allerdings nicht.

Ich sag’s mal so, wenn du einen dicken Bogen drin hast, womöglich noch eine Verblockung der Frontzähne mittels Achterligatur oder wenn eine Gummikette verwendet wird, ist das Erscheinungsbild auch nicht mehr unauffällig. Gummiketten gibt es zwar auch in transparent, dieser färben sich aber wiederum sehr schnell beim Genuss von manchen Speisen, wie Curry, Tomate, Rote Bete, Rotwein u.a. in die entsprechende Farbe, was nicht besonders lecker aussieht. Wer auf solche Speisen nicht verzichten möchte, ist mit einer grauen Kette besser bedient, weil die sich nicht so schnell verfärbt, dafür aber von vornherein auffälliger ist. Natürlich sind Metallbrackets immer auffälliger als Keramikbrackets, aber mit den genannten Maßnahmen auch nicht mehr unauffällig.

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