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Kimkat

Dr. Dr. Kater - Bimax 11.05.16 - Bad Homburg

Hallo ihr Lieben,

anbei mein OP-Erfahrungsbericht für alle Interessierten.

 

Kurze Vorgeschichte:

Meine Behandlung begann im Sommer 2015 (Der UK verschob sich immer weiter nach rechts). Hatte direkt, nach Wunsch des KFO, ein „Erstgespräch“ bei Dr. Kater. Dieser untersuchte mich und erklärte mir die weitere Vorgehensweise durch GNE, Spange und letztendlich OP.

Meine KFO sagte ich bräuchte keine GNE-OP, da ich mit (damals 20) noch jung genug wäre um die erste OP zu umgehen. Knapp gesagt GNE wurde im August 2015 vom KFO eingesetzt, Januar 2016 kam die GNE raus und eine Keramikspange in den OK. Im März bekam ich das ok mich wieder in Bad Homburg vorzustellen.

Hier wurde mir mitgeteilt, dass die Zahnbögen ausgeformt wären und wir die OP Planen können. 14 Tage PRE-OP wurden Bilder gemacht, Abdrücke genommen, alles ausgemessen etc. Es wurde sich sehr viel Zeit genommen  um mir alle Fragen zu beantworten. Hatte hier den Wunsch geäußert die erste OP an dem Tag zu sein.

1 Tag PRE-OP:

Morgens in die Praxis, Blutwerte vom Hausarzt abgeben. Mein Wunsch wurde berücksichtigt und ich stand als erste OP um 8 Uhr im Kalender. Anschließend rüber ins Krankenhaus, Anmeldung, alle Unterlagen abgeben, Narkosegespräche und ab nach Hause.

OP-Tag:

Ich musste mich um 06:30 Uhr auf der Station melden. Hier ging alles relativ schnell. Bekam mein OP-Hemd, Thrombosestrümpfe und die LMA Tablette. Gegen 07:15 Uhr wurde ich abgeholt und in den OP geschoben. Hier waren alle sehr lieb und haben Späße gemacht. Für alle mit langen Haaren; Zopf machen! Man bekommt eine Haube auf, die anschließend festgeklebt wird. Mir wurde der Zugang gelegt, schöne Träume gewünscht und dann bin ich im Aufwachraum zu mir gekommen.

Das war für mich das unangenehmste. Die Magensode, die zwei Drainagen, die Kühlmaske, die Gummis die den Mund schließen und das Blutdruckmessgerät. Zudem kam (gefühlt) alle 5 Minuten ein Arzt und wollte, dass ich Huste.. da ich sonst eine Lungenentzündung bekäme. Als ich auf Station kam habe ich direkt wieder geschlafen. Mir wurde abends die Magensonde gezogen (nicht schmerzhaft) und erklärt wie ich durch eine Spritze trinken kann. Bin allein auf die Toilette gegangen, mir war zwar schwummerig, aber es ist zu schaffen!

Gefühl hatte ich fast überall! Nur der Bereich zwischen Nase und Oberlippe, sowie unter dem rechten Auge war taub.

1 Tag Post-OP:

Schmerzen hielten sich in Grenzen, empfand die Kühlmaske als unangenehm. Die war mir zu kalt, aber es muss leider sein. In der Nacht hatte meine Nase stark geblutet, die Schwester hat mir morgens direkt ein neues Hemdchen gegeben und mich sauber gemacht. Gegen 8 Uhr war Visite und mir wurden ein paar der Gummis durchtrennt. Der restliche Tag spielte sich im Bett ab… kühlen, kühlen, kühlen. Zum Glück gibt es WLAN, habe auf dem iPad viele Filme geschaut. Nachts konnte ich relativ gut schlafen. Trinken/Essen klappte mit der Spritze super.

2 Tag Post-OP:

Ich habe mich morgens so schmuddelig gefühlte, da ich immer noch das OP-Hemd anhatte und aufgrund der Drainagen nicht duschen konnte. Die Drainagen wurden bei der Visite gezogen und alle Gummis durchtrennt. Ich möchte niemandem Angst machen, aber es tat weh! Mir hat jeder erzählt es wäre ein kurzes Ziepen. Es war eher ein „Mein Fleisch wird rausgerissen“, aber ich habe es überlebt und danach wurde alles besser. Bin anschließend sofort duschen gegangen und habe meine Kleidung angezogen. Den Mund konnte ich so weit öffnen, dass ich alle Zähne putzen konnte. Ab diesem Tag konnte ich aus einem Glas trinken und mit einem kleinen Löffel essen.

Mittags musste ich zum Röntgen und zur ersten Lymphdrainage. Meine Schwellung hielt sich im Vergleicht zu anderen Patienten in Grenzen. Nachmittags kam Dr. Kater vorbei und schaute mit mir auf das Röntgenbild, sprach über den Verlauf der OP und sah sich die Zahnstellung an. Er war sehr zufrieden.

3 – 4 Tag Post-OP:

Die nächsten Tage kürze ich mal ab. Bis auf die Visite und Lymphdrainage passierte nichts. Ich begann immer ein kleines Stück weiter durch die Station, später durch das Krankenhaus zu laufen (das Krankenhaus ist sehr schön!). Das Essen war schrecklich, da es hauptsächlich süßes gab. Zum Einschlafen habe ich mir Zäpfchen geben lassen, die haben mich fast durchschlafen lassen.

5 Tag Post-OP / Entlassung:

Der Arzt kam gegen 11 Uhr (es war ein Feiertag), händigte mir die Krankmeldung aus, Rezept für Schmerzmittel und hängte mir rechts und links je einen Gummi ein. Am nächsten Tag solle ich mich vormittags in der Praxis vorstellen. Mich störte eine der vier Fixierschrauben extrem, wollte sie aber erst in der Praxis gezogen bekommen. Der Arzt hätte sie aber auch sofort entfernt.

Zuhause habe ich gematschte Kartoffeln mit Quark gegessen, bzw geschluckt. Eine Wohltat nach dem Krankenhaus essen. Die Nacht war ok, kühlen hat mir geholfen einzuschlafen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich 6,5 Kilo abgenommen.

6 Tag Post-OP / Praxisbesuch:

In der Praxis wurde der Biss genau unter die Lupe genommen und zwei meiner vier Fixierschrauben gezogen. Das tat kein bisschen weh. Der OK Gaumen war und ist noch taub, im UK war es aber auch nicht unangenehm. In der Praxis wurde sich wieder sehr viel Zeit für mich genommen und ich konnte den Arzt ausfragen. Die Schwellung ging langsam etwas zurück.

3 Wochen Post-OP / stand heute:

Ich bin noch regelmäßig bei Dr. Kater in der Praxis zur Nachkontrolle. Schmerzen habe ich nur, wenn ich viel rede. Die Schwellung ist für Fremde nicht mehr sichtbar, mich stört sie dennoch. Die Mimik ist vergleichbar mit jemanden, der sich zu viel Botox gespritzt hat.. aber das braucht einfach noch einen Moment. Gefühl habe überall, nur der Gaumen ist taub. Stört aber nicht.

Zum Abschluss kann ich Dr. Kater und sein Team zu 100% weiterempfehlen! Es wurde sich immer sehr viel Zeit genommen und wenn nötig etwas 10x mal erklärt. Das Ergebnis sieht jetzt schon super aus, meine KFO ist ebenfalls begeistert. Die Tage bis die Drainagen draußen sind, sind unangenehm, aber dann wird es jeden Tag besser. Möchte hier keinem das „jammern“ unterstellen, aber manche Erfahrungsberichte lassen einen von unheimlichen Schmerzen ausgehen. Jeder empfindet anders, ich bin aber sonst eher eine kleine „Drama-Queen“… habe also mit dem Schlimmsten gerechnet. Es ist keine einfache OP, aber zu jedem Zeitpunkt auszuhalten! Würde es sofort wieder machen.

Rückblickend kann ich nur sagen, dass ich sehr dankbar bin so einen tollen Chirurgen gefunden zu haben, der ganz fantastische Arbeit geleistet hat!  :)
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