Hallo,

ich bin die Saskia und werde bald 16. Kurzfassung zu meiner Behandlung:

 

Ende März erfahren meine Eltern und ich im Krankenhaus aufgrund eines Unfalls, dass es sinnvoll ist, meine Zahn- und Kieferfehlstellung zu behandeln. Eine Zahnspange zu tragen, konnte ich mir nie vorstellen. Die Fehlstellung bei mir schaut zwar nicht toll aus, aber dass ich selbst eine Zahnspange tragen muss, finde ich schlimmer. Zum Glück sind meine Eltern bisher nie mit mir zu einem KFO. Wenn andere Personen eine Zahnspange tragen müssen, stört mich nicht.

25.04.2016: Meine Eltern haben mich bei einem KFO angemeldet. Er bestätigt die Aussage der Klinik und weist uns auf die Spät-Folgen meiner Fehlstellung hin. Ich sage zu meinen Eltern und dem KFO: "Ich bin nicht begeistert und eine Feste Zahnspange schaut an mir bestimmt blöd aus." Meine Eltern lassen sich aber vom KFO überzeugen und so werden Abdrücke und Röntgenbilder angefertigt. Der KFO sagt aber, dass eine gute Mitarbeit von mir wichtig sei. Die Abdrücke waren ekelig. Wie oft werden diese bei einer solchen Behandlung gemacht?

11.05.2016: Am Besprechungs-Termin habe ich nicht teilgenommen, weil ich bereits sehr frustiert war, dass ich u.a. in der Zukunft eine Zahnspange tragen muss. Später habe ich von meinen Eltern erfahren, dass ich eine Feste Zahnspange benötige, der Kiefer zu schmal sei und die vorderen Zähne zu weit vorne stehen. Na toll, ich und Feste Zahnspange. Wie das wohl an mir ausschaut. Ich bin sehr frustriert.

14.06.2016: In der Zwischen war die Behandlung von der Krankenkasse genehmigt. Ich erhalte heute so blöde Gummis zwischen die Backenzähne. Ich habe für mehrere Tage ein Druckgefühl bzw. leichte Schmerzen an den Zähnen.

17.06.2016: Ich habe um 10.00 Uhr einen Termin beim KFO. Ich bin anfangs alleine beim KFO. Er entnimmt die Separiergummis und setzt mir im OK und UK eine sogenannte Gaumennahterweiterungs-Apparatur ein. Meine Mutter war noch nicht anwesend und so musste ich mit dem Teil im Wartezimmer Platz nehmen. Als meine Mutter kam, fragte sie, ob ich noch gar nicht im Behandlungszimmer war. Ich versuchte zu antworten, aber die GNE verhinderte eine deutliche Aussprache. Meine Mutter hat dann mehr oder weniger im zweiten Verusch verstanden, dass mir ein komisches Teil im Mund eingesetzt wurde.

Im Behandlungszimmer musste ich nochmals auf dem Stuhl und den Mund öffnen. Der KFO drehte jeweils an den Schrauben der GNE im OK und UK und ich merke sofort im OK einen Druck. Ich will dem KFO mitteilen, dass ich einen Druck spüre, aber der KFO versteht mich nicht. Selbst beim zweiten Versuch habe ich mit dem Sprechen Probleme, aber der KFO versteht mich und sagt: Ich muss noch ein zweites Mal drehen. Ich spüre im OK den Druck nun sehr deutlich. Auch im UK spüre ich den Druck, aber nur leicht.

Der KFO zeigt meiner Mutter und mir anhand eines Modells, wie ich die GNE zu drehen habe (20 Tage im OK 2x und im UK 14 Tage 1x). Der KFO meint noch, dass nur die ersten Tage der Druck so deutlich zu spüren ist und ich notfalls Schmerzmittel nehmen darf. Er sagt auch zu mir, dass er es nicht verstehen könne, dass ich nicht von einer Zahnspange begeistert bin und in ein paar Jahren anders denken werde. Ich dachte mir, er würde es verstehen, wenn er eine Zahnspange tragen müsste. Eine KFO-Angestellte erklärte mir am Schluss noch das Zähneputzen und auf was ich aufzupassen habe.

Ich darf anschließend die GNE im Spiegel anschauen. Zum Glück sieht sie keiner und sie ist total unbequem. Die Zunge hat kaum Platz, das Sprechen ist total schwierig und undeutlich und auch das Schlucken ist irgendwie schwieriger als vorher. Die Zunge spielt auch permanent bzw. tastet dieses Teil sehr genau ab. Ich würde mir am liebsten die GNE herausreißen.

Anschließend musste ich zur Schule - Lust hatte ich keine.

Am Abend (als mein Vater zu Hause war) sagen meine Eltern, das sie sich für mich sehr freuen, dass ich eine Zahnspange nun trage und überreichen mir einen Kino-Gutschein. Ich verlasse ohne Gutschein den Raum. Mitleid will ich nicht.

18.06.2016 - Tag 2 der GNE: Die Nacht war schlecht. Den Druck habe ich zwar kaum gespürt, aber die GNE stört einfach. Ich bin irgendwann eingeschlafen. Das Zähneputzen dauert zwar etwas länger und ist etwas mühsamer, aber das funktioniert wenigstens. Das Drehen war alleine nicht möglich. Meine Mutter musste mir helfen und ich spürte im OK wieder sehr deutlichen Druck. Ich habe den Eindruck, dass sich im OK eine Lücke bei den Schneidezähnen bildet. Ich schäme mich irgendwie damit und habe keine Lust etwas zu unternehmen. Ich will weder mit Freunden unterwegs sein, noch Freunde bei mir haben. Wie schon erwähnt, Mitleid will ich nicht.

Wie ist es Euch in den ersten Tagen mit der GNE ergangen?
Gewöhnt man sich an die GNE?
Wie lange dauert das?
Wann wird das Teil entfernt?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand antwortet. Ich finde es toll, dass ihr als Erwachsene so eine Behandlung freiwillig macht.

Liebe Grüße

Saskia

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Da Du kein Mitleid willst, bekommst Du auch keines. 
Ich frage mich gerade, ob ich als Teenager auch so bockig und undankbar war. Ich glaube aber nicht. 

Du kannst so froh sein, dass deine Eltern sich um deine Zähne und Gesundheit kümmern. 
Ich hatte das Glück nicht und trage nun mit 24 eine Zahnspange und muss zudem operiert werden. 
Der (teure) Spaß hätte mir erspart bleiben können, hätte ich Eltern hinter mir gehabt, die sich darum gekümmert hätten. 
Aber nun habe ich die Spange, bin unglaublich froh, dass ich diesen Schritt auch noch mit Mitte 20 gegangen bin.

Und mit 16 Jahren ist eine Zahnspange echt völlig normal und wenn Du volljährig bist, ist die Behandlung dann auch abgeschlossen 
und Du hast schöne, gesunde Zähne und einen vernünftigen Biss. 

Sei dankbar, dass Du so fürsorgliche Eltern hast, die Dich sogar noch mit einem kleinen Geschenk aufmuntern wollten. 

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Am 18/06/2016 um 19:44 schrieb Saskia-mit-Zahnspange:

Ich finde es toll, dass ihr als Erwachsene so eine Behandlung freiwillig macht.

So ganz freiwillig ist das oft nicht ...

Bei vielen sind die Probleme durch die Fehlstellung irgendwann so groß, dass sie keine andere Möglichkeit mehr haben/sehen.

Sei froh, dass das Ganze bei dir jetzt in Angriff genommen wird, denn später kann es viel komplizierter werden und ist oft ohne Operation gar nicht mehr möglich.

LG, Iris

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Am ‎18‎.‎06‎.‎2016 um 19:44 schrieb Saskia-mit-Zahnspange:

Ich sage zu meinen Eltern und dem KFO: "Ich bin nicht begeistert und eine Feste Zahnspange schaut an mir bestimmt blöd aus." 

[...]

Am Besprechungs-Termin habe ich nicht teilgenommen, weil ich bereits sehr frustiert war,

[...]

Na toll, ich und Feste Zahnspange. Wie das wohl an mir ausschaut. Ich bin sehr frustriert.

[...]

Anschließend musste ich zur Schule - Lust hatte ich keine.

[...]

Ich verlasse ohne Gutschein den Raum. Mitleid will ich nicht.

 

Meine Fresse, du hast vielleicht Probleme.

Kannst einem echt leid tun!

 

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vor 20 Minuten schrieb Horse M.D.:

 

Meine Fresse, du hast vielleicht Probleme.

Kannst einem echt leid tun!

Mensch Horse, sie ist nicht mal 16! Da laufen die sozialen Kontakte noch sehr objektiver ab als bei uns damals... nix mehr mit MickeyMaus-Pulli auf den man stolz ist!!!

Das ist das schöne am Erwachsensein, eine lockere LMAA-Einstellung zu allen, die einen nicht nehmen wie man ist.... wenn man dann auch reif dafür ist...

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Am ‎18‎.‎06‎.‎2016 um 19:44 schrieb Saskia-mit-Zahnspange:

Ich will weder mit Freunden unterwegs sein, noch Freunde bei mir haben. Wie schon erwähnt, Mitleid will ich nicht.

 

Freunde sind gerade jetzt wichtig. ECHTE Freunde sagen dir dass sie stolz auf dich sind dass du das mitmachst. Das hat nichts mit Mitleid zu tun. Echte Freunde machen sich auch lustig über deine neue Aussprache,. Und zwar um dich zum Lachen zu bringen! Drüber heulen bringt nix, da musst du jetzt durch! Also, aufstehen, mit erhobenem Haupt die Zähne zeigen, stolz sein, dass du etwas für DICH tust und dazu stehen!!! Ich habe jeden mit meiner Spange breit angelächelt. Es kam IMMER ein nettes lächeln zurück! Und wenn derjenige auch eine Zahnspange trug, dann war da eine ganz besondere Art der Verbundenheit zu spüren!

 

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vor 48 Minuten schrieb Nambi82:

Mensch Horse, sie ist nicht mal 16! Da laufen die sozialen Kontakte noch sehr objektiver ab als bei uns damals... nix mehr mit MickeyMaus-Pulli auf den man stolz ist!!!

Das ist das schöne am Erwachsensein, eine lockere LMAA-Einstellung zu allen, die einen nicht nehmen wie man ist.... wenn man dann auch reif dafür ist...

Wenn sie hier "kein Mitleid" will, dann sollte sie sich vielleicht mal überlegen, was sie hier so von sich gibt. Soziale Kontakte hin oder her - ich finde, sie kann sich echt glücklich schätzen, dass sich ihre Eltern so viele Gedanken um ihr Gebiss machen.

 

Sie könnte darum z.b. so etwas schreiben wie: "Hallo Leute! Ich bin echt froh, dass ich so tolle Eltern habe, die sich die Zeit für das alles nehmen. Es kostet sie ja auch einiges an Geld, und ich weiß genau, dass sie sich das nur antun, weil sie mich lieben. Weil sie nicht wollen, dass ich irgendwann mit schiefen Zähnen und kaputtem Gebiss von meinen Kollegen belächelt und vom Urlaubsflirt zurückgewiesen werde. Nachdem ich die Berichte hier gelesen habe, ist mir bewusst, wie sehr die Leute teilweise unter ihrer Kieferfehlstellung leiden. Wie teuer so eine Behandlung ist, und wie sehr sich manche hier dafür abstrampeln müssen, um sich die Behandlung im Erwachsenenalter selbst zu finanzieren. Dank eurer Berichte ist mir das erspart geblieben! Danke dafür! Danke für eure Erfahrungsberichte! Dadurch ist mir klar geworden, dass ich NUR NOCH JETZT die Chance habe, mein Gebiss auf Kosten der Krankenkasse richten zu lassen. Ihr seid super! Ich freue mich hier dabei zu sein, ich freue mich auf spannende Diskussionen mit euch. Und ich freue mich schon außerordentlich auf das Ergebnis; selbstverständlich halte ich euch auf dem Laufenden. Ich poste auch gerne ein paar Bilder von meinem Gebiss, sobald ich Zugriff aufs Bilderforum erhalten habe."

 

Was sie aber schreibt, macht mir einfach nur schlechte Laune. Sie kotzt sich hier im Forum aus über Dinge, die echt niemanden interessieren ("ich musste zur Schule. Lust hatte ich keine"). Beschreibt, wie sie ihre Eltern tyrannisiert. Sie ist "gegen alles", möchte offenbar aufgemuntert werden, aber bloß kein Mitleid. Sie hat auch keine Ahnung von Kieferorthopädie, davon, wie dreckig es manchen Leuten vor der Behandlung oder nach einer misslungenen Behandlung geht. Macht sich auch nicht die Mühe, das mal ein wenig zu recherchieren. Statt dessen löchert sie uns hier mit ihren Fragen. Nach dem Motto: Die Prinzessin ist im Haus und wünscht Erfahrungsberichte aus erster Hand!

 

Also sorry, Nambi, aber das gefällt mir nicht. Vielleicht funktioniert das bei ihr zuhause, wenn sie mit Papa und Mama so umspringt.

Aber in der Welt da draußen (und dieses Forum gehört da auch mit dazu) funktioniert das so nunmal nicht. Und das soll es auch gar nicht.

 

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Lieber Horse, ich stimme dir in allen Punkten zu. Aber statt gleich mit Kanonen zu schießen, kann man ja erstmal ein bissl mit den Händen fuchteln um die Spatzen zu vertreiben... 

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@ Carinchen

Meine Eltern kümmern sich auch sehr, was meine Gesundheit betrifft. Darüber bin ich auch sehr froh und glücklich. Und ich gebe Dir auch Recht, dass ich mit ca. 18 Jahren die Behandlung abgeschlossen habe.

@ Iris

Manche von Euch machen es aber auch freiwillig (optisch gefällt ihnen die Fehlstellung nicht), andere müssen die Behandlung aus gesundheitlichen Gründen machen.

@ Nambi

Danke, wenn Du mich hier verteidigst. Ja, mittlerweile unternehme ich wieder etwas mit Freunden und es stört sie nicht einmal, dass die Aussprache für mich teils schwierig. Am Anfang haben sie bei manchen Wörtern schon gegrinst, aber es war ok.

@ Horse

Ich bin ja glücklich über meine Eltern. Ich weiß leider nicht, was so eine Behandlung kostet und ich weiß auch nicht, wie viel davon die Krankenkasse übernimmt. Und ich wusste auch nicht, dass es manchen davor oder auch danach so schlecht geht.

 

Ich habe auch gestern von jemanden erfahren, dass sie früher auch so eine Einstellung wie ich zur Behandlung hatte und als Teenager abgebrochen hat. Sie hat 10 Jahre später Probleme mit ihrem Kiefer und hat als Erwachsene eine Behandlung begonnen. Sie muss operiert werden und hat Angst wegen der OP-Risiken. Das hat mich die letzten Tage schon zum Nachdenken gebracht, wie glücklich ich damit sein kann - ohne OP. 

Ich habe mich auch langsam an die GNE gewöhnt. Ich hoffe, dass es noch besser wird. Ich werde vielleicht im Laufe der Behandlung (bei der ersten erkennbaren Veränderungen) erst merken, dass es die richtige Entscheidung meiner Eltern war. Ich hoffe, dass am Ende die Behandlung erfolgreich ist.

Saskia

 

 

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Hallo Saskia,

sei froh, wenn man Dir mit der Zahnspange sofort helfen kann. Mich haben in der Vergangenheit 3 KFO`s abgelehnt (die Fehlstellung sei zu massiv, um sie zu behandeln). Um es kurz zu fassen. Es traut sich endlich eine KFO mich zu behandeln und ich trage seit heute eine Feste Zahnspange. Ich bin daher froh, dass ich nun mit 17 eine Zahnspange habe und ich muss sie ca. 3-4 Jahre tragen.

Manche leiden optisch / gesundheitlich unter ihrer Fehlstellung (wie auch ich) sehr darunter. Daher Kopf hoch, nicht jeder hat das Glück behandelt zu werden.

LG Alexandra

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Am 21. Juni 2016 um 13:04 schrieb Nambi82:

Ich stimme dir in allen Punkten zu. Aber statt gleich mit Kanonen zu schießen, kann man ja erstmal ein bissl mit den Händen fuchteln um die Spatzen zu vertreiben... 

Aber ... :472: ... genau das habe ich doch gerade gemacht?

 

@Saskia-mit-Zahnspange Dein zweiter Beitrag liest sich schon viel angenehmer. Willkommen hier im Forum! Zur Orientierung: Meine Spangenbehandlung lief über knapp drei Jahre. Die Stapazen ist (bzw. war) es mir allemal wert, da kann ich dir nach 20 Jahren CMD-Erfahrung ein Lied von singen. Ich kenne auch genug Leute hier, die trotz Spangenbehandlung eine CMD entwickelt haben. Meine KFO-Behandlung kostete bisher schon über 10.000 Euro. Dazu kamen die Kosten für eine OP für ca. 15.000 Euro. Aber als Kassenpatienten hätte ich die Kosten komplett selbst tragen müssen, weil ich die Behandlung erst nach dem 18. Lebensjahr begonnen habe. Das hätte ich nicht bezahlen können oder wollen, darum müsste ich wohl den Rest meines Lebens mit dem Fehlbiss und allen sich daraus ergebenden Konsequenzen leben.

Aus diesem Grund gibt es drei Empfehlungen, die ich prinzipiell im Zusammenhang mit bevorstehenden Behandlungen gebe:

1. Wenn du gesetzlich versichert und unter 18 bist, beginne die Behandlung möglichst sofort.

2. Soweit das für dich in Frage kommt, schließ auf jeden Fall eine private Zahnzusatzversicherung ab, *bevor* du dich zum ersten Mal beraten lässt.

3. Wenn ein KFO sagt: "OP wäre besser", und ein anderer sagt: "Wir kriegen das auch ohne OP hin", dann geh lieber zu dem, der die OP machen will.

 

Was dich betrifft, nun ja. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg bei deiner Spangenbehandlung. Hast du evtl. eine Kopie des Heil- und Kostenplans, die du uns hier hochladen kannst? Das wäre sehr interessant für uns. Vergiss nicht deinen Namen abzukleben, bevor du ihn abfotografierst.

Liebe Grüße

Horse

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vor 37 Minuten schrieb Horse M.D.:

Aber ... :472: ... genau das habe ich doch gerade gemacht?

 

Dann hast du sehr, sehr große Hände. Bitte in deinem Fall evtl. erstmal nur den kleinen Finger geben statt gleich zu fuchteln! 

Aber der Spatz hat's ja gut verkraftet und es hat gewirkt... Tiere unter sich... da versteht Frau wohl zu wenig von 

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Am ‎18‎.‎06‎.‎2016 um 19:44 schrieb Saskia-mit-Zahnspange:

[...] Die Abdrücke waren ekelig. Wie oft werden diese bei einer solchen Behandlung gemacht? [...]

[...] Anschließend musste ich zur Schule - Lust hatte ich keine. [...]

[...] Mitleid will ich nicht. [...]

[...] Wie ist es Euch in den ersten Tagen mit der GNE ergangen?
Gewöhnt man sich an die GNE?
Wie lange dauert das?
Wann wird das Teil entfernt? [...]

[...] Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand antwortet. Ich finde es toll, dass ihr als Erwachsene so eine Behandlung freiwillig macht. [...]

 

Hallo Saskia,

ich verstehe dich irgendwo, weil ich weiß, wie es mir mit 16 und einer Zahnspange ging!

Bevor ich deine Fragen beantworte, erst einmal vorab:

Sei froh, dass du das alles im Jugendalter durchleben darfst. Deine Knochen sind noch nicht ausgewachsen und es ist viel mehr möglich als bei Erwachsenen (z.B. die GNE)
Deine Eltern wissen zwar nicht, wie du dich im Moment fühlst, aber glaub mir sie machen sich Sorgen um dich. Ich hatte mit 18 Jahren solche Schmerzen, dass ich häufig nur Brei essen konnte und das wollen sie dir ersparen.

Lass dir von deinen Freunden helfen. Wahren Freunden ist es egal, wie du aussiehst! Sie sollten dich unterstützen und wenn über dich jemand lacht, lass ihn einfach stehen, so jemanden brauchst du nicht. Meine Freundinnen bauen mich oft auf, wenn ich mal wieder Schmerzen habe oder nervlich am Ende bin. Du wirst viele Nerven und viel Geduld brauchen.  Und falls du dir über die Jungs Gedanken machst: Ich habe seit 6 Jahren meinen Freund, der mich mit Zahnspange kennen gelernt hat :)

Deine Freunde und auch deine Eltern bemitleiden dich nicht, wenn du das nicht willst. Ich glaube eher, dass deine Eltern dich aufbauen wollten, die Mut machen wollten und dich auf andere Gedanken bringen wollten. Und unternimm was! Geh mit Freunden ins Kino oder zum Eisessen!

So nun zu deinen Fragen:

- In meiner ersten Behandlung wurden wenige Abdrücke gemacht, vielleicht insgesamt 4 oder 5 in meiner jetzigen Behandlung sind es schon mehr als 10 glaube ich. Aber du gewöhnst dich daran. Ich habe damit keine Probleme, aber ich weiß, dass vielen davon schlecht wird. Bleib einfach gelassen und atme durch die Nase! Wenn du den Schwestern sagst, dass die Abdrücke unangenehm sind, geben sie dir bestimmt ein paar Tipps oder öffnen mal das Fenster für Frischluft (ja das hilft)

- Du wirst noch öfters keine Lust auf Schule haben, weil deine Zähne weh tun werden. Aber sei froh, dass du in die Schule gehst und nicht arbeiten musst! :)

- Ich hab den GNE ganz gut angenommen. Am Anfang natürlich total komisch, da habe ich immer versucht Lieder im Radio mit zu singen, dass sich meine Zunge daran gewöhnt. Manchmal hat mir auch die Zunge vom GNE wehgetan. Wichtig ist, dass du nach jedem Essen immer gut spülst und putzt damit sich nichts entzündet (das ist nämlich wirklich unangenehm). Du wirst merken, dass du von manchen Sachen lieber die Finger lässt (z.B. Spargel, Spinat uvm.) Ich musste meinen GNE ungefähr 2 Wochen drehen und dann blieb er noch 3 Monate zum halten drin. Und ja du bekommst eine Zahnlücke (sogar bei mir mit engem Zahnstand hab ich sie gesehen) aber nimm es einfach mit Humor, die verschwindet auch wieder. Bei mir sind die Zähne ohne Zahnspange in die Lücke gerutscht, weil sie endlich Platz hatten. Du wirst noch viele schlaflose Nächte haben, aber es lohnt sich!

- naja so freiwillig machen wir das alle nicht. Sei froh, dass du vorher keine Beschwerden hattest ;)

 

Wenn du noch Fragen hast oder einfach bisschen quatschen willst, kannst du mir ja schreiben.

 

Liebe Grüße

Lisa

 

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