Hallo liebe "Leidensgenossen"!

Ich möchte mich erst einmal kurz vorstellen: ich bin weiblich, 26 Jahre alt und komme aus der Nähe von Rostock. 

Ich hatte schon bis ich circa 16 Jahre alt war eine feste Zahnspange. Die Zähne an sich sind also perfekt gerade. Dass die Kiefer nicht zueinander stehen, wie sie sollen, ist mir schon seit längerem klar, stellte für mich aber nie ein Problem dar. 

Nun sollte ich wegen einer Längsfraktur einer Zahnwurzel einen Zahnersatz in Form eines Implantats bekommen und ging deshalb zu einem Zahnchirurgen. Diesem fiel meine Kieferfehlstellung (UK zu groß und zu weit vorne, OK zu klein, dadurch Kreuzbiss und offener Biss) sofort auf und er sagte mir, bevor man ein Implantat setzen kann, sollte man vorher abklären was kieferorthopädisch eventuell gemacht werden kann und überwies mich entsprechend zum KFO. Den Termin bei diesem habe ich nun hinter mich gebracht mit dem Ergebnis, dass er zunächst eine GNE als notwendig erachtet, dann natürlich eine feste Zahnspange mit anschließender Operation des Unterkiefer (zurückversetzen) und des Oberkiefers (leicht nach unten kippen).

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist dies erst einmal ein gewaltiger Brocken. Gerade wenn man bedenkt, dass das Ganze sicherlich 3 Jahre in Anspruch nehmen wird und auch nicht ganz schmerz- und risikolos ist. 

Ich bin momentan absolut beschwerdefrei, kann normal abbeißen und essen, fühle mich keineswegs entstellt. Meiner Umwelt ist diese Fehlstellung nie aufgefallen. 

Es ist für mich dementsprechend schwer zu entscheiden, was nun das Richtige ist: sich auf die Prozedur einlassen oder lieber nicht? Sicherlich kann das niemand aus der Ferne sagen, aber vielleicht kann mir ja jemand einen Rat geben? Habt ihr es bereut den Schritt gegangen zu sein oder warum seid ihr ihn nicht gegangen?

Ich bedanke mich schon mal bei allen, die sich die Zeit genommen haben, meinen Text zu lesen und (hoffentlich) auch für die Antworten.

Viele Grüße aus dem hohen Norden! :)

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Hi!

oh ja das muss man erst mal sacken lassen. Bei mir war es ähnlich. Ich hatte einen Termin beim Schönheitsdoc wegen meines Kinns und hab dadurch aus Zufall mitbekommen das ich eine Kieferfehlstellung habe. Mir sieht man es (wenn man sich etwas auskennt) aber sofort an. Abgeflachtes Mittelgesicht und das Kinn ist recht markant. 

Abbeissen könnte ich gut und Schmerzen hatte ich auch keine, dafür konnte ich kaum durch die Nase atmen, immer Nackenschmerzen und die Optik die für mich echt schlimm war.

Ich hab dann über 1 Monat hin und her überlegt und mich dann für die Prozedur entschieden :D 

nun ist die GNE fast vollbracht und ich freue mich auf meine Zahnspange.

Dir da einen Ratschlag zu geben, ist schwer! Das muss wirklich jeder für sich entscheiden. 

ich kann dir nur empfehlen: Lass dir Zeit und denk da in Ruhe drüber nach. Du musst dich ja nicht sofort entscheiden.

Lg 

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Hallo!

Ich hatte auch eine Zahnspange bis ich 16 war und die Behandlung wurde mit "Erfolg" abgeschlossen. Doch als ich 18 war ging ich noch einmal zur Kontrolle und da hat mein damaliger KFO nur gemeint, dass er mir gegen das Knacken und die Schmerzen, die ich habe, nicht helfen kann und hat mich an seinen Kollegen verwiesen der mir nach ein paar Untersuchungen gleich zur OP riet.

Für mich stand die Frage, ob ich es machen lasse oder nicht, nie im Raum, da ich immense Schmerzen durch die, aus der Kieferfehlstellung resultierende, Kiefergelenksarthrose hatte. Vorab mal zur Beruhigung: Ich hatte zwar vor der OP wirklich großen Respekt, aber im Nachhinein war sie wirklich nur halb so schlimm, wie ich dachte. Ich sah auch gar nicht schlimm aus und bin schnell wieder auf die Beine gekommen.

Natürlich ist man froh, wenn man die kieferorthopädische Behandlung hinter sich hat und auch keine neue anfangen muss.

Ich weiß nicht, ob ich das alles angefangen hätte, hätte ich damals keine Schmerzen gehabt. Das kannst nur du entscheiden. Aber du kannst dir natürlich auch eine zweite oder dritte Meinung von anderen Kieferorthopäden einholen! Frag auch mal danach, wie die Folgen der Fehlstellung eingeschätzt werden. Mein jetziger KFO sagte damals zu mir, dass ich maximal bis ich 40 bin "normal" (das war ja da schon nicht normal) essen kann und danach wahrscheinlich nur noch Brei. Er sagte auch, dass ich die OP machen soll bis ich 30 bin. Also hatte ich auch Zeit, das ganze abzuwägen. Vielleicht kann das bei dir ja auch jemand einschätzen.

Ich bin froh, dass ich die Behandlung begonnen habe. Ich bekomm durch die Gaumennahterweiterung viel besser Luft durch die Nase und schlafe nicht mehr mit offenem Mund und ich bin wesentlich weniger verspannt, weil meine Kiefer entspannen können.

 

Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung findest!

Liebe Grüße

 

 

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