Liebes Forum,

 

ich lese nun schon einige Zeit Eure teils hilfreichen und ausführlichen Erfahrungsbercihte über diverse Kiefer-OPs.

Ich selbst habe ein durchaus auffälliges fliehendes Kinn (männlich), was mich grundsätzlich schon stört, aber ich kann damit leben.

Das Problematischste ist meine beidseitige Diskusverlagerung ohne (!) Reposition seit nunmehr zwei Jahren; diese schränkt meine Mundöffnung ein - dennoch schaffe ich es inzwischen auf aushaltbare 3,2 cm. Ein äußerst kompetent wirkender Professor für MKG-Chirurgie mit der Spezialisierung auf Kiefergelenke riet mir aufgrund der nicht allzu hohen Erfolgsaussichten von einer OP ab, solange es erträglich ist; der Körper sei in der Lage auch einen nicht mehr funktionsfähigen Diskus in gewisser Weise zu kompensieren und den Verschleiß zu begrenzen, jede OP gerade am Kiefergelenk berge größere Gefahren. Und tatsächlich - abgesehen von nervigen vermutlich arthrosebedingten Reibe-/ Abnutzungsgeräuschen auf der linken Seite - halten sich die Schmerzen noch immer mehr oder weniger in Grenzen. Das hängt von der Tagesform und der jeweiligen Beanspruchung des Kiefers ab, aber bisher komme ich irgendwie zurecht. Weitere MRT-Aufnahmen werde ich planen, um die Abnutzung im Blick zu halten.

Zurzeit befinde ich mich in einer Invisalign Behandlung, um die Okklusion zu optimieren und den leicht offenen Biss zu schließen (der entstand evtl. wegen des jahrelangen Tragens von Aufbissschienen und der fehlenden Diski -> leichter Höhenverlust? So genau konnte mir das keiner sagen...). Eine Bimax mit all den möglichen Komplikationen (Verschlimmerung des ohnehin beschädigten Kiefergelenks, Gefühlsverluste, Schmerzen, Muskulaturprobleme etc.) und aufgrund der geringen Indikation (anfangs 4mm Überbiss/ minimal offener Biss) kommt für mich nicht infrage, denn, was die Bissstellung betrifft, bin ich optimistisch, das rein kieferorthopädisch zufriedenstellend in den Griff zu bekommen.

Doch das fliehende Kinn bereitet mir rein ästhetisch (unschönes Profil, leicht verkrampter Lippenschluss) Sorgen, sodass ich unter Umständen über Kurz oder Lang eine Kinnspitzenverlagerung (Genioplastik, Kinnosteotomie) in Angriff nehmen möchte.

Daher habe ich einige Fragen, die ich zwar teilweise schon bei der Forenrecherche beantworten konnte, aber vielleicht hat jemand ja konkrete Erfahrung damit.

Inwieweit ist eine Profiloptimierung möglich, auch von vorne?

Was sind die größten Komplikationen/ Bleibeschäden? Ist die Gefahr eines Gefühlsverlustes kleiner als bei einer Bimax?

Wie lange dauert der Schmerz, ist er erträglich?

Wie lange dauert es, um sich rein funktional an das Ergebnis zu gewöhnen - wird der Lippenschluss verbessert oder sogar verschlimmert?

Wirkt die Mimik anschließend noch natürlich?

Ungefähre Kosten/ Kliniken, die zu empfehlen sind?

Und ganz platt gefragt -sofern Erfahrung: Würdet Ihr es nochmal machen? Wenn ja, warum/ wenn nein, warum nicht?

 

Über Eure Erfahrungen und sonstige wissenswerte Tipps bin ich dankbar!

 

Viele Grüße

jaw_patient

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