Liebe Forumleser

Leide nun seit 3 Jahren unter Kiefergelenksproblemen mit eingeschränkter Mundöffnung. Die Mundöffnung ist zwar möglich, jedoch nur mit verrenken des Kiefers und schränkt mich beim sprechen, küssen und essen ein. Zudem hat sich mein unteres gesicht verändert und erscheint asymmetrisch und einseitig dicker, was mich ziemlich belastet wenn ich mich selbst auf fotos oder im spiegel betrachte -.-

Bin seit etwa 2 Jahren in Therapie jetzt. Mein erster Kieferspezialist liess ein CT anfertigen und eine Szintigrafie anfertigen um das Wachstumsstadium zu prüfen. Seine Diagnose: einseitig verlängerter Unterkiefer und seitliche Verschiebung um beinahe eine Zahnreihe nach links (sieht man auch an der Zahnmittellinie). Sein Behabdlungsvorschlag ist eine kombinierte kieferorthopädische umd kieferchirurgischer Eingriff bei dem zuerst die Zähne richtig eingestellt werden und dann der Unterkiefer gekürzt wird. 

Da dieser Eingriff sehr kostspielig und agressiv ist wollte ich zuerst konservative Methoden versuchen. Er überwies mich zu einem Kieferorthopäden mit dem Ratschlag das konservative Methoden zwar eine kurzfristige Besserung bringen können, das Problem wahrscheinlich jedoch nicht langfristig beheben würden.

Der Kieferorthopäde fertigte mir eine Aufbisschiene an, um das Kiefergelenk zu entlasten, die ich 1/2 Jahr trug. Die Schiene zeigte jedoch keine Wirkung. 

Da ich mit meinen Kieferorthopäden nicht wirklich gut auskam (nahm sich überhaupt keine Zeit!) Und ich mir eine Zweitmeinung einholen wollte, liess ich mich ans Unispital Zürich überweisen. 

Mit den vorhandenen Daten wurde eine manueller Funktionstest der Kiefergelebksfunktion gemacht und eine Diskusverlagerung ohne reposition diagnostiziert. Der Spezialist meinte jedoch dass mein Biss völlig ok sei, und eine gewisse Asymmetrie bzw. Schwung im Gesicht normal sei. Sein Ratschlag: Ablegen der Aufbisschiene da veraltete Methode, Stress reduzieren und Wärmeapplikationen versuchen um Kiefer zu entspannen. Zudem Stress versuchen zu reduzieren. Habe ich alles versucht während meinen halben Jahr Austauschsemester. Probleme haben sich jedoch nicht gebessert.

Nebst meinen Funktionsproblemen am Kiefer erscheint mir mein Gesicht jetzt auch zunehmend immer asymmetrischer, was mich persönlich ziemlich belastet.

Habe in 3 wochen noch einen Termin im Unispital um weiteres Vorgehen zu besprechen. Konservative Behandlungsmethoden erscheinen mir jedoch relativ wirkungslos soweit und die Problematik raubt mir viel Kraft und auch langsam meine natürliche Fröhlichkeit und mein Selbstvertrauen -.- Aus diesem Grund scheint mir ein kombinierter kieferorthopädischer und chirurgischer Eingriff langsam als einzige wirksame Variante. 

Bin etwas ratlos und weiss nicht genau was ich tun soll, da sich die Meinungen der beiden Spezialisten ziemlich unterscheiden.

Für Erfahrungsberichte oder Vorschläge für ein weiteres Vorgehen bin ich euch unglaublich dankbar.

Meine Fotos findet ihr im Anhang.

Vielen Dank für eure Rückmeldungen und liebe Grüsse,

Riccardo

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Hi! Du hast schon eine sehr deutliche Laterognathie, das heißt dein Unterkiefer schwenkt zu einer Seite weg, bzw. wahrscheinlich ist der UK auf einer Seite länger als auf der anderen. Ich denke nicht, dass es außer eine OP eine realistische Möglichkeit gibt, das zu korrigieren. Deine Zahnbögen sehen an sich (bis aus den Kreuzbiss durch die Asymmetrie) schon gut aus. Ich könnte mir vorstellen, dass die KFO-Behandlung vor einer möglichen OP sehr schnell durchzuziehen wäre. Ich würde dir, gerade weil du ja auch wirklich funktionelle Probleme hast, dringend dazu raten, eine effektive Lösung anzustreben. Ich als Laie sehe da nur eine kombinierte Behandlung. Von der könntest du funktionell und optisch profitieren. Dass dein Biss völlig in Ordnung wäre, ist nicht wahr. Du hast auf einigen Bildern einen Kreuzbiss. Bei sowas übernimmt in DE die Kasse bei Erwachsenen die komplette kombinierte Therapie, weil es eine signifikante Fehlstellung ist. Außerdem ist deine Mittellinie sehr deutlich verschoben. Von einem guten Biss kann also eigentlich keine Rede sein in meinen Augen. Wie sieht es mit einer dritten Meinung aus und vor allem von einem Kieferchirurgen? 

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vor 2 Stunden schrieb leviathan:

Hi! Du hast schon eine sehr deutliche Laterognathie, das heißt dein Unterkiefer schwenkt zu einer Seite weg, bzw. wahrscheinlich ist der UK auf einer Seite länger als auf der anderen. Ich denke nicht, dass es außer eine OP eine realistische Möglichkeit gibt, das zu korrigieren. Deine Zahnbögen sehen an sich (bis aus den Kreuzbiss durch die Asymmetrie) schon gut aus. Ich könnte mir vorstellen, dass die KFO-Behandlung vor einer möglichen OP sehr schnell durchzuziehen wäre. Ich würde dir, gerade weil du ja auch wirklich funktionelle Probleme hast, dringend dazu raten, eine effektive Lösung anzustreben. Ich als Laie sehe da nur eine kombinierte Behandlung. Von der könntest du funktionell und optisch profitieren. Dass dein Biss völlig in Ordnung wäre, ist nicht wahr. Du hast auf einigen Bildern einen Kreuzbiss. Bei sowas übernimmt in DE die Kasse bei Erwachsenen die komplette kombinierte Therapie, weil es eine signifikante Fehlstellung ist. Außerdem ist deine Mittellinie sehr deutlich verschoben. Von einem guten Biss kann also eigentlich keine Rede sein in meinen Augen. Wie sieht es mit einer dritten Meinung aus und vor allem von einem Kieferchirurgen? 

Hallo Leviathan

Dritte Meinung habe ich noch keine. Aber werde mich in demfall nochmal zu meiner Krankenkasse wenden, da sie letztes Mal meinten mein Fall aei nicht graviernd genug,bund sie würden nur die chirurgie zu 50% übernehmen und kieferorthopädie überhaupt nicht.

Habe anfangs august nochmals einen Arzt Termin bei meinem Kieferspezialisten vom Unispital. Wenn ich dessen Segen kroege für die OP willigt die Versicherung vielleicht auch ein. Ja denke meine Zahnbögen sind ok. Nur die eine Kieferseite rechts länger als die linke, und glaube die muskulatur etwas gewachsen gewachsen rechts.

Danke für den Rat! :)

Ermutigt mich!

 

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