Vic-M

Wie kann ich meine Kinder von einer Behandlung überzeugen?

Hallo,

eine gute Freundin und ihr Mann sind ZA und KFO. Vor ca. 4 Monaten wurden Abdrücke und Röntgenbilder bei meinen drei Kindern vorgenommen. Bei allen drei Kindern empfehlen sie eine Behandlung. Meine älteste Tochter (17 Jahre) hat heute schon Kieferbeschwerden und starke Migräne-Anfälle. Meine Tochter lehnt eine Behandlung aber ab. Die KFO und ich versuchen sie von einer Behandlung zu überzeugen. Ihr wurden bereits Folgen der Nicht-Behandlung aufgezählt (erhöhte Karies-Gefahr, erhöhtes Risiko von Zahnfleisch-Entzündungen, Beschwerden am Kiefergelenk, usw.), Wir haben sie auch darauf hingewiesen, dass ab dem 18. Lebensjahr die KK nicht zahlt bzw. nur mit einer OP, aber sie will nicht.

Meine Mann ist der Meinung, es wäre am Besten, wenn wir unsere Tochter ohne ihr Wissen zur KFO schicken bzw. gegenüber unserer Tochter behaupten, dass sie zwei besondere Kontroll-Termine hat (z.B. spezielle Reinigung der Zähne). Einerseits wollen wir unser Kind nicht zwingen, andererseits wollen wir gesundheitlich für sie das Beste. Wir glauben schon, dass sie gut mitarbeiten würde.

Unsere anderen Kinder haben bisher auch noch keine Zahnspange, weil wir dachten, dass es für unsere älteste Tochter einfacher wäre, wenn sie mit ihren Geschwistern eine Behandlung anfängt.

Was würdet ihr machen?

- ihr eine Feste Zahnspange ohne ihr Wissen einsetzen lassen
- ihr mitteilen, dass sie nun eine Feste Zahnspange bekommt, obwohl sie keine möchte
- keine Feste Zahnspange

LG

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Die KFO ist ja zugleich unsere ZA, so würde es unserer Tochter wahrscheinlich nicht merken. Mein Mann meint, wir behaupten, dass sie besondere Kontroll-Termine hat (siehe Bericht oben).

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Hallo Vic-M!

Eine Behandlung deiner ältesten Tochter gegen ihren Willen ist nicht möglich.

Vorschlag: Lasse deine beiden anderen Kinder - wenn sie wollen - so schnell wie möglich behandeln. Wenn deine älteste Tochter deren Fortschritte sieht, ändert sie wahrscheinlich ihre Meinung. Unterlagen (Abdrücke und Röntgenbilder) existieren, daher gilt die Behandlung als begonnen.

Kann es sein, daß das  Verhältnis zwischen deiner Tochter und den aktuellen Ärzten nicht stimmt und sie eine Behandlung akzeptiert, wenn sie den Arzt oder die Ärztin selbst aussuchen darf?

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Ich glaube, wenn ihr eure Tochter derartig austrickst – sofern sie das nicht ohnehin bemerkt – habt ihr bei ihr sämtliches Vertrauen verspielt. Außerdem erfordert eine kieferorthopädische Behandlung – auch mit fester Zahnspange – die Mitarbeit des Patienten. Er muss die regelmäßigen Kontrolltermine wahrnehmen und entsprechend sorgfältig auf seine Mundhygiene achten. Ohne ersteres kommt es zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis und ohne letzteres passt am Ende zwar der Biss, aber die Zähne sind kariös, was auch nicht besser ist. Im schlimmsten Fall bricht eure Tochter die Behandlung ab, sobald sie 18 ist. Dann ist der Biss unter Umständen noch schlechter als jetzt.

Anstatt sie zu hintergehen würde vielmehr das Gegenteil tun, nämlich auf sie zu gehen. Fragt sie nach ihren Gründen, warum sie so sehr gegen die Behandlung ist und versucht gemeinsam eine Lösung zu finden. Sind es optische Bedenken, lohnt sich vielleicht die Investition in weniger auffällige Keramikbrackets. Bei manchen Fehlstellungen kann auch Invisalign oder eine vergleichbare Schienenbehandlung eine unauffällige Alternative sein. Schwieriger wird es, wenn sie Angst vor den Schmerzen hat, denn die werden leider nicht ganz ausbleiben, wenngleich sie manche Menschen weniger spüren als andere. Da kann man höchstens entgegenkommen, indem man an solchen Tagen entsprechendes Essen kocht, das sich leicht kauen lässt oder auch mal eine Schmerztablette verabreicht. Scheut sie sich vor den vielen langen Terminen, kann man ihr vielleicht an anderer Stelle entgegenkommen. In jedem Fall zeigt ihr so Verständnis für ihre Situation und schafft vielmehr Vertrauen. Wenn dann gemeinsam eine Lösung gefunden wird, ist es eine Win-Win-Situation.

Klappt das nicht, bleiben euch leider nur die beiden letztgenannten Punkte. Was besser ist, müsstet ihr selber abwägen, da ihr eure Tochter am besten kennt. Manchmal hat man auch im fortgeschrittenen Alter erst die Einsicht und holt Versäumtes nach, steht dann aber auch dahinter. Leider passiert das bei unserem Gesundheitssystem auf Kosten des eigenen Geldbeutels.

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Hallo,

 

bei den beiden kleineren würde ich baldmöglichst die Behandlung beginnen.  Bei der größeren würde ich durch Diskussionen versuchen ihre Meinung zu ändern, sie ist aber nunmal alt genug dasss sie das selber entscheidet. Was gibt sie denn für Gründe an dass sie nicht möchte?

Belügen könntet ihr natürlich versuchen, finde ich aber absolut daneben. Egal  in welchem Alter. Ich belüge auch einen fünf- oder zehnjährigen nicht. Da braucht ihr euch nicht wundern wenn euch die Kinder auch belügen und hintergehen. Ihr lebt es in dem Fall ja vor.... Ob das klappen würde oder nicht, ich finde da geht es um das Prinzip. Wie fühlt ihr euch wenn ihr belogen werdet? Und dann noch von so nahestehenden Personen????

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Wir werden sicherlich mit unserer Tochter noch öfters das Gespräch suchen, um eine Lösung zu finden. Es war von uns auch nur ein Gedanke, dass sie eine Zahnspange ohne ihr Wissen bekommt. Uns war bereits zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass sie uns das sehr Übel nehmen wird. Wir haben auch bisher unsere Kinder nie belogen. Wir wollen schließlich in diesem Bereich ein Vorbild sein.

Wir wissen zwar ein paar Punkte, weshalb sie es ablehnt (Angst vor Schmerzen) und optisches Aussehen (Keramikbrackets wären wir einverstanden), aber sie lehnt immer noch ab. Sie meint auch, viele in ihrer Klasse bekommen sie nun entfernt und sie müsse das Teil nun ca. 3 Jahre tragen. Trotz unser Bemühungen (z.B.: Keramikbrackets) blockt sie ab.

Die KFO meint es wäre gut, wenn sie sich einmal alleine mit unserer Tochter unterhält.

 

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Mal davon abgesehen, daß ihr eure Tochter hintergehen würdet, sie merkt doch, daß es kein Kontrolltermin ist, da eine feste Zahnspange sehr zeitintensiv ist und nicht mit einer halben Stunde abgetan ist.

Ich denke deine Tochter hat nicht das nötige Selbstbewußtsein, zeig ihr mal hier Bilder von uns Erwachsenen, ich denke wenn sie sieht, daß es viele Erwachsene gibt, die mit Metall im Mund rumlaufen, und dann die Erfolge sieht, könnte das etwas bewirken wegen ihrer Einstellung. Aber zwingen kann sie keiner... Sie wird dann wohl vielleicht in 10-20 Jahren bereuen, und dann selbst alles aus eigener Tasche tragen müssen.

Es ist und bleibt ihr Körper.

 

LG Susann

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Hallo,

heute hatte unsere Tochter den Termin bei der KFO. Ich hatte danach einen Anruf von der KFO.

Unsere Tochter muss gefragt haben, ob es stimmt, dass man bei Erwachsene häufig operieren muss und ob die KK bei Erwachsenen nur zahlt, wenn man operiert wird.
Unsere Tochter hat der KFO noch ein paar Fragen gestellt.

Ergebnis: Sie akzeptiert die Behandlung, stellt aber Bedingungen:

1. Sie akzeptiert sogar Metallbrackets, aber sie will die Feste Zahnspange erst ab Ende August.
2. Ihre Geschwister müssen vorher die Feste Zahnspange bekommen, weil sie will in der Familie nicht die einzige damit sein.
3. Sie will, soweit möglich, nur von Frau Dr. betreut werden. Bei Frau Dr. ist sie angeblich entspannter, obwohl er auch in Ordnung sei.

Wir haben dann sofort einen Termin für ihre Geschwister und für sie vereinbart. Jetzt kann ich nur hoffen, dass unsere Tochter die Behandlung Ende August wirklich startet.

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Na bitte geht doch :-) auch wenn es noch ne Weile hin ist, ich denke deine Tochter ist alt genug um zu verstehen, daß es vor ihrem 18. Geburtstag besser ist, als später wenn nochmal 10 Jahre vergangen sind. Weiß sie von dieser Seite? Vielleicht mag sie sich ja mal in Ruhe damit auseinandersetzen...?

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Hallo Vic-M!

Wie alt sind die Geschwister? Falls funktionskieferorthopädische Maßnahmen notwendig oder sinnvoll sind, sind funktionskieferorthopädische Geräte sinnvoller als feste Zahnspangen, auch wenn deine älteste Tochter dann keine oder nur eine Unterstützung mit fester Zahnspange hat.

Feste Zahnspange bis Ende August ist kaum zu schaffen, weil die Praxis erst einen Behandlungsplan erstellen, die KK diesen genehmigen und die Gescwister zuerst ausgerüstet werden sollen und aktuell viele Personen Urlaub machen.

Daher sollte deine Tochter nicht enttäuscht sein, wenn es etwas länger dauert.

Wenn Du weitere Fragen hast oder deine Kinder weitere Fragen, versuche ich sie zu beantworten, bin aber nur ein fortgeschrittener Laie.

 Viele Grüße an Dich und deine Kinder von Sebastian

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Hallo Hase1,

die Geschwister sind 15 und 13. Abdrücke und Röntgenbilder haben wir ja schon machen lassen, weil wir geglaubt haben, dass Sie aufgrund der Modelle sieht, wie wichtig die Behandlung ist. Der Behandlungsplan ist daher schon erstellt und wir haben auch sofort damals reagiert und diesen zur KK gesendet. Eine Genehmigung liegt daher schon vor. Die KFO meinte, Ende August kann sie bei allen Kids die Behandlung beginnen.

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Dann war die ganze Aufregung am Ende doch nur halb so wild. Aber es freut mich für euch, dass ihr zu einem einvernehmlichen Ergebnis gekommen seid. :) Ich denke, ihre Bedingungen sind völlig akzeptabel. Überrascht bin ich aber doch, dass dieses Gespräch beim KFO – was vermutlich nicht das erste war – eine 180°-Wende bei ihr verursacht hat. Hatte sie wirklich darauf spekuliert, die Behandlung erst als Erwachsene zu machen?

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Hallo Vic-M!

Glückwunsch, ihr habt super reagiert. Dann können Ende August drei feste Zahnspangen in der Familie starten. Es gibt keine Garantie, daß deine erste Tochter irgendwann mit der festen Zahnspange allein ist, weil die Behandlungszeiten wwahrscheinlich unterschiedlich sind, aber am Ende sollte es keine Schwierigkeit sein.

Viele Grüße von Sebastian

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