Gaensebluemchen

Spätrezidiv und Ok locker

30 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen, habe gerade durch Zufall eure Seite entdeckt. Ich bin froh zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die sich den Kiefer operieren lässt. In meinem Bekanntenkreis bin ich es in jedem Fall und jeder fragt:"Ah, wie konntest du dir am Kiefer rumsägen lassen? War das wirklich erforderlich? Du sahst doch gar nicht so schlimm aus?" Ja, vielleicht und doch war es für mich nicht mehr tragbar.

So wurde mir vor vier Jahren der OK 4mm nach oben und der UK 10mm nach vorne versetzt. Es wurde damals zweimal innerhalb einer Woche operiert, da es beim ersten Mal nicht geklappt hatte. Leider neige ich sehr stark zu Schwellungen und somit hat es Monate gedauert bis mein Mann neben mir nicht mehr böse angesehen wurde. ;)

Nach der Entfernung der Metalle kam es nach 3 Monaten zur ersten Kiefergelenksentzündung und langsam aber sicher zum Rezidiv. Der UK hat sich zur Seite und leicht nach hinten verzogen. Ich hatte Angst vor einer weiteren OP, habe mir Gutachten eingeholt etc. und letztendlich im Dezember 06 musst ich eines Abends feststellen, dass der OK locker ist, d.h. ich kann ihn sichtbar rauf und runter bewegen. Jetzt muss es gerichtet werden.

Meine Fragen:

Hat jemand schon mal etwas von einem lockeren Ok gehört oder selbst erlebt? Wenn ja, wie sind die Aussichten, dass es nach einer erneuten OP besser wird?

Wurde jemandem ein Spätrezidiv operiert? Heißt es wirklich, dass die Schwellung schlimmer ist als beim ersten Mal, weil man durch Narbengewebe schneiden muss?....................

Ich freue mich über Antworten!!! :-)

Schönen Abend euch!

Gaensebluemchen

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Hallo gaenseblümchen,

das hört sich ja echt schlimm an!!:cry: Wie kann der OK locker sein? So was habe ich noch nie gehört...

Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass alles gut wird!!!!

Halte uns auf dem Laufenden...

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Hui, das hört sich böse an - kann dir leider auch nichts dazu sagen. Hattest du denn eine lose Zahnspange oder ähnliches, um deine Kiefer in der Retentionsphase zu unterstützen?

Drücke dir auf jeden Fall die Daumen und wünsche dir alles Gute!!!

Gruß, Stubs

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Hallo,

ich bin selber nicht operiert, aber ich kenne jemandem bei dem der Oberkiefer verlagert wurde und danach beweglich blieb, d.h. diese Patientin konnte den Oberkiefer auch, wie du, bewegen, so daß die Titanplatten erst garnicht entfernt werden konnten, bei ihr ist die Bruchstelle nicht verheilt und es hat sich eine Pseudoarthrose gebildet.

Dein Fall hört sich für mich auch stark wie eine Pseudoarthrose an, d.h. ich denke, daß bei dir der Oberkieferbruch nach Entfernung der Platten nie richtig zusammengewachsen ist und sich ein künstliches Gelenk (Pseudeoarthrose) gebildet hat und daß du aus diesem Grund den Oberkiefer rauf und runter bewegen kannst.

Aber genaueres kann dir nur dein Arzt sagen, der die Ursache der Beweglichkeit deines Oberkiefers untersuchen muß, von hier aus können nur Ferndiagnosen gestellt werden, die dir nicht viel nützen.

Bei der mir bekannten Patientin mit der Pseudoarthrose muß zur Stabilisierung des Oberkieferknochens ein Knochenspan aus dem Hüftgelenk verwendet werden, damit die Bruchstelle geschlossen werden kann und die Pseudoarthrose und Beweglichkeit des Oberkiefers nicht mehr besteht.

Wie will der Arzt denn in deinem Fall vorgehen, um den Schaden zu beheben oder hast du noch keine genaue Behandlungsplanung ?

Alles Gute und Gruß

Petra

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Er sagt, er kommt ohne Knochen aus dem Hüftgelenk aus, da der OK und UK nochmal gerichtet werden müssen und demnach auch wieder verschraubt werden. Das größere Problem ist allerdings ein total kaputtes linkes Kiefergelenk, das keine richtige Gelenkpfanne und kein vollständiges Kieferköpfchen mehr hat. D.h., es gibt kein intaktes Zusammenspiel mehr, was die OP erheblich erschwert. Ach ja, das hatte ich mir wohl ein bisschen anders vorgestellt... ;-)

Wie geht es denn deiner Bekannten jetzt? Kann sie ohne Beschwerden leben? Mein Arzt war recht zuversichtlich heute, dass es zum guten Ende kommen wird. Noch zwei Wochen, dann geht es endlich los. Lieber die OP als dieses Klappergebiss. Und das soll schon was heißen! ;-)

Übrigens, an alle noch nicht operierten, die diese Zeilen aus Versehen lesen: meine Story hat Seltenheitscharakter! Das was mir passiert ist kommt zum Glück gaaanz selten vor. :-)

Danke für eure Antworten!!! :-)

Bis bald

Gaensebluemchen

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Hallo,

in welcher Klinik hast du dich denn damals operieren lassen und wie alt warst du und wird die Revisions-OP jetzt in der gleichen Klinik durchgeführt wie die 1. OP ?

Nach deinem Alter frage ich aus dem Grund, da meine Bekannte bei ihrer 1. OP schon 42 war und daß ihr Alter vermutlich einer der Gründe dafür war, daß die Bruchstelle sich nicht richtig verschlossen hat und sich dann an der nicht verschlossenen Bruchstelle eine Pseudeoarthrose gebildet hat.

Meine Bekannte ist seit 2 Jahren in der Schweiz (Uniklinik Zürich) in Behandllung (Prof. Obwegeser aus der Schweiz hat ja die Schnittechnik entwickelt, nach der Dysgnathieoperationen durchgeführt werden) und sie wurde noch nicht operiert, da die Rück-OP ein extrem hohes Risiko bei ihr ist, ihre jetzige Lebensqualität ist erheblich reduziert, aber die Schweizer zaudern noch mit der OP, da sie Angst haben, daß ihre Lebensqualität bei einem evtl. Mißlingen der OP nocht schlechter wird, als sie jetzt schon ist.

Meine Bekannte ist jetzt an die 50 und es ist ohnehin der Horror sich in dem Alter nochmal operieren zu lassen, Dysgnathie-OPs sind normalerweise "Jungend-OPs" und bei älteren Menschen ist bekanntlich die Regeneration verzögert etc .....

Du hast erzählt, daß bereits bei deiner 1. OP eine Kiefergelenksentzündung aufgetreten ist (nach Entfernung der Metalle) wie kam es bei dir dazu ? - Dies deutet daraufhin, daß bereits durch die OP der Oberkiefer falsch gerichtet wurde (Behandlungsfehler ?) und daß durch die Fehlbelastung infolgedessen sich das Kiefergelenk entzündet hat.

Bei meiner Bekannten war dies auch der Fall, daß durch die Fehlrichtung des OK sich das Kiefergelenk entzündet und danach verplumpt hat. Zusätzlich zu allem anderen hat sie jetzt auch, so wie du, ein total kaputtes Kiefergelenk.

Bei meiner Bekannten war das ganze übrigens ein Behandlungsfehler, auch durch rechtskräftiges Gerichtsurteil bestätigt.

Ich freue mich auf deine Rückantwort

Petra

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Übrigens, an alle noch nicht operierten, die diese Zeilen aus Versehen lesen: meine Story hat Seltenheitscharakter! Das was mir passiert ist kommt zum Glück gaaanz selten vor. :-)

Gut das Du das nochmal schreibst ;)

Hab auch einen ganz schönen Schreck bekommen , als ich das gelesen hab.

Bekomm zwar eigentlich nur eine UK-Vorverlagerung, aber man kann ja nie wissen, ob sich der KC noch für eine Bimax entscheidet :shock:

Lockerer OK klingt doch irgendwie gruselig.

Hoffe für Dich, das durch die OP eine Besserung eintritt !

Viele Grüße

Jasna

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Hallo Petra,

danke für deine Antwort! Das klingt alles sehr heftig von deiner Bekannten und nicht gerade erquickend für mich. Ich bin heute 36 und bei der ersten OP war ich 32. Mein KC war früher viele Jahre an der Uniklinik in Zürich, heute operiert er in Köln. Er gilt auch überregional als sehr guter KC. Ich kann sagen, dass ich Vertrauen zu ihm habe, trotz der Vergangenheit. Wir haben mit meinem Kieferorthopäden lange diskutiert wie es zu einem solchen Rezidiv, lockerem OK und einem so stark geschädigtem Kiefergelenk kommen konnte. Vermutlich war die Kiefergelenkspfanne schon vorher flach, also nicht im Bogen wie eine gesunde. Das Kieferköpfchen hat sich durch falsche Belastung über die Jahre abgenutzt und ist jetzt eher spitz als rund. Ich habe damals 3 Monate nach den ersten beiden OPs Gummis bekommen, weil sich mein UK da schon nach links verschoben hatte. 2 Monate später kam die feste Apparatur raus, einen Monat später die Metalle und von da ab veränderte sich die operierte Position des UK langsam aber sicher zur Seite und zum offenen Biss. Die erste Kiefergelenksentzündung trat 3 Monate später auf. Ich war erst beim HNO, weil ich dachte ich hätte Ohrenschmerzen. Als die Ursache der Schmerzen bekannt wurde, bekam ich eine Schiene für nachts, um das Kiefergelenk anatomisch in die richtige Position zu versetzen. Der KC sagte damals zunächst, die Zähne müssten eingeschliffen werden. Einige Zeit später, weiß nicht mehr wieviel später, sagte er, er müsse noch mal operieren. Aber davor hatte ich echt Angst. Ich habe mir ein Gutachten beim Professor in Ürdingen eingeholt. Die sagten, dass der OK und UK in jedem Fall noch mal gerichtet werden müssten. Sie sagten allerdings auch, dass es nicht eilen würde, wenn ich Zweifel hätte. Nachdem der OK sichtbar locker wurde, war ich erst in der Uniklinik Köln und dann wieder bei meinem ersten KC.

Das schlimme ist, ich habe gar keine andere Wahl, es muss was gemacht werden. Der jetzige Zustand ist Horror. Natürlich habe ich riesige Angst, dass mein Zustand danach noch schlimmer wird. Ein Taubheitsgefühl in der linken Wange habe ich schon. Wird es schlimmer? Ich spüre Tag und Nacht, dass meine Kiefergelenke nicht in Ordnung sind. Wird es schlimmer? Die Naht im OK empfinde ich als störend. Wird es noch schlimmer? etc... oder hat das ganze Elend mit einer weiteren OP ein Ende. Wird es besser? Keine Ahnung. Und doch weiß ich keinen besseren Rat als es mit einer weiteren OP zu versuchen.

Das Wort Pseudoathrose ist in meinem Zusammenhang noch nicht gefallen. Ehrlich gesagt, kann ich mir als Laie noch nicht so gut vorstellen, was diese Diagnose bedeutet. Höre es in diesem Zusammenhang auch zum ersten Mal. Wie würde man eine solche Athrose diagnostizieren?

Ich danke euch allen sehr für eure Antworten!!! :-)

Deiner Bekannten wünsche ich alles Gute!

Liebe Grüße

Gaensebluemchen

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Hallo,

Eine Pseudeoarthrose ist ein "künstliches" Gelenk.

Mit Hilfe eines "natürlichen" Gelenks bewegst du die Glieder deines Körpers. Da wo "kein" Gelenk ist, bist du somit unbeweglich. Normalerweise müßte auch dein Oberkiefer unbeweglich im Schädel verankert sein.

An der Stelle wo er jetzt beweglich ist sitzt dann die Pseudoarthrose, also ein künstliches Gelenk, daß den vorher unbeweglichen Oberkiefer jetzt beweglich macht.

Künstliche Gelenke (Pseudoarthrosen) gibt es nicht nur im Bereich des Kiefers, sie entstehen überall, wo sich z.B. nach einem Unfall, Bruchstellen nicht verschlossen haben, dies wird in der medizinischen Fachsprache Pseudoarthrose genannt, als Laie kannst du es auch als offene Bruchstelle bezeichnen, die nur noch durch Bindegewebe zusammengehalten wird, wie wahrscheinlich auch in deinem Fall.

Wenn sich der Oberkiefer in deinem Fall an der Nahtstelle gelöst haben sollte, bzw. nie richtig zusammengewachsen ist, wovon eher auszugehen ist, dann wird er an dieser Stelle nur noch durch Bindegewebe zusammengehalten und ist beweglich (Pseudoarthrose)

Du hast geschrieben, daß du wahrscheinlich schon vor der OP eine flache Gelenkpfanne hattest, dies könntest du anhand alter MRT-bilder, die ggf. vor der OP gemacht wurden sehen, da man anhand von MRT bildern eine flache Gelenkpfanne und andere Vorschäden am Kiefergelenk gut erkennen kann.

Normalerweise ist es auch nicht ausreichend, daß du erst nach der mißglückten OP erfährst, daß dein Kiefergelenk "vermutlich" schon vorher geschädigt war. Es wäre die Aufgabe des Arztes gewesen, VOR der OP den Zustand und die genaue Position der Kiefergelenke zu untersuchen und dir mitzuteilen, da der Zustand der kiefergelenke bei der OP berücksichtigt werden muß.

Wichtig ist, daß du die Gründe dafür, aus welchem Grund sich dein Oberkiefer gelockert hat, genau untersuchen und auch schriftlich dokumentieren läßt. Wenn du nicht genau !!! weißt, aus welchem Grund sich dein Oberkiefer gelockert hat, kann dir das nach der nächsten OP genauso passieren.

Weißt du schon in welcher Klinik du dich operieren lassen wirst, warum gehst du nicht nach Krefeld zu Prof. Bull ? Er soll einen guten Ruf haben.

Viele Grüße

Petra

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Hallo Gaensebluemchen,

ich hab in etwa die gleichen Probleme wie du, allerdings ist bei mir der OK in Ordnung. Ich hab vor neun Jahren meine erste UK-Vorverlagerung (10 mm) gehabt. Von dieser OP hab ich ein halbes taubes Kinn zurückbehalten. Die Probleme fingen bei mir auch nach der Metallentfernung an. Der UK bewegte sich wieder zurück und zwar mehr als vorher. Vor acht Jahren wurde ein erstes MRT von den Kiefergelenken gemacht. Diagnose: Weitfortgeschrittene Arthrose, die Gelenke sehen aus wie bei einer 80-jährigen, damals war ich 26!! Ich habe eine Schiene zur Entlastung bekommen, zunächst nur für nachts, dann aber ständig tragen müssen. Leider hat sich die Situation der Gelenke dadurch nicht verbessert, im Gegenteil. Ich kann schon lange kein Brötchen mehr essen, oder einen Apfel. Jedenfalls hat man mir damals schon gesagt, dass ich nochmal operiert werden muss. Im Dezember 2006 war es dann soweit. Zweite UK-Vorverlagerung, diesmal sogar 12 mm. Die OP war sehr schwierig, Narbengewebe usw., deshalb hat sie auch anstatt 2 Stunden 7 Stunden gedauert. Vor der OP hatte ich nur belastungsabhängige Schmerzen. Seit der OP habe ich aber sehr sehr sehr starke Dauerschmerzen. Ich hab schon alle Schmerzmittel ausprobiert, zuletzt Tramal und Novalgin, leider hat bisher nichts geholfen. Die Muskulatur hat sich sehr stark verspannt und ist überhaupt nicht mit der OP einverstanden gewesen, bei jeder Bewegung im Kiefer krampft sie sich unerträglich zusammen. Der Knochen tut höllisch weh (auch nach sechs Wochen noch!!). Inzwischen gehe ich zur Schmerztherapie, Physiotherapie, KC und KfO. Alle versuchen mir zu helfen, aber irgendwie gelingt das scheinbar nicht. Direkt nach der OP war mein rechtes Ohr taub, es hat ca. drei Wochen gedauert, bis ich wieder was hören konnte. Die rechte Gesichtshälfte, das Kinn und die Unterlippe sind immer noch taub, aber die Prognose sieht gut aus, dass das Gefühl wieder kommt.

Ich würde es auf keinen Fall nochmal operieren lassen, egal wie weit der Kiefer sich wieder zurückbilden wird.

Die zweite OP war die Hölle und das, was ich seitdem erlebe ist der absolute Supergau.

Leider sieht es für die Kiefergelenke aber nicht gut aus und man spricht schon von einer weiteren OP an den Kiefergelenken.

Ich war mir vor der zweiten OP ganz sicher, dass ich es nochmal mit dieser OP versuche. Ich war total zuversichtlich, dass sich alles zum Guten wenden wird. Im Moment sieht es leider garnicht danach aus. Der KC ist ziemlich ratlos was die Schmerzen betrifft, der KfO kann noch nícht weitermachen, solange es so weh tut.

Hast du schon ein MRT deiner Kiefergelenke gemacht gekriegt? Ich hab inzwischen schon drei MRTs hinter mir, jedesmal hat sich die Situation trotz Behandlung verschlimmert.

Ich bin jetzt, sechs Wochen nach der OP, immer noch angeschwollen im Gesicht.

Im Moment bin ich leider total frustriert und traurig, mit so einem Ergebnis hab ich nicht gerechnet. Die Schmerzen haben direkt angefangen, als ich aus der Narkose aufgewacht bin, seitdem werde ich zugeschüttet mit Medikamenten. Die Nebenwirkungen sind auch total krass.

Ich hoffe, dir nicht den Mut genommen zu haben, aber ich würde es auf keinen Fall mehr operieren lassen. Ob ich meine Gelenke jemals operieren lasse, muss die Zeit zeigen, im Moment und in der nächsten Zeit jedenfalls nicht.

Gruß DaVinci

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Hallo DaVinci,

oh mein Gott! Mir fehlen die Worte! Mir tut es in erster Linie ganz, ganz doll leid für Dich! Ich hoffe und bete, dass es für Dich einen Weg gibt wieder ein normales schmerzfreies Leben führen zu können!!! Welche Angst mich beim Lesen Deiner Zeilen beflügelt, brauche ich wohl nicht zu sagen. Himmel hilf, was soll man nur machen?!?! Mit einem lockeren OK ist das Leben auch nicht so richtig angenehm. Meine Sorge ist auch die, dass ich aus der OP aufwache und alles ist noch schlimmer. Kaum vorstellbar und echt grausam. Hätte ich das bloß NIE machen lassen! Jetzt hängt man in der Schleife drin und weiß nicht wie man wieder rauskommen soll. Die Folgen trägt man ein Leben lang. Eins steht fest: ich war und habe mich schlecht informiert vor der ersten OP, aus heutiger Sicht wusste ich gar nichts. Klar, wichtig waren so Sätze wie:"Es wird alles besser!... Alles wird wie früher, nur besser!" etc. Und jetzt:" Das ist eine absolute Seltenheit, was Sie da haben. Das habe ich in 10 Jahren vielleicht 1 Mal gesehen...." Nur Sch...., wenn man ausgerechnet diejenige ist.

Als ich das erste Mal operiert wurde war ich verheiratet ohne Kinder, heute haben wir zwei Kinder. Da denkt frau echt anders. Ich bin jetzt schon angespannt wegen der aktuellen Situation. Was ist, wenn es mir noch schlechter gehen sollte? Das begleitet einen Tag und Nacht.

Ich weiß nicht was ich tun soll, aber ich weiß, dass ich DIR alles erdenklich Gute wünsche!!! Übrigens aht der KC prognostiziert, dass ich möglicher Weise Schmerzen im Kiefergelenk haben werde nach der OP. Na bravo.

Wo wurdest Du operiert?

Viele Grüße

Gaensebluemchen

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Hallo Gänseblümchen,

hast du dich eigentlich mal dahingehend untersuchen lassen, was die genaue Ursache für die Lockerung deines Oberkiefers war ? Lies dir dazu doch nochmal mein letztes Posting von gestern durch...

@ Da Vinci

auch mir tut es sehr leid für dich und ich hoffe, daß sich deine Schmerzen im Laufe der Zeit noch bessern. Ich glaube Uk- vorverlagerungen sind, was die Risiken betrifft risikohafter als Uk-rückverlagerungen. Bei UK- vorverlagerungen besteht das größere Risiko, daß die verkürzte Muskulatur den Kiefer wieder nach hinten in die alte Position zieht. Dem kann man aber teilweise heute durch Medikamente vorbeugen, soviel ich weiß. Dr. Umstadt, Oberarzt an der Uniklinik Marburg spritzt bei diesen Patienten Botox direkt in den Unterkiefermuskel, um den Unterkiefermuskel während der Einheilphase zu lähmen, um ein Rezidiv, also eine Rückverlagerung des UK während der Heilphase der Bruchstelle zu verhindern und soll damit gute Erfolge haben. Hast du noch nichts davon gehört ? (Es soll aber noch eine sehr neue Methode sein, soviel ich weiß) Welche Schäden bestehen eigentlich genau an deinen Kiefergelenken, besteht bei dir eine Verlagerung der Gelenkköpfe ?

Kennst du eigentlich die genaue Ursache deines 1. Rezidivs, daß du vor acht Jahren hattest ?

Gruß und alles Gute mit möglichst wenige Schmerzen

Petra

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Hallo Petra,

jetzt muss ich mich aber mal kurz etwas themaentfremdet einmischen, aber ich glaub das trifft auf alles hier im Forum zu. Dein Fachwissen durch deine Bekannte in Ehren, aber deine untenstehende Aussage ist so ziemlich das Blödeste, was ich in hier je gelesen hab:

"Meine Bekannte ist jetzt an die 50 und es ist ohnehin der Horror sich in dem Alter nochmal operieren zu lassen, Dysgnathie-OPs sind normalerweise "Jungend-OPs" und bei älteren Menschen ist bekanntlich die Regeneration verzögert etc ....."

Erstens einmal stimmt es sicher nicht, deine Bekannte ist 50 (!) und nicht kurz vorm Altersheim oder der Knochenerweichung und zweitens sollte man den Lesern Mut machen - und dabei natürlich durchaus auf Risken hinweisen - aber zu erzählen, ab 50 wäre eine OP der Horror ist wirklich ein Topfen, nimms mir nicht übel!

Ich selbst hatte vor rd. 1 Jahr die UK-Vorverlagerung mit 45,5 und habe sicher weniger Probleme, als viele Andere, die weit jünger sind, das allein machts nicht aus.

Wär nett, wenn du etwas sensibler an die Sache herangehen könntest, deine Bekannte ist sicher nicht der Maßstab für alle Anderen, die sich noch an so eine OP herantrauen - vielleicht herantrauen müssen, weil früher schon etwas schiefgegangen ist.

Liebe Grüße

Blümchen

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Hallo Blümchen,

bei meiner Bekannten war das ganze ja in erster Linie ein Behandlungsfehler, es würde zu weit führen, hier aufzulisten, welche Fehler der Kieferorthopäde und Kieferchirurg bei ihr gemacht haben.

Aber der Umstand, daß bei ihr die Bruchstelle nicht zusammengewachsen ist, liegt wohl an ihrem Alter, sagt sie zumindest selber. Auch dies war jedoch ein Behandlungsfehler, da es VOR !! der OP hätte untersucht werden müssen, ob der Oberkieferknochen bei ihr noch dicht und stabil genug war für eine derartige OP - all dies wurde nicht gemacht.

Du hast recht, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, können sich auch ältere Patienten operieren lassen. Bei meiner Bekannten wurden jedoch die erforderlichen Untersuchungen nicht vorgenommen. Es wäre in jedem Alter schlimm, sich dann aufgrund der Schäden nochmal operieren lassen zu müssen. Ich habe mich da wohl etwas mißverständlich ausgedrückt, da ich das nur an das Alter festgemacht habe.

Trotzdem finde ich es wichtig, auch negative Erlebnisse hier darzustellen, da dann andere vielleicht nicht so blauäugig an die Sache herangehen, sondern sich ausführlich beraten und untersuchen lassen, bevor sie sich zu einer OP entschließen - und das gilt für jedes Alter. Eine OP hat immer etwas entgültiges.

Schließlich dient ein Forum dem Austausch unterschiedlicher Meinungen, wenn alle nur einer Meinung wären und wenn hier nur einseitig die positiven Seiten dargestellt würden, bräuchte man kein (Meinungs)Forum, dann könnte man ebensogut einen Werbeprospekt für Dysgnathieoperationen veröffentlichen, indem einseitig nur die Vorteile solcher OPs dargestellt würden, was dann auch nicht gerade seriös wäre. Gerade ein seriöses Forum zeichnet sich dadurch aus, daß auch Patienten, die negative Erfahrungen gemacht haben, nicht gemobbt werden und sich auch nicht dafür entschuldigen müssen, wenn sie etwas negatives zu berichten haben.

Gruß

Petra

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Hallo Gänseblümchen,

ich bin auch der Meinung, dass ich vor der ersten OP nicht ausreichend darüber informiert war. Heute denke ich ganz anders über die Sache. Allerdings hatte ich wohl trotzdem keine andere Wahl. Die OP war in der Uni-Klinik Würzburg. Im Moment schiebe ich wirklich totalen Frust. Hätte ich vor der zweiten OP geahnt, dass ich danach 100x stärkere Schmerzen habe als vor der OP, hätte ich es niemals machen lassen. Im Moment steigen mir beim Essen oder beim Gähnen vor Schmerzen die Tränen in die Augen. Jede Berührung von Außen, und sei es nur der Kragen von der Jacke, ist der absolute Horror.

Hallo Petra,

die Injektionstherapie probiere ich gerade aus. Ich bekomme Bucain in die Muskeln gespritzt. Das ist aber leider auch sehr schmerzhaft. Die Injektionsstellen (8 Stück) fühlen sich an, wie große Hämatome. Leider halten die Injektion nicht so lange an, nach ca. 3 Stunden fängt alles von vorne an und mehr als zweimal pro Woche darf er nicht spritzen. Nervig ist vor allem die fahrerei, die ich deswegen auch habe. Zweimal pro Woche fahre ich 160 km nur für die Injektionen, danach darf ich dann eine Stunde kein Auto fahren. Bis ich dann zu Hause bin, ist die Wirkung gleich Null. Medikamente habe ich am Anfang auch bekommen, Sirdalud, Voltaren res., leider macht mein Magen da nicht mehr mit.

Zu meinen Gelenken kann ich dir sagen was im letzten MRT (ca. ein Jahr alt) stand: Dysplasie und Sklerose des Kieferköpfchens bds. bei steil angelegter Fossa mandibularis bds. Bds. fixiert anteriore Dislokation mit eingeschränkter Translationsbewegung. Der KC sagt was von Myoarthropathie. Ich hoffe du kannst damit was anfangen.

Inzwischen habe ich mir doch schon Gedanken zu meinen Gelenken gemacht und habe eine Klinik in Jena ausfindig gemacht, die aus körpereigenem Material "künstliche" Kiefergelenke herstellt.

Habt ihr davon auch schon Mal gehört?

Warum sich das Rezidiv entwickelt hat, sagt mir niemand so genau. Es wurde auch ein Gutachten gemacht, da steht aber nur drin, dass ein Erfolg der Behandlung nicht geschuldet wird und kein Behandlungsfehler vorliegt. Ich glaube allerdings, dass nach der ersten OP die ME zu früh war (8 Wochen nach der OP) und das aufgrund des noch nicht zusammengewachsenen Knochens die Muskulatur den Kiefer wieder zurückgedrückt hat. Bestätigen tut das natürlich niemand. Wer gibt schon gerne Fehler zu.

Gruß DaVinci

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Hallo Da Vinci,

lt. MRT-befund sind deine Gelenkköpfe wohl verlagert.

Aber wenn das MRT ein Jahr alt ist, war dies vor der OP, es kann sein, daß durch deine jetzige OP und durch die Unterkiefervorverlagerung sich die Stellung der Gelenkköpfe jetzt wieder korrigiert hat. Du solltest somit ein aktuelles MRT anfertigen lassen und den jetzigen Befund mit dem alten MRT-befund in Bezug auf die Stellung der Gelenkköpfe in der Gelenkgrube vergleichen lassen.

Hast du mal deinen Kieferchirurgen gefragt, ob durch deine jetzige OP auch die Kiefergelenkköpfe verlagert wurden ?

Meine Bekannte hat ihren Prozeß gewonnen, obwohl sie ebenso wie du, kein unparteiisches Gutachten, sondern nur ein "Gefälligkeitsgutachten" hatte.

Sie hat somit nicht mit Hilfe eines Gutachters, sondern nur durch Vorlage von medizinischer Fachliteratur ihren Prozeß gewonnen. Die Fachliteratur war für das Gericht als Beweis ausreichend, um einen Behandlungsfehler festzustellen.

Sie konnte anhand der Fachliteratur beweisen, daß bei ihr die Weiterbehandlung durch den Kieferorthopäden zu früh war, da lt. Fachliteratur erst drei Monate abgewartet werden muß. (aber Einzelheiten zu ihrem Fall kann ich dir auch nicht sagen) Ich weiß nur, daß sie anhand der medizinischen Fachliteratur den Beweis für den Behandlungsfehler antreten konnte.

Dies ist vielleicht in deinem Fall auch möglich, daß du anhand der Fachliteratur beweisen kannst, daß ein Fehler des Arztes vorliegt für den dessen Haftpflichtversicherung aufkommen muß, es ist in den meisten Fällen auch möglich, sich außergerichtlich mit der Haftpflichtversicherung zu einigen, wenn man genügend Beweise, z.B. anhand der medizinischen Fachliteratur vorlegen kann. Entscheiden wie du weiter vorgehen möchtest mußt du jedoch selber. Hier im Forum kann man nur Tipps geben.

Ich kenne auch durch eine andere Patientin einen sehr guten Arzt, der auf Kiefergelenke spezialisiert ist.Die bekanntest Klinik für Kiefergelenkchirurgie in Deutschland war Hannover und viele Ärzte, die dort gearbeitet haben, sind auf Kiefergelenksbehandlungen und - operationen spezialisiert.

Ich kenne durch das DMF (deutsches Medizin Forum) eine Patientin, die schon mehrfach in Hannover von Dr. Rupert Dempf an ihren Kiefergelenken operiert werden mußte, aufgrund von Rheuma, durch daß ihre Kiefergelenke zerstört wurden.

Ein ganzes Gelenk kann jedoch nicht ersetzt werden, nur Teile davon. Bei dieser Patientin wurde der Diskus durch körpereigenes Material ersetzt.

Sie war sehr zufrieden mit Dr. Rupert Dempf, der sie in Hannover operiert hat. Dr. Dempf arbeitet jetzt als Oberarzt und Privatdozent an der Martin Luther Universität (Mund- kiefer- und Gesichtschirurgie) in Halle an der Saale. Ich persönlich kenne ihn nicht, aber diese Patientin schwört auf ihn, da er sie hervorragend operiert und weiterbehandelt hat. Er operiert und behandelt übrigens auch Dysgnathiepatienten.

Gruß

Petra

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Hallo Petra,

ich hatte dir gestern Abend schon geantwortet, aber als ich auf den Button klickte, war auf einmal alles weg :-( und ich zu müde.

Mir hat keiner sagen können, warum mein OK locker ist. Man geht davon aus, dass er noch nie fest war, aber warum...???? Ich werde am kommenden Dienstag auf jeden Fall noch mal fragen. Du hast recht, was wird nach der nächsten OP sein? Ein MRT wurde vor der ersten OP in jedem Fall nicht gemacht. Prof. Bull hatte eine solche Untersuchung vor einem Jahr veranlasst, deren Ergebnis dann auch leider schlecht war. Weiteren interessanten und erschreckenden Aufschluss über meinen Zustand hat die Volumentomographie der Uni-Klinik Köln im Dezember 2006 ergeben. Mein KC verfügt nicht über so einen Apparat. Wenn ich diese CD nicht gehabt hätte, wäre nie herausgekommen, dass vor allen Dingen das linke Gelenk so deformiert ist. Die OP hätte trotzdem stattgefunden.

Die DaVinci Geschichte hat mich wirklich schockiert. Ihr letztes Posting setzt noch eine drauf. Was für furchtbare Folgen! Unvorstellbar! Mir tut es sooooooo leid!!!

Mich würde interessieren, warum Du so viel über dieses Thema Bescheid weißt, wo Du doch selber nicht operiert wurdest, wenn ich mich recht erinnere.

Lieben Gruß

gaensebluemchen

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Hallo Gänseblümchen,

ich bin auch der Meinung, dass ich vor der ersten OP nicht ausreichend darüber informiert war. Heute denke ich ganz anders über die Sache. Allerdings hatte ich wohl trotzdem keine andere Wahl. Die OP war in der Uni-Klinik Würzburg.

Hallo DaVinci,

eine Bekannte von mir aus unserer Selbsthilfegruppe in Frankfurt mußte ihre Kiefergelenkköpfe ersetzen lassen, allerdings nicht als Folge einer fehlerhaften Dsgnathieoperation, sondern sie hatte angeborene Schäden an den Gelenken.

Sie wurde, wie du, in Würzburg operiert. Während der OP ist jedoch der neue Kiefergelenkkopf den Ärzten aus der Hand und in den Mund der Patientin gefallen. Die Ärzte hätten den Gelenkkopf danach sterilisieren müssen und nicht weiter verwenden dürfen, was sie aber nicht getan haben, sie haben den durch Mundbakterien verseuchten künstlichen Gelenkkopf der Patientin ohne Sterilisierung eingesetzt. Dies führte zu einer Entzündung und Zersetzung und Auflösung des Kiefergelenks, des gesamten Unterkieferknochens und des nervus mandibularis. Vor der Klinik Würzburg habe ich somit durch diesen Fall Vorbehalte, zumal diese Patientin von den schuldigen Ärzten keinerlei Hilfe erhielt, sondern mit Schmerztabletten und schließlich in die Psychiatrie abgeschoben wurde. Die Patientin lebt heute nicht mehr, als Folge dieser Behandlungsfehlerhaften OP.

Ich habe dir ja bereits den Tipp gegeben mit Dr. Dempf an der Uniklinik in Halle, der sowohl auf Kiefergelenke, als auch auf Dysgnathieoperationen spezialisiert ist, ein Forschungsschwerpunkt der Uni in Halle ist auch Lebensqualität von Dysgnathiepatienten, d.h. daß du ggf. dort gut aufgehoben bist, wenn du in Würzburg nicht mehr weiterkommen solltest ...

@ Gänseblümchen.

Ich bin wie oben schon erwähnt Mitglied in einer Selbsthilfegruppe und selber durch Behandlungsfehler an den Kiefergelenken geschädigt (allerdings nicht infolge einer fehlerhaften Dysgnathieoperation) und ich war auch vor Gericht - daher mein medizinisches und juristischen Wissen, was ich mir gezwungenermaßen aneignen mußte.

Die (Schutz)Behauptung deiner Ärzte, daß dein Oberkiefer "noch nie fest war", scheint mir sehr an den Haaren herbeigezogen zu sein, aber du mußt selber am besten wissen, ob du deinen Ärzten glauben kannst, da du ja auch am besten beurteilen kannst, ob du schon VOR der OP das Gefühl eines "lockeren Oberkiefers" hattest.

Es kann aber auch sein, daß deine Ärzte mit der Forumulierung, daß dein Oberkiefer noch nie fest war, nicht gemeint haben, daß er locker war, sondern daß die "Knochensubstanz" deines Oberkieferknochens, was die Dicke betrifft nicht ausreichend für eine OP und zu porös war, wenn dies der Fall sein sollte, würde auch für weitere Operationen das Risiko bestehen, daß er sich wieder lockert. Du solltest somit genau abklären lassen, wie es um deinen Oberkieferknochen bestellt ist, bevor du dich erneut unters Messer legst. Ist jedenfalls meine persönliche Meinung.

Ich wünsche euch noch alles Gute und möglichst wenig Schmerzen...

Gruß

Petra

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Hallo Petra,

ich habe im Arztbrief der Uni Würzburg den Grund für das Rezidiv gefunden: Z.n. nach vollständigem Rezidiv bei fehlender intraoperativer Fixierung der condylären Zentrik.

Zur Uni Würzburg kann ich im Augenblick nur sagen, dass ich mir ziemlich verlassen vorkomme. Ich habe das Gefühl nicht ernst genommen zu werden. Ich bin der Meinung, dass sich auf der rechten Seite eine heftige Entzündung entwickelt hat, aber leider wird es in Würzburg nicht für nötig gehalten, das genauer zu untersuchen. Ich werde nur noch mehr mit Schmerzmitteln zugedröhnt. Heute morgen hatte ich meinen ersten "Totalausfall". Ich war gerade im Bad, plötzlich "schwarz vor Augen", kurzer Schwindel und wums, weg war ich. 15 Minuten lang war totale Sendepause. Jetzt hab ich eine große dicke Beule am Hinterkopf und die HWS geprellt, weil die Badewanne im Weg war. Daraufhin bin ich zu meinem Hausarzt, der jetzt erstmal ein Blutbild macht, um die Entzündungsparameter zu bestimmen. Das Ergebnis habe ich leider noch nicht. Aber er ist wohl auch der Meinung, so wie das Gesicht aussieht, muss da eine Entzündung sein. Er versteht auch nicht, warum das nicht untersucht wird.

Als ich die Geschichte von deiner Bekannten gelesen habe, ist mir ganz anders geworden, aber irgendwie kommt mir das schon bekannt vor. Erst operieren, dann vergessen, wenn Schmerzen auftreten, dann Schmerzmittel anstatt den Grund dafür zu suchen.

Ein MRT wird im Februar gemacht. Ich werde mich auf jeden Fall weiter informieren, wie ich bei einem evtl. Behandlungsfehler vorgehen kann und an welche Stellen ich mich wenden kann, um Hilfe zu bekommen.

Gruß DaVinci

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Hallo Petra,

ich habe im Arztbrief der Uni Würzburg den Grund für das Rezidiv gefunden: Z.n. nach vollständigem Rezidiv bei fehlender intraoperativer Fixierung der condylären Zentrik.

Hallo DaVinci,

Aus dem Arztbrief geht hervor, daß zusätzlich zu dem Rezidiv, das wahrscheinlich auf den verkürzten Unterkiefermuskel zurückzuführen gewesen ist, darüberhinaus auch noch eine fehlende Fixierung der condylären Zentrik vorlag, vielleicht ist das der Grund für deine Gelenkverlagerung infolge deiner 1. OP und für deine extremen Kiefergelenksbeschwerden all die Jahre gewesen ?

Du kannst ja diesen Befund zur genauen Erläuterung und Abklärung mal einem unabhängigen Arzt deines Vertrauens außerhalb der Klinik vorlegen.

Wurde dir, bevor du dich zum zweiten mal operieren lassen hast nichts von der fehlenden intraoperativen Fixierung der condylären Zentrik bei der 1. OP mitgeteilt ?

Da dieser Fehler bereits bei der 1. OP gemacht wurde, wurden die Gelenke dann wenigstens bei der 2. OP in die richtige Stellung gebracht ? - hierüber müßte es ggf. auch schriftliche Unterlagen, u.a. OP-berichte geben ?

Ich wünsche dir noch gute Besserung

Petra

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Hallo Petra,

ich wusste nicht, dass bei der ersten OP die Fixierung der Zentrik fehlte.

Bei der zweiten OP wurden die Gelenke fixiert, ob sie in der richtigen Stellung fixiert wurden, weiß ich nicht. Ist es denn üblich, dass bei jeder UK-Vorverlagerung die Gelenke fixiert werden, oder gibt es auch Methoden, wo dies nicht der Fall ist. Warum wurde denn darauf in der ersten OP nicht geachtet? Ist das jetzt ein Behandlungsfehler? oder war ich einfach nur zu naiv. Ich finde, dass die Ärzte, speziell KCs viel zu viel Patientenwissen voraussetzen und viel zu wenig aufklären.

Ich werde mich mit Dr. Dempf in Halle in Verbindung setzen und ihm vorab schon mal meine Unterlagen zuschicken. Vielen Dank für deinen Tipp.

Gruß DaVinci

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@ Gänseblümchen,

ich habe dir gerade auf deine pn geantwortet.

Gruß

Petra

Hallo DaVinci,

1.

wenn die Position und Lage deiner Gelenkköpfe vor deiner 1. OP richtig war, hätte diese infolge der OP nicht geändert werden dürfen, es wäre somit ein Behandlungsfehler wenn es bei dir infolge der 1. OP zu einer Gelenkverlagerung gekommen wäre - es sei denn, du wurdest vor der OP darüber aufgeklärt, daß es infolge der OP zu einer Gelenkverlagerung kommen kann. Über die Aufklärung gibt es schriftliche Unterlagen, die du unterschrieben hast und dir aushändigen lassen könntest. Aus diesen Unterlagen kannst du den Umfang der Aufklärung ersehen und ob es Aufklärungsmängel seitens der Ärzte gab.

Normalerweise müßte dein damaliger Chirurg dokumentiert haben, wie die Position deiner Gelenkköpfe vor deiner 1. OP gewesen ist. Falls er dies nicht dokumentiert hat, wäre er hierfür haftbar.

Es wäre somit sinnvoll, wenn du deinen Kieferchirurgen, bzw. -orthopäden um Aushändigung der OP-planungsunterlagen vor deiner 1. OP bittest, daraus müßte dann ersichtlich sein, ob deine Gelenke vor deiner 1. OP in der richtigen Stellung oder verlagert waren.

2.

Vielleicht kannst du ja durch Dr. Dempf in Erfahrung bringen, in welcher Stellung sich die Gelenke jetzt nach der 2. OP befinden und den jetzigen Befund mit dem MRT befund vor deiner 2. OP vergleichen lassen.

Ich wünsche dir viel Glück und falls du Erfolg mit Dr. Dempf hattest kannst du es ja gerne berichten, es würde mich sehr interessieren, ob er dir weiterhelfen konnte.

Falls in deinem Fall vor deiner 1. oder 2. OP Aufklärungsmängel vorlagen, so wäre der Arzt hierfür beweispflichtig, d.h. der Arzt, der dich operiert hat und der Kieferorthopäde, der die OP geplant hat, sind dafür beweispflichtig, ob du ausreichend aufgeklärt worden bist, darüber müßte es schriftliche Unterlagen geben, die du unterschrieben hast.

Hast du denn jetzt nach deiner 2. OP das Gefühl, daß deine Gelenkposition sich im Vergleich zu dem Zustand vor der OP sich positiv verändert hat ?

Liebe Grüße

Petra

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Hallo Petra,

ja, ich habe das Gefühl, dass die Gelenke sich entspannen, beim Essen tut es nicht direkt in den Gelenken weh.

Es gibt Aufklärungsunterlagen vor der 1. OP. Allerdings habe ich gerade festgestellt, dass ich einen Aufklärungsbogen für eine Progenie, also einen Unterkieferüberbiss und somit eine operative Rückverlagerung des UK, unterschrieben habe. Diese OP wurde bei mir aber gar nicht durchgeführt, sondern eine UK-Vorverlagerung. Damals sagte man mir, es gäbe keinen Aufkärungsbogen für eine Dysgnathie und die OP wäre die gleiche. Also wenn ich das jetzt genau betrachte, habe ich einer Dysgnathie-OP eigentlich nicht zugestimmt. Oder wird das nicht so genau genommen mit den Aufklärungsbögen.

Nach der 1. OP hatte ich starke Bewegungseinschränkungen und konnte meinen Mund fast gar nicht aufmachen. 8 Monate nach der OP hat gerade Mal ein Querfinger zwischen die Zähne gepasst. Darüber habe ich Unterlagen von meinem Zahnarzt sowie von der Physiotherapeutin. Der Chirurg und der Orthopäde haben dagegen allerdings nicht viel unternommen. Hilfe bekam ich erst von meinem Zahnarzt, dem ich bei einer Routineuntersuchung von der ganzen Geschichte erzählt habe. Er hat mir auch eine ganz andere Lagerungsschiene angepasst als der Orthopäde und er hat einen Discus prolaps diagnostiziert. Daraufhin bin ich zu einem anderen Kieferchirurgen gegegangen, der die Diagnose von meinem Zahnarzt bestätigt hat und die Schienentherapie weiterführte, bis zu meiner zweiten OP.

Wo bekomme ich denn Hilfe, falls tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt und wie kann ich den Behandlungsfehler beweisen?

Gruß DaVinci

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Hallo DaVinci,

ist doch super, daß du ein besseres Gefühl in deinen Gelenken hast als nach der 1. OP.

Was die Behandlungsfehler bei deiner 1. OP betrifft, so ist es ebensogut möglich, daß sich die Gelenke bei dir nicht durch die 1. OP, sondern erst als Folge des Rezidivs verlagert haben.

Ich habe dir ja aus diesem Grund bereits den Hinweis in meinem letzten Posting gegeben, daß der Kieferchirurug oder -orthopäde die Ausgangslage deiner Gelenke vor deiner 1. OP dokumentiert haben müssen und du kannst um Aushändigung bitten, da du gem. § 810 BGB ein Einsichtsrecht in die vollständigen Behandlungsunterlagen hast und auf deine Kosten Kopien davon anfertigen lassen kannst, dies ist schon wichtig, damit du selber einen Überblick über die ganze Sache bekommst.

Falls du den Verdacht auf einen Behandlungsfehler hast - schon aufgrund der Tatsache, daß die kondyläre Zentrik bei deiner 1. OP nicht fixiert wurde - ist es zunächst wichtig, daß du die gesamten Befunde, MRTs usw... kopierst und dir aushändigen läßt und von einem unabhängigen Arzt deines Vertrauens vorab vergleichen und befunden läßt, habe ich dir ja in meinem letzten posting bereits erklärt.

Wenn du vor deiner 1. OP nicht darüber aufgeklärt wurdest, daß sich ein Rezidiv bilden kann und wenn du außerdem nicht darüber aufgeklärt wurdest, daß sich die Gelenke infolge der OP oder infolge eines Rezidivs verlagern können, ist der Arzt hierfür haftbar, da der Arzt dafür haftet, wenn er dich nicht wahrheitsgemäß und vollständig aufgeklärt hat.

Durch die von dir unterschriebenen Aufklärunsbögen kannst du die Aufklärungsmängel dann beweisen.

Wenn du Aufklärungsmängel und Behandlungsfehler beweisen kannst, kannst du dich mit den Beweisen zunächst an den schuldigen Arzt wenden und um die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung mit seiner Haftpflichtversicherung bitten.

Auf jeden Fall abraten würde ich dir davon, dich an die Schlichtungsstellen der Zahnärzte- bzw. Ärztekammern zu wenden, diese haben einen schlechten Ruf, da sie meist Gefälligkeitsgutachten zugunsten der ärztlichen Kollegen erstellen.

Bevor du irgendwelche Schritte einleitest, solltest du zunächst alle Beweise sichern und dir sämtliche Aufzeichnungen, die gesamte schriftliche Behandlungsdokumentation und alle Röntgen- und MRTbefunde in Kopie aushändigen lassen.

Ist eigentlich inzwischen das Gefühl in deiner rechten Gesichtshälfte und Unterlippe und Kinn wiedergekommen ? Und hast du wenigstens jemanden, der dich fährt, wenn du mehrmals wöchentlich zu der Infusionstherapie mußt und hat diese Therapie dir schon geholfen ?

Gruß und alles Gute

Petra

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Hallo Ihr da draußen!

Da wir [ bin zwar nur ich operiert worden aber mein Mann stand und steht wie ein Fels hinter mir ] beide auf die vierzig zugehen, müssen wir dir liebes Gänseblümchen mal was erklären.

Ich bin vor ein paar Tagen operiert worden und wie ich gestern erfuhr, wurde mein UK um 8mm nach vorn verschoben.

Die OP dauerte sagenhafte 60min[ megakurz für solch einen Eingriff ] und ich bin nicht nur zufrieden, sondern megabegeistert. Ich hatte im Vorfeld sehr viel Angst - am Gesicht rumdoktorn usw. ist ja nicht unbedingt so easy, aber was ich / was wir erlebt haben im Vorfeld der OP und auch jetzt während der Nachbehandlung - läßt es sich toppen??? Wir denken kaum.

Also allen die sich so etwas antun möchten sei gesagt: Sucht Euch einen Profi- ganz wichtig und dann sucht bei diesem Profi das Vertrauen in die OP. Schafft ihr das nicht, tut es nicht, denn dieses Vertrauen ist aus meiner Sicht ein Großteil Grundlage für eine erfolgreiche Operation.

Ich hatte und habe dieses Vertrauen und bin nicht enttäuscht worden.

Da ich, wie schon weiter oben gesagt, mitten in der Behandlung stecke, bin ich auch gern bereit auf eure Fragen einzugehen, diese zu beantworten und von meinen Erfahrungen zu berichten. Es lohnt sich.

Als Kurzdiagnose sei gesagt, dass ich nach der OP KEINE Schmerzen hatte, die Schwellung jetzt, nach knapp zwei Wochen nach der OP fast weg sind und ich lediglich beim Essen [ logischerweise ] noch zu tun habe - Ihr wißt schon - Trinkhalmkost! Aber auch das wird vorrüber gehen.

Also, wer Interesse hat, meldet euch, ich will meine Begeisterung über den nicht geglaubten Erfolg dieser OP in die Welt posaunen.

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