Braces-Mum

Abenteuer Zahnspange einer Familie

Hallo,

nun schreibe ich auch mal, nachdem ich seit ein paar Tagen hier Infos suche:

Ich bin die Beatrice und meinen 3 Töchtern (17, 15 und 14) zum KFO. T-1 (Tochter 1) lehnte über die letzten Jahre eine Behandlung ab. Wir (mein Mann und ich) haben versucht, sie davon zu überzeugen, aber sie lehnte ab. Als sie erfahren hat, dass wir ihre Schwestern beim KFO vorstellen wollen, meinte sie, sie wünscht sich nun auch eine Zahnspange. Sie begründete es damit, dass sie nun bei Freunden / Freundinnen ein tolles hübsches Lächeln sieht, nachdem diese ihre Zahnspange entfernt bekommen haben.

Wir haben zuerst zwei KFO`s aufgesucht, welche in unserer Nähe sind:

KFO 1 war der Meinung, dass wie folgt behandeln werden könnte, aber ohne Abdrücke und Röntgenbilder eine definitive Zusage nicht gemacht werden kann:

T-1: Zahnspange und OP
T-2: lose Zahnspange, später Feste Zahnspange
T-3: lose Zahnspange, um den Kiefer zu verbreitern und später Feste Zahnspange

Er hat hierbei bei allen Kids kurz in den Mund geschaut und mit einem seiner Geräte im Mund gearbeitet, was alle Kids sehr unangenehm bis schmerzhaft empfunden haben. Bei allen Kids meinte er, sie sollen nicht so empfindlich reagieren. Bei T-1 meinte er, dass sie sehr weinerlich sei; schließlich übe eine Zahnspange auch Druck auf die Zähne aus (er hat es aber im freundlichen Ton mitgeteilt, aber ich finde es trotzdem nicht sehr schön).

 

KFO 2 hat bereits beim ersten Termin sofort Abdrücke und Röntgenbilder angefertigt. Der HuK wurde bereits 10 Tage später besprochen
T-1: Feste Zahnspange und Mini-Schrauben
T-2: nur lose Zahnspange
T-3: lose Zahnspange, um den Kiefer zu verbreitern, sowie später Feste Zahnspange

Er wollte, dass ich sofort den Behandlungsplan meiner Kinder unterschreibe. Ich habe um Bedenkzeit gebeten. Der KFO war darüber nicht sehr erfreut und äußerte sich auch entsprechend gegenüber mir und meinen Kindern (weshalb ich bei meinen Kids Abdrücke und Röntgenbilder anfertigen lasse, wenn wir noch unsicher sind).

 

Ich habe dann noch bei einer weiteren Praxis (Ehepaar, mit welcher wir befreundet sind) einen Termin vereinbart. Sie haben selbst Kinder. Die mittlere Tochter der KFO-Familie geht mit meiner ältesten Tochter in die gleiche Schule bzw. Klasse und sind befreundet.

Das erste Gespräch war nur informativ und sie haben sich anfangs bedankt, dass wir eventuell unsere Kinder bei ihnen behandeln lassen. Sie haben sich außerdem viel Zeit genommen. Sie haben - wie die anderen KFO`s vorher - erfahren, dass meine älteste Tochter sehr häufig unter Migräne und Kopfschmerzen leidet. Als sie erfahren haben, dass ich auch oftmals Migräne habe, sollte ich kurz im anderen Behandlungsstuhl Platz nehmen (Antwort: "Wie die Mutter so die Tochter"). Wir haben die gleiche Fehlstellung.

Wir hatten 3-4 Wochen später den nächsten Termin für die Abdrücke und Röntgenbilder (auch die Mama hat Abdrücke und Röntgenbilder anfertigen lassen) und wiederum ca. 3 Wochen später den Besprechungstermin.

T-1: Variante 1: Feste Zahnspange und OP
        Variante 2: Feste Zahnspange ohne OP und Gaumenbogen
T-2: Feste Zahnspange und Herbstscharnier
T-3: GNE-Apparatur für OK und UK, später Feste Zahnspange
Ich: Feste Zahnspange mit Gaumenbogen inkl. einer OP

Nachteil der Praxis: sie ist ca. 30 Minuten entfernt, im Gegensatz der anderen beiden KFO-Praxen
Vorteil der Praxis: sie befindet sich in der Nähe der Schule von meinen Kindern

Das Ehepaar hat uns nun Bedenkzeit gegeben und meinte, sie würden sich sehr freuen, wenn wir uns für die Behandlung in ihrer Praxis entscheiden würden.

Mein Mann und ich sind nun am Überlegen, welche Praxis wir nun bevorzugen sollen. Wir stellen uns hierbei folgende Fragen:
Sollen wir bei KFO 1 noch Abdrücke und Röntgenbilder anfertigen lassen?
Sollen alle drei Kids zum gleichen KFO oder sollen wir es aufteilen?
Welcher KFO hat nun Recht mit seiner Behandlung?

Freue mich auf Eure Kommentare!

Beatrice

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vor 5 Stunden schrieb Braces-Mum:

Sollen wir bei KFO 1 noch Abdrücke und Röntgenbilder anfertigen lassen?

Sollen alle drei Kids zum gleichen KFO oder sollen wir es aufteilen?
Welcher KFO hat nun Recht mit seiner Behandlung?

Zur ersten Frage:
Ich bin mir nicht sicher, wie oft die Krankenkasse Röntgenaufnahmen und Abdrücke übernimmt. Meines Wissens nach kann man zwar ohne Weiteres Beratungsgespräche bei mehreren KFO einholen. Das umfasst jedoch nicht alle weiterführenden Maßnahmen. Insofern wäre ich da vorsichtig. In deinem Bericht klingt es aber ohnehin so, als ob sich die Begeisterung über diesen KFO sehr in Grenzen hält.

Zur zweiten Frage:
Den Vorteil des Aufteilens sehe ich nicht – es sei denn, dich überzeugt bei einer Tochter der Ansatz eines KFO so viel mehr als bei den anderen und das Vertrauen ist gleichermaßen hoch. Allerdings könnte man sich auch hier die Gründe genauer erläutern lassen. Vielleicht kristallisiert sich dann heraus, dass ein Ansatz doch plausibler klingt, obwohl sich zunächst eine andere Methode besser angehört hat. Da ein Wechsel während der Behandlung umständlich ist, würde ich den KFO auswählen, bei dem ich das beste Gefühl habe. Eventuell kannst du dich noch umhören, was andere für Erfahrungen mit diesen KFO gemacht haben, falls du dir unsicher bist.

Zur letzten Frage:
Ich fürchte, das kann dir hier so ohne Weiteres niemand sagen. Denn erstens können unterschiedliche Methoden zum selben Ergebnis führen. Zweitens muss man auch selber Risiken und Nutzen abwägen. Manchmal bringt beispielsweise nur eine OP das beste Ergebnis. Allerdings handelt es sich hierbei auch um einen Eingriff, der mit deutlich höheren Risiken verbunden ist als eine reine KFO-Behandlung. Wenn also auch ein zufriedenstellendes Ergebnis Ergebnis ohne OP erzielt werden kann, sollte man sich das schon gut überlegen. Schlechte Kompensationsbehandlungen gilt es trotzdem zu vermeiden. Ich halte daher eine gute Aufklärung vom behandelnden Arzt für sehr wichtig. In Zweifelsfall lieber einmal öfters nachhaken und sich offene Fragen genau erklären lassen. Bei Tochter 2 gehen die Meinungen am weitesten auseinander. Um was für eine Fehlstellung handelt es sich denn bei ihr?

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Das Aufteilen hat natürlich auch den Nachteil, dass der Arzt erkennt, dass man ihm nicht die komplette Familie anvertraut hat. Der Arzt ist darüber sicherlich auch nicht so begeistert.

Es handelt sich meines Wissens über einen Überbiss - bei ihr ist der UK zu weit hinten, sprich der UK muss nach vorne bewegt werden.

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