LoveBraces

Wie bekomme ich eine Zahnspange?

Hallo,

ich bin die Verena (17). Es klingt komisch wie ich es schreibe, aber ich beneide Euch. Meine Fehlstellung ist deutlich ersichtlich. Ich leide sehr darunter. Ich wünsche mir daher eine Feste Zahnspange, weil ich es aber auch interessant eine Zahnspange zu tragen. Ich möchte später gerne auch Zahnmedizin studieren. Meine Eltern sind mit mir leider nie zu einem KFO.

Was muss ich tun, um eine Zahnspange zu erhalten, weil ich habe hier gelesen, wenn man 18 ist, zahlt die KK nicht bzw. nur mit OP. Ich traue mich auch nicht unbedingt meinen Eltern meinen Wunsch zu äußern? Was kann ich noch tun, falls sie ablehnen?

Verena

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Hallo Verena,

da für Dich die Fehlstellung offensichtlich ist und Du darunter leidest, solltest Du mit Deinen Eltern darüber sprechen und umgehend einen Termin bei einem KFO vereinbaren. Der oder die KFO wird dann die tatsächliche Schwere Deiner Fehlstellung feststellen und Dir ggf. einen Behandlungsplan vorstellen. Ab einem bestimmten Schweregrad (das sind die sogenannten "Kieferorthopädischen Indikationsgruppen" - KIG) wird die Krankenkasse die Behandlung bezahlen - vorausgesetzt: der Behandlungsbeginn liegt vor Deinem 18. Geburtstag. Bei einem Behandlungsbeginn nach Deinen 18. Geburtstag wird die Krankenkasse eine Behandlung nur dann bezahlen, wenn kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Maßnahmen erforderlich sind (also OP + Spange).

Bei den allermeisten KFO fallen aber trotzdem private Kosten an in der Größenordnung von ca. 500 bis ca. 1800 Euro, da die Krankenkasse nur das Ausreichende, Zweckmäßige und Wirtschaftliche bezahlen darf. Konkret heißt das z.B.: Standard-Metall-Brackets zahlt die Krankenkasse. Wenn Du aber Keramik-Brackets haben möchtest, dann müssen diese privat bezahlt werden. Es gibt eine ganze Reihe von Standard-Behandlungsgeräten (z. B. Headgear), die von der Krankenkasse bezahlt werden, nicht aber deren Alternativen, die den Patienten häufig mehr zusagen.

Du solltest und musst wirklich mit Deinen Eltern sprechen, auch wenn Dir offensichtlich etwas der Mut fehlt. Das zwingende Argument für einen KFO-Termin und ggf. eine Behandlung, das vernünftige Eltern nicht ablehnen können, ist: Ein KFO wird die Fehlstellung professionell beurteilen, und wenn die Behandlung einer gravierenden Fehlstellung erforderlich ist, wird die Krankenkasse eine Behandlung ohne Operation nur dann bezahlen, wenn die Behandlung vor dem 18. Geburtstag beginnt.

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Ich habe mit meinen Eltern gesprochen - eher diskutiert. Zuerst waren sie dagegen, weil sie es nicht für nötig halten. Sie finden, das kostet zu viel Geld. Ich meinte, dass die Krankenkasse mit großer Wahrscheinlichkeit alles bezahlt. Meine Eltern lehnten weiterhin ab und so wurde diskutiert. Irgendwann kam der Satz: Dann lasse dir eine Zahnspange machen, aber wir zahlen nichts dazu. Du kannst ja alleine zum KFO gehen.

Ich hoffe sie unterstützen mich doch ein wenig, indem sie zumindest anfangs mitgehen.

Verena

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Haben deine Eltern denn Geldsorgen, dass sie so dagegen sind? Bei den meisten KFO's ist auch die Zahlung von kleinen Raten möglich.

Deine Eltern sollten dich hier unbedingt unterstützen, sie sind schließlich für deine Gesundheit verantwortlich.

Was sagt dein Zahnarzt denn zu deinen Zähnen? Ich bin z. B. auch von unserem Zahnarzt mit meinen Kindern zum KFO geschickt worden. Als Laie wäre ich darauf nicht gekommen, da sie beide keine schiefen Zähne hatten.

Eine Behandlungsbedürftigkeit war aber dennoch vorhanden.

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Geldsorgen haben sie nicht, aber sie legen nicht viel Wert auf die Zahngesundheit. Mein Zahnarzt hat zumindest mich nie auf die Fehlstellung angesprochen.

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Hallo Verena,

das Wichtigste im Moment ist, dass Du umgehend einen Termin bei einem KFO ausmachst und mit Deinen Eltern im Gespräch bleibst. Das Beratungsgespräch mit dem KFO und die ersten diagnostischen Unterlagen (z. B. Abdrücke, Photos, Röntgenbild) zahlt ohnehin die Krankenkasse. Wie es dann weitergeht, hängt vom Befund des KFO ab. Wie gesagt: Wenn er/sie eine gravierende Fehlstellung diagnostiziert, die mit einer KFO-Behandlung ohne OP behoben werden kann, dann wird die Krankenkasse diese Behandlung aller Voraussicht nach bezahlen, sofern die Behandlung vor Deinem 18. Geburtstag beginnt. Für die Kosten, die dann noch privat bezahlt werden müssen, lässt ich doch bestimmt eine Lösung finden. Die Höhe dieser Kosten kannst Du ein Stück weit beeinflussen, indem Du z. B. auf besondere Brackets und Alternativen zu Standardgeräten verzichtest.

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Mittlerweile wurden bei mir Röntgenbilder und Abdrücke angefertigt, nachdem ein KFO bei mir eine Fehlstellung bereits im Vorfeld diagnostiziert hat. Meine Mutter war bei diesem auf Wunsch des KFO anwesend.

Er meinte auch, dass die Fehlstellung sehr deutlich zu erkennen ist. In einer Woche habe ich bereits den Besprechungstermin, bei welchem meine Mutter ebenso anwesend sein muss.

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Hallo LoveBraces!

Wenn Unterlagen existieren, gilt deine Behandlung als begonnen. Die Unterlagen können ein Jahr verwendet werden. Bleibe mit deiner Mutter im Gespräch, sollte sie ablehnen, was ich nicht hoffe, kannst du aktuell nix machen, könntest aber die Behandlung ab dem 18. GGeburtstag mit Zahlung der Krankenkasse starten. Geklört werden müsste in diesem Worst Case nur noch welche zusätzlichen Kosten entstehen und wie diese bezahlt werden. Warum hattest Du nicht früher den Mut mit deinen Eltern zu sprechen?

Viele Grüße von hase 1

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Hallo LoveBraces,

ich finde es toll, dass Du das Problem angehst! Die anderen haben ja schon vieles geschrieben, beispielsweise in Bezug auf die Kostenübernahme durch die KK. Solange Du da keine teuren Privat-Spezialitäten auswählst, dürften Dir und/oder Deinen Eltern da keine Kosten entstehen.

Was ich noch hinzufügen möchte und was Dir in deiner Argumentation gegenüber Deinen Eltern helfen könnte:
Ich habe als Kind auch keine Behandlung bekommen (das ist allerdings 20 Jahre her) und erst jetzt losgelegt, weil ich Probleme bekommen habe. Seit über drei Jahren habe ich IMMER Kopfschmerzen, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Erst nach 2 Jahren bin ich draufgekommen, dass meine Kiefer- und Zahnfehlstellungen die Ursache sind.
Bei einer Fehlstellung geht es also nicht nur um die Optik, sondern auch um die Gesundheit. Ich hätte lieber als Kind eine Spange gehabt, als jetzt jahrelang mit Schmerzen zu kämpfen. Und man sollte etwas tun, BEVOR man Probleme bekommt.
Es ist außerdem auch wichtig, dass Du zufrieden bist. Unter seinem Aussehen zu leiden ist nicht schön und beeinflusst einen auch psychisch.

Ich drücke Dir die Daumen und viel Spaß mit Deiner Spange! :627:

LG
Widderle

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Hallo Verena,

sehr gut. Du bist offensichtlich rechtzeitig beim KFO gewesen, die diagnostischen Unterlagen wurden angefertigt und Deine Mutter hat Dich begleitet. Wenn Du magst, dann berichte doch über die Diagnose des KFO und, falls erforderlich, über Deinen Behandlungsplan.

Ähnlich wie Widderle will ich Dir meine Geschichte in Kurzform erzählen für die Gespräche mit Deinen Eltern: um meine Kiefergelenks- und Nackenschmerzen loszuwerden, half im Erwachsenenalter nur noch eine Gaumennaht-OP, eine GNE-Apparatur, Multiband und eine OK-Vorverlagerungs-OP. Wenn ich als Kind und Jugendlicher die richtige Zahnspange getragen hätte, wäre das Wachstum meines UK gehemmt, das Wachstum des OK gefördert und der OK verbreitert worden - ganz ohne Operationen - und die Kiefergelenks- und Nackenschmerzen wären mir wahrscheinlich erspart geblieben. (Natürlich wäre ich als Kind und Jugendlicher von einer solchen Behandlung nicht begeistert gewesen ...)

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