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drahtzahn

Herbstscharnier, Erfahrungen?

Ich bin 33 und habe seit 4 Wochen ein Herbstscharnier.

ich suche Erfahrungsaustausch mit wem der auch eins hat.     Hhaaalloooo!        Ist da wer?

Besonders mein neues Kauproblemn beschäftigt mich.

Leider hab ich nämlich nur noch Bisskontakt mit genau zwei Frontzähnen, alle anderen Zähne sind beim Zubeissen so ca einen halben Zentimeter voneinander entfernt. Essen macht nur noch wenig Freude alles was fester als eine Gurkenscheibe ist macht keinen Sinn mehr essen zu wollen, wenn ichs nicht völlig unzerkaut runterwürgen will.

Meine Kieferorthopädin hatte mir vorm Einsetzen gesagt der Biss würde sich mit der Zeit "legen".                                                                                                                        Vorgestern hab ich nochmal nachgefragt, wie lange das denn dauern würde, bis ich wieder den ersten Biss-Kontakt mit den Backenzähnen bekomme?    Die Anwort: "Es würde bei Erwachenen alles etwas länger dauern, ich müsse eben Geduld haben."      

Ich denke, hier müsste es doch noch andere geben, die mit einem "seitlich offenen Biss"   ( ist es das? )   Erfahrungen haben.

Wie lang hat das bei euch gedauert, den wieder zu schliessen?   

Ich frage mich nun auch, ob sich überhaupt einfach so was bewegt kann. Welchen Grund  sollten meine Backenzähne haben sich aus dem Kiefer rauszubewegen?   

Ich habe das standard Herbstscharnier  in gegossener Form  mit Bogen im Gaumen und hinter der UK Front.  Also nix mit Brakets oder so.     

Also falls jemand dazu ne Meinung hat - schonmal Danke!

     

 

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Ich denke schond as es funktionieren wird, denn sonst hätte deine KFO das siche rnicht vorgeschlagen. Wahrscheinlich sit deine Fehlstellung nicht so gravierend das man es operativ beheben müsste. Daher warte doch einfahc noch ein paar Wochen ab und wenn sich dann immernoch nichts verändert hat, würde ich nochmal mit meiner KFO sprechen.

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Hallo, 

ich habe auch ein Herbstscharnier, allerdings zusammen mit einer Lingual-Spange. Das was Du beschreibst kenne ich gut. Immer wenn das Scharnier wieder aktiviert wird, hab ich manchmal nur Kontakt auf 1 oder 2 Zähnen, dass ist unangenehm. Ich kann Dich aber beruhigen, dass gibt sich wieder, mal geht es recht schnell, mal dauert es halt etwas länger. Das das Herbstscharnier funktioniert merke ich definitiv. Die Frage wird sein, inwieweit der erreichte Zustand sich festigt. Ich hoffe es einfach mal. 

Dir noch gute Erfolge, halte durch. 

Liebe Grüsse

Geka 

 

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Ja, dass das Herbstscharnier schon irgendwie funktioniert und meinen Biss verändern wird, davon bin ich auch überzeugt.

Ich wünsche es mir  einfach sehr ,denn schließlich hab ich es jetzt seit vier wochen drin und alle vier KFO hatten mir eigentlich zur UKVV-OP geraten und nur einer mir diese Möglichkeit angeboten,da muss ich einfach daran glauben!

Was mich aber besorgt ist, ob während dieser Behandlung mit diesem Gerät sich meine Backenzähne aufeinander zu bewegen werden oder können, denn es sind ja jetzt jeweils immer drei Zähne sehr starr miteinander verbunden(zb.der 4er5erund6er) .                                                                                                                                 Es ist ja das Standardherbstscharnier in Modelgusstechnik, also die Backenzähne sind nicht einzeln umbändert, sondern wie mit einer Brücke verbunden.

Ohhh-ich freu mich schon soooo seeeehr auf den Moment,wenn ich wieder den ersten Backenzahnbisskontakt hab!!! Hoffentlich ist das nicht erst in einem Jahr, wenn ich das Teil wieder rausbekomme und in der Invisalign-Behandlund bin.

Danke Geka, deine Antwort macht mir Mut mich in Geduld zu üben und zu versuchen es so wie es ist  anzunehmen.

Geka, hast du Schmerzen oder Druckgefühl nach dem Nachstellen in den Unterkieferschneidezähnen?

Ich habe immernoch bei Berührung emfindliche Unterkieferzähnchen  und auch den Eindruck, dass die  jetzt anfangen sich übereinander zu schieben. Hilfe!

Sorry fürs rumgejammere, ich hab mich nämlich eigentlich ganz gut an die unkomfortable Situation gewöhnt!

 

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Am 24.9.2016 um 08:20 schrieb drahtzahn:

Was mich aber besorgt ist, ob während dieser Behandlung mit diesem Gerät sich meine Backenzähne aufeinander zu bewegen werden oder können?

So,beantworte ich mal meine eigene Frage s.o.: Ja,meine Backenzähne bewegen sich definitiv aufeinander zu.Merk ich jetzt auch beim Kauen,auch wenn noch kein einziger Kontakt da ist,ich bekomm jetzt doch endlich wieder was zerquetscht zwischen den Backenzähnen,wenauch nicht durchgebissen.Also von ca 5mm Abstand sind jetzt nurnoch 2-3 da.Aber auch möglich,dass sich die Zähne ,die Kontakt hatten,nämlich vorne die 1er sich einfach nur i n den kiefer hineingedrückt haben.

Am 24.9.2016 um 08:20 schrieb drahtzahn:

Ich habe immernoch bei Berührung emfindliche Unterkieferzähnchen  und auch den Eindruck, dass die  jetzt anfangen sich übereinander zu schieben. Hilfe!

Am 24.9.2016 um 08:20 schrieb drahtzahn:

 

Dazu kann ich berichten, dass sich meine Zähne im Unterkiefer immer weiter verschoben und verschachtelt haben, was meiner KFO und mir garnicht gefallen hat. Sie war doch scheinbar ziemlich ratlos damit, wollte aber eigentlich lieber nix dagegen tun. Das würde sie mir später einfach wieder mit der anschliesseden Invisalign-Therapie richten, sagte sie. Da mir meine Zähnchen im UK aber anfingen zu schmerzen und mir sehr unwohl bei den zunehmenden unkontrollierten und ungewollten Zahnbewegungen meiner UK-Schneidezähne wurde ,habe ich sie mehrfach gebeten, sich doch bitte was zu überlegen und dagegen zu tun, bevor mir noch nen Zähnchen im Brötchen stecken bleibt. Sie war dann  der Meinung, es käme vom nächtlichen Knierschen und verpasste mir ne Kunststoffschiene im OK.  Nach 6 Wochen war leider auch keine Abhilfe dadurch erkennbar und es hatte sich alles weiter verschoben(bis 2,5 mm vor,zum Lingualbogen hinter den Zähnen gut sichtbar und z.T. gut 1mm die Zähne voreinander geschachtelt ! ).  Heute hat sie nach langem Zögern nun doch Brackets geklebt und erstmal  nur nen sehr dünnen Draht mit freien Enden eingebaut und es ziept und schmerzt nun recht ordentlich an den gestressten Zähnchen, was nunmal wohl immer dazugehört. Ich fühl mich aber nun damit  sehrviel sicherer und hoffe, dass das hilft!

Ansonsten kann ich nur sagen:  "auch an ein unkomfortables Herbstscharnier kann man sich gewöhnen, aber komplett ausblenden ist doch schwierig ! "

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Klar hat dir der eine KFO zum Herbstscharnier geraten- ist ne Privatleistung und für den KFO lukrativer als die UKVV.

Bei mir stand zu Beginn die Forsusfeder (wie Herbst) oder UKVV zur Wahl. Und natürlich hab ich erst zur Forsus tendiert. Mein KFO meinte allerdings, weder er noch ich seien zum Behandlungsende mit dem Ergebnis zufrieden, das wisse er jetzt schon, denn das Ergebnis sei bei Erwachsenen nicht von Dauer. Der Kiefer würde sich zurückbewegen, da die Veränderung nur muskulär ist.

Der Hersteller hielt sich dazu sehr bedeckt, verwies an den KFO. Dieser riet mir, was meine Entscheidungsfindung betrifft, mich an die UPD (Unabhängige Patientenberatung Deutschland) zu wenden, was ich auch getan hatte. Dort riet man mir aufgrund der Unterlagen auch zur UKVV, da ein stabiles, dauerhaftes Ergebnis bei Erwachsenen 25+ eher nicht realisierbar ist. Im Buch von Warentest fand ich eine ähnliche Aussage. Von daher habe ich mich gegen die Forsusfeder und für die OP entschieden. Wenn ich was mache, dann richtig....

Ausserdem möchte ich nicht einen Haufen Geld investieren, mich über Monate/Jahre hinweg "quälen" und alles war letztendlich für die Katz.

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vor 1 Stunde schrieb NKaiser:

Klar hat dir der eine KFO zum Herbstscharnier geraten- ist ne Privatleistung und für den KFO lukrativer als die UKVV.

...................

Ausserdem möchte ich nicht einen Haufen Geld investieren, mich über Monate/Jahre hinweg "quälen" und alles war letztendlich für die Katz.

Hast natürlich recht. Die 41,92€ für das ein- und ausgliedern eines Herbstscharniers machen den Kieferorthopäden reich. Das reicht beinahe einen halben Tank Superbenzin für seinen Porsche. Und da das Kassenleistung (BEMA 131b) ist, haut das auch noch aufs Budget drauf. Die Reparaturen die das Teil manchmal so mit sich bringt werden natürlich genauso gut vergütet.

Am Ende kann er der Behandlung gar nicht mehr beiwohnen, da er damit beschäftigt ist, die Centstücke zu zählen. Was für ein geiler Job...

 

Mal im Ernst: Wenn ein Behandler versucht bei Erwachsenen mit dem Herbstscharnier Erfolge zu erzielen würde ich ihm das hoch anrechnen. Dann versucht er für seinen Patienten das Beste draus zu machen, nämlich eine OP zu vermeiden. Sonst nichts.

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Ein Kieferorthopäde kann mit so einer Kombensationsbehandlung auf Kosten der Ästhetik deutlich mehr verdienen, als bei einer Vorbehandlung, für eine ursächliche Therapie in Form einer Unterkiefervorverlagerung.

Dies hängt damit zusammen, dass so ein Herbstscharnierschmarrn bei Erwachsenen - immer - eine Privatleistung ist und der Kieferorthopäde mit einem viel höheren Satz abrechen darf.   Eine Unterkiefervorverlagerung erfolgt meist auf Kassenleistung, sodass der Kieferorthpäde nicht mit so einem solch hohen Satz abrechnen kann.

Und mal unter uns -  kein Kieferorthopäde tut einem Erwachsenen Patienten einen gefallen, wenn er dem Patienten vorgaukelt, dass mit einem Herbsscharnier die Funktion und die Ästhetik verbessert werden könnte.  

Streng genommen gehört es zur Aufklärungepflicht eines Arztes, wenn abesehbar ist - was es bei solchen Behandlungen ist-  dass das Ergebnis funktionell gut, aber ästethisch beschissen wird.     

Mal davon abgesehen, dass es funktionell auch nicht von dauer sein muss.

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Steve, wieso soll das Ein-und Ausgliedern des Scharniers bei Erwachsenen Kassenleistung sein ?

Keine KK zahlt das bei Volljährigen.

Ich hab den Behandlungsplan hier...einmal mit Forsusfeder als Privatzahler und einmal nur Zahnspange mit OP. Nun rate mal, welcher Behandlungsplan höher ausgefallen ist (bei gleicher Behandlungsdauer)?

Privatbehandlungen -egal ob im KFO Sektor oder auch bei anderen Ärzten- fallen immer höher aus, als wenn über die Kasse abgerechnet wird.

Herbstscharnier bei Erwachsenen jenseits der 30 ist Schwachsinn.

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Am 29.11.2016 um 20:08 schrieb DagmarW:

Hallo Drahtzahn,

hast du eigentlich neben der Kieferfehlstellung auch Zahnfehlstellungen? Wenn ja, welche?

Hallo DagmarW

Ja ,hab auch Zahnfehlstellungen:Im Behandlungsplan unter Diagnose hört sich das so an:

"Stark proklinierte OK-Front,Leichter frontaler Engstand,Rotationen multipler permanentwer Zähne,Transversal Überentwickelt.

Reklinierte UK-Front, Leichter frontaler Engstand, Rotationen multipler permanenter Zähne, Transversal poisterior stark Überentwichelt,Ausgeprägte Spee"sche Kurve.

Angle Klasse 2 3/4 Pb rechts und 1Pb links, Stark vergrößerte sagitale Stufe,Tiefer Biss, Overjet=10mm,Overbite=6mm.

Am 29.11.2016 um 17:37 schrieb NKaiser:

Klar hat dir der eine KFO zum Herbstscharnier geraten- ist ne Privatleistung und für den KFO lukrativer als die UKVV.

Bei mir stand zu Beginn die Forsusfeder (wie Herbst) oder UKVV zur Wahl. Und natürlich hab ich erst zur Forsus tendiert. Mein KFO meinte allerdings, weder er noch ich seien zum Behandlungsende mit dem Ergebnis zufrieden, das wisse er jetzt schon, denn das Ergebnis sei bei Erwachsenen nicht von Dauer. Der Kiefer würde sich zurückbewegen, da die Veränderung nur muskulär ist.

 lieber "Schlauberger" NKaiser, Steve  und wer sonst noch so liest...

ich stimme Dir vollkommen zu! Alle KFO haben mir sehr zur OP geraten (UKVV) und mich mehrfach darauf hingewiesen, dass es die schöneren,sicheren und stabileren Ergebnisse damit gibt!

Ich hatte aber damals und auch noch heute Angst vor den, wenn auch sehr seltenen aber dennoch vorkommenden/möglichen Nerv-Problemen nach  einer   solchen UKVV-OP. Meine KFO hätte wirklich lieber feste Spange mit OP gemacht! " Ich solle es mir bitte gut überlegen wegen Rezidiv usw. und ich hab echt zu lang drüber nachgedacht und leider nicht ihren Rat befolgt mich einfach nicht im internet zu informieren sondern einfach zulassen und vertrauen.  Also der Patient wollte eben leider nicht ...  So hat  Sie  mir dann auch überall reingeschrieben: "Patient wünscht gegen den ärztlichen Rat keine von der gesetzlichen Krankenkasse unterstützte kieferorthopädisch- kieferchirugische Therapie!" Natürlich hat mich das  nochmehr zweifeln lassen!

Ich hätte auch alles wie ihr schon richtig dazu bemerkt habt wegen dem Herbstscharnier selber zahlen müssen,so wurde es mir gesagt und so hab ich es erwartet und es kam natürlich auch von meiner Zahnzusatzversicherung die volle Ablehnung der Kostenübernahme zu meinem Behandlungsplan. Das meine gesetzliche KK nur die OP_Variante bezahlen ,alles andere aber ablehnen würde war 100% sicher! .Ich hab dann trotz geringer Erfolgsaussicht einfach  ordentlich begründeten Widerspruch bei der Zusatzversicherung eingelegt und siehe da- ca. 90% der Behandlungskosten übernehmen sie! Sonst hätte ich mir das nicht leisten können und wollen! Und notgedrungen wohl doch irgendwann die OP gewählt!

So, und eben diese UKVV OP-Möglichkeit bliebe mir nach einem schlechten Endergebnis nach etwas Wartezeit ja immer noch, wenn ich sie als doch  nötig und zielführend einsähe oder nicht weiss wohin mit meinem Geld...  So, nun könnt ihr gerne über mich Spinner "herfallen" oder wild diskutieren, dafür ist ja so ein Forum durchaus auch da! -----Ja, und der dicke Land Rover vor der Praxis, dass ist natürlich auch bei meiner KFO der Fall, "dat mut woll so !"

 

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Ich hoffe ja, der "Schlauberger" war jetzt nicht ernst gemeint, sonst müsste ich mich direkt angefressen fühlen.

Ich bezweifle, dass die KK eine OP übernehmen wird -auch nach Wartezeit- , wenn du sie vorher bewusst schonmal abgelehnt hast. 

Vor den bleibenden Nervenschädigungen habe ich auch etwas Bammel, ich habe da aber Vetrauen zu meinem KFC, der einen ausgezeichneten Ruf hat.

Ich kann dich echt verstehen, ich stand ja auch genau vor der gleichen Entscheidung.

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Hey schlauberger war natürlich nur scherzend gemeint und ich freu mich sehr das du meine Situation nachvollziehen kannst.

Die Wartezeit bezog sich darauf,dass ein Rezidiv ja nicht direkt von Heut auf Morgen nach der Behandlung da ist.Und das die KK in einem solchen Fall nun nicht mehr die OP bezahlen würde,davon geh ich auch aus.deshalb schrieb ich "...und wenn ich dann mal nicht weiss wohin mit meinem Geld..." sorry hab ich etwas zu verwurstelt geschrieben.

Also denn wünsch ich mal weiter in die Runde: gute Behandlungsergebnisse !

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Am 29.11.2016 um 19:44 schrieb Steve:

Hast natürlich recht. Die 41,92€ für das ein- und ausgliedern eines Herbstscharniers machen den Kieferorthopäden reich. Das reicht beinahe einen halben Tank Superbenzin für seinen Porsche. Und da das Kassenleistung (BEMA 131b) ist, haut das auch noch aufs Budget drauf. Die Reparaturen die das Teil manchmal so mit sich bringt werden natürlich genauso gut vergütet.

Am Ende kann er der Behandlung gar nicht mehr beiwohnen, da er damit beschäftigt ist, die Centstücke zu zählen. Was für ein geiler Job...

 

Mal im Ernst: Wenn ein Behandler versucht bei Erwachsenen mit dem Herbstscharnier Erfolge zu erzielen würde ich ihm das hoch anrechnen. Dann versucht er für seinen Patienten das Beste draus zu machen, nämlich eine OP zu vermeiden. Sonst nichts.

@Steve: Eine meiner Freundinnen (37) soll demnächst ein Herbstscharnier bekommen.

Fragen:

Kann das bei Erwachsenen überhaupt noch funktionieren? Aus Deiner Antwort lese ich Zweifel heraus.

Oder ist das von Fall zu Fall unterschiedlich?

Wenn ja, wovon hängt das ab?

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Es gibt m.W. keinen Wirkungsnachweis des Herbstscharniers bei Erwachsenen und auch nicht bei Kindern und Jugendlichen.

 

Der KFO, der das einsetzen will, sollte da eigentlich Studien zu bringen können. Oder setzt er etwa ein medizinisches Verfahren ein, an das er nur "glaubt"?

 

Dann vielleicht gleich mit Globuli probieren oder in die Kirche gehen und beten?


 

 

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Erstmal kleiner Disclaimer: Ich habe zwar ein Dr. aber keinen von der Sorte der Menschen (oder Tiere) behandeln kann (oder sollte). Ich kann wissenschaftliche Studien lesen und offensichtliche "Statistikschönungen" u.ä. erkennen aber außerhalb meines Feldes kann ich nichts über die Qualität der Journals bzw. Paper sagen.  :)

 

Aber dennoch: Globuli etc. sind noch ne ganz andere Nummer. Herbst bei Erwachsene ist wohl nicht eindeutig geklärt.

Erste Studie die ich gefunden habe - leider nur mir relativ wenigen Patienten.

http://drortho.com.br/wp-content/uploads/2013/02/pancherz.pdf - "Orthognathic surgery and dentofacial orthopedics in adult Class II Division 1 treatment: Mandibular sagittal split osteotomy versus Herbst appliance"

"All surgery and Herbst subjects were treated successfully to Class I occlusal relationships with normal overjet and overbite. In the surgery group, the improvement in sagittal occlusion was achieved by skeletal more than dental changes; in the Herbst group, the opposite was the case. Skeletal and soft tissue facial profile convexity was reduced significantly in both groups, but the amount of profile convexity reduction was larger in the surgery group. The success and predictability of Herbst treatment for occlusal correction was as high as for surgery. Thus, Herbst treatment can be considered an alternative to orthognathic surgery in borderline adult skeletal Class II malocclusions, especially when a great facial improvement is not the main treatment goal."

 

Es geht schon bei Erwachsenen - dabei sind die Änderungen aber halt hauptsächlich dental und nur sehr gering skelletal (~13% overjet und ~22% molar) im Vergleich zur OP (~63% skeletal overjet und ~80% molar). Das Profil verbessert sich beim Herbst-Scharnier wohl auch gering, aber große Änderungen kann man natürlich nur von der OP erwarten. Außerdem geht es auch nur bei "borderline cases" - d.h. bei zu großer Diskrepanz der beiden Kiefer bleibt natürlich nur die OP.

Am besten ist aber m.E. der Teil hier - am Ende gibt es halt zwei Möglichkeiten die unterschiedliche Auswirkungen und auch entsprechende Risiken haben und jeder muss halt - zusammen mit seinen Ärzten - entscheiden welche Behandlung man macht.

"Even when the knowledge from this study is added to what is known from the literature, there seems to be no single, conclusive answer to the question. Several factors must be considered in the treatment decision process: (1) the reason the patient is seeking treatment; (2) the effects that can be provided by Herbst treatment and orthognathic surgery, respectively; and (3) the costs and risks of the 2 treatment approaches."

 

Interessant wäre jetzt noch die Rezidiv Rate bei den beiden Varianten, auf die schnelle hab ich da nix gefunden.

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Meine Freundin wird nächste Woche näheres erfahren.

Ich berichte ...

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Danke für die Studie.

 

Also im Klartext: das Herbstscharnier wirkte in diesem Fall wie eine klassische Camouflage-Behandlung: Knochen bleiben praktisch wo sie sind und der dento-alveoläre Frontzahnereich wird nach innen (OK) oder außen (UK) gebogen.

 

Damit tauscht man das Problem "Overjet" gegen das Problem "retrudierte Front" (Frontzähne im OK zu steil zur Bißebene) und "protrudierte Front" (Frontzähne im UK zu sehr nach vorne geneigt zur Bißebene) ein.

Das kann man m.W. nach auch mit einer klassischen Spange erreichen.

 

Wobei: diese Camouflage-Behandlung ist durchaus eine Alternative für Leute, die die Risiken einer OP scheuen und einfach nur den Overjet loswerden wollen.

 

Eine Alternative zu einer großen UKKV oder Bimax wäre vielleicht eine Frontblock-Distraktion im UK und/oder OK zumsammen mit einer Genioplastik? 

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Am 15.2.2017 um 10:54 schrieb Lisa Plenske:

@Steve: Eine meiner Freundinnen (37) soll demnächst ein Herbstscharnier bekommen.

Fragen:

Kann das bei Erwachsenen überhaupt noch funktionieren? Aus Deiner Antwort lese ich Zweifel heraus.

Oder ist das von Fall zu Fall unterschiedlich?

Wenn ja, wovon hängt das ab?

Wer wissen will, wie sich das Kieferproblem meiner Freundin weiter entwickelt hat, einfach PN an mich!

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So, mitlerweile sind seit Einsetzen des Hebstscharniers fast neun Monate vergangen.

Ich habe seit ein paar Wochen auch endlich  wieder Bisskontakt an mehreren Backenzähnen ! Hab ich echt schon nichtmehr dran geglaubt,dass sich da von selbst noch was tun wird...

Und in absehbarer Zeit kommt es dann auch bald raus.

Wer genaueres oder mehr wissen will kann mir ja ne PN schreiben.

 

 

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