Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Marchen90

bimax oberkiefer und unterkiefer kinnkorrektur Oberkiefer locker nach Bimax Oberkiefer und Unterkiefer Kinnkorrektur

Hallo Ihr Lieben,

Erst mal zu mir: Ich bin 25, weiblich und habe 2014 meine erste Kieferoperation in Würzburg machen lassen. Der Grund hierfür war: ich war seit ich 8 bin in kieferorthopadischer Behandlung. Die ersten Jahre trug ich eine lose Spange, danach 4 Jahre eine feste. Mit 16 kam die feste Spange raus. Ich hatte einen extremen Überbiss. Mit 18 Jahren bin ich erneut zu meinem Kieferorthopäden gegangen da ich daa Gefühl hatte die oberen Schneidezähne kommen wieder total nach vorne und ich kann meine Lippen kaum schließen. Dieser teilte mir mit das ich damit wohl leben müsste und er mir nicht helfen kann. Daraufhin entschied ich mich eine zweite Meinung einzuholen und ging zu einem anderen Kieferorthopäden der in Würzburg sehr bekannt war und in einer Hand mit der Zahnklinik zusammen arbeitet. Dieser untersuchte mich, machte Röntgen Aufnahmen und teilte mir dann mit das meine Gelenke nicht richtig aufeinander stehen würden und man dies nur chirurgisch neu richten kann. Ich hatte zu dem Zeitpunkt oft Probleme mit dem Halswirbel und Verspannungs Kopfschmerzen am kompletten Kopf und an den Augen. Angeblich würde das vom Biss her kommen.. nachdem meine ganzen Unterlagen an die Krankenkasse geschickt worden sind und diese mir mitteilte sie würden die Kosten übernehmen entschied ich mich für den Eingriff. Ziel war die Schmerzen am Kopf zu verringern und die Abnutzung der Kiefer Gelenke damit Arthrose und Tinnitus vorzubeugen.es ging also los..

Nach einem Jahr fester Zahnspange und Modell Anfertigungen des aktuellen Bisses und des neuen Bisses, seitens meines Kieferorthopäden, ging es im November 2014 ran an den Speck. Ich hatte eine Bimax, mein Oberkiefer wurde ganze 6mm nach oben verlagert, mein Unterkiefer leicht nach links geschwenkt. Leuder habe ich bei der OP sehr viel Blut verloren sodass die Blutungen immer wieder gestillt werden mussten und meine Operation fast 8 Std dauerte. Laut Chirurgie gabe es auch Komplikationen bei der Befestigung der Platte im linken Oberkiefer. Der Arzt meinte das kommt vor allem bei jungen Patienten vor bei denen die Knochenwand nicht so dick ist. Der Oberkiefer Knochen wäre bei der Bearbeitung der Platte immer wieder weg gerutscht, was Komplikationen bereite. 

Ich bin nach 5 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden , konnte kaum essen und meine Mundöffnung funktionierte kaum. Dann kam dazu das ich kaum Treppen steigen konnte, oft geweint habe und mich seelisch total " down" gefühlt habe. Irgendwann kam meine auf die Idee mich zum Hausarzt zu schicken damit dieser meine Blutwerte kontrolliert. Dabei stellte er fest das mein Eisenwert, sowie mein Eisen Speicher komplett leer war. Ich sollte sofort zur Infusion kommen, es läge am Blutverlust bei der OP. Soweit so gut...

Die nächsten 5 Monate bestanden für mich daraus, parallel zwischen meiner Arbeit und den Arzt Terminen zu pendeln. 1 mal die Woche physio und meine Mundöffnung zu trainieren und 1-2 mal die Woche Infusionen bei meinem Hausarzt. Das geht irgendwann ganz schön auf die Psyche..

Mittlerweile war meine Mundöffnung wieder recht normal und mein Kiefer knackste auch nicht und fühlte sich eigentlich stabil an. Lediglich Atmen durch das linke Nasenloch fiel mir seit der OP 2014 schwer. 
Im Sommer 2015 erschien ich wieder in der Zahnklinik da ich mit meinem Chirurgen über den weiteren Verlauf ( Platten Entfernung, Ergebnis) reden sollte.

Der Chirurg sagte mir er sei sehr zu Frieden mit dem Ergebnis. Der Biss würde sehr gut passen. Wir haben einen Termin für die Metallentferung im November 2015 ausgemacht. Gleichzeitig informierte er mich über eine mögliche Kinnkorrektur, da mein Kinn seit der Kiefer neu Richtung unheimlich nervlich zuckte und ich immer noch keinen vollständigen Lippen Schluss hatte. 

ich entschied mich dafür sodass ich im November 2015 nochmals operiert worden bin. Ziel war: Plattenentfernung OK und UK und Kinnkorrektur
 

November 2015:

Nachwar der OP war ich total am Ende da ich alleine in meinem Zimmer lag und plötzlich auf dem einen Auge nichts mehr gesehen habe. Es hat gebrannt und so sehr weh getan sodass ich unmittelbar nach der Narkose ins Bad gerannt bin und mir versucht habe meine Kontaktlinsen auszuziehen. Dabei ist natürlich das ganze Blut aus meinem Mund gelaufen weil ja alles noch frisch war. Man geht bei einer Kiefer OP ja nicht davon aus das du plötzlich was am Auge hast. Natürlich hatte ich meine Kontaktlinsen vor der Op ausgezogen was ich in meinem verwirrten Zustand allerdings nicht mehr wusste.

Nach ein paar Stunden kam mein Chirurg zu mir und meiner Mutter und teilte uns die schlechten Nachrichten mit. Mein Bruch im Oberkiefer wäre nicht verwachsen. Es hätte sich links sowohl auch rechts Gewebe gebildet. Rechts wäre es nicht schlimm nur minimal gewesen und links ( die Seite bei der es bei der ersten OP schon Probleme mit der Beseitigung der Platte gab) wäre es gar nicht verheilt. Die Titan Platte war mehrfach gebrochen. Man weiß im Nachhinein nicht was war zuerst. Ist zuerst die Platte gebrochen und der Bruch ist deswegen nicht verwachsen oder ist die Platte gebrochen weil sich Gewebe gebildet hat? Zumindest war das die Aussage des Arztes. Fakt war: sie haben mir vom Jochbein Knochengewebe entnommen und in die Bruch Enden eingesetzt und neue L formige Platten links und rechts am OK neu eingesetzt. Im Unterkiefer ist alles verwachsen sodass sie dort die Platten entfernen konnten. Die Kinn Korrektur lief auch ohne Probleme ab. 

Was mein Auge angeht, da stellte sich heraus das während der Operation Desinfektionsmittel ins Auge gelaufen ist. Was mir natürlich nach der Operation keiner gesagt hat und ich deswegen so panisch war. Ich will nicht wissen wie lange diese Flüssigkeit in meinem Auge war und wieviel, denn ich konnte die ersten 4 Tage nach der Operation nichts sehen. Mein Freund musste mich füttern und zur Toilette bringen. Nach dem 2. Tag und nach etlichen bitten meinerseits, waren die Schwestern in der Lage mir eine Augenklappe zu bringen die es mir etwas erleichtert hat. Ich erhielt ein läppisches sry und das wars. Von einigen Pflegern erhielt ich Kommentare" ich solle mich nicht so anstellen wir wären eine Zahnklinik und keine Augen Klinik und so schlimm kann es ja gar nicht sein"...

Mein Auge ist wieder komplett vollständig geheilt und hat Gott sei Dank keine bleibenden Schäden laut meinem Augenarzt.

Im Mai 2016 hatte ich einen weiteren Kontroll bei dem gleichen Chirugen. Er teilte mir mit das wir Ende Juni die Metallentferung für Oberkiefer und Kinnkorrektur machen werden. Er könne mir nicht sagen ob der Bruch dies mal verheilt ist, bei einer Röntgen Aufnahme würde man durch die Kieferhöhlen den Bruch nicht so gut sehen um eine Aussage treffen zu können. Nichts desto trotz habe ich auf eine Röntgen Aufnahme bestanden und die Ärzte teilten mir mit " das WAS sie sehen können würde gut aussehen und sie gehen von keinen weiteren Komplikationen aus"...

Soweit so gut.. am 30.6 war es dann soweit. Um 7 Uhr sollte ich da sein um 14 Uhr wurde ich operiert und war seit dem Tag davor 22 Uhr nüchtern.

Im Aufwachraum war meine einzige Sorge mein Becken zu begutachten. Hätte die OP wieder nicht geklappt wäre mir vom Beckenkamm Knochengewebe entnommen worden d.h es hätte sich ein Schnitt an der Hufte befunden...dies war nicht der Fall. Ich erfuhr im Nachhinein das der Arzt der mich die beiden andere Male operiert hat gar nicht operiert hat und ich habe nach der Op auch keinen von den Ärzten gesehen. Ein Arzt den ich noch nie gesehen hatte teilte mir mit das alles geklappt hat und ich am nächsten Tag nach Hause darf. Platten habe ich mit nach Hause bekommen..

In den weiteren Wochen entwickelte sich eine Wundheilungsstörung und eine Entzündung des Zahnfleisches. Die Klinik war am Ende genervt das ich öfter drüber schauen Lassen habe uns teilte mir mit, dass das alles normal sei.. ich bin halt kein riesen Notfall und das lassen sie dich spüren. So auf gut deutsch" was willst du denn mit deinen Weh wechen"

Mittlerweile haben sich meine vorderen Zähne komplett schwarz verfärbt was angeblich von der Mund Spülung kommt. 

Mein Zahnfleisch fühlt sich am Oberkiefer links und rechts total taub an und ich habe das Gefühl als hätte mir jemand Watte oben in den Mund gesteckt:( 

Aber das schlimmste ist: seit die Platte draußen ist fühlt sich die li inke Seite, also die Problem Seite, total instabil an. Ich habe das Gefühl als wäre der Knochen nicht richtig fest. Wenn ich Gähnen oder Huste merke ich es. Wenn ich meinen Unterkiefer dehne und nach links oder rechts schiebe fühlt es sich im Oberkiefer an als würde der Knochen wackeln. Und zwar genau da wo die Platten waren. Ich bin einfach verzweifelt denn ich vertraue der Klinik nach dem ganzen nicht mehr richtig. Wenn ich mit dem Thema in die Klinik gehen würde, würden sie mich wieder als blöd hinstellen und ich bezweifele auch das sie ihren Fehler zugeben würden, falls sie einen gemacht haben sollten.

Meine Sorge ist das sie die Platten entfernt haben obwohl der Bruch vielleicht nicht ganz optimal verheilt ist und sie sich gedacht haben der Rest wächst von alleine zu bevor wir das Mädel jetzt nochmal operieren müssen. 

Habt ihr sowas schon mal gehört oder erlebt?

Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen das sie die Platten entfernen obwohl der Bruch nicht ganz verheilt ist aber wie gesagt richtiges Vertrauen habe ich auch nicht mehr.

Ich könnte mich jetzt extern Röntgen lassen in einem dreischicht Modell. Allerdings sind das etliche Strahlen und wenn es sich vermeiden ließe wäre mir das natürlich lieber.

Was seit der letzten OP auch noch suboptimal ist , ist das mein Kiefer einseitig( auch links) unheimlich laut knackst. Ich kann manchmal mit meinem Kunden nicht richtig reden weil mitten im Gespräch mein Kiefer knackst und ich ihn nicht mehr bewegen kann. Es ist auch kein knacksen das mal kommt und mal geht, sondern es ist bei der Mundöffnung da. Also praktisch permanent, rund um die Uhr...meine Physiotherapeutin meinte jetzt sogar das sie bezweifelt ob das wirklich nur von der Gelenk Kapsel kommt und das wir sas vollständig weg bekommen. Aber hey deswegen habe ich die ganzen OPs doch machen lassen? Damit mein Kiefer richtig sitzt und passt und eben nicht knackst! Jetzt ist es schlimmer als vorher und ich habe das Gefühl ich bin gesund in die OPs rein und komm kaputt raus.. ich fühle mich einfach gar nicht gut. Ich habe extrem abgenommen, Mein Körper hat nach den OPs unheimlich Fett gebraucht weil ich 10 Kilo verloren habe. Jetzt habe ich Gallensteine, Probleme mit dem Darm, Probleme mit dem Rücken, Stress auf der Arbeit weil ich nur bei Ärzten bin und das schlimmste ist: das mein Kiefer schlimmer knackst wie vorher und ich nicht mal weiß ob der Bruch vollständig geheilt ist.

Ich bin mittlerweile fertig mit den Nerven und oft amweinen. Ich habe nach den drei Jahren wenig Kraft und Geduld und wünsche mir oft ich hätte das alles nicht machen lassen. Schließlich war das freiwillig...

Ich hoffe jemand kann mir einen Tipp geben oder von seiner Erfahrung erzählen. Vielleicht macht mir das Mut oder baut mich ein Stück auf.

Vielen Dank schon einmal! 

1 Person gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo Marchen90,

du meine Güte. Du steckst da wirklich in einer schwierigen Situation mit einer Reihe von gesundheitlichen Problemen und quälenden Gefühlen. Alleine das Lesen Deiner Geschichte erzeugt Bauchweh, vor allem, wenn ich Deine Geschichte an meiner eigenen, überwiegend positiven Erfahrung mit KFO und KFC spiegele. Am liebsten möchte man mit einem Zauberstab alle Deine Schwierigkeiten zum Verschwinden bringen! Aber das geht natürlich nicht.

Selbstverständlich kann so ein Posting und eine Diskussion in einem solchen Forum Deine Schwierigkeiten nicht lösen. Aber Du steckst da offensichtlich in einem recht tiefen, gesundheitlichen und psychischen Tal. Leider gibt es in jedem Leben solche Täler. In jedem. Aber: Aus jedem Tal führt auch ein Weg wieder auf die Spitze eines Berges. Und wenn ich sehe, wie vergleichsweise ruhig und realistisch Du Deine Geschichte schreibst, dann habe ich den Eindruck, Du gehörst zu den Menschen, die wieder den Weg vom Tal auf den Berg finden können.

Wie kommt man vom Tal auf den Berg? Zunächst sollte man sich den Berg genau anschauen und feststellen, wo die größten Schwierigkeiten beim Aufstieg liegen. Du hast eine Reihe von Problemen genannt: Kiefer, Gallensteine, Darm, Rücken, Arbeit. Ich glaube, Du solltest erst Klarheit darüber herstellen, was die größten und dringendsten Probleme sind. Unter Umständen ist Dein Kiefer im Moment gar nicht Dein größtes Problem, sondern es wäre viel dringender, Deine Gallensteine zu behandeln.

Um einen Berg zu besteigen, ist es häufig sinnvoll, eine Seilschaft zu bilden. Überlege doch, wer aus Deiner Familie, von Deinen Freunden und Arbeitskollegen, und welche Ärzte Dir helfen können. Bei Deiner Fülle von gesundheitlichen Problemen ist es natürlich schwierig, beim Anblick dieses "Berges" nicht zu verzweifeln. Aber Bergbesteigungen bestehen aus vielen, vielen, geduldigen Einzelschritten. Vielleicht kannst Du versuchen und eintrainieren, nicht die Strapazen des ganzen Weges zu sehen, sondern Dich mehr auf die nächsten, kleinen Schritte konzentrieren. Und nach vielen, kleinen, geduldigen Schritten kannst Du es auf den Berg schaffen.

Kann so ein Posting irgendwie weiterhelfen? Sehr fraglich. Würde es mir selbst weiterhelfen? Auch fraglich. Es ist einfach der hilflose Versuch, Dir etwas Mitgefühl zu vermitteln und Dich zu ermutigen.

4 Personen gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0