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Janine89

Bimax Op 14.9.2016

Da ich bis vor kurzem selber noch nach Erfahrungsberichten zur Bimax Op gesucht habe, schreibe ich meine bisherigen Erfahrungen auf, sodass ich euch eventuell die Angst und Fragen nehmen kann...

 

Kurz zu meiner Person, ich bin 27 Jahre komme aus dem Raum Gütersloh und bin Tischlerin. Die Bimax Op sollte schon damals vor 10 Jahren stattfinden, der Termin stand fest doch ich hatte solche Angst, dass ich es alles abgesagt habe. Mit den Jahren wurde mein Aussehen nur noch schlimmer, der Unterkiefer wanderte immer weiter nach vorne. Zuletzt bis ich 4 mm mit meinem Unterkiefer zu meinem Oberkiefer zu weit nach vorne. Also echt nicht schön. So entschied ich mich mit 25 Jahren die Op anzugehen und hatte das Motto "Augen zu und durch".

März 2015 

Es begann mit einer festen Zahnspange, zunächst mit 25 Jahren sehr unangenehm aber es gibt wirklich schlimmeres. Manche fanden es schön und nannten es sogar süß, Ansichtssache! Durch meinen Kieferortopäden Dr. A. Fischer fühlte ich mich immer in super Händen und verleihte mir ein sehr sicheres Gefühl. Dazu später mehr. Die Zeit ging sehr schnell um und die Op rückte schneller ran, als mir eigentlich lieb war. Ich hatte diesen Gedanken immer verdrängt, doch irgendwann ging  dies leider nicht mehr...

September 12.9.2016

An diesem Tag musste ich um 8 Uhr in der MHH sein. Meine Anfahrt betrug etwa 1 1/2 Stunden und ich hatte das Glück, das sich meine Mutter ein Appartement die ganze Woche in Hannover genommen hat. Das kann  ich nur jedem empfehlen, denn so hat man was vertrautes um sich und mit der Mutti ist alles halb so schlimm. An diesem Tag wurde ich aufgenommen und musste auf mein Zimmer warten. Ich lag dann mit einem jüngeren Mädel auf einem Zimmer, das war echt nett. Später gab es noch eine Visite mit vielen Ärzten und ein Aufklärungsgespräch, so viele Komplikationen da bekommt man schon ein bisschen Angst. Ansonsten passierte nicht mehr viel. Ich hatte mir noch vorgenommen richtig viel zu essen, doch leider bekam ich fast nichts runter vor Aufregung.

September 13.9.2016

Es wurde so langsam ernst. Ich bekam solche Angst, dass ich weinen musste und mir richtig schlecht war. Es waren so viele Gedanken in meinem Kopf...Bekommt man genug Luft nach der Op? Bekomme ich Angstzustände wenn ich mit einem zuem Mund aufwache? Hab ich Schmerzen?  Wache ich überhaupt auf?.... Dann hieß es nur noch eine Nacht und dann ist es soweit.

OP Tag 

September 14.9.2016

 Ich war um halb 6 schob wach und begab mich schon unter die Dusche.Um halb 7 bekam ich nette Tropfen, die wirklich gut waren. Ich wurde ruhig und schlief dann noch eine Stunde bis die Schwestern mich um halb 8 holen kamen. Sie schoben mich in den Vorbereitungsraum und die Narkose Ärzte waren wirklich toll. Es ging dann sehr schnell und ich schlief ein....

Ich wachte sehr entspannt auf und war schnell bei Bewusstsein. Es war alles sehr ungewohnt, aber ich war sofort fit und konnte gefühlt Bäume ausreisen. Es machte mir überhaupt nichts aus, dass ich dem Mund nicht öffnen konnte. Also Angst um Luftnot total umsonst. Ich brauchte schon Schmerzmittel um habe drum gebeten , aber es wirkte immer sehr schnell. Ich hatte noch eine Magensonde drin, aber nur für das Blut das in den Magen floss. Was sehr unangenehm war, war das die Nase zu schwoll. Man wird während der Op über die Nase beatmet, dadurch leidet die Nase sehr. Ich hatte Nasenbluten und musste durch den Mund atmen. Die Nase wurde 2 mal abgesaugt, was echt befreiend war. Dies hielt leider nicht lange an. Ich musste die Nacht in der Intensivstation verbringen, was sehr beruhigend ist. Man wird bewacht und die Schwellung wird kontrolliert, falls der Mund zu schwillt oder Komplikationen auftreten. Ich bekam am Abend die Sonde schon gezogen und durfte dann auf die Toilette, war ziemlich wackelig auf den Beinen, aber es ging doch ganz gut. Ausserdem hatte ich volles Gefühl in den Lippen und Kinn. Was taub war, war der Gaumen, die Zunge und die Wangen.

 

Post Op Tag 1

15.9.2016

Ich durfte mich im sitzen selber waschen , das tat wirklich gut. Die Nacht war schrecklich, ausserdem musste man hochgelagert schlafen, muss man sich echt dran gewöhnen. Später durfte ich alleine zum Röntgen laufen, Bilder sahen wohl super aus. Mein Gesicht fing an richtig anzuschwellen, macht einem ein bisschen Angst. Später konnte ich auf meine Station  ins Zimmer. Kommunikation nur über Zettel und Stift möglich. Nachmittags hab ich mich nicht mehr wiedererkannt, mein Gesicht war auf dem Höhepunkt der Schwellung. Da tat die Kühlmaske doch sehr gut, hatte sie immer auf. Schmerzen waren auszuhalten doch nur mit Schmerzmittel. Das Essen war eine Katastrophe und hatte auch keine Lust drauf gehabt. 

Post Op Tag 2

Die Schwellung hat sich allmählich beruhigt und sie ist gering zurück gegangen. Die Nase machte mich weiter fertig. Ich habe eine Flasche Nasenspray am Tag benutzt und musste einfach noch mehr Geduld haben. Essen hatte ich immer noch keine Lust drauf und man musste mich schon in den Arsch treten das ich mal wieder voran komme. 

Post Op Tag 5

Endlich war es soweit, ich durfte nach Hause. Die Schwellung ging drastisch zurück. Essen ging weiterhin nur mit einer Spritze. Hatte mir Zuhause ein Krankenlager eingerichtet, kann ich jedem Empfehlen.  

Die Tage gingen ins Land und zu jedem Tag wurde es besser...

Post Op Woche 3

Mittlerweile hab ich 6 Kilo abgenommen und essen ist immer noch nicht das Ware. Ich habe mir das alles schlimmer vorgestellt, aber ich glaub es gibt wirklich schlimmeres Dinge. Meine Fäden wurden in Woche 2 gezogen, was kurz unangenehm war, aber auszuhalten. Den Splint durfte ich nach Woche 2 zum essen raus nehmen. Es war wunderbar endlich nach 2 Wochen die Zähne zu putzen. Es gibt kein schöneres Gefühl, die Zähne sind sehr braun geworden. Den Splint muss ich weiterhin tragen, es gibt einem aber auch ein Gewisses Gefühl von Sicherheit. Schmerzen waren nach 1 1/2 WoChen nicht mehr da. Zwischendurch kam noCh Muskelkater dazu und ein paar Krämpfe, die legen sich aber nach der Zeit. Meine Wangen sind noch geschwollen, aber eher wie nach einer Weisheitszahn op. Da muss ich noch echt Geduld haben im das Endergebnis endlich zu sehen. Das Taubheitsgefühl in der Zunge ist weg , der Gaumen ist noch halb taub und oberhalb der Lippe ist noch kein Gefühl drin. Für mich aber nicht tragisch, kann man sogar mit Leben.

Wenn jemand fragen hat, beantworte ich sie sehr gerne. Ich werde euch auf jedenfall auf dem laufenden Halten...

Ich hoffe ich konnte euch schon ein bisschen mit dem Erfahrungsbericht helfen?!

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Schön zu lesen, dass es bei dir aufwärts geht, ich hab noch ein bisschen dahin. Heute geht es mir echt bescheiden und nun ist mir auch noch so ein blödes Gummi vom Splint gefatzt :-( Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung.

 

LG Lana

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Vielen Dank ! Es ist echt ne harte Zeit, aber irgendwie hab ich mir das schlimmer vorgestellt. Ich fand die 2 Wochen wo ich nicht sprechen konnte sehr angenehm, keine Konflikte, Diskussionen oder sowas :-D

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Ok, ich habe eben meine 2 Kleinen, da muss ich schon immer wieder sprechen. Gummis sind gewechselt und Dienstag kommt der Splint raus *freu*

Ich hatte auch mit mehr gerechnet, aber so langt das auch schon dicke. 

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vor 12 Stunden schrieb dumerili1978:

Ok, ich habe eben meine 2 Kleinen, da muss ich schon immer wieder sprechen. Gummis sind gewechselt und Dienstag kommt der Splint raus *freu*

Ich hatte auch mit mehr gerechnet, aber so langt das auch schon dicke. 

Kommt der Splint bei dir komplett raus oder musst du den nur zeitweise tragen? 

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Gute Frage, zumindest kommt die Verdrahtung mit dem OK raus, im Moment geht ja nichts mit Rausnehmen. Mal sehen, was der KFC und der KFO am Dienstag meinen. Ich bin schon froh, wenn ich ihn zum Essen oder so rausnehmen kann.

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