Spartan

Bimax + Kinnkorrektur stehen bevor, viele Ängste

Hallo allerseits!

Mein Name ist Oliver, ich bin 25 Jahre alt und habe bis jetzt nur im Forum mitgelesen.

Seit 7 Jahren plage ich mich nun mit dem Thema Kieferbeschwerden herum, meine Probleme sind Kieferknacken und selten Schmerzen. Die Hauptprobleme sind dass ich keine richtige "Ruheposition" des Unterkiefers habe und natürlich die Optik (Hauptgrund). Vor 3 Jahren habe ich die feste Spange eingesetzt bekommen und auf den Tag hingearbeitet, der nun im Januar bevorsteht.

Es soll eine Bimax inkl. Kinnkorrektur vorgenommen werden (in derselben Sitzung), eventuell eine ME danach. Der Oberkiefer soll nach oben versetzt bzw. geschwenkt werden, der Unterkiefer nach vorne. So weit so gut, nun zum schlimmen Teil. Ich bin ein absoluter Schisser was solche Dinge angeht, habe sogar zwischendurch mit der festen Spange "pausiert" weil mich die ständigen Schmerzen des Bogenwechsels in Kombination mit meiner psychischen Situation verrückt gemacht haben. Nun bin ich aber wieder voll dabei, und nach 4 zauberhaften Weisheitszahn- Extraktionen ist es jetzt endlich soweit.

Meine Sorge gilt zu allererst den Taubheitsgefühlen. Sogar die 3 Stunden Betäubung nach dem Zahnarzt sind für mich eine sehr große Belastung. Ich habe gelesen, dass durch die Kinnkorrektur das Risiko signifikant erhöht ist, stimmt das? Leider habe ich beim Vorbereitungsgespräch mit dem KC diese Frage vergessen. Das nächste Problem unter dem ich leide, ist eine stark vermehrte Speichelproduktion, die mir auch schon zu vielen peinlichen Situationen verholfen hat. Dazu habe ich widersprüchliche Aussagen erhalten, ob sich diese nach der OP reduziert. Das dritte Problem ist meine undeutliche Aussprache, ich hoffe dass sich auch die nach der OP verbessert. Zungenpressen gegen die Zähne ist auch vorhanden, ob dazu eine logopädische Behandlung notwendig ist wurde mir nicht gesagt...

 

Ein OP Bericht folgt natürlich :114: Mein Beitrag ist dazu gedacht mich erst einmal vorzustellen, einige Fragen und Ängste aus dem Weg zu räumen und eventuell Kontakt mit anderen Betroffenen aufzunehmen.

 

Liebe Grüße!

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Hallo Oli!

 

Ich kann dich sehr gut verstehen. Genau diese Ängste hatte ich auch.

"Was ist wenn ich mein Gesicht nicht spüre.. Schmerzen.."

Zum Sabbern sage ich dir jetzt schonmal etwas nicht so schönes..

ich habe vor meiner ersten Bimax nicht gesabbert, danach schon. Es passiert mir manchmal das ich Nachts aufwache und mir Sabber ausm Mund läuft O.o

Das ist echt ekelhaft aber ich bin single von daher ist mir das momentan relativ egal :)))

Zum Taubheitsgefühl nach der Op kann ich dir sagen das du definitiv etwas nicht spüren wirst (ich hab noch niemanden gefunden der nach einer bimax garkein taubheitsgefühle hatte) und dass das die ersten Tage richtig komisch sein wird. Ich konnte mein Gesicht kaum waschen weil ich das Gefühl so ekelig fand (es fühlt sich an als hätte man ein stück rohes Fleisch im Gesicht zu hängen) aaaaaaber man gewöhnt sich daran ziemlich schnell und dann geht es auch mit der Zeit weg. Also wirklich halb so schlimm.

Schmerzen hatte ich nach der Op eigentlich keine. Mir tat der Zugang usw mehr weg als sonst was. Also im Gesicht tat nichts wehe.

 

Und trotzdem, ich hab das ganze Spiel schon einmal mitgemacht und nächste Woche gehts dann nochmal von vorne los und ich muss gestehen das mich das verrückt macht. Es war ja beim ersten Mal eben nicht so schlimm aber trotzdem, vor so einer Op hat man wohl immer Angst.

 

Kopf hoch, das ist eine ziemlich aufwendige Op aber von den Schmerzen usw. nicht soooooooo schlimm.

 

LG Anna

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vor 4 Stunden schrieb Spartan:

Zungenpressen gegen die Zähne ist auch vorhanden, ob dazu eine logopädische Behandlung notwendig ist wurde mir nicht gesagt...

Wenn Du selbst feststellst, dass Du mit der Zunge gegen die Zähne presst, macht meiner Meinung nach der Besuch beim Logopäden auch Sinn.

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Hi du :) 

ich möchte dir hiermit ein Bissl die Angst nehmen. Denn sowas hat mir sehr geholfen.

zu mir: ich bin 18, ziemlich klein, leicht gewichtig, schmerzempfindlich hoch 100 und total ängstlich!

also sozusagen der total falsche kandiat für So ne krasse OP....

aber heute ist es 3 Wochen her und ich muss dir sagen ich würde es wieder machen! Ich liebe alles an mir, mein neuen biss mein neues Aussehen ich bin komplett begeistert. 

Es war sehr hart aber nur die ersten 4 Tage. Und ab dem 7  Tag geht es wirklich nur noch Berg auf. Das verspreche ich dir. Hab keine Angst, dass brauchst du nicht. 

 

 

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Ach ganz vergessen. Die ersten 3 Tage wenn ich aus einem Glas getrunken habe hab ich gedacht da fehlt n Stück Glas Hahahah aber glaub mir daran gewöhnst du dich. Bei mir ist nach 3 Wochen Post op fast alles wieder da. War heute zum Kontrolltermin da und die Ärzte loben sich bis zum Himmel :D 

 

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Hallo allerseits!

Bitte vielmals um Entschuldigung für meine späte Antwort, ich habe das Thema bis vor ein paar Tagen erfolgreich verdrängt...

Danke für die Antworten! Anna und Shishibee, ich hoffe bei euch hat sich weiterhin eine gute Besserung eingestellt :114:

 

Da es nun ernst wird (bzw. werden hätte sollen, oder doch noch wird, evtl. mit Verspätung) möchte ich das Thema gerne wieder hervorkramen. Die letzten Tage waren geprägt von Zweifeln ob meine Situation den Eingriff wirklich rechtfertigt, unterstützt wurde das noch von KFO und KC, die beide gesagt haben, dass ich mir von der OP keinerlei funktionale Verbesserungen erhoffen kann, da der Biss an sich gut ist. Er liegt lt. KC auch nicht besonders weit hinten (mein Kopf sagt da leider was anderes). Ich war stark am zweifeln, habe mich aber dennoch zusammengerissen und wollte es durchziehen, um endlich meinen "Frieden" zu finden. 

Beim Vorbereitungsgespräch zur OP meinte der KC jedoch, dass man eventuell auch nur den Oberkiefer operieren könnte, da es aber zum Überbiss kommen könnte bzw. kommen wird, möchte er aber lieber beide Kiefer operieren und gleichzeitig etwas schwenken, für ein optimales Gesamtbild. Ich habe die OP nun vorerst doch aufgeschoben, da ich einfach nicht mehr 100%ig überzeugt war und die Angst gesiegt hat. Mein KFO wird mich zwar vierteilen wollen (bin schon ein notorischer "Termineverschieber"), aber da muss ich wohl nun durch und ihm sagen, dass ich die Spange doch noch etwas behalten möchte für einen neuen Anlauf. 

Meine Frage wäre, sollte ich die Option nur den OK und das Kinn zu operieren nochmal zur Sprache bringen? Es ist klar dass sowohl dem KC als auch dem KFO lieber ist, wenn beide Kiefer operiert werden, aber für mich bedeutet das verminderte Risiko für Taubheit im Unterkiefer schon die Welt...

Was meint ihr zu der Sache?

Danke und Grüße ;)

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Hey, 

 

also ich kann dir vielleicht auch ein wenig die Angst nehmen. Zu mir : ich hatte eine Bimax  mit OKVV, UKVV, Schwenkung des OK um 4 mm und Absenkung des OK. 

Vor Schmerzen braucht man keine Angst haben, ich hatte kaum Schmerzen. Die Zugänge, Thrombosespritzen und die tägliche Blutabnahme sind unangenehm, aber auch das ist auszuhalten. 

Zur Taubheit kann ich sagen, dass ich auf der Linken Seite direkt nach der Op schon Gefühl hatte und auch rechts soweit alles wieder gekommen ist. Das ständige Kribbeln und sein Gesicht nicht richtig wahrnehmen zu können habe ich als sehr anstrengend empfunden, aber auch das vergeht nach ein paar Tagen oder Wochen. Ich fand das Spannungsgefühl sehr unangenehm. Und ich konnte immer sehr schlecht schlafen. Das sind aber alles Dinge, die nach ein paar Tagen besser werden.

Es ist große Eingriff, da sollte man sich nichts vor machen, die ersten paar Tage sind wirklich hart. Ich war 2 Tage auf der Intensivstation und habe mich wirklich schlecht gefühlt. Aber man ist auch relativ schnell wieder fitter und freut sich über Kleinigkeiten, die man sonst gar nicht zu schätzen weiß. Das erste mal wieder alleine Duschen etc :D . 

Wenn du dir nicht sicher bist, dann nimm dir die Zeit und triff eine Entscheidung. Ich stand von Anfang an hinter der Op und eine positive Einstellung ist sehr hilfreich. Die Genesung dauert lange und kostet viel Kraft, aber ich für meinen Teil kann sagen, dass es sich gelohnt hat. Ich bin viel zufriedener. Jede Op ist anders und somit auch die Genesung. Wie alles verläuft ist von vielen Dingen abhängig, Schweregrad der Fehlstellung, Erfahrung des Operateurs, Wundheilung, usw. 

Vielleicht hilft dir das etwas weiter 

LG Britta 

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Hallo :)

rein von den Kiefern her empfand ich den OK als schlimmer. Mit schlimmer mein ich, dass ich die Schwellung im OK Bereich als störender empfunden habe und auch das spannungsgefühl hier mehr war wie im UK. Ich kann mir anhand meiner OP auch gut vorstellen, dass ich es wohl kaum gemerkt hätte, wenn nur der OK operiert worden wäre. Wobei ich zu keinem Zeitpunkt schmerzen hatte.

Nach der OP war ich auch relativ schnell wieder fit und durfte bereits am 2. Tag nach Hause. :) Tja die Taubheit wird sich nach so einer OP wohl kaum verhindern lassen, aber sobald du das erste kribbeln spürst weisst du, dass du auf dem richtigen Weg bist. Über das Sabbern kann ich dir leider auch nichts positives erzählen, ausser dass es nach 6 Tagen wieder vorbei war.

Wenn du dir unsicher bist kannst du deinen KFC nochmal um ein Gespräch bitten um alle offenen Fragen, bzw unsicherheiten deinerseits nochmal zu klären. Hinter der OP solltest du schon 100% stehen, da der Kiefer wirklich Zeit benötigt um wieder zu heilen und du dadruch schon etwas eingeschränkter bist. Sprich auf jeden Fall nochmal nur die OK OP an. Wenn dir dabei wohler ist und die OP den passenden Effekt erziehlt warum nicht? Sollte dies nicht der Fall sein und dir dein KFC abraten dann überlegt dir das nochmal. Lieber eine erfolgreiche OP als etwas was am Ende nicht passt und du evtl. Probleme bekommst.

LG und alles gute :)

Was ich noch vergessen habe: im gegensatz zum UK ist mein Zahnfleisch OK nach kanpp 3 Monaten immer noch zu 50% Taub, während im UK bereits nach 6-8 Wochen das Gefühl wieder da war.

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