missyqueen

magnesium-platten

hallo, habe heute einne bericht über magnesiumplatten gesehen, die sich von selbst auflösen-die sahen so ähnlich wie meine titanplatten aus........gibts jemand, bei dem die verwendet wurden?!?! oder wird das in der kieferchirurgie nicht gemacht? danke! nic

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Hallo Nic,

ich werde im April in der Uniklinik Frankfurt operiert und es sollen resorbierbare Platten verwendet werden, die sich selbst auflösen. Nehme an, dass das diese Platten sind, über die Du den Bericht gesehen hast. Bin froh, dass mir dadurch eine OP erspart bleibt.....

Gruss Jasmin

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moin,

die resorbierbaren platten, die ich kenne, sind aus irgendwelchen zuckern und werden dann eben enzymatisch zersetzt. von magnesium hab ich noch nix gehört.

und: ja, die werden teilweise schon in der MKG eingesetzt, wenn auch bisher in der versuchsphase. das problem bei diesen dingern ist, dass sie sich wesentlich schneller auflösen, wenn sie von entzündetem gewebe umgeben sind - und das wäre nich so dolle.

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Hallo ,

diesen Bericht habe ich auch gesehen . Es handelt sich tatsächlich um Magnesiumplatten. Bei diesem Bericht ging es um einen Mann der sich durch einen Ski-Unfall erhebliche Verletzungen der Gesichtsknochen zugezogen hatte. Die Magnesiumplatten sehen den herkömlichen Platten von der Form her sehr ähnlich , nur das sie durchsichtig sind. Wenn ich das richtig mitbekommen habe , ist dieses Verfahren noch relativ neu .

Ist doch schön das es nun auch eine Möglichkeit gibt diese Platten ohne weitere OP und zusätzlich belastender Narkose los werden zu können.

lieben Gruß

Tanja

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ja, genau-dieser bericht vom typn mit ski-unfall......ich habs ja leider oder gott sei dnak shcon hinter mir, aber würd mich mal interessieren, ob jemand damit schon erfahrungen hat ;) nic

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Also Magnesium in diesen Mengen, und dann auch noch metallisch? Wäre es organisch, würde der Körper mehr von dem Magnesium aufnehmen, aber eine metallische Verbindung ist leichter abzubauen. Ansonsten gäbe es vielleicht eine Megnesiumvergiftung.

Und dann nochwas, was wäre dann mit den Schrauben? Die stünden dann ganz alleine im Kiefer und würden wahrscheinlich verwachsen, also doch noch etwas Metallisches im Körper.

Mich wundert, dass man nicht gegossenes Glas ( Kristalle benutzt, eine Siliziumverbindung), dann ist alles super fest, stark genug, billig in der Produktion und kein Metall im Körper. mal abwarten, bis man auf diese Idee kommt. In der zahntechnik wird zum Beispiel mit Diamant Metall bearbeitet und das geht weg wie Butter. Es wäre auch eine kombination aus Glasschraube und organisch auflösende Kunststoffe möglich, siehe Operation mit selbstauflösendem Garn zum Nähen.

Vielleicht bekommt man auch eine Spritze an die Stelle verpaßt und dann beginnt eine Entzündung dort und der Körper erhöht seinen Stoffwechsel und dann erst wird das Fremdmaterial( Platte, Schraube) aufgelöst.

Ich weiß, es ist eine reine Spekulation, aber vielleicht hat von Euch auch jemand was zu sagen, was da am Laufen ist. Gruß matteo:razz:

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Hallo Leute,

ich habe den Bericht zwar nicht gesehen, aber ich würde mal sagen: wenn die Platten wirklich durchsichtig waren, kann das bestimmt kein Magnesium gewesen sein - vielleicht Magnesia (=Magnesiumoxid)? (Ich weiß jetzt zwar nicht, ob man das so schön sintern kann, daß es durchsichtig wird, aber zumindest wüßte ich jetzt nichts prinzipielles, was dagegen sprechen würde - außer, daß dann ein recht spröder Werkstoff zum Einsatz käme)

Also Magnesium in diesen Mengen, und dann auch noch metallisch? Wäre es organisch, würde der Körper mehr von dem Magnesium aufnehmen, aber eine metallische Verbindung ist leichter abzubauen. Ansonsten gäbe es vielleicht eine Megnesiumvergiftung.

Also ich weiß jetzt nicht, wie schnell diese Metallplatten abgebaut würden. Klar, daß Zeug ist so unedel, daß es vermutlich recht schnell oxidiert und das entstandene Magnesiumoxid dürfte dann von Gewebeflüssigkeit gelöst als lösliches Salz abtransportiert werden. Hängt aber stark vom pH-Wert in dem Gewebe ab. Wenn der eher neutral bis basisch ist, wird das Oxid eher schlecht gelöst und es dürfte länger dauern (ich denke mal, der dürfte ungefähr neutral sein).

Aber über die Dosis würde ich mir dann wohl eher geringere Sorgen machen. Um hier mal eine abschätzende Beispielrechnung aufzumachen: Eine Magnesium-Brausetablette enthält (hab' mal gerade grob im Internet nachgeblättert) größenordnungsmäßig 100 mg Magnesium, und ich glaube, davon wird dann eine pro Tag genommen (korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege). Ich nehme mal weiter an, bei einer Kiefer-OP würden insgesamt 10 g Metall "verbaut". Die Schrauben und Platten müßten ja einige Monate stabil bleiben, sagen wir mal: drei. Also richtig aufgelöst haben dürften sie sich dann erst nach mehr als einem halben Jahr (für die Rechnung der Einfachheit halber: 7 Monate, also gut 200 Tage. In der Realität sollte es eher noch länger sein). Ergäbe eine Magnesiumdosis für den Körper von ca. 50 mg/Tag - etwa eine halbe Magnesium-Brausetablette - ich denke, zuwenig, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen.

Und dann nochwas, was wäre dann mit den Schrauben? Die stünden dann ganz alleine im Kiefer und würden wahrscheinlich verwachsen, also doch noch etwas Metallisches im Körper.

Die könnte man dann doch eigentlich auch aus Magnesium fertigen, oder spricht was dagegen? Dann würden die sich einfach auflösen.

Mich wundert, dass man nicht gegossenes Glas ( Kristalle benutzt, eine Siliziumverbindung), dann ist alles super fest, stark genug, billig in der Produktion und kein Metall im Körper.

So sicher wäre ich mir da bezüglich der Eignung nicht. Glas ist vor allem einen ein recht spröder Werkstoff, und ich kann mir gut vorstellen, daß beim Drehen einer Glasschraube dieselbe recht leicht brechen könnte. Wahrscheinlich müßte man dann, ähnlich wie bei den "Zuckerschrauben", mit Gewindevorschneiden und sehr feinem Gewinde arbeiten.

BTW: Wie bio-inert ist Glas (d. h. in diesem Fall Silikatglas/Quarzglas) eigentlich? Es gibt ja durchaus Organismen (z. B. Kieselalgen), die dieses Material verstoffwechseln können. Was würde mit diesem Werkstoff im menschlichen Körper passieren?

Ich weiß, es ist eine reine Spekulation, aber vielleicht hat von Euch auch jemand was zu sagen, was da am Laufen ist. Gruß matteo:razz:

Ich hab' mal meine "2 Cent" dazugegeben, aber auch genug neue Fragen dazu - weiß da jemand noch was zu?

Viele Grüße

Kristian

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Hallo Kristian, hört sich erstmal plausibel an, was du sagst.

Es ist auch klar, dass Glas ein sehr spröder Werkstoff ist, aber man könnte die Schrauben gießen, wie man auch Flaschen gießt. Schrauben( Spackse für den Bau) werden auch gegossen und gepreßt. Da wird nichts nachgedreht, soviel ich weiß.

Die Ersatzzähne sind doch teils auch aus Keramikmassen und laut meiner Grafig im Buch bis zu 62% Siliziumdioxid, also sind sie doch mundbeständig. Man dreht die Schrauben in das Knochengewebe. Ich glaube, es verhält sich so, als dreht man in Holz. die andere Frage ist aber, kann man Kraft auf eine Glasfläche übertragen, ohne dass diese bricht? Ich denke mal normal eher nicht. Da diese Schrauben aber keine große Länge besitzen, sondern eher kurz und dick sind, denke ich doch, dass diese Schrauben locker in das poröse Knochengerüst reinwandern.

Es wäre vor allem eine billige Lösung.

Mich würde aber auch interessieren welchen PH Wert das normale Gewebe hat und das bei einem Entzündungsherd?

Aber es gibt noch eine interessante Lösung, die noch von keinem angesprochen wurde: Es gibt doch auch Kunstknochen, der auch verwendet wird. Ganz neue Technologie, die auch beim Knochen-aufbau für Implantate angewandt wird. Da wird dann nichts mehr aus dem Hüftknochen ausgeschnitten:razz: , dieses Produkt muss halt vom Körper akzeptiert werden, sollte also keimfrei sein. Vielleicht lassen sich daraus ja stabile Halteelemente erzeugen. Gruß matteo:idea: :shock:

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Hallo Matteo,

Es ist auch klar, dass Glas ein sehr spröder Werkstoff ist, aber man könnte die Schrauben gießen, wie man auch Flaschen gießt. Schrauben( Spackse für den Bau) werden auch gegossen und gepreßt. Da wird nichts nachgedreht, soviel ich weiß.

Aus was sind diese Bauschrauben denn? Ich nehme doch mal an, metallische Werkstoffe, oder?

Die Ersatzzähne sind doch teils auch aus Keramikmassen und laut meiner Grafig im Buch bis zu 62% Siliziumdioxid, also sind sie doch mundbeständig.

Daß silikatische Werkstoffe speichelbeständig sind, würde ich auch nicht bezweifeln. Aber meistens ist es doch so, soweit ich weiß, daß zum Verankern im Knochen Titan als Werkstoff benutzt wird, weil im Gewebe ja doch noch andere biochemische Verhältnisse herrschen als in der Mundhöhle. Zahnspangen sind ja auch großenteils aus Edelstahl (d. h. Chromnickel- oder Chromvanadiumstahl o. ä.), was aber für ein Knochenimplantat nicht in Frage käme.

Man dreht die Schrauben in das Knochengewebe. Ich glaube, es verhält sich so, als dreht man in Holz. die andere Frage ist aber, kann man Kraft auf eine Glasfläche übertragen, ohne dass diese bricht? Ich denke mal normal eher nicht. Da diese Schrauben aber keine große Länge besitzen, sondern eher kurz und dick sind, denke ich doch, dass diese Schrauben locker in das poröse Knochengerüst reinwandern.

Die mechanische Belastbarkeit keramischer Erzeugnisse (vor allem gesinterte Materialien) kann ja allerdings durchaus beachtlich sein (da gibt es ja auch bohr- und fräsbare Glaskeramiken). Die Bruchgefahr würde ich bei solchen Stoffen auch als nicht allzu hoch einschätzen. Nur weiß ich nicht, wie torsionsstabil (drehstabil) sowas ist, vor allem am Schraubenkopf, wo ja, abhängig von der Werkzeugform (Sechskant, Schlitz, Kreuz), nochmal eine andere punktuelle Belastung auftritt, und zwar noch relativ unabhängig von der Schraubenlänge (zumindest, wenn ordentlich vorgebohrt wurde). Eine Kieferschraube hätte ja nur einen Gewindedurchmesser von ca. 2 mm (was ich mal so aus den Fotos von den Titanplatten und -schrauben schätze, die im Bilderforum waren). Ich habe gelegentlich auch mal keramische Bauteile dieser Größenordnung in der Hand (die haben dann aber meistens eher die Funktion elektrischer Isolatoren), und die fasse ich wegen der Bruchgefahr immer wie rohe Eier an.

Aber es gibt noch eine interessante Lösung, die noch von keinem angesprochen wurde: Es gibt doch auch Kunstknochen, der auch verwendet wird. Ganz neue Technologie, die auch beim Knochen-aufbau für Implantate angewandt wird. Da wird dann nichts mehr aus dem Hüftknochen ausgeschnitten:razz: , dieses Produkt muss halt vom Körper akzeptiert werden, sollte also keimfrei sein. Vielleicht lassen sich daraus ja stabile Halteelemente erzeugen. Gruß matteo:idea: :shock:

Bei uns an der Uni gibt es auch einen Arbeitskreis, der sich mit der Herstellung von Knochenersatzmaterialien (z. B. zum Ersatz beschädigter Schädelfragmente) beschäftigt. Die benutzen im wesentlichen aus Lösung gefällte und dann verpreßte Calciumphosphate, also im Prinzip ein chemisch ähnliches Material wie das Original. Die Idee ist dabei halt, daß das Material mit der Zeit abgebaut und durch "richtiges" Knochengewebe ersetzt wird. Sowas als Schraube wäre natürlich genial - aber ich glaube, die machen daraus hauptsächlich die zu verschraubenden Teile. Aber das müßte ich mir nochmal genauer durchlesen, zu was man deren Produkte gebrauchen kann.

Viele Grüße

Kristian

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